Lufthansa

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Dieser Artikel behandelt die Deutsche Lufthansa AG. Zur Lufthansa der DDR siehe Deutsche Lufthansa (DDR).
Deutsche Lufthansa AG
Logo der Lufthansa
Airbus A380-800 der Lufthansa
IATA-Code: LH
ICAO-Code: DLH
Rufzeichen: LUFTHANSA
Gründung: 1926
Auflösung: 1945
Neugründung: 1953
Sitz: Köln,[1] DeutschlandDeutschland Deutschland
Drehkreuz:
Heimatflughafen: Frankfurt am Main
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
ISIN: DE0008232125
IATA-Prefixcode: 220 (LH Cargo: 020)
Leitung: Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiterzahl: 117.416 (30. Juni 2012) [2]
Umsatz: 30,1 Milliarden € (2012)
Bilanzsumme: 28,419 Milliarden € (2012)[3]
Gewinn: 990 Millionen € (2012)
Fluggastaufkommen: 103,1 Millionen (2012) gesamter Konzern
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 650 (+ 296 Bestellungen) inkl. Tochtergesellschaften
Ziele: 217 (national und international)[4]
Webseite: lufthansa.com

Die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz in Köln ist einer der größten weltweit agierenden Konzerne in der zivilen Luftfahrt. Der Konzern entwickelte sich Mitte der 1990er Jahre aus der Linienfluggesellschaft mit der Marke Lufthansa. Diese wird weiterhin von der Deutschen Lufthansa AG als Alleineigentümerin und zugleich Obergesellschaft des heutigen Konzerns betrieben, allerdings nur noch als reine Passagierlinienfluggesellschaft mit Frankfurt am Main als Heimatflughafen. Konzernintern wird diese größte Fluggesellschaft in Deutschland als Lufthansa Passage Airlines bezeichnet. Das Luftfrachtgeschäft wurde 1994 der Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo AG, die Luftfahrzeug-Instandhaltung der Lufthansa Technik AG (LHT) übertragen. Das Catering wird von der ebenfalls konzerneigenen LSG Lufthansa Service Holding AG unter dem Markennamen LSG Sky Chefs betrieben. Die Deutsche Lufthansa AG ist Initiatorin und Gründungsmitglied der Star Alliance, der weltweit größten Luftfahrt-Allianz.

Während der Konzern einschließlich Lufthansa Passage Airlines gesellschaftsrechtlich unmittelbar von der Deutschen Lufthansa AG geleitet wird, werden seine formalrechtlich eigenständigen Tochtergesellschaften indirekt über die dortigen Aufsichts- und Vorstandsgremien geführt. Hauptgeschäftsfeld des weit gefächerten Luftfahrtkonzerns Deutsche Lufthansa AG bleibt der Linienflugverkehr. Zu den zahlreichen Tochtergesellschaften und Subunternehmen des Konzerns gehören unter anderem Germanwings, Swiss und die Austrian Airlines Group sowie die Fluggesellschaften der Dachmarke Lufthansa Regional. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an mehreren ausländischen Fluggesellschaften. Die einst zu Lufthansa gehörende Fluggesellschaft Condor wurde 1997 aus dem Konzern ausgegliedert und 2006 verkauft, behielt aber ihre Mitgliedschaft im Lufthansa-Vielfliegerprogramm Miles & More.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Lufthansa

Die Geschichte des heutigen Luftfahrtunternehmens Deutsche Lufthansa AG wird rechtlich unzutreffend gemeinhin als Entwicklung von der anfänglichen Linienfluggesellschaft 1926 bis zum heutigen Großkonzern dargestellt. Da es sich bei der heutigen Deutschen Lufthansa AG nicht um eine Rechtsnachfolgerin der „alten“ Deutschen Lufthansa AG handelt, sind zwei Zeiträume zu betrachten:

  • der Zeitraum von der Gründung der namensgleichen Vorgängergesellschaft Deutsche Lufthansa AG – anfangs unter dem Namen Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft – am 6. Januar 1926 (Betriebsaufnahme am 6. April 1926) bis zum Ende des NS-Regimes 1945 (im juristischen Sinne bis zur Liquidation im Jahr 1951) und zum anderen
  • der Zeitraum seit Gründung der „Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf“ (LUFTAG) 1953.

Erst 1954 wurde die LUFTAG im Anschluss an den Erwerb der Rechte am traditionsreichen Firmennamen Lufthansa in Deutsche Lufthansa AG umbenannt. In keiner Beziehung stand die Deutsche Lufthansa AG mit der am 1. Juli 1955 gegründeten Deutschen Lufthansa in der DDR. Ebenfalls im rechtlichen Sinne unzutreffend wird der erste Linienflug mit einem Flugzeug der „neuen“ Deutschen Lufthansa AG am 1. April 1955 gemeinhin als „Neubeginn“ der unter dem Markennamen Lufthansa operierenden Fluggesellschaft angesehen.

Die „neue“ Deutsche Lufthansa AG war bis 1962 zu fast 100 Prozent in staatlichem Besitz. 1966 wurde die Lufthansa-Aktie erstmals an der Börse gehandelt. Bis 1994 war „die Lufthansa“ der offizielle Flagcarrier der Bundesrepublik Deutschland. Dann reduzierte die öffentliche Hand ihren Anteil von über 50 Prozent auf 34 Prozent der Aktien. Seit 1997 ist die Deutsche Lufthansa AG vollständig privatisiert. Die offizielle Bezeichnung Deutsche Lufthansa AG umfasst seitdem den gesamten Luftfahrt-Konzern, wobei die Passagierbeförderung im Linienflugbetrieb weiterhin das Kerngeschäft (intern auch Lufthansa Classic) des Konzerns ist. Zu diesem Geschäftsfeld „Passage“ gehören neben der Fluggesellschaft Lufthansa auch zahlreiche weitere konzerneigene Fluggesellschaften.

