Richard Farnsworth

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Richard Farnsworth (* 1. September 1920 in Los Angeles, Kalifornien; † 6. Oktober 2000 in Lincoln, New Mexico) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Anfänge als Stuntman[Bearbeiten]

Geboren und aufgewachsen in Los Angeles unter dem Einfluss der großen Hollywood Studios der 1920er Jahre kam Richard Farnsworth bereits in jungen Jahren mit dem Filmgeschäft in Kontakt.

Der damals 17-Jährige stand erstmals als Stunt-Reiter 1937 vor der Kamera für Sam Woods Film Die Marx Brothers: Ein Tag beim Rennen. Sein Talent als Stuntman wurde in den folgenden Jahren in verschiedenen Monumentalfilmen genutzt. So arbeitete er 1956 für Cecil B. DeMille in Die zehn Gebote und 1960 für Stanley Kubrick in Spartacus. Durch seine Arbeit als Stuntman konnte er zahlreiche Kontakte knüpfen und erhielt bald auch kleine Nebenrollen als Schauspieler. In einer Komparsenrolle stand er erstmals 1957 in dem Film Stern des Gesetzes neben Henry Fonda und Anthony Perkins vor der Kamera.

Erfolge als Nebendarsteller[Bearbeiten]

Weitere Auftritte in Western-Filmen folgten. Vor allem in den 1970er Jahren machte er sich mit Filmen wie Keine Gnade für Ulzana und Der wilde wilde Westen in dem Genre langsam einen Namen. Seinen bis dahin größten Erfolg hatte er 1978 als Nebendarsteller unter der Regie von Alan J. Pakula in Eine Farm in Montana. Für seine Darstellung an der Seite von James Caan und Jane Fonda wurde Farnsworth mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet und auch für einen Oscar nominiert.

Weitere Bekanntheit beim Publikum erreichte der Schauspieler auch durch Rollen in Fernsehserien wie Roots oder Anne auf Green Gables. Anfang der 1980er verließ Farnsworth das Westerngenre und spielte auch in Dramen wie Daniel Petries Der starke Wille sowie 1984 in dem Sportfilm Der Unbeugsame mit Robert Redford und Glenn Close.

1990 traf er erneut auf seinen Kollegen James Caan als beide für Rob Reiner in der Verfilmung von Stephen Kings Roman Sie vor der Kamera standen. Im selben Jahr verkörperte Richard Farnsworth unter Regisseur Sydney Pollack einen Professor in dem Drama Havanna sowie den Earl Rawley' in Jack Nicholsons Die Spur führt zurück – The Two Jakes.

Erfolg als Hauptdarsteller und Tod[Bearbeiten]

1999 besetzte David Lynch den Schauspieler in seinem Drama Eine wahre Geschichte - The Straight Story als Hauptdarsteller. Für seine überzeugende Darstellung des Rentners Alvin Straight, der sich mit einem Aufsitz-Rasenmäher auf den 412 Meilen langen Weg zu seinem kranken Bruder macht, wurde Farnsworth erneut mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet und zum zweiten Mal für den Oscar nominiert.

Nachdem bei ihm eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert worden war und er die Schmerzen der Krankheit nicht mehr aushalten konnte, erschoss sich Richard Farnsworth auf seiner Ranch in New Mexico kurz nach dem Ende der Dreharbeiten zu Eine wahre Geschichte. Der Schauspieler wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park Cemetery in Los Angeles beigesetzt.

Filmografie[Bearbeiten]

als Stuntman[Bearbeiten]

als Schauspieler[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]