Ein Loch im Dollar

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Filmdaten
Deutscher Titel Ein Loch im Dollar
Originaltitel Un dollaro bucato
Produktionsland Frankreich
Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Giorgio Ferroni
(als Kelvin Jackson Paget)
Drehbuch Giorgio Ferroni
Giorgio Stegani
Produktion Bruno Turchetto
Musik Gianni Ferrio
Kamera Toni Secchi
(als Tony Dry)
Schnitt Antonietta Zita
(als Rosemary Ware)
Besetzung

Ein Loch im Dollar (Originaltitel: Un dollaro bucato) ist ein französisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahr 1965 von Giorgio Ferroni. Es ist ein früher Italowestern, welcher in der Zeit nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg 1865 spielt.

Inhalt[Bearbeiten]

Der ehemalige Konföderierten-Captain Gary O'Hara und sein Bruder Phil werden nach dem Ende des Krieges nach Hause entlassen. Phil reitet direkt in den Westen, Gary kehrt zu seiner Frau Judy zurück. Nach einiger Zeit beschließen sie, Phil in den Westen zu folgen, um dort ein neues Leben zu beginnen. In Yellowstone erhält Gary ein Angebot von McCoy, der die Abwesenheit des Sheriffs dazu nutzen möchte, mit Garys Hilfe den Banditen Blackie zu schnappen, der mit einer Bande Südstaatler die Stadt terrorisiert. Gary kann den Banditen stellen; er erkennt in diesem Augenblick in ihm seinen Bruder Phil. Phil erschießt Gary und erkennt ihn erst dann wieder. Daraufhin wird er von McCoys Männern erschossen.

Gary ist jedoch nicht tot, sondern nur schwer verletzt: ein Silberdollar hatte die Kugel abgebremst. Er kehrt in die Stadt zurück, wird aber nicht erkannt, da er seinen Vollbart abgenommen hatte. Dort erfährt er, dass in Wirklichkeit McCoy hinter den Banditen steht und Blackie den Einwohnern gegen die Banditen geholfen hatte. Es gelingt ihm, in die Bande aufgenommen zu werden, und er entdeckt, dass auch der Sheriff mit McCoy gemeinsame Sache macht. Er bringt McCoy gegen den Sheriff auf, so dass er ihn erschießt. Als Garys Tarnung auffliegt, gelingt es ihm, zu fliehen. In Blackies Versteck findet er einen Steckbrief, auf dem McCoy und der Sheriff gesucht werden. In der Stadt stellt er McCoy, erschießt ihn aber nicht, das erledigen stattdessen die aufgebrachten Bürger.

Kritik[Bearbeiten]

Die Kritiker waren dem Film wohlgesinnt, den sie „spannend und routiniert inszeniert“ (Lexikon des internationalen Films[1]) bzw. als „handwerklich gut gemachter Western, der den US-amerikanischen Vorbildern näher steht als seinen italienischen Wurzeln“ und als „äußerst unterhaltsam und kurzweilig“ rezipierten (Ulrich P. Bruckner[2]). Die italienischen Segnalazioni Cinematografiche bezeichnete das Werk, „obwohl es dem oft benutzten Kanon des Western folgt, als von Reife zeugend strukturiert und rhythmisiert bei überzeugender Dichte einzelner Sequenzen.“[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Der erste Film von dreien, den Regisseur Ferroni mit Hauptdarsteller Gemma (den er auch in anderen Genres bevorzugte) in der Nähe von Rom drehte. Wie häufig in der frühen Blütephase der Italowestern wurden für nahezu alle Beteiligten englische Fantasienamen im Vorspann genannt. Auch Giuliano Gemma wurde in den ersten Prints als Montgomery Wood gelistet.

Die Filmlieder werden von Fred Bongusto (A man… a story) und Lidia MacDonald (Give me back) interpretiert.

Die Drehzeit betrug 32 Tage; das Budget war sehr gering.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Loch im Dollar im Lexikon des Internationalen Films
  2. Ulrich P. Bruckner: Für ein paar Leichen mehr. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2006
  3. Segnalazioni Cinematografiche, Vol. 58, 1965
  4. R. Poppi, M. Pecorari: Dizionario del cinema italiano: I film Vol. 3. Gremese, 1992, S. 167