Don Winslow

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Don Winslow (* 31. Oktober 1953 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der insbesondere für seine Kriminalromane und deren Verfilmungen bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Don Winslow wurde zwar in New York geboren, wuchs aber in Perryville an der Küste von Rhode Island auf. Sein Vater war Unteroffizier in der US-Navy, seine Mutter Bibliothekarin. Seine Großmutter arbeitete zuerst für den populistischen Politiker Huey Pierce Long und dann für den Mafioso Carlos Marcello, in dessen Haus in Algiers (New Orleans) Winslow mehrere Male eingeladen wurde.[1] Auch in seiner Nachbarschaft sollen zahlreiche Mafia-Familien gewohnt haben.

Er studierte afrikanische Geschichte an der Universität von Nebraska. In den späten 70er Jahren zog er zurück nach New York, arbeitete in Kinos, als Privatdetektiv, Safarileiter in Kenia und China, bis er ein weiteres Studium aufnahm, diesmal der Militärgeschichte. Ende der 80er Jahre schrieb er seinen ersten Roman um den Privatdetektiv Neal Carey, dem vier weitere folgten. Mitte der 90er Jahre zog er mit seiner Frau Jean und ihrem gemeinsamen Sohn Thomas nach Kalifornien, wo sie auf einer Farm in Julian leben.

Mit dem Roman The Death and Life of Bobby Z (1997; dt. Die Auferstehung des Bobby Z, 1997) hatte Winslow einen ersten großen Erfolg. Als sein Meisterwerk gilt der monumentale Roman The Power of the Dog (2005; dt. Tage der Toten, 2010) über den Drogenkrieg in Mexiko, für den er sechs Jahre lang recherchierte.

Als im Juli 2012 die Oliver-Stone-Verfilmung von Savages (2010; dt. Zeit des Zorns, 2011), für die Don Winslow auch das Drehbuch geschrieben hat, in die US-amerikanischen Kinos kam, stieg er endgültig in die Liga der ganz großen amerikanischen Krimiautoren auf. Zeitgleich erschien sein neuer Roman The Kings of Cool (2012; dt. Kings of Cool, 2012), das Prequel zu Savages. Erzählt wird darin der Ursprung der kompromisslosen Dreiecksbeziehung zwischen Ben, Chon und Ophelia vor dem Hintergrund eines generationenübergreifenden Kampfs um das Dope, den Strand und letztlich ganz Kalifornien.[2]

Werke[Bearbeiten]

Die Neal-Carey-Reihe[Bearbeiten]

  • 1991 A Cool Breeze on the Underground
    • Ein kalter Hauch im Untergrund, dt. von Ulrich Anders; München/Zürich: Piper 1997, ISBN 3-492-21895-4.
  • 1992 The Trail to Buddha's Mirror
    • Das Licht in Buddhas Spiegel, dt. von Ulrich Anders; München/Zürich: Piper 1997, ISBN 3-492-21979-9.
  • 1993 Way Down on the High Lonely
    • Das Schlangental, dt. von Ulrich Anders; München/Zürich: Piper 1998, ISBN 3-492-22073-8.
  • 1994 A Long Walk Up the Water Slide
  • 1996 While Drowning in the Desert

Andere Romane[Bearbeiten]

  • 1996 Isle of Joy
    • Manhattan Blues, dt. von Hans-Joachim Maass; München/Zürich: Piper 1997, ISBN 3-492-03882-4.
    • auch als: Manhattan (ursprünglich angekündigt unter dem Titel Glamour); gleiche Übersetzung; Suhrkamp: Berlin 2013. ISBN 978-3518464403.
  • 1997 Death and Life of Bobby Z
    • Die Auferstehung des Bobby Z; dt. von Judith Schwaab; Blessing, München 1997, ISBN 3-89667-020-4.
  • 1999 California Fire and Life
  • 2004 Looking for a Hero (mit Peter Maslowski)
  • 2005 The Power of the Dog
  • 2006 The Winter of Frankie Machine
  • 2008 The Dawn Patrol
  • 2009 The Gentlemen's Hour
  • 2010 Savages
  • 2011 Satori
  • 2012 The Kings of Cool
  • 2014 Vengeance

Drehbücher[Bearbeiten]

  • 2001/2002 sechs Folgen der US-Fernsehserie UC:Undercover
  • 2002 Full Ride (zusammen mit George Mills / Regie: Mark Hoeger)
  • 2006 die Folge David and Goliath der US-Fernsehserie Close to Home
  • 2012 Savages (zusammen mit Shane Salerno und Oliver Stone)

Hörbücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mulhollandbooks.com/2010/08/10/don-winslow-interviewed-by-shane-salerno/
  2. Krimiautor Don Winslow über Sex, Drugs und Oliver Stone, Süddeutsche Zeitung Magazin 37/2012, abgerufen 17. September 2012