Duell in Diablo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Duell in Diablo
Originaltitel Duel at Diablo
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ralph Nelson
Drehbuch Marvin H. Albert
Michael M. Grilikhes
Produktion Ralph Nelson
Fred Engel
Musik Neal Hefti
Kamera Charles F. Wheeler
Schnitt Fredric Steinkamp
Besetzung

Duell in Diablo ist ein US-amerikanischer Western von Ralph Nelson aus dem Jahr 1965, der auf dem Roman Apache Rising von Marvin H. Albert basiert.

Handlung[Bearbeiten]

Ellen Grange wurde mehr als ein Jahr lang von Apachen gefangen gehalten. Der Scout Jess Remsberg rettet die Frau und nimmt sie mit zu ihrem Ehemann nach Fort Creel. Doch ihr Mann Willard prangert sie an, dass sie sich bei der Gefangennahme nicht selber getötet habe. Ellen verlässt das Fort in der folgenden Nacht.

Am nächsten Morgen bricht ein Trupp Rekruten unter der Führung des Leutnants McAllister nach Fort Concho auf. Remsberg begleitet die Truppe als Scout. Remsberg ist auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau, einer Comanche, die von einem unbekannten weißen Mann getötet und skalpiert wurde. Auch Grange, der eine Fuhre Waren nach Fort Concho bringen will und Toller, ein schwarzer Ex-Kavallerist, der sich nun als Pferdehändler betätigt, begleiten die Soldaten.

Als Remsberg vorausreitet um die Gegend zu erkunden, findet er Ellen in einem Apachenlager. Als er sie wieder mitnimmt, sieht er, dass sie ein Kind dabei hat. Sie erklärt ihm, dass das Kind ihr Sohn sei. Der Vater ist der Sohn des Häuptlings Chata. Als Remsberg und Ellen zur Truppe zurückkehren, stellen sie fest, dass die Apachen, von Chata angeführt, den Soldaten einen Hinterhalt gelegt haben. Es gab Tote, außerdem gehen die Wasservorräte zur Neige. Remsberg kann die Apachen überlisten und die Überlebenden zum Diablo Canyon bringen, in dem es frisches Wasser gibt.

Remsberg reitet alleine zum Fort Concho, um Verstärkung zu holen. Dort erfährt er, dass der Mörder seiner Frau Willard Grange ist. Remsberg eilt der Verstärkungstruppe zum Canyon voraus. Die Apachen haben die Soldaten angegriffen, als Remsberg in den Kampf eingreift. McAllister wird getötet und Grange gefangen genommen. In der Nacht hören die Überlebenden die schrillen Schreie Granges, als die Apachen ihn foltern

Als die Verstärkung eintrifft, geben die Indianer auf. Remsberg, Toller, Ellen und vier Soldaten sind die einzigen Überlebenden. Remsberg sucht nach Grange und findet ihn gefesselt an einem Wagenrad über glühenden Kohlen hängend. Der Sterbende bittet Remsberg ihn zu erschießen. Remsberg gibt ihm seinen Revolver und geht fort. Hinter ihm ertönt ein lauter Schuss. Die Indianer begeben sich in die Gefangenschaft, Chata nimmt Abschied von seinem Enkel, mit dem Ellen zusammen mit Remsberg sich den Soldaten anschließt.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt den Film als „sorgfältig inszenierter, spannender Western, der am Rande das Rassenproblem behandelt.“[1], worin Joe Hembus das Problem des Filmes sah: „Ralph Nelson bietet wieder von allem zu viel, und das meiste gerät ihm zu originell. Der Pferde-Zureiter von Sidney Poitier ist bereits so integriert, daß keiner auch nur zu bemerken scheint, daß er ein Farbiger ist, während das weiß-rote Rassenproblem so kompliziert angelegt ist, daß die Glaubwürdigkeit vollkommen auf der Strecke bleibt.“[2]

Die Filmzeitschrift Cinema: „Straff inszenierter, harter Action-Western“[3]

Die Variety schrieb, der Film packe genug schnelle Action hinein, um die Fans dieses Genres zufriedenzustellen. Die gut gemachte Produktion halte lange die Spannung, der Kampf sei gut inszeniert.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Verleihung des Laurel Award belegte Sidney Poitier den vierten Platz in der Kategorie Action Performance.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Uraufführung fand am 12. Mai 1966 in Salt Lake City statt. In Deutschland erschien der Film erstmals am 21. Oktober des gleichen Jahres. Gedreht wurde im US-Bundesstaat Utah.

Unter den Stuntmen befand sich Richard Farnsworth, der auch eine kleine Rolle als Fuhrmann spielte. Für Bibi Andersson war es die erste Rolle in einem US-Film. James Garner, der auch als Co-Produzent fungierte, war zu der Zeit bekannt für seine Titelrolle in der Westernserie Maverick.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duell in Diablo im Lexikon des Internationalen Films
  2. in: Western-Lexikon, München 1995, S. 157
  3. http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/duell-in-diablo,1341545,ApplicationMovie.html
  4. http://www.variety.com/review/VE1117790600?refcatid=31