Dayanita Singh

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Dayanita Singh (* 1961 in Neu-Delhi, Indien) ist eine indische Fotografin.

Leben[Bearbeiten]

Singh studierte in den Jahren von 1980 bis 1986 Visuelle Kommunikation am National Institute for Design in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat und ging danach für zwei Jahre zum Studium der Dokumentarfotografie und des Fotojournalismus an das International Center of Photography in Manhattan in New York City.

Singh begann in den 1980er Jahren als Fotojournalistin für internationale Zeitschriften und Zeitungen wie die New York Times und die Londoner The Times. Viele ihrer Arbeiten waren Schwarz-Weiß-Fotografien und befassten sich mit ihrer Heimat und porträtierten die indische Mittel- und Oberklasse. Andere Fotoserien waren an Orten wie Goa aufgenommen, ohne Menschen zu zeigen. Sie veröffentlichte 1986 in Neu Delhi einen Fotoband über den indischen Tablaspieler Zakir Hussain.

2001 veröffentlichte der Scalo Verlag in Zürich Singhs Buch Myself Mona Ahmed über eine Vertreterin des Dritten Geschlechts, einer Hijra, die sie während eines Zeitraums von 13 Jahren beobachtete und fotografierte. Der Text wurde von Mona selbst in E-Mails, die in die Schweiz gesandt wurden, verfasst.

Singh lebt und arbeitet sowohl in Neu Delhi als auch in Goa.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Einzelausstellungen
  • 1997: Images from the 90s, Scalo Galerie, Zürich
  • 1998: Family Portraits, Gallery Nature Morte, New Delhi
  • 2000: Demello Vado, Saligao Institute, Goa
  • 2001: Empty Spaces, Frith Street Gallery, London
  • 2002: I am as I am. Myself Mona Ahmed, Scalo Galerie, Zürich
  • 2003: Dayanita Singh: Privacy, Hamburger Bahnhof, Berlin
  • 2006: Go Away Closer. Gallery Nature Morte, New Delhi
  • 2007: Go Away Closer, Kriti Gallery, Banaras
  • 2010: Dayanita Singh - Photographs 1989 - 2010, Huis Marseille, Amsterdam
  • 2012: Dayanita Singh: File Room, Frith Street Gallery, London[1]
  • 2012: Dayanita Singh. The Adventure of a Phatographer , Bildmuseet Umeå, Umeå, Schweden.
  • 2014: Dayanita Singh., The Art Institute of Chicago.[2]
Gruppenausstellungen

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1986: Zakir Hussain. Himalayan Books, Neu Delhi.
  • 2001: Myself Mona Ahmed. Scalo Verlag, Zürich/ New York City
  • 2003: Privacy. Steidl Verlag, Göttingen, ISBN 3-88243-962-9.
  • 2005: Chairs. Steidlverlag, Göttingen,
  • 2007: Go Away Closer. Steidl Verlag, Göttingen,
  • 2010: Dream Villa. Steidl Verlag, Göttingen, ISBN 978-3-86521-985-5.
  • 2013: File Room. Steidl Verlag, Göttingen, ISBN 978-3-86930-542-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Requiem auf einen Haufen Papier. In: FAZ. 5. Januar 2013, S. 37.
  2. Seite des Museums zur Ausstellung, abgerufen am 27. April 2014