Christoph Reuter (Journalist)

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Christoph Reuter (* 1968) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Christoph Reuter machte das Abitur und schloss sein Studium der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Germanistik mit dem Magister ab (Universität Hamburg). Er berichtet seit über zehn Jahren für GEO, Stern und Die Zeit aus der islamischen Welt zwischen Marokko und Kirgisistan, mit den Schwerpunkten Naher Osten und Afghanistan. Dafür erhielt er 1997 den Axel-Springer-Preis. 2002 kam sein Buch über Selbstmordattentäter „Mein Leben ist eine Waffe“ heraus. Es erschien 2004 auf Englisch (Princeton University Press) und wurde von der Washington Post als grundlegendes Werk zu diesem Thema bewertet. Es wurde in weitere sieben Sprachen übersetzt, darunter Italienisch, Schwedisch und Polnisch. Im Jahr 2004 veröffentlichte Christoph Reuter gemeinsam mit Susanne Fischer das Buch "Café Bagdad. Der ungeheure Alltag im neuen Irak". Im Irak führten ihn seine Reisen von den Bergtälern Kurdistans über die heiligen Städte Karbala und Nadschaf bis in die Palmenwälder und Sümpfe im Süden. Reuter spricht fließend Arabisch.

Am 25. Juli 2007 hatten einige Nachrichtenagenturen irrtümlich gemeldet, dass Christoph Reuter in Afghanistan entführt worden sein soll. Allerdings handelte es sich hierbei um den dänischen Journalisten afghanischer Abstammung Nagieb Kahja. Dieser wurde nach wenigen Stunden freigelassen.

Von April bis Juni 2010 stellte Reuter zusammen mit Marcel Mettelsiefen in einer Ausstellung im Kunstraum Potsdam Fotos von Opfern des von der Bundeswehr 2009 veranlassten Luftangriffs bei Kunduz aus.

Weblinks[Bearbeiten]