Konzernübersicht[Bearbeiten]

Konzernzentrale der Lufthansa in Köln (Lage50.9414246.981146)
Das Lufthansa Aviation Center (Lage50.0487488.555624)

Der Konzernvorstand steuert mit den vier Ressorts Vorstandsvorsitz, Vorstand Lufthansa Passage, Finanzen sowie Verbund-Airlines und Konzern-Personalpolitik die gesamte Unternehmensgruppe. Vorstandsvorsitzender der AG ist seit dem 1. Januar 2011 Christoph Franz, Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Wolfgang Mayrhuber. Unternehmenssitz und Hauptverwaltung des Luftfahrt-Konzerns Deutsche Lufthansa AG befinden sich in Köln. Die Geschicke des Konzerns werden jedoch im 2005 eröffneten Lufthansa Aviation Center am Flughafen Frankfurt geleitet.[5] Dort sind alle dem operativen Geschäft nahen Abteilungen untergebracht. In der Hauptverwaltung in Köln, deren Neubau 2007 in Köln-Deutz eröffnet wurde, sind rund 800 Lufthanseaten aus dem Ressort Finanzen untergebracht.[6] Die übrigen Abteilungen wurden bereits in den 1980er Jahren, teilweise gegen den Widerstand der Mitarbeiter, vom Rhein an den Main verlegt.[7]

Am 31. Dezember 2009 beschäftigte der Konzern 117.521[8] (31. Dezember 2008: 107.800[9] / 31. Dezember 2007: 105.261) Mitarbeiter mit 155 Nationalitäten (in Deutschland 64.434 Mitarbeiter mit 126 Nationalitäten).[10] Damit gehört die Deutsche Lufthansa AG zu den wenigen Unternehmen der Zivilluftfahrtbranche mit deutlichem Personalzuwachs. Anders als viele andere (ehemalige) Flagcarrier in Europa ist die Deutsche Lufthansa AG heute mehrheitlich in Privatbesitz. Mit weltweit über 400 Konzern- und Beteiligungsgesellschaften ist die Aktiengesellschaft einer der größten Konzerne in der Zivilluftfahrtbranche.

Die Konzernstruktur mit dem Kerngeschäft der Passagierbeförderung gliedert sich in fünf Geschäftsfelder:

Daneben unterhält der Konzern diverse Service- und Finanzgesellschaften

Die Konzernpolitik umfasst insbesondere zwei kurz- bis mittelfristige Reformprogramme (Stand 20. September 2007): Unter der konzerninternen Bezeichnung „Upgrade“ werden konzernweit Potenziale zur Qualitätsoptimierung ermittelt. Um Synergiepotenziale im weitverzweigten Konzern effektiver zu nutzen, sollen insbesondere die Management-Bereiche Einkauf, Controlling und Immobilienmanagement der größeren Tochtergesellschaften (z. B. Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo) zentralisiert werden.[11]

Die herausgehobene Stellung des Luftfahrt-Konzerns im internationalen Luftverkehr zeigt der Spitzenplatz bei der Zahl der von IATA-Fluggesellschaften beförderten Passagiere im Jahr 2003 sowie der erste Platz der Lufthansa Cargo bei der beförderten Luftfrachtmenge (2005). Die Zahl der konzernweit beförderten Fluggäste beläuft sich auf 70,5 Millionen (2008). Der Konzern Deutsche Lufthansa AG ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Marktkapitalisierung der Lufthansa beträgt 5,637 Milliarden Euro (Stand 2. November 2009), eingeteilt in 457,9 Millionen Stückaktien.[12] Diese sind gemäß dem Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz, welches seit September 1997 bei der Lufthansa Anwendung findet, als vinkulierte Namensaktien ausgegeben, wodurch die Kontrolle des Aktionärskreises ermöglicht wird.[13][14] Auf Grund von Bemühungen um Nachhaltigkeit wurde sie in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen, aus dem sie 2010 wieder ausgeschlossen wurde.[15]

Anlässlich der Registrierung der Teilnehmer an der Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG im April 2007 war festgestellt worden, dass 45,75 Prozent der Aktionäre Anteilseigner sind, die als natürliche Personen nicht Staatsbürger eines EU-Staates sind oder als juristische Personen ihren Sitz außerhalb der EU haben. Da ihr Anteil gemäß der staatlichen Betriebsgenehmigung nicht mehr als 50 Prozent des Gesellschaftskapitals betragen darf und die internationalen, außereuropäischen Luftverkehrsrechte ebenfalls unter dieser Bedingung gewährt wurden, ist der Vorstand der AG gehalten, darauf zu achten, dass die 50-Prozent-Marke nicht überschritten wird. Bislang vertraut die Geschäftsführung darauf, dass sich der Anteil im Rahmen des marktüblichen Handels mit Lufthansa-Aktien von selbst innerhalb dieser Vorgabe hält[16] und eine Verweigerung der Übertragung der vinkulierten Namensaktien in bestimmten Fällen nicht notwendig wird.[14]

Geschäftsfelder des Konzerns[Bearbeiten]

