Jürgen Sundermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jürgen Sundermann
Jürgen Sundermann im Sommer bei einem Benefizspiel 2012

Jürgen Sundermann im Sommer 2012 bei einem Benefizspiel

Spielerinformationen
Voller Name Hans-Jürgen Sundermann
Geburtstag 25. Januar 1940
Geburtsort Mülheim an der RuhrDeutschland
Vereine in der Jugend
1949–1957 1. FC Styrum
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1958–1963
1963–1964
1964–1966
1966–1968
1968–1971
1971–1976
Rot-Weiß Oberhausen
SC Viktoria Köln
Hertha BSC
Servette FC Genève
FC Basel
Servette FC Genève
87 0(2)
30 0(3)
55 0(8)
43 (10)
90 (27)
82 0(1)
Nationalmannschaft
1960
1961–1962
Deutschland
Deutschland U-23
1 0(0)
2 0(0)
Stationen als Trainer
1972–1976
1976–1979
1979–1980
1980–1982
1982–1983
1983
1983–1985
1986–1988
1989–1990
1991–1993
1993
1994
1994–1995
1995
1995–1996
1997
1999
Servette FC Genève
VfB Stuttgart
Grasshopper Club Zürich
VfB Stuttgart
Stuttgarter Kickers
FC Schalke 04
Racing Straßburg
Hertha BSC
SpVgg Unterhaching
VfB Leipzig
SV Waldhof Mannheim
VfB Leipzig
Sparta Prag
VfB Stuttgart
Tennis Borussia Berlin
Club Sportif Sfaxien
Vorwärts Steyr
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Hans-Jürgen Sundermann (* 25. Januar 1940 in Mülheim an der Ruhr) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium in Mülheim an der Ruhr spielte er in den 1960er und 1970er Jahren für den 1. FC Mülheim und Rot-Weiß Oberhausen, später auch für den SC Viktoria Köln und Hertha BSC sowie in der Schweiz beim FC Basel und Servette Genf. Für Oberhausen absolvierte er von 1958 bis 1962 in der damals erstklassigen Oberliga West 87 Spiele und erzielte zwei Tore. 1962/63, im letzten Jahr Oberliga, kamen unter Trainer Hennes Weisweiler bei Viktoria Köln noch 30 weitere Oberliga-Einsätze mit drei Treffern hinzu. Ab der Saison 1963/64 lief die Fußball-Bundesliga und darunter die zweitklassigen Fußball-Regionalligen. Im Debütjahr der Regionalliga West bestritt der zumeist als Außenläufer spielende Sundermann für die Viktoria 34 Ligaspielen und schoss dabei drei Tore. Zur Saison 1964/65 nahm er das Angebot des Bundesligisten Hertha BSC an. An der Seite von Hans Eder, Otto Rehhagel, Hans-Günter Schimmöller, Uwe Klimaschefski und Willibert Kremer bestritt er 29 Bundesligaspiele und belegte mit Hertha den 14. Platz. Die Berliner wurden jedoch wegen erheblicher Verstöße gegen die DFB-Statuten in die Regionalliga zwangsversetzt. 1965/66 gewann Sundermann mit der Hertha überlegen mit 58:2 Punkten die Berliner Meisterschaft vor Tennis Borussia und dem Spandauer SV. Dabei erzielte er in 26 Ligaspielen acht Treffer. In der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga konnte sich Hertha aber nicht gegen Fortuna Düsseldorf, FK Pirmasens und Kickers Offenbach behaupten. Er wechselte in die Schweiz zu Servette Genf, zum FC Basel und nochmals nach Genf. In der Schweiz gewann er 1969 und 1970 den Meistertitel.

Im März 1960 absolvierte er unter Nationaltrainer Sepp Herberger beim 2:1 gegen Chile sein einziges A-Länderspiel mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Darauf folgten noch zwei Einsätze in der U 23-Auswahl, mit denen seine internationale Laufbahn aber beendet war.

Noch während seiner aktiven Karriere wurde Sundermann erst Spielertrainer bei Servette Genf und später Trainer bei diversen Vereinen, unter anderem bei Racing Straßburg, FC Schalke 04, Hertha BSC, Trabzonspor, VfB Leipzig, Grasshoppers Zürich und SV Waldhof Mannheim. Dreimal war er insgesamt Trainer des VfB Stuttgart, von 1976 bis 1979, von 1980 bis 1982 sowie im Frühsommer 1995. 1977 gelang ihm mit dem VfB der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga.[1] In den folgenden Jahren führte er die Mannschaft drei Mal auf einen Platz unter den ersten vier. Diese Erfolge brachten ihm den Ruf des „Wundermanns“ ein.[2]

Er heiratete 1966 Monika Nehls, die später unter dem Namen ihres Mannes als Dalli Dalli-Assistentin bekannt wurde; das Paar hat zwei Söhne. Heute lebt das Ehepaar in Leonberg bei Stuttgart. Sundermann ist als Nachwuchsförderer aktiv: Er ist der Gründer des FAZ (Fußball-Ausbildungs-Zentrum) Jürgen Sundermann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. Agon-Verlag, Kassel 2010, ISBN 978-3-89784-366-0, Seite 191

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Risiko geteilt Der Spiegel 18/1978 vom 1. Mai 1978, S. 172–175; abgerufen am 6. Juni 2012
  2. 1977/78: VfB feiert „Wundermann“ Sundermann, bundesliga.de, 21. Januar 2009, abgerufen am 6. Juni 2012