Dominique Fernandez

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Dominique Fernandez, 2009

Dominique Fernandez (* 25. August 1929 in Neuilly-sur-Seine, Hauts-de-Seine) ist ein französischer Autor.

Leben[Bearbeiten]

Fernandez ist der Sohn des französischen Literaturkritikers Ramon Fernandez. Nach seiner Schulzeit studierte Fernandez in Italien. Nach seinem Studium unterrichtete Fernandez in den Jahren 1957 und 1958 zunächst die französische Sprache an einem französischen Institut in Neapel. 1968 erreichte Fernandez seinen Ph.D. und schrieb seine Dissertation über den italienischen Autor Cesare Pavese. Seine Anstellung in Neapel wurde gekündigt, da er über den kommunistischen Autor Roger Vailland unterrichtet hatte.[1] Fernandez kehrte nach Frankreich zurück, wo er die italienische Sprache an einer Schule in Rennes unterrichtete. Er erhielt eine Anstellung als Hochschullehrer an der Universität in Rennes. Als Autor schrieb Fernandez mehrere Bücher. 1982 gewann Fernandez den französischen Literaturpreis. Fernandez ist Mitglied der Académie française. 1961 heiratete Fernandez Diane Jacquin de Margerie und hat mit ihr eine Tochter. 1971 ließ sich Fernandez scheiden. Seit den 1970er lebt Fernandez offen homosexuell.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Porporino ou les Mystères de Naples, 1974, (ausgezeichnet mit dem Prix Médicis 1975)
  • Dans la main de l'ange (engl.:In the Angel's Hand), 1982 (Buch über den italienischen Filmregisseur Pier Paolo Pasolini), (ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt)
  • L'Amour (engl.:Love), 1986 (Buch über den Maler Friedrich Overbeck)
  • Le Rapt de Ganymède, Grasset, 1989, in Deutsch: Der Raub des Ganymed. Übers. Verena Vannahme. Beck & Glückler, Freiburg i. Br. 1992 ISBN 3-89470-110-2 (Eine Kulturgeschichte der Homosexualität)
  • L' école du sud. in Deutsch: Die Schule des Südens. Roman. Übers. Maria Dessauer. Insel, Leipzig 1993 ISBN 3-458-16547-9 (Ein Ehe- und Sizilien-Roman)
  • Le Dernier des Médicis (engl.:The Last of the Medicis), 1994 (Buch über Gian Gastone de’ Medici)
  • Tribunal d'honneur (engl.:Court of Honor), 1996 (Buch über den Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski)
  • Le loup et le chien (engl.:The Wolf and the Dog), 1999
  • A Hidden Love: Art and Homosexuality, 2002
  • L'Art de raconter, Grasset, 2007, ISBN 2-246-71931-3
  • Place Rouge, Grasset, 2007, ISBN 978-2-246-72911-2
  • Ramon, Paris 2009 Grasset (Roman über seinen Vater Ramon Fernandez) [2]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dominique Fernandez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b GLBTQ: Dominique Fernandez
  2. In den 20/30er-Jahren ein bekannter Autor in Paris. Ausführlich über "Ramon" als Person und Roman bei Thomas Laux: Auf der rechten Seite stehen. in "Dokumente. Zs. für den deutsch-französischen Dialog." Hg. Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit, Bonn bei Köln. Heft 5-6, Dezember 2009, S. 115f. ISSN 0012-5172