Subunternehmen und Beteiligungen an anderen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns, Stand: Oktober 2012
Basisdaten
Sitzladefaktor 78,8 Prozent (2012)
Frachtaufkommen 1,972 Millionen Tonnen (2012)
Fracht-Nutzladefaktor 66,9 Prozent (2012)
Flüge 1.033.588 (2012)
Konzernergebnisse[3]
  • 0717 Millionen € (2002)
  • – 984 Millionen € (2003)
  • 0404 Millionen € (2004)
  • 0453 Millionen € (2005)
  • 0803 Millionen € (2006)
  • 1.655 Millionen € (2007)
  • 0542 Millionen € (2008)
  • – 34 Millionen € (2009)
  • 1.131 Millionen € (2010)
  • – 13 Millionen € (2011)
  • 990 Millionen € (2012)
  • 313 Millionen € (2013)
Region Anteil an den
Verkehrserlösen 2012[17]
Anteil an den
Verkehrserlösen 2009[18]
Europa 64,5 48,1
Nordamerika 14,1 20,9
Asien/Pazifik 13,7 18,4
Afrika 1,8 4,9
Mittel- Südamerika 2,9 3,6
Nahost 3,0 4,1

Passagierbeförderung[Bearbeiten]

Der Bereich Passagierbeförderung macht mit Stand zum 31. Dezember 2012 75,8 Prozent des Konzern-Umsatzes aus. Zu diesen Zahlen tragen die rechts abgebildeten Linienfluggesellschaften und Allianzen bei.

Die heutige Passagierlinienfluggesellschaft unter dem Markennamen „Lufthansa“ (konzerninterne Bezeichnung: Lufthansa Passage Airlines) ist im Konzern Deutsche Lufthansa AG die größte Einzelgesellschaft. Im Oktober 2012 hat die Lufthansa ihre Strategie bei der Passagierbeförderung geändert. Die Kurz- und Mittelstreckenflüge abseits der Drehkreuze Frankfurt und München werden seitdem sukzessive an die Tochtergesellschaft Germanwings übergeben. Die Kernmarke Lufthansa konzentriert sich auf alle Flüge ab Frankfurt und München sowie die Langstrecken ab Düsseldorf.[19]

Seit 1. Juli 2007[20] ist der Lufthansa-Konzern Alleineigentümer der Swiss International Air Lines. Zuvor gehörte die Swiss aus rechtlichen Gründen bis zur Neuaushandlung bilateraler Luftverkehrsrechte (insbesondere Landerechten) zwischen der Schweiz und insgesamt mehr als 140 außereuropäischen Ländern nur zu 49 Prozent dem Lufthansa-Konzern. Die restlichen 51 Prozent verblieben auf Grund einer Nationalitätsklausel (Mehrheitseigentümer mussten aus der Schweiz stammen) zwar bei der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schweizer Stiftung Almea, jedoch hatte der Lufthansa-Konzern schon damals aufgrund vertraglicher Regelungen bereits die operative Entscheidungsmacht inne. Almea und Lufthansa waren in diesem Verhältnis (51:49) Eigentümer der AirTrust AG, die wiederum Alleineigentümerin der Swiss war. Somit galt die Swiss als Schweizer Unternehmen und konnte so die vorhandenen Verkehrsrechte in den Ländern außerhalb der Europäischen Union beibehalten, die seit jeher weltweit zwischenstaatlich geregelt und nicht an andere Staaten veräußert werden.

Am 5. Dezember 2008 gab die Lufthansa bekannt, nach langen Verhandlungen die Austrian Airlines zu übernehmen. Der geringe Kaufpreis von 366.000 Euro für den 42-prozentigen Anteil der ÖIAG resultiert in der daran gekoppelten Übernahme von mindestens 500 Millionen Euro Schulden der finanziell angeschlagenen österreichischen Gesellschaft.[21] Damit steigt die Lufthansa zur größten Airline Europas (vor Air France-KLM) auf. Die Übernahme erfolgte zum 3. September 2009, als die Lufthansa mehr als 90 Prozent des Aktienkapitals von Austrian Airlines hielt. Die restlichen Aktien übernahm die Lufthansa zum 4. Februar 2010.[22]

Flugzeug des Typs Embraer 190 der Lufthansa CityLine in Lufthansa-Regional-Lackierung.

Unter der Marke Lufthansa Regional führen die drei Tochterunternehmen Air Dolomiti, Eurowings und Lufthansa CityLine Regional- und Zubringerflüge für die Lufthansa durch. Die deutsche Regionalfluggesellschaft Eurowings Luftverkehrs AG wurde im August 2011 zu 100 % übernommen. Aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung mit einem Treuhänder des vorherigen Mehrheitsaktionärs Albrecht Knauf verfügte der Lufthansa-Konzern aber bereits seit 2005 über die wirtschaftliche Kontrolle.

Die Lufthansa ist seit einigen Jahren zu 50 Prozent an dem türkischen Ferienflieger SunExpress beteiligt (die anderen 50 Prozent gehören Turkish Airlines). Die Beteiligung wird – ähnlich wie bmi war – nicht in das Konzernergebnis konsolidiert.[23]

Seit September 2008 hält Lufthansa 45 Prozent der Anteile an Brussels Airlines.[24] Lufthansa besitzt eine Option, auch die restlichen 55 Prozent zu erwerben. [25] Trotz Freigabe durch den Aufsichtsrat und die EU-Kommission möchte Lufthansa die Übernahme erst durchführen, wenn bei Brussels Airlines der wirtschaftliche „Turnaround abgeschlossen ist“.[26][27]

Am 13. Dezember 2007 gab Lufthansa bekannt, einen Anteil von 19 Prozent an JetBlue Airways zu erwerben. Die zwei Unternehmen haben sich geeinigt, dass Lufthansa 42 Millionen neu emittierte Aktien übernimmt. Der Kauf wurde im 1. Quartal 2008 vollendet. Lufthansa sichert sich damit einen Sitz im Aufsichtsrat der JetBlue.[28] Mit diesem Zukauf macht die Lufthansa AG ihren Star-Alliance-Kooperationspartnern direkte Konkurrenz, insbesondere an der Ostküste der USA.[29]

