Dąbrowo

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Dąbrowo
Dąbrowo führt kein Wappen
Dąbrowo (Polen)
Dąbrowo
Dąbrowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Ostróda
Gmina: Grunwald
Geographische Lage: 53° 30′ N, 20° 3′ O53.49888888888920.045833333333Koordinaten: 53° 29′ 56″ N, 20° 2′ 45″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Marcinkowo/DW 537 → Dąbrowo
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Dąbrowo (deutsch Heinrichswalde) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Grunwald (Grünefeld) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dąbrowo liegt 23 Kilometer südlich der Kreisstadt Ostróda (Osterode (Ostpreußen)), im Nordwesten des Jezioro Dąbrowa (Semnitz-See) und ist über eine Stichstraße von Marcinkowo (Mertinsdorf) an der Woiwodschaftsstraße 537 aus zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichtliches[Bearbeiten]

Das kleine Dorf hieß bis zum 18. September 1877 „Dombrowa“ und bestand im Wesentlichen aus einem großen Hof. Als Ortsteil der Landgemeinde Frögenau gehörte das Heinrichswalde[1] genannte Dorf bis 1945 zum Amtsbezirk Frögenau[2] im Kreis Osterode in Ostpreußen im Regierungsbezirk Königsberg (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1945 wurde Heinrichswalde in Kriegsfolge mit dem südlichen Ostpreußen Polen zugeordnet und erhielt den polnischen Namen „Dąbrowo“. Heute ist das kleine Dorf eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Grunwald (Grünefelde) im Powiat Ostródzki der Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehörte zwischen 1975 und 1998 zur Woiwodschaft Olsztyn (Allenstein).

Kirche[Bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten]

Bis 1945 war die Bevölkerung Heinrichswaldes überwiegend evangelischer Konfession. Das Dorf war in die Region Tannenberg des Kirchspiels Mühlen-Tannenberg (heute polnisch: Mielno-Stębark) eingepfarrt[3], das zum Kirchenkreis Osterode (Superintendenturbezirk Hohenstein) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Nach Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung wohnen heute nur noch wenige evangelische Kirchenglieder in Dąbrowo. Sie gehören jetzt zur Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Katholisch[Bearbeiten]

Seit 1945 lebt in Dąbrowo eine fast ausnahmslos katholische Einwohnerschaft. Die bisher evangelische Pfarrkirche in Tannenberg ist nun zentrales katholisches Gotteshaus. Die Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Grunwald im Erzbistum Ermland der Katholischen Kirche in Polen.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Heinrichswalde
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Frögenau
  3. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3: Dokumente, Göttingen, 1968, Seite 498