Bruno Stickroth

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Bruno Stickroth (* 16. Juli 1937[1] in Stuttgart) ist ein deutscher Schauspieler, Moderator und Frisör; er war außerdem als Fotomodell tätig. Er ist der Vater des ehemaligen Fußballprofis Thomas Stickroth.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Stickroth wurde in Kaltental geboren und wuchs im Stuttgarter Westen auf. Seine Eltern waren Inhaber eines Geschäftes für Buchbinderbedarf. Im Alter von 17 Jahren gewann er im Stuttgarter Hindenburgbau einem Gesangswettbewerb; einen angebotenen Schallplattenvertrag bei der Polydor konnte Stickroth jedoch nicht annehmen, da er noch minderjährig war und sein Vater die Unterschrift verweigerte.[1][2] Stickroth absolvierte eine Ausbildung zum Frisör; nebenbei war er als Boxer im Halbweltergewicht bei Germania Stuttgart aktiv und betrieb Bodybuilding.[3][4]

1958, während seiner eigenen Zeit als Soldat, lernte Stickroth bei einem gemeinsamen Manöver US-amerikanischer und deutscher Einheiten in Grafenwöhr den Sänger Elvis Presley kennen und durfte ihm die Haare schneiden.[1][2] In den 1960er Jahren wurde Stickroth im Bodybuilding zum „Mr. Baden-Württemberg“ und dreimal zum „Mr. Stuttgart“ gewählt.[1] 1968 wurde er von Arnold Schwarzenegger als Frisör engagiert. Schwarzenegger gewann mit Stickroths Kurzhaarfrisur in der Grugahalle in Essen die Wahl zum „Mr. Europe“; Stickroth erreichte Platz sieben.[1]

Es folgten diverse Aufträge als Fotomodell, Laufstegmodel bei Modeschauen und Dressman. Als Katalog-Model posierte er unter anderem für die Kataloge von Baur, Quelle und Neckermann. Er war lange als Bademoden-Model tätig, zuletzt war er das Gesicht einer Werbekampagne des Augenoptik-Unternehmens pro optik.

Von 1975 bis 1980 drehte Bruno Stickroth unter dem Pseudonym Bruno Hakan in der Türkei zahlreiche Filme.[2] [1] Stickroth wurde dabei als Typus des blonden, blauäugigen Liebhabers in Soft-Sexfilmen und Fernsehserien eingesetzt.[2]

As die Model-Aufträge zurückgingen, arbeitete Stickroth wieder in seinem Beruf als Frisör im Stuttgarter Salon Hörrmann. Nebenbei versuchte sich Stickroth auch als Sänger und Elvis-Imitator. Er nahm, stets auffällig gekleidet in Glitzerkostümen und Plateauschuhen, an verschiedenen Karaoke-Wettbewerben teil. Er nahm auch eine CD mit Evergreens Moon River, Lili Marleen, Wonderful World, True Love und My Way auf.[1]

Bruno Stickroths Sohn Thomas Stickroth ist heute als Mentaltrainer für den Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück tätig.

Kultfigur [Bearbeiten]

In Stuttgart gilt der stets gebräunte Bruno Stickroth seit Jahrzehnten als Stuttgarter Original und ist als der „schöne Bruno“ bekannt.[5] Er galt als Star-Frisör und „Barbier vom Städtle“.[3][4][6]

Als im Dezember 2010 Bruno Labbadia, der ebenso wie Bruno Stickroth als „schöner Bruno“ gilt, Trainer des VfB Stuttgart wurde, erfuhr Bruno Stickroth einen plötzlichen Popularitätsschub in Stuttgart.[7] Stickroths Sohn Thomas Stickroth, der in der VfB-Jugend gespielt hatte, wurde später Fußballprofi wurde und hatte in seiner Karriere Bruno Labbadia gut kennengelernt.[7]

Im Juli 2011 startete im Auftrag der Stuttgart Internet Regional (SIR) GmbH die Videoserie Bruno sieht rot für die Internetportale von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, in der Bruno Stickroth (Hauptrolle, Moderator, Gastgeber) regelmäßig die aktuelle Situation beim VfB Stuttgart thematisiert.[5][6] Für die Serie traf Bruno Stickroth vor der Kamera bereits auf Joachim Löw, Andreas Hinkel, Jürgen Sundermann und Manfred Kastl.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Boxer, Barbier, Badehosenmodell - aus dem Leben des schönen Bruno; Porträt über Bruno Stickroth von Markus Heffner bei Suite 101 vom 26. Juni 2010; zuletzt abgerufen am 16. Februar 2012
  2. a b c d "Bruno sieht rot": Der schöne Bruno plaudert über den VfB Stuttgart Porträt über Bruno Stickroth in: Stuttgarter Nachrichten vom 14. September 2011
  3. a b Der Sunnyboy spielt jetzt auch bei Regen in: Berliner Zeitung vom 14. Oktober 1997
  4. a b Bauers Depeschen Joe Bauer (Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten) über eine Begegnung mit Bruno Stickroth
  5. a b Der schöne Bruno und der VfB in: Stuttgarter Legenden vom 28. Juli 2011
  6. a b Bruno Stickroth: Der Frisör von Elvis Blog 5 Freunde im Abseits vom 28. Juli 2011 (mit Foto von Bruno Stickroth als Erotik-Model)
  7. a b "Labbadia ist ein schöner Bruno" Interview mit Bruno Stickroth in: Stuttgarter Zeitung vom 14. Dezember 2010