An der luxemburgischen Fluggesellschaft Luxair ist der Lufthansa-Konzern mit 13 Prozent beteiligt.[30]

Die Fluggesellschaften unter der Marke „Lufthansa“[Bearbeiten]

Im Unterschied zu den übrigen zum Lufthansa-Konzern gehörenden Fluggesellschaften agieren die als Deutsche Lufthansa AG firmierende Lufthansa sowie die zwei Tochtergesellschaften Lufthansa CityLine GmbH und Lufthansa Cargo AG unter der Corporate Identity des Markenzeichens „Lufthansa“. In der werbestrategischen Außendarstellung ihrer Verkehrsdienstleistungen knüpft ihre Corporate Identity an die bis Mitte der 1990er Jahre ausschließlich von der Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa AG geprägte Marke „Lufthansa“ an. Die Fluggesellschaft Lufthansa wurde im August 2007 unter den gewinnstärksten Fluggesellschaften der Welt an sechster Stelle geführt.[31]

Drehkreuze und Operationsbasen[Bearbeiten]
Check-in-Automaten der Lufthansa in München

Lufthansa betreibt vier übergeordnete Drehkreuze:[32]

  • Der Lufthansa-Heimatflughafen Frankfurt am Main ist das größte Drehkreuz der Fluggesellschaft, von hier aus starten die meisten interkontinentalen Flüge.
  • Am Flughafen München starten und landen die meisten kontinentalen sowie viele interkontinentale Flüge.
  • Der Flughafen Düsseldorf ist das dritte Drehkreuz in Deutschland und bietet interkontinentale Flüge nach Nordamerika
  • Der Flughafen Zürich wird vor allem durch die Tochtergesellschaft Swiss genutzt.

Weitere Drehkreuze der Tochtergesellschaften befinden sich

Eine weitere wichtige Operationsbase war Mailand-Malpensa für die Tochtergesellschaft Lufthansa Italia, die dort 2009 ihren Flugbetrieb aufnahm und 2011 wieder einstellte.

Seit Juni 2012 ist Berlin ein Drehkreuz der Lufthansa. Sie hat ihr Streckenangebot ab Berlin von 8 auf 39 Strecken erweitert. Bis zur Eröffnung des neuen Flughafen Berlin Brandenburg finden die Flüge ab Berlin-Tegel statt. Die Anzahl der stationierten Flugzeuge stieg von 8 auf 15. Zu den neuen Strecken gehören unter anderem Barcelona, Palma de Mallorca, Lyon und Tel Aviv. Im weiteren Verlauf kündigte die Lufthansa intern auf der Touristikmesse ITB im Jahr 2012 Kapazitätserweiterungen auf bis zu 100 Ziele inklusive einer Chance auf Langstrecken an. Abhängig ist dies jedoch von der Wirtschaftslage, den Bedingungen europäischer Fluggesellschaften, der Nachfrage und den Streckennetzen andere Carrier in Berlin. Ab 2013 werden alle Europa- und Nahoststrecken der Lufthansa, die außerhalb der großen Drehkreuze Frankfurt am Main und München starten (z. B. ab Berlin, Hamburg, Düsseldorf), von der Low-Cost-Tochter Germanwings übernommen.

Streckennetz[Bearbeiten]
Drei Flugzeuge der Lufthansa an der Heimatbasis in Frankfurt

Lufthansa fliegt von ihren beiden Drehkreuzen in Frankfurt (157 Ziele) und München (110 Ziele) eine Vielzahl von Destinationen innerhalb Europas sowie in Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten an. Ab Düsseldorf (53 Ziele) werden zudem derzeit Chicago und Newark bei New York City bedient. Den australischen Kontinent inklusive Neuseeland fliegt Lufthansa nicht mehr selbst an, sondern bedient diese Fernverbindungen in Kooperation mit ihren Star-Alliance-Partnern über deren Drehkreuze in Singapur (Singapore Airlines), Hongkong (Air New Zealand), Bangkok (Thai Airways), Los Angeles und San Francisco (United Airlines). Die letzte von Lufthansa selbst durchgeführte Australien-Verbindung bestand von Sommerflugplan 1994 bis zum Ende des Sommerflugplans 1995 dreimal wöchentlich von Frankfurt (LH796/LH797) über Bangkok nach Sydney und zurück. Zum Einsatz kam dabei eine Boeing 767 aus der Flotte von Condor.

Längster regulärer Nonstop-Passagierflug (gemessen an der Flugzeit) ist die Verbindung von Frankfurt nach Buenos Aires (13:15 Stunden, Entfernung 11.515 km), gefolgt von Frankfurt nach Singapur (12:51 Stunden, 10.284 km) sowie mit 12:35 Stunden Flugzeit die Strecken München-Los Angeles (9.625 km) und München-São Paulo (9.868 km).[33]

Am 19. Januar 2011 stellte die Lufthansa einen neuen Nonstop-Rekord auf. Der Airbus A340-600 Lübeck (D-AIHF) flog Kreuzfahrtpassagiere mit einer Flugzeit von 14:48 Stunden von München (MUC) nach Honolulu (HNL) und überbot damit den vorherigen Rekord aus dem Jahr 2010 um fünf Minuten, als ein Airbus A340-600 der Lufthansa ebenfalls im Kreuzfahrtcharter von München nach Santiago de Chile (SCL) flog.[34]

Flugnummernsystem[Bearbeiten]

Alle drei Fluggesellschaften unter der Marke Lufthansa, also einschließlich der Lufthansa Cargo AG, führen ihre Flüge unter dem IATA-Code LH durch. Die der Ticketnummer bei Passagierflügen unter der Marke Lufthansa vorangestellte Präfix-Nummer lautet 220. Der ICAO-Code für die Deutsche Lufthansa AG lautet DLH, der für die Lufthansa Cargo AG lautet GEC.

