Derinkuyu

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt in der Provinz Nevşehir; zum gleichnamigen Dorf in der Provinz Denizli siehe Derinkuyu (Tavas).

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Derinkuyu
Wappen fehlt
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Derinkuyu (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Nevşehir
Koordinaten: 38° 22′ N, 34° 44′ O38.37361111111134.7347222222221300Koordinaten: 38° 22′ 25″ N, 34° 44′ 5″ O
Höhe: 1300 m
Einwohner: 10.731[1] (2013)
Telefonvorwahl: (+90) 384
Postleitzahl: 50700
Kfz-Kennzeichen: 50
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Ahmet Balcı (MHP)
Webpräsenz:
Landkreis Derinkuyu
Einwohner: 21.425[1] (2013)
Fläche: 445 km²
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Kaymakam: Mithat Can Kutluca
Webpräsenz (Kaymakam):

Derinkuyu (türkisch für tiefer Schacht), ist eine Kleinstadt in der Türkei mit ca. 10.000 Einwohnern in der Provinz Nevşehir. Der zugehörige Distrikt hat eine Fläche von 445 km² und etwas unter 22.000 Einwohner. Der Ort liegt in Kappadokien und ist bekannt für seine große ehemalige unterirdische Stadt mit vielen Etagen. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde der Ort erwähnt, eine kontinuierliche Besiedlung ist durch Münzfunde belegt, die den Zeitraum von der Römischen Kaiserzeit bis zu den Seldschuken abdecken.[2]

In dem 29 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Nevşehir liegenden Ort befindet sich 100 Meter südlich des Eingangs der unterirdischen Stadt eine sehenswerte armenische Basilika aus dem Jahr 1858. Der wuchtige dreischiffige Bau ist von einer Mauer umgeben und besitzt an der Nordseite einen freistehenden Glockenturm. Im 20. Jahrhundert wurde der Bau von griechischen Christen übernommen, nach deren Vertreibung wurde er als Mühle und Lagerhaus verwendet, heute ist dort ein kleines Museum untergebracht.[2]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Bussmann, Gabrielle Tröger: Türkische Riviera, Kappadokien. Michael Müller Verlag, Erlangen 2003, ISBN 3-89953-108-6
  • Peter Daners, Volker Ohl: Kappadokien. Dumont, 1996, ISBN 3-7701-3256-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Derinkuyu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 23. März 2014
  2. a b Wolfgang Dorn: Türkei - Zentralanatolien: zwischen Phrygien, Ankara und Kappadokien. DuMont, 2006, ISBN 3770166167, Seite 284 (bei GoogleBooks)
  3. Ömer Demir: Cappadokien : Wiege der Geschichte. Erweiterte 3. Auflage. Ajans-Türk Publ. & Printing, Ankara 1988, S. 9