Diskussion:Klerikalfaschismus
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[Bearbeiten] Überarbeitung notwendig, Einleitung
Die gegenwärtige Fassung des Artikels ist meiner Meinung nach nicht tragbar. Angesichts der Tatsache, dass der Artikel kaum Literaturtitel auflistet und im ganzen magere 3 Einzelbelege enthält (wobei gerade die wichtigsten Aussagen unbelegt bleiben), kann in der Einleitung nicht einfach so getan werden, als ob der Begriff "Klerikalfaschismus" ein allgemein gebräuchlicher und akzeptierter Begriff in der Geschichtsforschung wäre. Ich selber bin auch in Literatur, die sich äußerst kritisch mit der damaligen Rolle der Kirchen auseinandersetzt, nicht auf diesen Neologismus gestoßen, habe ihn aber recht häufig im Internet angetroffen, wo er meist als Kampfbegriff verwendet wird. Unstrittig dürfte sein, dass es eine Zusammenarbeit von Teilen insbesondere der katholischen Kirche mit Faschisten gegeben hat, aber das heißt nicht, dass die Verwendung des Begriffs unstrittig oder sogar gebräuchlich wäre. So lange das Artikel-Lemma in dieser Form bestehen bleibt, schlage ich deshalb eine etwas zurückhaltendere Einleitung vor:
"Klerikalfaschismus ist ein Neologismus, mit dem manche Kirchenkritiker die Zusammenarbeit von Angehörigen des Klerus mit Faschisten bezeichnen."
Einwände, Kommentare? --G-C 13:56, 28. Apr. 2008 (CEST)
- Belege: klar. Bitte konkret angeben, wo du welche willst.
- Begriff: historisch etabliert seit Weimar. Das Lemma anfechten ist daher eher illusorisch, auch wenn er in Geschichtsforschung nicht üblich sein sollte.
- "manche Kirchenkritiker": Welche, müsstest du deinerseits belegen, damit dein Vorschlag übernommen werden kann.
- Dem Artikel fehlt vor allem die Darstellung der Regimes, die so genannt wurden. Jesusfreund 15:08, 28. Apr. 2008 (CEST)
- Belege, und zwar nach Möglichkeit Einzelnachweise, würde ich eben für die Behauptung erwarten, dass die im ersten Unterabschnitt aufgelisteten Regimes so bezeichnet werden. Wenn Einzelbelege dastehen, könnte man auch gleich mitangeben, wer sie so bezeichnet. So, wie es da steht, erwecken die Formulierungen nämlich eben den Eindruck, als ob der Begriff unter Historikern allgemein gebräuchlich wäre. Das gleiche Problem habe ich auch mit dem Einleitungssatz. Dort klingt alles nach einem ganz allgemeinen Gebrauch, während in unteren Abschnitten von KPD und "kritischen Kirchenhistorikern" die Rede ist. Das müsste sich doch irgendwie anders formulieren lassen.--G-C 22:29, 30. Apr. 2008 (CEST)
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- Das Klerikalfaschismus unter Historikern nicht verwendet wird, stimmt so nicht! Es gibt genug, auch Univ.-Prof.s die diese Bezeichnung verwenden um die Verbindung bzw. Zusammenarbeit zwischen Christentum und Faschismus zu beschreiben. In Stanley G. Payne: Geschichte des Faschismus. Aufstieg und Fall einer europäischen Bewegung wird ebenfalls der Klerikalfaschismus erwähnt und dabei der Austrofaschismus in Österreich und der Franquismus in Spanien als Musterbeispiele genannt.--Benutzer:Dr. Manuel 23:05, 30. Apr. 2008 (CEST)
- Na ja, wenn dem so ist, sollte es doch leicht sein, an den betreffenden Stellen Einzelnachweise einzufügen.--G-C 00:18, 1. Mai 2008 (CEST)
- Das Klerikalfaschismus unter Historikern nicht verwendet wird, stimmt so nicht! Es gibt genug, auch Univ.-Prof.s die diese Bezeichnung verwenden um die Verbindung bzw. Zusammenarbeit zwischen Christentum und Faschismus zu beschreiben. In Stanley G. Payne: Geschichte des Faschismus. Aufstieg und Fall einer europäischen Bewegung wird ebenfalls der Klerikalfaschismus erwähnt und dabei der Austrofaschismus in Österreich und der Franquismus in Spanien als Musterbeispiele genannt.--Benutzer:Dr. Manuel 23:05, 30. Apr. 2008 (CEST)
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- Das sehe ich auch so. Wichtig wäre eine deutlichere Abgrenzung des wissenschaftlich fundierten oder fundierbaren Klerikal-Faschismus etwa in Polen, Österreich und Spanien, gegen den rein polemischen - und angesichts der deutlichen Abgrenzung des Zentrums zur NSDAP ins Leere gehenden - Kampfbegriff der KPD, wie er hier behauptet wird.
- Auch die sog. Deutsche Kirche hat m.E. nichts mit der üblichen Verwendung des Begriffs zu tun, der sich i.d.R. auf ein katholisches Phänomen bezieht, und ist mithin ein deutscher Sonderfall. Zumindest mir ist diese Bezeichnung in diesem Zusammenhang noch nicht untergekommen und auch nicht einleuchtend, während etwa der österreichische Klerikal-Faschismus - nicht wissenschaftlich, aber dafür literarisch - u.a. bei Thomas Bernhard und dort insbesondere im autobiographischen Werk - um so eindringlicher beschrieben wird. --Robert1270 11:43, 3. Mai 2008 (CEST)
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