DarkOrbit

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DarkOrbit
DarkOrbit Logo.png
Strategisches Online Browsergame
Studio DeutschlandDeutschland Bigpoint
Publisher DeutschlandDeutschland Bigpoint
Leitende Entwickler DeutschlandDeutschland Bigpoint
Erstveröffent-
lichung
DeutschlandDeutschland 11.12.2006
Lizenz Free-to-play
Genre Action
Spielmodus siehe Artikel
Steuerung Maus, Tastatur
Medium Browsergame
Sprache Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Türkisch, Polnisch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

DarkOrbit ist ein Online-Browser-Spiel der Firma Bigpoint. Es ist seit Dezember 2006 online und hat nach eigenen Angaben über 90 Millionen registrierte Benutzer.[1] Es ist in diversen Sprachen weltweit verfügbar.

Aufbau des Spiels[Bearbeiten]

In DarkOrbit spielt man als Pilot eines virtuellen Raumschiffs auf Raumkarten, auf denen Aliens, Nicht-Spieler-Charaktere (NPC) oder feindliche Mitspieler abgeschossen werden können. Durch das Sammeln von sogenannten Erfahrungspunkten und das Lösen von Aufgaben, sogenannten Quests, kann man immer höhere Level erreichen und sich bessere Ausrüstung kaufen. Man kann die bestmögliche Ausrüstung jedoch auch jederzeit während Spiels durch Geldeinsatz erreichen, indem man Spielgeld, sogenanntes Uridium, mit echtem Geld erwirbt.

Die Spielmechanik ist zweidimensional und basiert auf Adobe Flash. DarkOrbit kann mit allen gängigen Browsern gespielt werden, auf denen dieses Plug-In installiert ist.

Spielziel[Bearbeiten]

Das Spiel gibt kein bestimmtes Hauptziel vor. Als Ziele gelten jedoch zum Beispiel der Besitz der bestmöglichen Ausrüstung und das Erreichen höherer Level, wobei Letzteres durch das Sammeln von „Erfahrungspunkten“ möglich ist. Für viele Spieler jedoch ist das Ziel des Spiels der Sieg in der sogenannten „Jackpot-Arena“, die immer am zweiten Sonntag jedes Monats stattfindet. Hierbei treten die teilnehmenden Spieler zu zweit in einer Karte gegeneinander an. Gewinner ist derjenige, der die finale Runde überlebt, oder nach Ablauf der Zeit (zehn Minuten) den größten Schaden am gegnerischen Raumschiff angerichtet hat. Der Gewinner erhält den gesamten „Jackpot“ in echtem Geld ausgezahlt (mehr siehe unten).

In den über die Karten verteilten sogenannten Bonus-Boxen kann der Spieler zufällig kleine Beträge für seinen Jackpot finden, der bei Gewinn der Jackpot-Arena ausgezahlt wird. Der eigene Jackpot kann bis zu einem Maximum von 10.000 Euro steigen, jedoch ist das Sammeln von 10.000 Euro sehr zeitaufwendig.

Für DarkOrbit wurden mehrere Add-ons auf CD veröffentlicht, darunter auch eines in der Zeitschrift Computer Bild Spiele Ausgabe 06/2009[2], die jeweils neben exklusiven Schiffdesigns auch kostenlose Ausstattungselemente und den Premiumzugang für einen gewissen Zeitraum enthalten. Ein Testprojekt verknüpft auch per GPS das Spiel durch eine Applikation mit dem iPhone. Hierbei kann sich der Spieler in der realen Welt zu markierten Orten begeben, um Munition und Güter für das Spiel aufzusammeln.[3]

Spieldetails[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Es kämpfen drei Firmen gegeneinander. Der Spieler muss bei der Registrierung eine der drei Firmen auswählen. Die Firmen heißen Mars Mining Operations (MMO), Earth Industries Corporation (EIC) und Venus Resources Unlimited (VRU). Je nach Wahl seiner Heimatfirma starten Spieler auf unterschiedlichen Spielkarten. Dazu kommt, dass auch ein Firmenwechsel nach der Registrierung möglich ist. Die Kosten belaufen sich auf 5000 Uridium und einen Ehrenpunkteverlust von 50 %, welcher nach längerer Spielzeit ein großer Verlust sein kann.

Clans[Bearbeiten]

Jeder Spieler kann gegen eine bestimmte Menge Spielgeld eine neue Gruppe (Clan) erstellen oder einem bereits bestehenden Clan beitreten. Tritt man einem Clan bei, so unterstützt man sich dort in der Regel gegenseitig, um gemeinsam Quests zu lösen oder gegen feindliche Unternehmen oder NPC (Außerirdische) anzutreten. Clanmitglieder müssen (wenn vom Clanoberhaupt angeordnet) einen bestimmten Prozentsatz ihres Spielgelds (Credits) täglich in die Clankasse einzahlen, die später das Clanoberhaupt einem Mitglied bei Bedarf auszahlen kann. Auch Mitglieder mit einer entsprechenden Berechtigung können Credits auszahlen. Meistens sind die Clans auf eine Firma beschränkt. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, firmenübergreifende Clans zu bilden.

