Rhode Island

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Rhode Island
Flag of Rhode Island.svg Seal of Rhode Island.svg
(Details) (Details)
Karte der USA, Rhode Island hervorgehoben
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Providence
Staatsmotto: Hope (Hoffnung)
Fläche: 4.002 km²
Einwohner: 1.052.567 (Zensus 2010) (263 E./km²)
Mitglied seit: 29. Mai 1790
Zeitzone: Eastern: UTC-5/-4
Höchster Punkt: 247 m (Jerimoth Hill)
Durchsch. Höhe: 60 m
Tiefster Punkt: 0 m Atlantischer Ozean
Gouverneur: Lincoln Chafee (Parteilos)
Post / Amt / ISO RI / RI / US-RI
Karte von Rhode Island
Karte von Rhode Island

Rhode Island (engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [ˌɹoʊdˈaɪlənd]) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Ausgangspunkt die 1636 von Roger Williams gegründete und in der Narragansett Bay gelegene Hauptstadt Providence ist. Der offizielle Name von Rhode Island ist State of Rhode Island and Providence Plantations. Adriaen Block, ein holländischer Forscher, nannte das Land wegen seiner roten Erde „Rhode Eylandt“, woraus im Laufe der Jahre das englische Rhode Island wurde. Die Beinamen Rhode Islands lauten „The Ocean State“ (Ozean-Staat) und „Little Rhody“ (Klein-Rhody).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Lage

Countys von Rhode Island

Rhode Island ist mit einer Größe von 4002 km² der kleinste US-Bundesstaat. Die Wasserfläche beträgt 1295 km², das sind etwa 32,4 % der Staatsfläche. In der Narragansett Bay liegt die namensgebende Insel Rhode Island.

Rhode Island liegt in Neuengland und grenzt im Norden und Osten an Massachusetts, im Süden an den Atlantischen Ozean und im Westen an Connecticut.

[Bearbeiten] Flüsse und Wasserflächen

[Bearbeiten] Ausdehnung des Staatsgebiets

Rhode Island hat in Nord-Süd-Richtung eine Ausdehnung von 65 km zwischen 41°18'N bis 42°1'N und in Ost-West-Richtung 50 km zwischen 71°8'W bis 71°53'W. Die Landfläche des kleinsten US-Bundesstaates (2707 km²) ist nur geringfügig größer als die des kleinsten Flächenstaates Deutschlands, des Saarlandes (2568 km²).

[Bearbeiten] Gliederung

Der Bundesstaat ist in die Countys Providence, Kent, Bristol, Newport und Washington gegliedert.

County Einwohner
1. Juli 2005
Verwaltungssitz
Bristol 52.743 Bristol
Kent 171.590 East Greenwich
Newport 83.740 Newport
Providence 639.453 Providence
Washington 128.463 West Kingston

[Bearbeiten] Bevölkerung

Historische Einwohnerzahlen
Census Einwohner ± in %
1790 68.825
1800 69.122 0,4 %
1810 76.931 10 %
1820 83.059 8 %
1830 97.199 20 %
1840 108.830 10 %
1850 147.545 40 %
1860 174.620 20 %
1870 217.353 20 %
1880 276.531 30 %
1890 345.506 20 %
1900 428.556 20 %
1910 542.610 30 %
1920 604.397 10 %
1930 687.497 10 %
1940 713.346 4 %
1950 791.896 10 %
1960 859.488 9 %
1970 946.725 10 %
1980 947.154 0,05 %
1990 1.003.464 6 %
2000 1.048.319 4 %
2010 1.052.567 0,4 %
Vor 1900[1]

1900–1990[2]

2000[3]

Rhode Island hat 1.052.567 Einwohner (Stand: Census 2010), davon sind 81,4 % Weiße, 5,7 % Afro-Amerikaner, 12,4 % Mittel- bzw. Lateinamerikaner, 2,9 % Asiaten, 0,6 % Indianer.[4]

[Bearbeiten] Religionen

Etwas mehr als 51% der Einwohner von Rhode Island sind katholisch. Die anglikanische Episkopalkirche hat 26.756 und die American Baptist Churches USA 20.997 Anhänger.[5] Damit ist Rhode Island einer von nur zwei US-Staaten, in denen eine einzelne Religionsgruppe die absolute Mehrheit stellt (der andere ist das mehrheitlich mormonische Utah). Christen der verschiedensten Richtungen stellen 64 % der Bevölkerung, gefolgt von 2% Juden und 2% Anderen. Dazu kommen 37% Konfessionslose und Religiöse verschiedener Anschauungen.

[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Größte Städte

[Bearbeiten] Geschichte

1511 nahm erstmals ein europäischer Entdecker die Küsten des späteren Rhode Islands zur Kenntnis. Der portugiesische Seefahrer Miguel de Cortereal segelte an der Küste vorbei, ohne jedoch dort zu landen.

