Dart (Auto)

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Buckle
Goggomobile Dart.JPG
Dart
Produktionszeitraum: 1959–1962
Klasse: Kleinstwagen
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
0,3–0,4 Liter
(10,9–13,6 kW)
Länge: 3050 mm
Breite: 1370 mm
Höhe:
Radstand: 1800 mm
Leergewicht: 380 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Dart (Heckansicht)

Der Dart (englisch für Pfeil) ist ein Kleinstwagen (Rollermobil) mit sportlicher Roadster-Karosserie aus Kunststoff, das von 1959 bis 1962 auf Basis des Goggomobils in Australien hergestellt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Dart wurde ab 1957 von der australischen Firma Buckle Motors Pty Ltd, einer bekannten Autohandelsfirma aus Sydney, auf Basis des Kleinstwagens „Goggomobil“ von der Hans Glas GmbH aus Dingolfing in Bayern entwickelt[1]. Er entstand nach einer Idee von Bill Buckle, der nach dem überraschenden Erfolg des Goggomobils in Australien gedachte, eine sportlich orientierte und schnellere Variante von diesem Rollermobil für ebendiesen Markt anzubieten. Dazu reiste Buckley persönlich nach Dingolfing, überzeugte Seniorchef Hans Glas von seiner Idee und erhielt von diesem eine Lizenz zum Bau des Goggomobils als auch dieser entsprechenden von ihm erdachten Version. Als Name für das neue Auto wählte er dabei in Anlehnung an den beabsichtigten sportlichen Charakter des Zweisitzers die Bezeichnung Dart.

Der Dart basierte auf der serienmäßigen Bodengruppe mit den dazugehörigen mechanischen Komponenten inklusive Antriebseinheit und Getriebe sowie der Motorhaube der Goggomobil-Limousine, welche allesamt aus Deutschland angeliefert wurden. Er besaß jedoch im Gegensatz zum originalen Goggomobil eine eigenständig in Australien entworfene flache offene Roadster-Karosserie aus Fiberglas mit einer dem Jaguar E-Type recht ähnlichen langen abgerundeten Frontpartie mit aerodynamisch verkleideten Scheinwerfern sowie ausgeprägten hinteren Heckflossen. Ebenfalls vorhanden waren ein Überrollbügel, ein einfaches schwarzes Verdeck sowie einen kleiner Kofferraum im Vorderwagen. Aufgrund des in Australien herrschenden Linksverkehrs war das Auto stets als Rechtslenker ausgeführt.

Der Antrieb des kleinen Roadsters erfolgte wie bei den Limousinen von einem luftgekühlten Reihen-Zweizylinder-Zweitaktmotor im Wagenheck mit einem Hubraum von entweder 300 cm³ oder 400 cm³ und einer Leistung von 15 oder 20 PS. Mit seiner sehr leichten Kunststoffkarosserie brachte er fahrfertig nur 345 kg auf die Waage, weshalb er im Vergleich zum originalen Goggomobil deutlich gesteigerte Fahrleistungen bot. Bei besserer Beschleunigung erreichte der Goggomobil Dart eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (300-cm³-Version) bzw. 110 km/h (400-cm³-Version).

Wie auch die anderen im Ausland in Lizenz hergestellten Goggomobile bzw. die weitgehend originalgetreuen oder eigenständig modifizierten Goggomobil-Derivate − und das war eine Besonderheit − trug auch der Dart das Markenzeichen mit einem stilisierten Buchstaben „G“ der Firma Glas sowohl an der Front als auch am Heck ohne von außen sichtbaren Hinweis auf den eigentlichen Hersteller in Australien selbst.

Das Goggomobil Dart war von 1959 bis 1962 in den Preislisten[2] und erwies sich aufgrund des am Ende doch relativ hohen Preises gegenüber der Limousine zumindest als Achtungserfolg, so dass er in einer Auflage von etwa 700 Fahrzeugen gebaut wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Aussie Cars, © 1987

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goggomobil Dart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Company Profile. Bill Buckle Volkswagen. Abgerufen am 16. September 2007.
  2. Wheels magazines, 1959 to 1962