Das Leben – Ein Sechserpack

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Leben – Ein Sechserpack
Originaltitel Six degrees of separation
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Fred Schepisi
Drehbuch John Guare
Produktion Fred Schepisi,
Arnon Milchan
Musik Jerry Goldsmith
Kamera Ian Baker
Schnitt Peter Honess
Besetzung

Der Film Das Leben – Ein Sechserpack ist ein Filmdrama, das 1993 unter der Regie von Fred Schepisi entstand. John Guare schrieb das Drehbuch nach seinem preisgekrönten Bühnenstück Six Degrees Of Separation, einem großen Theater-Erfolg in den 1990er-Jahren.

Handlung[Bearbeiten]

Das Kunsthändler-Ehepaar Ouisa und Flan Kittredge leben wie die Maden im Speck. Sie sind gebildet, liberal und genießen ihr privilegiertes Dasein. Als eines Abends Paul an die Tür ihrer luxuriösen Wohnung in der Fifth Avenue klopft, kommt Schwung und unverhoffte Abwechselung in ihr langweiliges Dasein. Blutend steht der junge schwarze Student in der Tür, stellt sich als ein Überfallopfer dar. Er gibt vor, ein Harvard-Kommilitone ihrer Kinder und der Sohn des Filmstars Sidney Poitier zu sein. Nachdem die kleine Wunde am Bauch versorgt ist, lernen sich Paul und die Kitteredges sowie deren Gast Geoffrey Miller näher kennen.

Paul erzählt, dass sein Vater gerade plane, Cats zu verfilmen und bietet gar eine kleine Rolle an. Die Gastgeber sind entzückt, das folgende Gespräch thematisiert Kunst, Literatur und Philosophie. Der junge Schwarze bekocht seine Gastgeber und beeindruckt mit kleinen Vorträgen zu Salingers Fänger im Roggen, seinen Besuchen in Cannes und so weiter…

Doch die Idylle ist trügerisch - wie die Kittredges bald feststellen. Nicht nur dass der junge Gast, die Gastfreundschaft des Paares ausnutzend, über Nacht bleibt, er lässt sich am nächsten Morgen auch mit einem aus dem nahen Central Park abgeschleppten Mann beim Sex erwischen. Das Ehepaar muss bald feststellen, dass die Identität Pauls falsch ist: Bei einem Treffen mit Freunden erkennen sie, dass Paul die gleiche Nummer mit ihnen abgezogen hat.

Doch die Faszination für den Betrüger bleibt, denn er hat ihnen nicht nur einen großen Deal gesichert, sondern auch ihr verstaubtes Dasein durch einen Hauch von Exotismus und Abenteuer bereichert. Außerdem fehlt in der mit zahlreichen wertvollen Kunstwerken bestückten Wohnung der Kittredgs nichts - keine Wertsache, kein Geld.

Gemeinsam mit einigen anderen „Geschädigten“ versuchen sie, Pauls Identität und seine Beweggründe zu ermitteln und herauszufinden, wie er an die detaillierten Informationen zu den Familien kam.

Kritiken[Bearbeiten]

„In Rückblenden brillant erzählte Satire, die die Bühnenvorlage überzeugend in Breitwandbilder transponiert.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Stockard Channing wurde für ihre Darstellung für den Oscar und den Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Für Will Smith war die Darstellung des Paul seine erste große Rolle in einem Kinofilm. Stockard Channing spielte die Ouisa Kettridge, die sie bereits am Broadway gespielt hatte.

Weblinks[Bearbeiten]