Elgershausen

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51.2744444444449.3761111111111263Koordinaten: 51° 16′ 28″ N, 9° 22′ 34″ O

Elgershausen
Gemeinde Schauenburg
Höhe: 263 m
Einwohner: 4300
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 34270
Vorwahl: 05601

Elgershausen ist der östlichste Ortsteil der Gemeinde Schauenburg im nordhessischen Landkreis Kassel.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Elgershausen liegt im Naturpark Habichtswald an der Bauna und in der das Tal dieses Flusses nach Südosten begleitenden Hoofer Pforte zwischen dem Hohen Habichtswald im Norden und den Langenbergen im Südsüdwesten. Es erstreckt sich am Südfuß des Hirzstein (502 m ü. NN) bzw. westlich des Baunsberges (413,4 m ü. NN) - beide zum Hohen Habichtswald gehörig.

Die B 520 (seit Juli 2010 herabgestuft zur Landesstraße 3215), die östlich der Ortschaft mit der A 44 die Anschlussstelle Kassel-Bad Wilhelmshöhe bildete, führt südlich bzw. östlich am Berg vorbei.

Am südöstlichen Ortsrand von Elgershausen befindet sich das Polder Schefferfeld, das größte Hochwasserrückhaltebecken im Einzugsgebiet der Bauna.

Geschichte[Bearbeiten]

Elgershausen wurde zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 1145 als Edelgershusun erwähnt, 1211 wird der Name Elgershusen genannt. Abgeleitet wurde der Ortsname von einem der Personennamen Elger, Elgar oder Edelgar. Ein Ritter von Elgershausen war Lehnsmann der Schauenburger.

Der Ort entwickelte sich von einem landwirtschaftlich strukturierten Ortskern zu einer Gemeinde mit kleinen und mittleren Handwerks- und Gewerbebetrieben. Die Nähe zum Volkswagenwerk in Baunatal hat wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Ortschaft beigetragen und führte zur Errichtung vieler Wohnhäuser in neuen Wohngebieten. 1962 wurde der Beat-Schuppen Kettel-Club eröffnet.

Am 1. August 1972 fusionierte Elgershausen mit Hoof zur neuen Gemeinde Schauenburg.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1925[2] 1643
1933[2] 1756
1939[2] 1889
1961[1] 2734
1970[1] 3216

Ortsbild[Bearbeiten]

Kirchengebäude[Bearbeiten]

Die örtliche Kirche mit frühgotischem Turm erhielt 1881 ihr heutiges Kirchenschiff. Wegen maroden Stellen an diesem wurde es 2008 neu ummantelt. Seit 2001 erzeugt das Dach der evangelischen Kirche Strom aus Sonnenenergie.

Gewerbegebiet "Hilschen"[Bearbeiten]

Seit 2008 gibt es ein neues Gewerbegebiet im Ortsteil, "Hilschen" (im örtlichen Dialekt Bezeichnung für die Gemarkung "Am Hölzchen"). Die Nähe zum Volkswagen-Werk soll besonders Unternehmen der Logistik- und Zulieferindustrie Raum für Neuansiedlungen bieten.

Schule[Bearbeiten]

In Elgershauen gibt es eine Grundschule für die Kinder im Ort. An ihr unterrichten zurzeit acht Lehrer. Eine große Spiellandschaft ist auf dem Schulhof vorhanden. Unterrichtet werden ca. 120 Kinder. Geleitet wird die Schule von Anette Diethold- Kleim

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ort gibt es mit dem Elgerhaus eine Veranstaltungs- und mit der Goldberghalle eine Sporthalle, eine Gemeindebücherei sowie eine Grillhütte.

Sonstiges[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  2. a b c M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990