LH-Flüge, die im Codesharing mit anderen Fluggesellschaften, insbesondere im Rahmen der Star Alliance, durchgeführt werden, tragen Flugnummern zwischen 8516 und 9799. Wer also zum Beispiel einen Flug „mit Lufthansa“ von Frankfurt (IATA-Flughafencode: FRA) nach Sydney (SYD) gebucht hat, wird, falls die Flugnummer zwischen 8516 und 9799 ist, z. B. von Bordpersonal der Thai Airways International („Thai“) „im Namen von Thai Airways International und Lufthansa“ an Bord von Flugzeugen der Thai begrüßt und betreut.

Die Flugnummern werden nach einem festen Schema verteilt. So haben Frühflüge stets eine kleinere Nummer als Flüge auf der gleichen Strecke später am Tage.[35] Innerdeutsche Flüge von Frankfurt aus – bei internationalen Flügen von ganz Deutschland aus – haben immer eine gerade Endziffer, innerdeutsche Flüge nach Frankfurt und sämtliche internationalen Flüge nach Deutschland grundsätzlich eine ungerade.

Im Interkontinentalverkehr gilt unverändert:

Flugnummer für Flüge von und nach
LH400 – LH499 Nordamerika (Kanada, USA, Mexiko)
LH500 – LH599 Afrika und Südamerika
LH600 – LH699 Naher Osten (mit Ausnahmen)
LH700 – LH799 Asien

Bis Oktober 2010 hatten innerdeutsche Verbindungen eine Flugnummer zwischen 001 (Frühflug Hamburg–Frankfurt) und 399 oder zwischen 800 und 1399. Die Bereiche 2630–2679 und 3000–4999 waren für innereuropäische Verbindungen reserviert.[35]

Die Nummern LH6786 bis LH6838 waren Zugverbindungen zugeordnet, die in Kooperation zwischen der Deutschen Lufthansa AG und der Deutschen Bahn mit ICE-Zügen zwischen dem Flughafen Frankfurt einerseits und Köln Hbf und Stuttgart Hbf andererseits durchgeführt werden. Diese „Flüge“ erhalten ab November 2010 Nummern aus dem FRA-Bereich LH340 bis LH399.

Zum 31. Oktober 2010 wurden die Flugnummern komplett umorganisiert. Unverändert bleiben die Interkontinental-Flugnummern 400–799 (siehe oben) und Hamburg ↔ Frankfurt ↔ Berlin. Die neuen Flugnummern spiegeln die seit einiger Zeit bestehende Organisation der LH-Flüge nach Drehkreuzen und Regionen wider.

Die „Hauptaussage“ der Flugnummern wurde also verschoben, von „Zielgebiet“ (Kontinent) zu „Abgangsort“ oder „LH-Organisationseinheit“ (z. B. London – Frankfurt LH901 ff., London – München LH2471 ff., London – Hamburg LH3391 ff.).

Im Einzelnen sieht das Schema jetzt so aus:

Nummern Linie, Zweck und Ziel Drehkreuz oder Region
LH001 – LH399 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) FRA
LH400 – LH799 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Interkontinentalverkehr Alle
LH800 – LH1499 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) FRA
LH1600 – LH2599 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) MUC
LH2700 – LH2909 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) Andere innerdeutsche
LH2920 – LH3499 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) Andere Europa
LH3610 – LH3789 Planmäßige Flüge der Lufthansa Passage im Kontinentalverkehr (inklusive Bodentransporte und Charter) Italien (MXP)
LH3800 – LH5325 Reserve für künftige Expansionen -
LH5326 – LH7999 Codeshare der Lufthansa Passage Alle
LH6000 Suffix1) – LH7999 Suffix Parallele Nutzung von Flugnummern mit einem Suffix für LKW-Dienste der Lufthansa Cargo Alle
LH8000 – LH8515 Flüge der Lufthansa Cargo Alle
LH8516 – LH9799 Codeshare der Lufthansa Passage Alle
LH9800 – LH9999 Flugnummern für Spezialflüge (z. B. Trainings- und Werkstattflüge) Alle

1) Seit 2009 gelten für alle LKW-Dienste Suffix-Flugnummern, bei denen an die Flugnummer ein Buchstabe angehängt wird, z. B. „LH7000A“. Dadurch können die bisherigen Cargo-Flugnummern im Bereich von 7000 bis 7999 parallel genutzt werden:

  • ohne Suffix von Lufthansa Passage
  • mit Suffix von Lufthansa Cargo.

Flotte[Bearbeiten]

Unter dem Markenzeichen Lufthansa betreibt der Konzern Deutsche Lufthansa AG die Flotten der Lufthansa (genauer Lufthansa Passage Airlines), der Lufthansa CityLine und der Lufthansa Cargo. Hinzu kommen die Flotten der Tochtergesellschaften des Lufthansa-Konzerns.

126 Flugzeuge der Kernflotte sind seit Sommer 2008 auf dem Flughafen München stationiert, davon sind drei Typen Langstreckenflugzeuge der Reihe Airbus A330, acht A340-300 und dreizehn A340-600. Weitere drei A340-300 sind in Düsseldorf stationiert. Ansonsten operiert die gesamte Langstreckenflotte, darunter alle Boeing 747 und Airbus A380, von Frankfurt aus.