Ränge und Titel[Bearbeiten]

In DarkOrbit gibt es Ränge, die anzeigen, wie „gut“ der Spieler ist. Der Rang, mit dem jeder neue Spieler startet, nennt sich „Basic Space Pilot“. Der höchste Rang ist der eines „Generals“, wobei in jeder Firma nur einer existiert, also insgesamt drei pro Spielserver. Ränge erarbeitet sich der Spieler durch sogenannte „Rangpunkte“. Diese bekommt man z.B. durch das Abschießen von Aliens, durch Quests oder aber man schießt feindliche Raumschiffe einer anderen Firma ab. Auch die Menge an Erfahrungs- und Ehrenpunkten hat einen Einfluss auf die Rangpunkte.

Es gibt 18 verschiedene so genannte „Wander-Titel“ im Spiel, die man erhält, wenn man andere Spieler oder Aliens abschießt, die den Titel über ihren Namen tragen. Man verliert seinen Wander-Titel, wenn man selbst abgeschossen wird. Neuerdings gibt es auch „Achievement-Titel“ beim Abschluss bestimmter Ziele („Achievements“), z.B. den Paten beim Schießen von 100.000.000 Erfahrungspunkten.

Spielkosten und Suchtfaktor[Bearbeiten]

Die Anmeldung und das Spielen von DarkOrbit ist kostenlos. PC-Welt zufolge müsse der Slogan von Bigpoint eigentlich „alle Spiele kostenlos testen“ heißen.[4] Die Suche nach Respekt und die Erwartungen von Clans können auf den Spieler Druck ausüben, sich einen starken Avatar anzulegen.[5] Hochwertige virtuelle Ausrüstung kann man sich nur mit dem sogenannten „Uridium“ kaufen.[6] Diesen hochwertigen Rohstoff findet man im Weltraum von „Dark Orbit“ nur selten und in geringer Menge,[7] was zum Kauf desselben mit echtem Geld verleitet.[6] In der "Mega-Happy-Hour", die meist sonntags zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr Serverzeit stattfindet, erhält man die dreifache Menge Uridium, bezahlt jedoch die gleiche Summe Geld. Dies verlockt Jugendliche zusätzlich, sich vom Taschengeld über z.B. PaySafe-Cards Uridium zu kaufen. Für Spitzenausstattungen geben ambitionierte Spieler teilweise bis zu 15.000 € aus. Will man nicht zu den besten Spielern gehören, sondern gibt sich damit zufrieden, ein „guter“ Spieler zu sein, ist ein Budget von etwa 1000 € einzuplanen.[8] Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnte in einer Pressemitteilung 2009 vor mehreren Spielen, unter anderem vor Dark Orbit, als „perfide Abzocke von Kindern und Jugendlichen“.[9] Die Spieler haben die Wahl, zu bezahlen oder sich während des Sammelns von Uridium abschiessen zu lassen, was leicht geschieht.[7] Ein Premiumpaket kostet 6 € (Laufzeit: 1 Monat), 30 € (Laufzeit: 6 Monate) oder 50 € (Laufzeit: 1 Jahr),[5] womit vertraglich für die Fortsetzung des Pakets ein Abo abgeschlossen wird. Möglich sei laut Geschäftsführer aber auch das Erspielen von allem ohne Geldeinsatz, es koste nur umso mehr Zeit.[4] Das Unternehmen Bigpoint erzielte 2009 einen Gesamtumsatz in dreistelliger Millionenhöhe, wobei Dark Orbit zu einem der drei häufigst gespielten Spiele des Anbieters zählt.[10]

Tipps[Bearbeiten]

Innerhalb bestimmter Werbekampagnen können die Spieler durch die Anmeldung über einen bestimmten Anbieter zum Spielstart ein besseres Raumschiff erhalten. Durch das Erfüllen von Quests, insbesondere der Anfangsquests, ist es möglich, gute Belohnungen zu erspielen. Das Ausbauen einer Raumstation (das sog. „Skylab“) erlaubt es den Spielern, auch dann Rohstoffe zu sammeln, wenn sie nicht aktiv spielen. Die Spieler sollten sich, bevor sie das Spiel beginnen, ein Budget setzen, das sie maximal im Monat für das Spiel ausgeben möchten. Des Weiteren sollten sie sich vor Beginn des Spieles vergegenwärtigen, dass ihre Chancen, ihren monatlich erspielten Jackpot zu gewinnen, auf Grund der Menge der teilnehmenden Spieler und deren teilweise hohen Investitionen in das Spiel, äußerst gering sind. Mittlerweile werden bereits bei eBay illegal Accounts für Dark Orbit gehandelt. Für Accounts mit besonders hoch gerüsteten Raumschiffen werden bis zu 500 € geboten.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.darkorbit.de, Stand April 2012
  2. Mit „Dark Orbit“ kostenlos durchs All fliegen, Welt Online, 3. Juni 2009
  3. Dark Orbit: Außenmission mit iPhone in der echten Welt Golem.de, 22. Oktober 2009
  4. a b Kostenfalle Online-Spiele PC-Welt, 23. November 2007
  5. a b Kostenfalle Online-Spiele PC-Welt, 23. November 2007
  6. a b Kostenfalle Online-Spiele PC-Welt, 23. November 2007
  7. a b Kostenfalle Online-Spiele PC-Welt, 23. November 2007
  8. Gratisspiele als teurer Spaß, Kleine Zeitung, 28. August 2008
  9. Warnung vor Gratisspielen im Internet: Perfide Abzocke mit kindlichem Spieltrieb Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 8. Oktober 2009
  10. Das jüngste Erfolgsrezept im Internet, Der Bund, 28. Juli 2010
  11. Dark Orbit im Gamefee-Wiki, Gamefee-Wiki, 17. Juni 2012