Der große Atlantik

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Filmdaten
Deutscher Titel Der große Atlantik
Originaltitel The Cruel Sea
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Charles Frend
Drehbuch Eric Ambler
Produktion Leslie Norman/Rank Organisation
Musik Alan Rawsthorne
Kamera Gordon Dines
Schnitt Peter Tanner
Besetzung

Der große Atlantik (im Original The Cruel Sea) ist ein britischer Kriegsfilm des Regisseurs Charles Frend aus dem Jahr 1952. Das Drehbuch basiert auf dem Roman „Grausamer Atlantik“ (engl. „The Cruel Sea“) von Nicholas Monsarrat. Die Uraufführung in Deutschland fand am 6. November 1953 statt.

Handlung[Bearbeiten]

Lieutenant Commander George Ericson wird zu Beginn des Zweiten Weltkrieges von der Handels- zur Kriegsmarine versetzt. Er erhält das Kommando über die HMS Compass Rose, einer Korvette für das Geleit von Schiffskonvois. Ericson bemerkt, dass seine Offiziere zum großen Teil Neulinge ohne See-Erfahrung sind. Trotzdem wird die Compass Rose zu einer effektiven Kampfeinheit. Die jungen Offiziere bekommen bei ihren Geleitzügen über den Atlantik immer mehr Erfahrung mit den Wetterbedingungen. Die Besatzung ist oftmals damit beschäftigt, die zivilen Seeleute von sinkenden Handelsschiffen zu retten.

Nach drei Jahren dieses Eskortdienstes passiert es. Die Compass Rose wird torpediert, die Mannschaft muss das sinkende Schiff verlassen. Doch die meisten Besatzungsmitglieder verlieren ihr Leben. Ericson und sein erster Offizier Lockhart überleben. Ericson erhält ein neues Kommando, die HMS Saltash Castle. Zusammen mit Lockhart nehmen sie wieder die eintönige Routine des Geleitschutzes auf.

Zu Kriegsende hin kann die Besatzung der Saltash Castle ein deutsches U-Boot versenken. Als der Krieg zu Ende ist, kehrt das Schiff zurück in den Heimathafen. Dabei werden mehrere deutsche U-Boote in die Gefangenschaft geleitet. Ericson, der wie die übrige Mannschaft erschöpft ist, bezeichnet als den einzigen Gewinner des Krieges das grausame Meer (the cruel sea).

Kritiken[Bearbeiten]

„Der Film bemüht sich, den Seekrieg des abenteuerlichen Glanzes zu entkleiden. Er macht ihn als eine monotone Mischung aus Angst und Disziplin sichtbar. Trotz äußerer Sensationslosigkeit fesselnd, überzeugt er durch Sachlichkeit und vornehme Gesinnung.“

Lexikon des internationalen Films [1]

„Ein harter und überaus realistisch gezeichneter britischer Kriegsfilm, der kein Star-Kino sein möchte, sondern seine Authentizität mit einer Schar weitgehend unbekannter Schauspieler untermalen will. Aus der Erinnerung eines britischen Marineoffiziers versucht der Film, ein ehrliches Bild vom Seekrieg zu geben, ohne dabei in eine romantische Abenteuerstimmung abzugleiten...“

Cinema [2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscarverleihung 1954

British Film Academy Award 1954

Hintergrund[Bearbeiten]

In diesem Film gab Alec McCowen sein Filmdebüt. Gleichzeitig war Donald Sinden hier in seiner ersten großen Sprechrolle zu sehen. Auch Denholm Elliott war noch relativ neu, er spielte das sechste Mal in einem Kinofilm mit, Virginia McKenna erst das dritte Mal.

Eric Ambler, selber ein erfolgreicher Schriftsteller, schrieb für insgesamt 19 Filme das Drehbuch.

Militärische Berater des Films waren Commander R. S. Abram und Captain J. E. Broome, beide von der Royal Navy.

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • British War Collection – Release: 22. März 2005 – ABN: B00076YPBM
  • The Cruel Sea – Release: 17. Oktober 2006 – ABN: B000H1RFQ4

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nicholas Monsarrat: The Cruel Sea – englische Ausgabe – Burford Books, 2000 – ISBN 1-58080-046-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
  2. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=9637