Am 14. März 2013 gab die Lufthansa die Bestellung von hundert A320 und von zwei weiteren A380 bekannt.[36] Am 19. September 2013 unterzeichnete Lufthansa eine Bestellung über 25 A350-900 sowie 30 Optionen, u. a. auch auf das größere Modell A350-1000.[37]

Bis Ende 2012 wurde im Hinblick auf die reduzierten Wachstumspläne die Ausmusterung von insgesamt 38 Kurz- und Langstreckenflugzeugen angekündigt, darunter alle Avro RJ85 und mehrere Airbus A340-300. Bis 2016 sollen die Boeing 737-300 und 737-500 ausgemustert werden.[38][39] Der letzte Avro RJ85 wurde von Lufthansa CityLine am 27. August 2012 ausgemustert.[40]

Flotte der Lufthansa Passage[Bearbeiten]
Ein Airbus A320-200 der Lufthansa
Airbus A321-100 in Lufthansa Retro-Lackierung
Ein Airbus A340-600 der Lufthansa
Eine Boeing 737-300 der Lufthansa
Eine Boeing 747-8 der Lufthansa

Stand: 6. April 2014[41]

Flugzeugtyp aktiv[41] bestellt[42][43] Anmerkungen Optionen[44] Sitzplätze[45]
(First/Business/Eco)
Airbus A319-100 032 001 Auslieferung vsl. 2015; 1 in Star Alliance-Lackierung 138
Airbus A320-200 059 036 15 mit Sharklets ausgestattet; 1 in Star Alliance- Lackierung 168
Airbus A320neo 060 - offen -
Airbus A321-100 020 1 in Retro-Lackierung 200
Airbus A321-200 042 002 1 in Star Alliance-Lackierung, 1 in Retro-Lackierung 200
Airbus A321neo 00 040 Auslieferung vsl. ab 2016 0 - offen -
Airbus A330-300 018 001 Auslieferung vsl. 2014 02 221 (8/48/165)
217 (8/48/161)
Airbus A340-300 018 1 in Star Alliance-Lackierung 221 (8/48/165)
241 (8/36/197)
266 (-/44/222)
Airbus A340-600 024 326 (8/48/270)
306 (8/60/238)
Airbus A350-900 025 Auslieferung vsl. ab 2016 30 - offen -
Airbus A380-800 011 003 Auslieferung vsl. 2014 (1) und 2015 (2) 526 (8/98/420)
Boeing 737-300 09 Sukzessive Ausmusterung bis vsl. 2015[46] 140
Boeing 737-500 013 120
Boeing 737-BBJ2 003 betrieben durch PrivatAir auf Langstrecken ab Frankfurt 92 (-/32/60)
Boeing 747-400 019 330 (8/80/242)
352 (8/66/278)
Boeing 747-8 012 007 ab 2014 mit neuer Premium economy class. Auslieferung 2014 (5) und 2015 (4)[47] 362 (8/92/262)
Boeing 777-9X 034 Auslieferung vsl. ab 2020[48] - offen -
Summe Lufthansa Passage 280 214 62
Flotten der Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Stand: 12. Februar 2014

Fluggesellschaft aktiv bestellt Anmerkungen
Air Dolomiti[49] 010 fliegt für Lufthansa Regional sowie per Codesharing für Lufthansa
Austrian Airlines[50] 077 bis auf OE-LPB werden alle Flugzeuge von Tyrolean Airways betrieben.
Brussels Airlines[51] 045
Eurowings[52] 023 fliegt für Lufthansa Regional und Germanwings
Germanwings[53] 043 0039
Lufthansa CityLine[54] 062 fliegt für Lufthansa Regional
Lufthansa Cargo[55] 018 003 Frachtfluggesellschaft
Swiss International Air Lines[56] 072 010
Swiss European Air Lines[57] 020 030 Tochtergesellschaft der Swiss International Air Lines
Summe Tochtergesellschaften 370 082
Flottenpolitik[Bearbeiten]

Die Flotte der Lufthansa Passage inklusive der Lufthansa Cargo hat mit Stand Oktober 2013 ein Durchschnittsalter von 12,4 Jahren[58].

Als einflussreicher Großkunde und Erstbesteller (Launch Customer) hat die Deutsche Lufthansa AG die Entwicklung der Boeing-Flugzeuge 737-100 und -300, der 747-400 und -8I sowie der Airbus-Typen A310, A340 und A380 entscheidend mitbeeinflusst. Insbesondere beim Verbrauch des kostenintensiven Kerosins können durch den Einsatz modernster Flugzeuge der neuesten Generation erhebliche Einsparungen im Bereich der variablen Kosten erreicht werden. Der durchschnittliche Verbrauch der Lufthansa-Flotte wurde von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) für das Jahr 2004 mit 4,29 Litern je 100 Passagierkilometer angegeben. Ein durchschnittlicher Verbrauch von drei Litern gehört zu den erklärten Unternehmenszielen des Lufthansa-Konzerns.

