Burg Ochsenstein

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Südwand der Vorburg von Groß-Ochsenstein

Mit Burg Ochsenstein (französisch Château d’Ochsenstein) wird eine elsässische Felsenburg bezeichnet, die aus den drei einzelnen, direkt nebeneinanderliegenden Anlagen Groß-Ochsenstein (auch Großes Schloss, französisch Grand Ochsenstein), Klein-Ochsenstein (auch Kleines Schloss, französisch Petit Ochsenstein) und Wachelheim (französisch Château de Wachelheim) besteht.[1] Die Burg war der Stammsitz des gleichnamigen elsässischen Adelsgeschlechts, das im Mittelalter die regionale Herrschaft Ochsenstein begründete.

Die Ochsensteiner errichteten ihre Burg auf drei regional typischen Felsen aus Buntsandstein. Die Oberburg von Groß-Ochsenstein stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, während Klein-Ochsenstein als Sitz der Vögte von Wasselnheim möglicherweise schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts existiert haben könnte.[2][3] Im Laufe ihrer Geschichte zweimal bei Belagerungen teilweise zerstört und anschließend wieder aufgebaut, beschädigte ein Brand die Burg im 16. Jahrhundert derart stark, dass ein erneuter Wiederaufbau unterblieb. Die gesamte Anlage ist deshalb heute eine Ruine und steht schon seit dem 6. Dezember 1898 als Monument historique unter Denkmalschutz.[4] Sie ist für Besucher kostenlos und frei zugänglich.

Lage[Bearbeiten]

Die Burg befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Reinhardsmunster in den nördlichen Vogesen und steht dort am südlichen Ende des 584 Meter hohen Schlossbergs. Im Gegensatz zu den meisten anderen Höhenburgen in den Vogesen steht sie nicht an der Ostkante des Gebirges, sondern etwa einen Kilometer weiter westlich. Von dort reicht der Blick bis in die lothringische Ebene und zum Burgberg der Dagsburg. Die Ochsensteiner Anlage lag wohl an einem vielgenutzten Weg zur rund 5,5 Kilometer entfernten Dagsburg, die eine der wichtigsten Hochadelsburgen der Vogesen war.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Burgberg war schon in prähistorischer Zeit besiedelt,[6] doch erst im Jahr 1186 erscheint der Name Ochsenstein mit Otto I. von Ochsenstein, Sohn Ottos von Geroldseck, erstmals in Urkunden. Wegen der Nennung des Familiennamens kann davon ausgegangen werden, dass die Burg Ochsenstein zu jener Zeit schon existierte und von der Familie von Geroldseck erbaut worden war.[7][8] Als Otto I. 1217 erkrankt war, regelte er seinen Nachlass und teilte den Besitz unter seinen drei Söhnen auf. Durch die entsprechende Urkunde ist belegt, dass es zu jener Zeit schon mehr als eine Anlage auf dem Burgberg gab. Ottos ältester Sohn gleichen Namens, Otto II., erhielt den südlichen Felsen und das darauf stehende Groß-Ochsenstein. Der Sohn Eberhard bekam das Burghaus (domus) der Vögte von Wasselnheim zugesprochen, das sich vermutlich auf dem mittleren Felsen befand.[8] Eberhard nutzte dies jedoch nie als Wohnsitz, sondern bezog nach dem wohl baldigen Tod seines jüngsten Bruders Conrad dessen Burg Greifenstein, die sechs Kilometer weiter nördlich bei Saverne liegt.

Als Otto II. um 1240[8] Kundigunde von Habsburg, die Schwester des späteren Königs Rudolf I., heiratete, begann damit der Aufstieg der Ochsensteiner zu einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter des Unterelsass. Ottos II. und Kunigundes erstgeborener Sohn Otto III. begleitete seinen königlichen Onkel auf seinen Kriegszügen und Unternehmungen vor allem in Böhmen. Als Dank für seine Loyalität und Treue ernannte ihn Rudolf I. zum Landvogt (französisch bailli provincial) im Elsass und Breisgau.

