Bruno Labbadia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bruno Labbadia

Bruno Labbadia im Jahre 2012

Spielerinformationen
Geburtstag 8. Februar 1966
Geburtsort DarmstadtDeutschland
Größe 178 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1972–1976
1977–1983
1983–1984
FSV Schneppenhausen
SV Weiterstadt
SV Darmstadt 98
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984–1987
1987–1989
1989–1991
1991–1994
1994–1995
1995–1998
1998–2001
2001–2003
SV Darmstadt 98
Hamburger SV
1. FC Kaiserslautern
FC Bayern München
1. FC Köln
Werder Bremen
Arminia Bielefeld
Karlsruher SC
105 (43)
41 (11)
67 (20)
82 (28)
41 (15)
63 (18)
98 (50)
60 (18)
Nationalmannschaft
1987
1992–1995
Deutschland U-21
Deutschland
6 (3)
2 (0)
Stationen als Trainer
2003–2006
2007–2008
2008–2009
2009–2010
2010–
SV Darmstadt 98
SpVgg Greuther Fürth
Bayer 04 Leverkusen
Hamburger SV
VfB Stuttgart
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Bruno Labbadia (* 8. Februar 1966 in Darmstadt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer italienischer Herkunft. Seit 2010 ist er Trainer des VfB Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

Familie, Kindheit und Ausbildung [Bearbeiten]

Labbadias italienische Eltern waren aus Lenola in den 1950er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland gezogen und ließen sich in Schneppenhausen nieder.[1] Labbadia kam als eines von sieben Kindern 1966 in Darmstadt zur Welt. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf einem Bauernhof in Schneppenhausen auf. Nach dem Erwerb der Mittleren Reife absolvierte er eine Berufsausbildung zum Versicherungskaufmann.[2]

Karriere als Spieler [Bearbeiten]

Vereine [Bearbeiten]

Labbadia spielte in der Jugend beim FSV Schneppenhausen und SV Weiterstadt. Von 1984 bis 2003 spielte der Stürmer in der 1. und 2. Bundesliga für den SV Darmstadt 98, Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, FC Bayern München, 1. FC Köln, Werder Bremen, Arminia Bielefeld und den Karlsruher SC. Er erzielte in 328 Bundesligaspielen 103 Tore und in 229 Spielen in der 2. Liga 101 Tore.

Mit dem 1. FC Kaiserslautern wurde er 1990 DFB-Pokal-Sieger, als er im Finale gegen Werder Bremen zwei Treffer zum 3:2-Sieg erzielte, und 1991 Deutscher Meister. Mit dem FC Bayern München konnte er den Meistertitel 1994 erneut gewinnen. Im Jahr 1999 wurde er mit insgesamt 28 Treffern für Arminia Bielefeld Torschützenkönig der 2. Bundesliga.

Nationalmannschaft [Bearbeiten]

Labbadia trug erstmals das Nationaltrikot am 11. August 1987, als er für die U-21-Nationalmannschaft in Trier bei der 0:2-Heimniederlage gegen Frankreich in der 46. Minute für Maurizio Gaudino eingewechselt wurde. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 8. September, als England mit 2:0 Toren in Lüdenscheid bezwungen wurde.

Fünf Jahre später wurde er beim 4:1-Sieg im Test-Länderspiel gegen Uruguay erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen. Seinen zweiten und letzten Einsatz erhielt er 1995 in einem weiteren Test-Länderspiel, das Deutschland mit 2:1 Toren gegen Belgien gewann.

Karriere als Trainer [Bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Laufbahn als professioneller Spieler war Bruno Labbadia von Mai 2003 bis zum Ende der Saison 2005/06 als Trainer für den SV Darmstadt 98 tätig. Gleich im ersten Jahr als Verantwortlicher stieg er mit dem Verein in die Regionalliga auf. In der folgenden Saison führte er sein Team gleich auf Platz fünf der Abschlusstabelle. In seinem letzten Jahr in Darmstadt verpasste er allerdings mit dem gleichen Tabellenrang das von ihm selbst und von Vereinsseite gesteckte Ziel, in die 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen.

In der Saison 2007/08 trainierte er die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga, schloss auf Tabellenplatz sechs ab und verpasste damit den Aufstieg in die Bundesliga. Obwohl er in Fürth bis 2009 unter Vertrag stand, wechselte er zur Saison 2008/09 zum Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Nach einer starken Hinrunde brach die Mannschaft in der Rückrunde ein und beendete die Saison auf einem enttäuschenden neunten Rang. Allerdings wurde das DFB-Pokal-Finale erreicht (0:1 gegen Werder Bremen), das jedoch von Diskussionen um Labbadias vorzeitigen Abgang überschattet wurde.

In der Sommerpause 2009 wechselte Labbadia als Nachfolger von Martin Jol als Cheftrainer zum Hamburger SV.[3] Die Saison 2009/2010 verlief ähnlich wie die vorangegange in Leverkusen: Nach starkem Beginn rutschte der Verein in der Rückrunde aus dem oberen Tabellendrittel ins Mittelfeld ab. Am 26. April 2010 trennte sich der HSV drei Spieltage vor Ende der Bundesligasaison von Labbadia.[4]

Am 12. Dezember 2010 wurde Labbadia als neuer Cheftrainer beim VfB Stuttgart vorgestellt.[5] Er verlängerte seinen Vertrag mit dem VfB am 30. Januar 2013 bis Ende Juni 2015.[6]

Erfolge als Spieler [Bearbeiten]

Labbadia ist bislang der einzige Fußballprofi, dem es gelang, sowohl in der ersten als auch in der zweiten deutschen Fußballbundesliga mindestens 100 Tore zu erzielen.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1.  DER SPIEGEL (Hrsg.): Geil aufs Gewinnen Nr. 41, 7. Oktober 1991, Sport (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491133.html, abgerufen am 11. November 2012).
  2. Labbadia - mit zehn Jahren Torschützenkönig
  3. hsv.de: Bruno Labbadia wird neuer Trainer des HSV
  4. http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/524164/artikel_Der-HSV-entlaesst-Labbadia.html Kicker.de
  5. Labbadia ist neuer Cheftrainer beim VfB VfB.de, 12. Dezember 2010
  6. Labbadia unterschreibt bis 2015 VfB.de, 30. Januar 2013
  7. Torschütze des Monats April 1991
  8. Torschütze des Monats Dezember 1992
  9. Torschütze des Monats Mai 1994
Vorgänger Amt Nachfolger
Angelo Vier Torschützenkönig der 2. Bundesliga
Saison 1998/99
Tomislav Marić