Erdmann & Rossi

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Erdmann & Rossi war ein deutscher Stellmacherbetrieb in Berlin.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Betrieb wurde 1898 von Willy Erdmann zur Herstellung von Kutschen gegründet. 1906 trat der Automobilverkäufer Eduard Rossi in das Unternehmen ein. Von diesem Zeitpunkt an bot man Aufbauten für Automobile an. 1909 verunglückte Rossi tödlich und Erdmann zog sich aus dem Unternehmen zurück. Der Hauptbuchhalter Friedrich Peters übernahm die Firma seiner bisherigen Chefs.

Im Ersten Weltkrieg wurden Post- und Sanitätsfahrzeuge hergestellt und Karosseriereparaturen ausgeführt. In den 1920er- und 1930er-Jahren spezialisierte man sich auf Luxusaufbauten deutscher und ausländischer Automobilhersteller und übernahm zusätzlich die deutsche Vertretung von Rolls-Royce- und Bentley-PKWs. Etwa 200 Arbeiter stellten zwei bis drei Karosserien pro Woche fertig. Bekannte Einzelanfertigungen für Königshäuser entstanden, beispielsweise für Prinz Bernhard der Niederlande oder den König des Irak. 1933 wurde der Konkurrent Wagenfabrik Jos. Neuss in Berlin-Halensee übernommen. Als Friedrich Peters 1937 starb, übernahm sein Bruder Richard Peters das Unternehmen.

1949 entstand die letzte Karosserie aus eigener Fertigung auf dem Fahrgestell eines Maybach SW 42. Seither ist die Firma nur noch mit Karosseriereparaturen beschäftigt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Werner Oswald: Deutsche Autos Band 2 - 1920-1945. 2. Neuauflage, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02170-6

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