Die sieben Kristallkugeln

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Die sieben Kristallkugeln (französischer Originaltitel: Les 7 boules de cristal) ist der dreizehnte Band der Reihe Tim und Struppi des belgischen Comiczeichners Hergé.

Diese Geschichte erschien in den Jahren 1943 und 1944 in der Zeitung Le Soir. Da Hergé nach der Befreiung Belgiens durch die deutsche Besatzung politische Schwierigkeiten – wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feind – hatte, erschien der Band komplett erst 1946.

Handlung[Bearbeiten]

Eine geheimnisvolle Krankheit befällt sieben westliche Mitglieder einer Expedition, die in den Anden archäologische Ausgrabungen gemacht haben. Dort haben sie das Grab des Inkas Rascar Capac entdeckt. Die Mitglieder der Expedition fallen nacheinander in eine Art Koma und man entdeckt immer zerbrochenes Kristall neben ihren Körpern.

Am Anfang der Geschichte besucht Tim Professor Bienlein und Kapitän Haddock, die zusammen im Schloss Mühlenhof leben, und geht mit Haddock zu einer Varietéveranstaltung. Dort treffen sie General Alcazar wieder, der seine politische Macht verloren hat und seinen Lebensunterhalt als Messerwerfer verdient. Alcazars Assistent ist der Indio Chiquito. Tim, Kapitän Haddock und Professor Bienlein besuchen den imposanten Professor Hippolytus Birnbaum, einen guten Freund Bienleins, der ebenfalls an dieser Expedition teilgenommen hat. In dessen Haus wird die Mumie Rascar Capacs aufbewahrt. Birnbaums Haus steht unter Polizeischutz und Tim, Kapitän Haddock und Professor Bienlein übernachten in dessen Haus. Nachts dringt ein Kugelblitz in das Haus ein, schlägt in den Glaskasten mit der Mumie ein und diese ist verschwunden. Birnbaum vermutet dahinter eine Prophezeiung, die sich erfüllt hat. Mysteriös ist auch, dass alle Freunde unabhängig voneinander den gleichen Alptraum haben: Die zum Leben erwachte Mumie Rascar Capacs dringt in ihr Zimmer ein und wirft eine Kristallkugel zu Boden. Obwohl das Haus hermetisch abgeriegelt ist, finden Tim und Haddock neben dem Bett Birnbaums ebenfalls Kristallsplitter und dieser fällt ebenfalls in einen wahnhaften Zustand. Anschließend wird Professor Bienlein entführt. Kapitän Haddock und Tim vermuten, dass man den Professor auf den Frachter Pachacamac gebracht hat, welches in La Rochelle nach Peru ablegt hat. Vorher hatte ihnen General Alcazar mitgeteilt, dass sein Assistent Chiquito, der Nachfahre der Inka sei, spurlos verschwunden ist. Sie beschließen, den Professor zu befreien und treten mittels eines Flugzeugs die Reise nach Peru an.

Die Geschichte wird in dem Band „Der Sonnentempel“ fortgesetzt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die sieben Kristallkugeln wurde geschrieben und gezeichnet, als sich Belgien während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung befand. Um Ärger mit den Besatzern zu vermeiden, vermied Hergé politische Stellungnahmen, wie etwa in „Der Blaue Lotos“, „König Ottokars Zepter“ oder „Der Arumbaya-Fetisch“.

Der Anfang der Geschichte ist eine Anspielung auf den Fluch des Pharao, dem einige der Mitglieder der Expedition von Howard Carter, die das Grab von Tutanchamun entdeckte, angeblich zum Opfer gefallen sein sollen.

Kugelblitze, wie sie insbesondere auf der Titelseite des Albums dargestellt sind, gibt es tatsächlich, sind aber äußerst selten. Ihre Ursache ist unbekannt. Die Alptraumszene, in der die Mumie nachts ins Zimmer steigt, gab es in ähnlicher Form in der frühen Version von „Der Arumbaya-Fetisch“. Diese wurde aber später entfernt.

Professor Paul Cantonneau kennt Tim aus „Der geheimnisvolle Stern“.

Die letzte Begegnung mit General Alcazar fand im Album „Der Arumbaya-Fetisch“ in San Theodoros statt. Obwohl er Tim hinrichten lassen wollte, begrüßt er ihn in diesem Band wie einen alten Freund.

Weblinks[Bearbeiten]