Im Jahr 1284 wurde ein Teil der Burg belagert, eingenommen und zerstört. Mit Gewissheit handelte es sich dabei um Klein-Ochsenstein und möglicherweise auch um den Nordteil der Anlage.[9] Ältere Publikationen geben an, Ochsenstein sei durch Friedrich von Hohenstein belagert worden, der mit Otto III. verfeindet gewesen sei. Diese Angabe beruht jedoch auf einer falschen Lesart des in den Colmarer Annalen überlieferten Namens. Der Chronist dieses Ereignisses nennt als Belagerer Truppen des Straßburger Bischofs und den Landvogt des Elsass mit Namen „von Hostenstein“, was oft als „von Hohenstein“ gedeutet wurde. Allerdings hatte zu jener Zeit niemand anderes als Otto III. von Ochstenstein das Amt des elsässischen Landvogts inne, sodass er demnach seine eigene Burg zerstört hat. Das Ereignis lässt sich damit erklären, dass Klein-Ochsenstein im Besitz der Vögte von Wasselnheim war, die Gefolgsleute Friedrich III., Herzog von Lothringen, waren. Dieser lag in Konflikt mit der Straßburger Bischof Konrad III. von Lichtenberg, mit dem Otto III. von Ochsenstein verwandt war, sodass dieser auf Seiten des Prälaten stand.[9] Die zerstörten Gebäude ließ Otto III. anschließend aber wieder aufbauen. Nach dem Tod Rudolphs I. wurde er durch dessen Nachfolger Adolf von Nassau als Landvogt bestätigt. Auch Otto IV. von Ochsenstein bekleidete ab 1315[7] dieses Amt. Bei seinem Tod 1327 wurde er durch Otto V. beerbt. Dessen drei Kinder stritten sich nach seinem Ableben um das Erbe. Ein Schiedsgericht sprach Ochsenstein schließlich den Brüdern Otto VI. und Rudolph zu. Ihre Schwester musste die von ihr erhobenen Ansprüche auf Ochsenstein aufgeben. Otto VI. trug seine Burg 1378 dem Bischof von Metz zu Lehen auf.[7] Seine Familie nutzte die Anlage zu jener Zeit nicht mehr als Wohnsitz, weshalb sie nur noch von Burgmannen bewohnt war. In der Folgezeit diente sie mehrfach als Pfandobjekt, und der Unterhalt der Gebäude wurde stark vernachlässigt. Im Jahr 1382 wurde Klein-Ochsenstein ein weiteres Mal in seiner Geschichte durch Besatzer zerstört. Rudolph II. von Ochsenstein lag im Streit mit der Stadt Straßburg, weswegen deren Truppen Klein-Ochsenstein belagerten und sie anschließend einnehmen konnten. Da sich aber der Unterhalt der Anlage als zu kostspielig erwies, ließ Straßburg sie kurzerhand schleifen. Bis spätestens 1393 war sie aber wieder aufgebaut, denn in jenem Jahr wurde für sie ein Burgfrieden geschlossen.[5]

1391 verkauften die Ochsensteiner ein Viertel ihrer Burg an den Pfalzgrafen Ruprecht II.[9] Damit begannen sie, die Anlage stückweise fremden Herrschern zu öffnen oder an diese zu veräußern. Ein Grund dafür war wohl der allmähliche, gesellschaftliche Abstieg der Herren von Ochsenstein, seit das Haus Habsburg nicht mehr die deutschen Könige stellte. In der Folge geriet dieses einst so mächtige Adelsgeschlecht während des 15. Jahrhunderts unter das Protektorat der Kurfürsten von der Pfalz. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Friedrich von Ochsenstein, einem Sohn Rudolphs II., mit dem Markgrafen von Baden, Bernhard I., vermittelte Friedrichs Schwiegervater Johann (Hanemann) II. von Zweibrücken-Bitsch im Jahr 1411 einen Vergleich zwischen den Streitparteien, nachdem Bernhards Truppen die Burg Ochsenstein eingenommen hatten und ihm bereits 1407 ein Erböffnungsrecht zugesichert worden war:[9] Demnach trat Friedrich von Ochsenstein Bernhard und seinem Sohn Jakob I. die Hälfte der Burg auf Lebenszeit ab und schloss einen Burgfrieden mit ihnen. Nur drei Jahre später verpfändete Otto VI. einen Teil der Burg Ochsenstein für 1000 Gulden[7] an dem Straßburger Bischof Wilhelm II. von Diest. Bereits 1411 hatte Friedrichs Bruder Volmar den Burgfrieden mit dem Markgrafen von Baden bestätigt und zeitgleich Ludwig IV. von Lichteneck das Öffnungsrecht für seine Burg eingeräumt. Ein Jahr darauf bestätigte er auch, dass Ochsenstein ein Offenhaus des Pfalzgrafen Ludwig IV. war.

Von Volmar von Ochsenstein kam der Besitz nach seinem Tod 1426 an seinen damals noch minderjährigen Sohn Georg, der als letzter männlicher Ochsensteiner 1485 starb. Die Burg ging anschließend als Erbe über Georgs Schwester Kunigunde, die Heinrich I. von Zweibrücken-Bitsch geheiratet hatte, an Georgs Neffen Heinrich II. von Zweibrücken-Bitsch[10]. Dessen Sohn Georg verpfändete die derweil heruntergekommene Anlage 1527[9] für 2800 Gulden[7] an Ulrich von Rathsamhausen. Dieser ließ bis 1553[9] diverse Bauarbeiten an der Anlage ausführen. So wurde unter ihm zum Beispiel ein alter Turm abgerissen und durch einen Neubau ersetzt sowie Erneuerungen am Torbau der Burg und an den Stallungen vorgenommen. Insgesamt investierte Ulrich über 4000 Gulden.[9] Über seine Tochter Anne kam Burg Ochsenstein an die Familie ihres Mannes, Sebastian von Landsberg. Von ihm löste Jakob von Zweibrücken-Bitsch die Anlage wieder ein und ließ Groß-Ochsenstein bis 1559 wiederaufbauen. Er konnte sich allerdings nicht lange an den neu errichteten Gebäuden erfreuen, denn schon im Winter 1559[11] brannte die Anlage durch ein Feuer gänzlich ab und ist seither eine Ruine.

Nach Jakobs Tod im Jahr 1570 beerbte ihn der Graf Philipp V. von Hanau-Lichtenberg als Ehemann von Jakobs Tochter Ludovica Margaretha von Zweibrücken-Bitsch. Diese Familie blieb mehr als 160 Jahre lang Besitzerin der Anlage, deren Reste 1632 während des Dreißigjährigen Kriegs von schwedischen Truppen gänzlich zerstört wurden. 1736 kam Ochsenstein durch Erbgang an die Landgrafen von Hessen-Darmstadt, in dessen Besitz es bis zur Französischen Revolution verblieb. Zuvor hatte die Ruine am Beginn des 18. Jahrhunderts als Steinbruch gedient, aus dem das Material zum Bau eines nahe gelegenen Jagdhauses gewonnen wurde, doch dieses Gebäude stürzte bereits im 19. Jahrhundert wieder ein.[7] Seit den 1890er Jahren erfolgten mehrfach Restaurierungen der erhaltenen Burgreste, eine wissenschaftlich begleitete Ausgrabung fehlt jedoch bis zum heutigen Tag.

Beschreibung[Bearbeiten]

Grober schematischer Grundriss Groß-Ochsensteins

Die erhaltenen Reste der Burg Ochsenstein liegen auf drei bebauten Felsen, die sich als Ausläufer eine Felsplattform in Nord-Süd-Richtung aneinanderreihen. Der mittlere der drei Felsen ist unbetretbar, während der Zutritt zu den übrigen beiden über in den Felsen gehauenen Treppen möglich ist. Die unterste Stufe des Nordfelsen ist dabei nur durch eine Eisenleiter zu erreichen. Jede der drei einzelnen Anlagen besaß eine etwas tiefer gelegene Vorburg. Als Baumaterial kam der am Burgberg anstehende rote Sandstein zum Einsatz, der als Buckelquader oder hammerrechter Quader verbaut wurde. Da nirgends eindeutige Reste von Bausubstanz aus der Zeit vor 1200 festzustellen sind, ist es möglich, dass der dort ab den 1180er Jahren vorhandene Bau aus Holz errichtet worden war und erst im 13. Jahrhundert durch Steinbauten ersetzt wurde.[12] Baubefunde bezeugen zumindest, dass alle drei Felsen in jenem Jahrhundert neu bebaut wurden.[3]

Zur Burganlage gehörte auch das heutige Forsthaus Haberacker, das etwa 500 Meter südlich unterhalb der Ruine steht. Es ist seit 1567 sicher belegt und war wahrscheinlich ein Wirtschaftshof der Burg.[5]

Groß-Ochsenstein[Bearbeiten]

Ruine der Burgkapelle

Von der südlichen, rund 50 Meter[2] langen Burg Groß-Ochsenstein ist noch am meisten erhalten. Wie so häufig bei elsässischen Burgen wurde ihr Grundriss durch die Gestalt des Felsens vorgegeben. Zugang zu ihr gewährt eine von Osten kommende Treppe, die erst 1893/1904 angelegt wurde. Sie führt in einen ehemaligen Wachraum, der vermutlich auch im Mittelalter als Eingang diente.[2] Er lag etwa in der Mitte eines länglichen Baus mit einer Reihe von hintereinanderliegenden Räumen. Nördlich schloss sich dem Wachraum eine Küche an, was anhand des noch erhaltenen Ausgusssteins zu erkennen ist. Sie besaß eine als Felsenkeller angelegte Speisekammer. Nördlich der Küche lag der sogenannt Nordbau. Südlich des Wachraums schloss sich der Südbau an, an den sich westlich, auf der höchsten Stelle des Burgfelsens, die Burgkapelle anschloss. Ihre Reste besitzen einen fünfeckigen Grundriss und weisen an den breitesten Stellen Maße von 3,20 Tiefe sowie 4,80 Meter Breite auf.[13] An der Ostseite besaß sie einen polygonalen Abschluss mit zwei Fenstern, deren Öffnungen noch zum Teil erhalten sind. Der Eingang lag in der Südwest-Ecke. Als Altar diente ein Mauerabsatz. Abgeschlossen war der kleine Bau durch ein niedriges Kreuzrippengewölbe, dessen Schlussstein sich in etwa drei Meter Höhe befand.[13]

An der Südspitze Groß-Ochsensteins stand ein polygonaler Wohnbau mit Mauern aus Buckelquadern. In seinem Inneren befand sich eine ovale Filterzisterne, die noch vergleichsweise gut erhalten ist. Von dort wurde das gesammelte und gefilterte Regenwasser über einen Schacht in den zentralen Burgbrunnen geleitet. Wie viele Geschosse die Bauten der Anlage einst aufwiesen, kann heute wegen der nur wenigen erhaltenen Mauerreste nicht mehr festgestellt werden. Den nördlichen Abschluss Groß-Ochsensteins bildet die Ruine des viereckigen Bergfrieds mit trapezförmigem Grundriss. Seine Spitze war der Angriffsseite im Norden und damit Klein-Ochsenstein zugewandt. Die Reste seiner zwei Meter dicken Außenmauern aus Bossenquadern sind nur noch drei Meter hoch,[2] weswegen seine ursprüngliche Höhe heute nicht mehr zu ermitteln ist.

Von der großen Vorburg Groß-Ochsensteins, die etwa neun Meter tiefer als die Kernburg lag,[14] sind nur noch vereinzelte Mauerreste und Schuttwälle erhalten. Im Süden steht noch ein Stück der hohen Ringmauer, die an den Kernburgfelsen anschloss. Über einem Sockel aus Bossenwerk findet sich eine Rundbogenpforte, die als Ausfalltor diente. Daneben sind Reste eines Aborterkers und der Brustwehr mit einer Schlüsselscharte erkennbar. Einziger deutlich sichtbarer Rest der langen östlichen Ringmauer ist in deren ungefährer Mitte ein halbrunder Schalenturm mit Mauern aus Glattquadern. Rudimentäre Mauerreste zeigen, dass sich der Ostmauer an deren Innenseite einst eine 9,50 Meter tiefe Bebauung anschloss.[15] Der nördliche Teil der Vorburg wurde später als die südlichen Partien errichtet. Vermutlich wurden letztere kurz nach oder zeitlich mit der Hauptburg angelegt und dann bis um 1300 ergänzt.[12] Denkbar ist sogar, dass sich der Ausbau der Vorburg bis in das 16. Jahrhundert zog.[12]

Klein-Ochsenstein und Wachelheim[Bearbeiten]

Der mittlere Burgfelsen mit Resten von Klein-Ochsenstein
Reste der nördlichen Burg

Entlang der nördlichen Vorburgseite von Groß-Ochsenstein zieht sich ein Graben als Schutz gegen den nur 30 Meter[12] entfernten mittleren Burgfelsen. Nur weitere 30 Meter davon entfernt findet sich bereits der Nordfelsen.[12]

Die Plattform des mittleren Felsens ist lediglich 15 bis 20 Meter lang,[12] sodass darauf nur ein einziges Gebäude Platz fand, dessen Grundriss sich an den Felskanten orientierte. Seit 1454 wurde diese mittlere Burg als Klein-Ochsenstein bezeichnet.[9] Im Osten steht davon noch ein zwölf Schichten hoher Mauerrest aus Buckelquadern. Einige weitere Partien sind auch im Westen erhalten. Der Eingang liefert mit der Form seines Türsturzes ein Indiz dafür, dass der Bau schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, also deutlich vor 1200, existiert haben könnte.[3][16] Von der Vorburg Klein-Ochsensteins sind nur noch sehr geringe Reste erhalten.

Zwischen dem Mittel- und dem Nordfelsen fehlt jegliche Abgrenzung, was als Indiz dafür gedeutet werden kann, dass es sich bei den mittleren und nördlichen Gebäuden um nur eine einzige Burg gehandelt haben könnte, oder diese zwei kleinen Anlagen im Laufe der Zeit zu einer verschmolzen.[16] Sichere Belege für diese Annahme fehlen bisher aber noch, ebenso wie der Besitzer der Nordburg bislang noch nicht ermittelt werden konnte. Die heute für die nördliche Burg geläufige Bezeichnung Wachelheim resultiert aus einem Lesefehler der Urkunde aus dem Jahr 1217, in der Otto I. von Ochsenstein seinen Nachlass geregelt hatte. Der darin benutzte Name Wazelheim ist die alte Schreibweise des Ortes Wasselnheim.[12]

Der Nordbau ähnelt dem des mittleren Felsens. Es existieren noch geringe Reste der Außenmauer eines polygonalen, von der Felsform bestimmten Gebäudes, dessen Einstieg sich in acht Meter[16] Höhe befindet. Seine Vorburg, die sich am Fuße des Felsen an dessen Ost- und Südseite befand, ist nur noch ganz rudimentär erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Biller, Bernhard Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250). 1. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 2007, ISBN 978-3-422-06635-9, S. 369–382.
  • Dagobert Fischer: Ochsenstein, les châteaux et la seigneurie. Etude historique. R. Schultz & Cie., 1878.
  • Walter Hotz: Handbuch der Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen. 3. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1976, ISBN 3-422-00345-2, S. 188.
  • Charles-Laurent Salch: Dictionnaire des châteaux de l’Alsace médiévale. Publitotal, Straßburg 1978, S. 227–228.
  • Bernadette Schnitzler: Reinhardsmunster. Château d’Ochsenstein. In: Roland Recht (Hrsg.): Le guide des châteaux de France. 67 Bas-Rhin. Hermé, Paris 1981, ISBN 2-86665-024-7, S. 135–137.
  • Guy Trendel, Christophe Carmona: Les châteaux des Vosges. Band 3: Les châteaux autour de Saverne. Pierron, Sarreguemines 1999.
  • Jean Wirth: Les châteaux forts alsaciens du XIIème au XIVème siècle. Band 1. Centre d’archéologie médiévale de Strasbourg, Straßburg 1975, S. 63–64.
  • Felix Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon. Verzeichnis der Burgen und Schlösser im Elsass. Weidlich, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-8035-1008-2, S. 248–250.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Angabe nach B. Schnitzler: Reinhardsmunster. Château d’Ochsenstein, S. 137. Biller und Metz geben jedoch in ihrer Publikation an, dass der mittlere Burgfelsen – zum Teil gemeinsam mit dem Nordfelsen – gelegentlich auch mit Wachelheim bezeichnet wird. Vgl. T. Biller und B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 377.
  2. a b c d T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 373.
  3. a b c T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 379.
  4. Marie-Philippe Scheurer, Jérôme Raimbault: Château fort d’Ochsenstein in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. a b c T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 372.
  6. B. Schnitzler: Reinhardsmunster. Château d’Ochsenstein, S. 136.
  7. a b c d e f Ausführliche Geschichte auf der Site des Châteaux Forts d’Alsace, Zugriff am 11. Juli
  8. a b c T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 369.
  9. a b c d e f g h T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 371.
  10. Burg Ochsenstein auf Kastel Elsass, Zugriff am 24. Juli 2012.
  11. Nach anderen Angaben 1560.
  12. a b c d e f g T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 377.
  13. a b T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 374.
  14. F. Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon, S. 250.
  15. T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 375.
  16. a b c T. Biller, B. Metz: Der spätromanische Burgenbau im Elsaß (1200–1250), S. 378.

48.6828823555567.2997391225Koordinaten: 48° 40′ 58″ N, 7° 17′ 59″ O