Dreux

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dreux (Begriffsklärung) aufgeführt.
Dreux
Wappen von Dreux
Dreux (Frankreich)
Dreux
Region Centre
Département Eure-et-Loir
Arrondissement Dreux
Kanton Hauptort von 3 Kantonen
Koordinaten 48° 44′ N, 1° 22′ O48.7363888888891.365555555555691Koordinaten: 48° 44′ N, 1° 22′ O
Höhe 75–139 m
Fläche 24,27 km²
Einwohner 30.536 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.258 Einw./km²
Postleitzahl 28100
INSEE-Code
Website www.drouais.com

Blick über die Innenstadt von Dreux
Chapelle royale de Dreux
Dreux, Kirche Saint-Pierre

Dreux ist eine Gemeinde mit 30.536 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) in Frankreich im Département Eure-et-Loir und liegt etwa 90 Kilometer westlich von Paris, im Tal des Flusses Eure, an der Einmündung seines linken Nebenflusses Blaise.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt war Hauptstadt eines kleinen gallischen Stammes, der sogenannten „Durocasses“. In der Römerzeit kreuzten hier wichtige Verkehrsstraßen. Im Mittelalter war die Stadt Sitz einer Grafschaft. Verschiedene Mitglieder der französischen Königsfamilie sind in der Chapelle Royale Saint Louis bestattet.

Schlacht von Dreux: Während des Ersten Hugenottenkriegs wurden am 19. Dezember 1562 die protestantischen Truppen unter Ludwig I. Prinz von Condé und Admiral Gaspard von Coligny in der Schlacht von Dreux von der katholischen Armee unter François de Lorraine besiegt.

Dreux ist der Geburtsort von François-André Danican Philidor (1726-1795), eines Komponisten, der heute vor allem als der stärkste Schachspieler des 18. Jahrhunderts bekannt ist.

Im Deutsch-Französischen Krieg wurde Dreux am 19. November 1870 von preußischen Truppen eingenommen.[1]

Internationale Beachtung erfuhr der Ort 1983, als die damals noch unbedeutende Front National hier ihre ersten großen Wahlerfolge erzielen konnte und die Mehrheit im Stadtrat erhielt; als Ursachen wurden die hohe Arbeitslosigkeit in der Industriestadt und die Überfremdungsängste wegen des Zuzugs von algerisch-muslimischen Einwanderern (vor allem Harkis aus dem Algerienkrieg) genannt. Während der 1990er Jahre konnte, im Gegensatz zum Trend im Rest des Landes, der Einfluss der Rechtsextremen jedoch zurückgedrängt werden, so dass die Partei heute nicht mehr im Stadtrat vertreten ist; außerdem unternahm die Stadt umfangreiche Bemühungen, ihren schlechten Ruf zu verändern.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Dreux ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit

Mit Bautzen bestand bereits seit 1965 ein Freundschaftsvertrag, der zuerst zwischen den beiden Frauenorganisationen im Rathaus von Bautzen im Beisein des damaligen Bürgermeisters Urban unterzeichnet wurde

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt Dreux[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dreux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Alex Gardin: La guerre de 1870–1871 à Bernay. Les Éditions Page de Garde, Saint-Aubin-les-Elbeuf 1997, ISBN 2-84340-037-6, S. 13 (französisch, Nachdruck, Original von 1898).