Grafenwöhr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grafenwöhr
Grafenwöhr
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grafenwöhr hervorgehoben
49.71666666666711.9410Koordinaten: 49° 43′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 216,24 km²
Einwohner: 6425 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92655
Vorwahl: 09641
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 124
Stadtgliederung: 11 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
92655 Grafenwöhr
Webpräsenz: www.grafenwoehr.de
Bürgermeister: Edgar Knobloch[2] (CSU)
Lage der Stadt Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Grafenwöhr ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Grafenwöhr liegt im nordwestlichen Teil der Oberpfalz und damit im Oberpfälzischen Hügelland.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die Stadt Grafenwöhr ist in 11 Stadtteile eingeteilt[3]:

Der größte Teil des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr gehört heute zum Stadtgebiet. Das gemeindefreie Gebiet Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit einer Fläche von 8749,97 Hektar, das die 1938/39 aufgelösten Gemeinden Haag, Höhenberg, Hopfenohe, Kaundorf, Leuzenhof, Nunkas, Oberfrankenohe und Pappenberg umfasste, wurde am 1. Juli 1978 vollständig in das Stadtgebiet eingegliedert und das gemeindefreie Gebiet damit aufgelöst.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadtgründung erfolgte im Jahr 1361. Bis 1421 war Grafenwöhr unter der Herrschaft der Landgrafen von Leuchtenberg, bis 1621/28 kurpfälzisch, danach kurbayerisch. Bis 1900 hatte die Stadt nur 900 Einwohner, danach trat unter dem Einfluss des in der Nähe befindlichen Truppenübungsplatzes (gegründet 1908) ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. In Grafenwöhr wurde 1944 auch die neuaufgestellte italienische Division "San Marco" ausgebildet. Sie wurde am 18. Juli 1944 von Benito Mussolini besucht. Schwere Bombardierungen im April 1945 sorgten für eine nahezu vollständige Zerstörung Grafenwöhrs. Der Truppenübungsplatz wird derzeit von der US Army und der Bundeswehr genutzt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurde ein Teil der ehemals selbständigen Gemeinde Thomasreuth eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gmünd und Teile von Hütten, Kürmreuth und Sigras hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Edgar Knobloch (CSU).

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 20 Stadtratsmitgliedern zusammen.

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen:

2002 2008 2014
CSU 11 8 9
SPD 07 8* 6
Freie Wählergemeinschaft 02 3 3
Die Linke 1* 2
Gesamt 20 20 20
  • * Während der Wahlperiode verließ ein Stadtrat die SPD-Fraktion und ist seitdem fraktionslos. Heute ist er Vorsitzender des neu gegründeten Ortsverbandes der Partei DIE LINKE.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; vorne die bayerische Raute, hinten in Schwarz ein rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe.

Das Wappen ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • OsterreichÖsterreich Seit 1995 besteht eine Städtepartnerschaft mit Grafenwörth (Österreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rathaus von 1462
Kirche „Maria Himmelfahrt“
„Friedenskirche“

Museen[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Historische Altstadt
  • Spätgotisches Rathaus von 1462
  • Zehentkasten von 1532
  • Pestsäule vermutlich von 1496
  • Restaurierter Teil der Stadtmauer
  • Schönberg mit Naturbühne
  • Kirche Maria Himmelfahrt
  • Friedenskirche
  • Annaberg mit Maria-Hilf-Kirche
  • Friedhofskirche St. Ursula (1593)
  • Schloss Grub, auch Hofmarkschloss genannt (1714)
  • Schloss Hammergmünd-Grafenwöhr (1762)

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Grafenwöhr

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Grafenwöhr liegt direkt an der B 299.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Grafenwöhr verfügt über einen Militärflugplatz.
Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Nürnberg.

Solarpark Hütten[Bearbeiten]

Im Stadtteil Hütten steht die größte Freiflächensolaranlage der Oberpfalz mit einer Spitzenleistung von 15,7 Megawatt. Sie erstreckt sich über 35 Hektar.[5]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der Truppenübungsplatz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region und bietet mehr als 3600 Personen einen Arbeitsplatz.

Im Gründerzentrum Grafenwöhr-Eschenbach-Pressath werden ratsuchende Existenzgründer beraten.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Stadthalle
  • Waldbad
  • Bars
  • Gaststätten
  • Fun-Park
  • Indoor-Spielplatz „MegaPlay“
  • Sportheim

Rundfunk und TV[Bearbeiten]

Einstiger AFN-Sendemast Grafenwöhr, Höhe: 66 Meter; der Mast wurde 2009 abgerissen, nachdem ein ähnlich gebauter Mast nördlich von Vilseck im Herbst 2008 seine Funktion übernommen hat.
  • bis Herbst 2008: Mittelwellensender des AFN
  • Oberpfalz TV (Regionalfernsehen)
  • Radio Ramasuri (Regional)
  • Radio Galaxy (Regional, Jugendsender)

Zeitung und Magazine[Bearbeiten]

Deutschsprachige Zeitungen und Magazine[Bearbeiten]

  • Stadtanzeiger (monatlich)
  • VierStädtedreieck Magazin (monatlich)
  • Der Neue Tag (Tageszeitung)
  • OWZ (Anzeigenblatt)
  • Rundschau (Anzeigenblatt)
  • grafenwoehr.com Newspaper (Bis Ende Dezember 2010)
  • grafenwoehr-news.com Newspaper (Bis Ende Dezember 2012)

Englischsprachige Zeitungen und Magazine[Bearbeiten]

  • grafenwoehr.com Newspaper (Bis Ende Dezember 2010)
  • grafenwoehr-news.com Newspaper (Bis Ende Dezember 2012)
  • Stars and Stripes
  • Bavarian News (Bis Ende Oktober 2012)
  • Bavarian Times Magazin (Ab 2013)
  • MWR-Magazine

Bildung[Bearbeiten]

  • Drei Kindergärten
  • Schulvorbereitende Einrichtung
  • Volksschule
  • St.-Michaels-Werk e. V. Berufsschule zur individuellen Lernförderung
  • Kaufmännisches Schulungszentrum

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Verwaltung. Stadt Grafenwöhr, 2014, abgerufen am 12. Mai 2014 (text/html, deutsch).
  3. Suchergebnis zu Grafenwöhr. Bayerische Landesbibliothek Online - Das Portal zu Geschichte und Kultur des Freistaats, abgerufen am 12. Mai 2014 (text/html, deutsch).
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seiten 459 und 460
  5. „Hoffnung auf sonnenreiche Zukunft“. Oberpfalznetz Abgerufen am 26. Juni 2013
  6. Olaf Meiler: Elvis Presley als Soldat auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr i.d. Oberpfalz. Deutsch-Amerikanisches Volksfest Grafenwöhr, 11. Januar 2005, abgerufen am 12. Mai 2014 (text/html, deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grafenwöhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien