Charlotte Kerr

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Charlotte Kerr (* 29. Mai 1927 in Frankfurt am Main; † 28. Dezember 2011 in Bern[1]) war eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin.

Leben[Bearbeiten]

Über ihr Leben ist wenig bekannt. Entgegen anderslautenden Angaben war sie keine Tochter des Berliner Theaterkritikers Alfred Kerr. Ihren ersten Bühnenauftritt hatte sie 1951 in Fritz Kortners Inszenierung von Schillers Don Carlos. Im Fernsehen wurde sie durch ihre Rolle als General Lydia van Dyke der „Schnellen Raumverbände“ in der Fernsehserie Raumpatrouille (1966) und in den kritischen Filmen von Rainer Erler (Fleisch) (1979) bekannt.

Kerr war mit dem Filmproduzenten Harry R. Sokal (1898–1979) verheiratet. 1983 lernte sie, die gerade ein Porträt der griechischen Ministerin Melina Mercouri gedreht hatte, Friedrich Dürrenmatt kennen. Aus der Diskussion um dessen Stück Achterloo erwuchs eine innigere Verbindung. 1984 wurde sie die zweite Ehefrau des Dramatikers. Mit Dürrenmatt zusammen entstanden der Film Porträt eines Planeten (1984) und das Theaterstück Rollenspiele. Nach seinem Tod 1990 verwaltete sie Dürrenmatts malerischen Nachlass. In ihrem Buch Die Frau im roten Mantel erzählt sie von ihrem Leben mit dem Schriftsteller. 2000 wurde in Neuenburg das von ihr initiierte Centre Dürrenmatt eröffnet.

Charlotte Kerr sprach die Off-Stimme der deutschen Fassung von Chris Markers Filmessay Sans soleil.

Filmografie[Bearbeiten]

Buch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dürrenmatts Witwe Charlotte Kerr gestorben. In der Neuen Zürcher Zeitung vom 1. Januar 2012, abgerufen am 1. Januar 2012.