Luftfahrzeugkennzeichen[Bearbeiten]

Bei den jeweiligen Luftfahrzeugkennzeichen der in Deutschland in der Luftfahrzeugrolle eingetragenen Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (zum Beispiel D-AIKJ) besteht eine – verbindliche – Systematik nur bei den ersten beiden Buchstaben. Der Buchstabe vor dem Bindestrich ist das Staatszugehörigkeitszeichen (ein „D“ für die Bundesrepublik Deutschland), der erste Buchstabe nach dem Bindestrich gibt Auskunft darüber, in welchem Bereich das Höchstabfluggewicht liegt (zum Beispiel „A“ für Flugzeuge mit einer höchstzulässigen Startmasse von mehr als 20 Tonnen). Die Kennzeichen-Vergabe erfolgt in Deutschland durch das Luftfahrt-Bundesamt. Ähnlich wie bei der Vergabe von Kfz-Kennzeichen kann bei der Vergabe der letzten drei Buchstaben gegebenenfalls auf etwaige „Kundenwünsche“ der Lufthansa eingegangen werden, falls die gewünschte Buchstabenkombination noch nicht vergeben ist. Tatsächlich wird der Lufthansa seit geraumer Zeit folgender „Kundenwunsch“ vom Luftfahrt-Bundesamt erfüllt: Der zweite Buchstabe nach dem Bindestrich soll auf den jeweiligen Flugzeughersteller beziehungsweise die Konzerngesellschaft schließen lassen können, der dritte auf den Flugzeugtyp, der vierte läuft bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Verzicht auf Buchstabenkombinationen wie SA, SS, HJ…) durch (siehe folgende Tabelle).

Kennungsschlüssel der Lufthansa-Flotte
Lufthansa Passage Lufthansa Cargo Zwischenzeitlich ausgemusterte Flugzeugtypen
  • D-AI = Airbus
    • D-AIL/
      D-AIB = A319-100 (ab '09)
    • D-AIP/
      D-AIQ/
      D-AIZ/
      D-AIU = A320-200 (IZ ab '09, IU ab '14)
    • D-AIR = A321-100
    • D-AIS
      D-AID = A321-200
    • D-AIK = A330-300
    • D-AIG/
      D-AIF = A340-300
    • D-AIH = A340-600
    • D-AIM = A380-800
  • D-AB = Boeing
    • D-ABE/
      D-ABX = B737-300
    • D-ABI/
      D-ABJ = B737-500
    • D-ABV = B747-400
    • D-ABT = B747-400M (und die letzten beiden -400 [D-ABTK und L])
    • D-ABY = B747-8
  • D-AP = von Privatair geleaste Flugzeuge
  • D-AL = Lufthansa Cargo
    • D-ALC = MD-11F
    • D-ALF = B777-200F
  • D-AI = Airbus
    • D-AIA = A300B2, später A300B4-600
    • D-AIB = A300B4-2C, später A340-200
    • D-AIC = A310-200
    • D-AID = A310-300
    • D-AIC = A320-200 (ehemalige Tochtergesellschaft Condor-Berlin)
    • D-AIM = A330-200; A340-300 (von Sabena und Swissair geleast)
    • D-AIT = A300 (von Trans Australia geleast)
  • D-AB = Boeing
    • D-ABO/D-ABU = B707 und B720
    • D-ABI = B727-100
    • D-AB_I = B727-200 (und die letzte -100 [D-ABBI])
    • D-ABK = B727-200, später B737-400
    • D-ABE = B737-100
    • D-AB_E = B737-200QC
    • D-ABF/D-ABH/D-ABM = 737-200B
    • D-ABY = B747-100/200
    • D-ABZ = B747-200
    • D-ABW = B737-300 (von Condor bestellt, Einsatz später auch bei German Cargo und LH Passage)
    • Condor-Flotte (ehemalige Tochtergesellschaft):
    • D-ABN = B757-200
    • D-ABO = B757-300
    • D-ABU = B767-300ER
  • D-AC = Convair
  • D-AD = Douglas
    • D-ADU = DC-8
    • D-AD_O = DC-10
  • D-AF = Fokker
    • D-AFK = Fokker 50
  • D-AC = CRJ 100 + 200
    • D-ACH/L/J (Lufthansa CityLine)
    • D-ACS = CRJ 700 (Eurowings)
    • D-ACR = CRJ 200 (Eurowings)
  • D-AV = BAe/Avro
    • D-AVR = ARJ 85 (Lufthansa CityLine)
  • D-AL = Lockheed
  • D-AN = Vickers
Lufthansa CityLine
  • D-AC = Bombardier Canadair Jets
    • D-ACP = CRJ700
    • D-ACK = CRJ900
  • D-AE = Embraer E-Jets
    • D-AEB = ERJ 195[59]
    • D-AEC = ERJ 190[60]
Eurowings
  • D-AC = Bombardier Canadair Jets
    • D-ACN = CRJ900

In den wenigen historischen Fällen, in denen ein Luftfahrzeug zu leicht war, um ein A als zweiten Buchstaben zu bekommen, wurde A an dritter Stelle gewählt: F27 waren D-BARI und D-BARO, DC-3 waren D-CADE, D-CADI und D-CADO.

Darüber hinaus kaufte LH eine 747-430 (c/n 1292) von Boeing, um sie sogleich an Royal Flight Oman weiterzuverkaufen. Während der kurzen Zeit, in der sie in LH-Diensten war (sprich während der Auslieferungsflüge), war sie als D-ARFO registriert.

Taufnamen[Bearbeiten]

Viele Flugzeuge der Lufthansa tragen Taufnamen, die auf dem vorderen Rumpf unterhalb der Nennung des Flugzeugtyps ersichtlich sind. In der Regel sind deutsche Städte oder Bundesländer Taufpate. Davon abweichend ist der Airbus A340-300 (D-AIFC) „Gander/Halifax“ nach den beiden kanadischen Städten benannt, die auf der Standard-Flugroute von Mitteleuropa nach Nordamerika liegen. Der Doppelname soll daran erinnern, dass nach Schließung des US-amerikanischen und kanadischen Luftraums am 11. September 2001, dem Tag der Terroranschläge gegen die USA, Flugzeuge, die wegen geringer Treibstoffreserven nicht mehr nach Europa umkehren konnten, auf dem Flughafen Gander (39 Flugzeuge) und Halifax landen mussten, und speziell in Gander, das die größere Anzahl aufnehmen musste, angesichts der schwierigen Umstände äußerst gastfreundlich behandelt wurden.[61]

Im Februar 2010 gab die Lufthansa bekannt, ihre ersten beiden Airbus A380 nach ihren beiden größten Drehkreuzen zu benennen: „Frankfurt am Main“ (D-AIMA) und „München“ (D-AIMB).[62] Die folgenden A380 tragen Namen internationaler Großstädte wie Tokio, Peking oder Brüssel.