Die Kolonie, die später die Bezeichnung Rhode Island and Providence Plantations erhielt, wurde 1636 von dem Anthropologen, Staatsphilosophen, Politiker und Theologen Roger Williams gegründet, einem Baptisten, der aus der puritanischen Massachusetts Bay Colony verbannt worden war. Die von Williams entworfene Verfassung der Kolonie war demokratisch und gewährte den Angehörigen aller Denominationen volle Glaubens-und Gewissensfreiheit. Rhode Island verbot bereits 1652 die Sklaverei.[6]

Am 29. Mai 1790 wurde Rhode Island als eine der Dreizehn Kolonien der 13. Bundesstaat der USA.

[Bearbeiten] Film & Fernsehen

[Bearbeiten] Politik

Die Verfassung von Rhode Island stammt aus dem Jahr 1842 und wurde oft geändert. An der Spitze der Exekutive ist der Gouverneur, der für vier Jahre gewählt wird. Die Legislative Rhode Islands (General Assembly) besteht aus einem Senat mit 50 und einem Repräsentantenhaus mit 100 Mitgliedern. Beide werden für zwei Jahre gewählt. Rhode Island entsendet zwei Abgeordnete in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten und hat vier Wahlmänner bei der Präsidentschaftswahl.[7] Bezogen auf seine Fläche verfügt Rhode Island über die größte Dichte an Wahlmännern.[8]

Für lange Zeit war Senator Lincoln Chafee mit großem Abstand der liberalste Republikaner im Senat, bis er 2006 zugunsten von Sheldon Whitehouse abgewählt wurde. Chafee trat später aus der Republikanischen Partei aus und gewann im November 2010 als unabhängiger Kandidat die Gouverneurswahlen in Rhode Island.

Im Jahr 2009 gab es eine Initiative vornehmlich afro-amerikanischer Bürger des Bundesstaates, den Zusatz im Staatsnamen …and Providence Plantations wegen seines Bezugs zum Zeitalter der Sklaverei in den USA durch den Gesetzgeber streichen zu lassen.[9]

[Bearbeiten] Gouverneure

[Bearbeiten] Kongress

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1958 wird in Newport das so genannte Newport Folk Festival veranstaltet. Gegründet hat das Festival George Wein, der schon fünf Jahre zuvor das Newport Jazz Festival ins Leben gerufen hatte, und Albert Grossman, dem späteren Manager von Bob Dylan. Im Laufe der Jahre hatten viele später bekannte Musiker hier ihren ersten Auftritt, so z.B. Joan Baez, Bob Dylan, Arlo Guthrie und James Taylor.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 36.292 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 22).[10]

Werkzeugbau, Textilindustrie, Metallverarbeitende Industrie, Kunststoffe, Edelsteinbearbeitung, Schiffbau, Tourismus, Medizinische Forschung, Ozeanische Forschungseinrichtungen, Fischfang und Landwirtschaft(2%).

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Luftverkehr

Der Bundesstaat verfügt über eine Reihe von Flughäfen, von denen der Theodore Francis Green State Airport in der Stadt Providence von den großen amerikanischen Airlines angeflogen wird.

[Bearbeiten] Eisenbahn

Einzige Eisenbahngesellschaft in Rhode Island ist die Providence and Worcester Railroad. Sie betreibt die ehemalige New Haven-Strecke von New York, N.Y. nach Boston, Massachusetts sowie die Strecke nach Worcester (Massachusetts).

Amtrak hat auf dieser Strecke ihren Hochgeschwindigkeitsverkehr im Nordostkorridor mit dem Acela Express eingerichtet. Einziger Haltepunkt ist Providence.


[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Census of Population and Housing. United States Census Bureau, abgerufen am 14. Mai 2011.
  2. Rhode Island – Population of Counties by Decennial Census: 1900 to 1990. United States Census Bureau, abgerufen am 14. Mai 2011.
  3. Rhode Island – Fact Sheet. In: American FactFinder. United States Census Bureau, abgerufen am 14. Mai 2011.
  4. Rhode Island: Profile of General Population and Housing Characteristics 2010. In: American FactFinder. United States Census Bureau, abgerufen am 14. Mai 2011.
  5. The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
  6. James Ernst (1932): Roger Williams: New England Firebrand. Macmillan, p. 82.- Edwin S. Gaustad (1999): Liberty of Conscience: Roger Williams in America. Valley Forge: Judson Press, p. 28.
  7. www.270towin.com
  8. www.270towin.com/states/New_Jersey
  9. Siehe RI debates changing state name linked to slavery, Elko Daily Free Press, 11. Juli 2009[1]
  10. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Rhode Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Rhode Island – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

41.678040531667-71.474304199167Koordinaten: 41° 41′ N, 71° 28′ W

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