Der Airbus A321-100 (D-AIRA) „Finkenwerder“ ist eine Reminiszenz an das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder, wo ein Teil der Airbus-Modellpalette montiert wird.

Airbus A380[Bearbeiten]

Lufthansa hatte zunächst insgesamt 15 Airbus A380-800 bestellt, von denen bis Juni 2012 zehn ausgeliefert wurden. Im September 2011 wurde die Bestellung um zwei weitere Exemplare auf 17 aufgestockt[63], diese Bestellung wurde am 14. März 2013 bestätigt.[36] Im September 2013 wurde jedoch bekannt gegeben, dass Lufthansa drei bestellte A380 wieder storniert hat. Statt wie zuletzt geplant 17 Maschinen werden nur noch 14 dieses Typs eingeflottet.[64]

Das erste Exemplar war am 19. Mai 2010 mit der Kennung D-AIMA übergeben worden und wurde auf den Namen „Frankfurt am Main“ getauft.[65] Es folgten die D-AIMB „München“, D-AIMC „Peking 北京“, D-AIMD „Tokio 東京“, D-AIME „Johannesburg“, D-AIMF „Zürich“, D-AIMG „Wien“ und D-AIMH „New York“. Die A380 mit der Kennung D-AIMI, welche im Mai 2012 ausgeliefert wurde, trägt den Namen „Berlin“.[66] Am 13. Juni 2012 folgte D-AIMJ mit dem Taufnamen „Brüssel“,[67] die im April 2014 in Betrieb genommene D-AIMK wurde auf den Namen „Düsseldorf“ getauft. Die in Kürze zur Auslieferung stehende A380 (D-AIML) soll den Namen „Hamburg“ tragen.[68] Lufthansa setzt ihre A380 ausschließlich von und nach Frankfurt am Main ein und bedient folgende Ziele:

Zielflughafen Aufnahme Ende Anmerkungen
Tokio-Narita 11. Juni 2010[69] Herbst 2013[70] erstes A380-Ziel der Lufthansa; wegen des Tōhoku-Erdbeben ab 23. April 2011 zeitweise durch Airbus A340 ersetzt
Peking 1. September 2010
Johannesburg 12. September 2010[71]
New York-JFK 18. Februar 2011 nur im Sommerflugplan
San Francisco 10. Mai 2011[72] saisonal im Wechsel mit Miami, nur im Sommerflugplan (im Winterflugplan mit Boeing 747-400); Lufthansa ist erster A380-Betreiber in San Francisco
Miami 10. Juni 2011;
28. Oktober 2012
saisonal im Wechsel mit San Francisco, nur im Winterflugplan (im Sommerflugplan mit Boeing 747-400 / 747-8); Lufthansa ist erster A380-Betreiber in Miami
Singapur 30. Oktober 2011[73]
Houston 1. August 2012[74] Lufthansa ist erster A380-Betreiber in Houston
Shanghai 26. September 2013[75]

Vom 6. bis 12. Dezember 2011 setzte Lufthansa zudem einen Airbus A380 erstmals einmal täglich auf der Route von München nach New York-JFK ein. Dies geschah hauptsächlich vor dem Hintergrund des Weihnachtsshoppings in New York.[76]

Kundenbetreuung und Service[Bearbeiten]

Die neue First Class an Bord einer Boeing 747-8 der Lufthansa
Die neue Business-Klasse an Bord einer Boeing 747-8 der Lufthansa
Die Economy-Klasse an Bord eines Airbus A340-600 der Lufthansa
Die Economy-Klasse für Kurz- und Mittelstrecken der Lufthansa, hier an Bord eines Airbus A321-200

Der Service gliedert sich in ein Dreiklassensystem bestehend aus Economy Class, Lufthansa Business Class und Lufthansa First Class. Ab 2014 soll in allen Langstreckenmaschinen zudem eine neue Premium Economy Class eingeführt werden. Der Service unterscheidet sich neben der Ausstattung der Flugzeugkabinen auch in zusätzlichen Leistungen wie der Menge des Freigepäcks, der Ausgestaltung des Caterings, dem Zugang zu den Lounges oder separaten Check-in-Schaltern.

Für Kunden der Business-Klasse werden an einigen Flughäfen entsprechende Business Lounges vorgehalten (oder über Vertragspartner der Zugang zu deren Lounges gewährt), für Vielflieger mit dem Senator-Status von Miles & More zusätzlich Senator Lounges sowie für Kunden der First Class und für Mitglieder des HON Circle, der höchste Stufe des Vielfliegerprogramms Miles & More, designierte First Class Lounges (beispielsweise in Frankfurt und München). Die Ausstattung der Lounges variiert je nach Flughafen und Zielgruppe, jedoch sind sie in aller Regel mit umfangreichen Sitzlandschaften, Arbeitsplätzen, sowie kostenfreien Buffets mit Snacks und Hauptmahlzeiten und einer Bar ausgestattet. Teils verfügen Sie auch über Duschen. Eine besondere Einrichtung stellt das First Class Terminal in Frankfurt dar, das ein eigenes Gebäude ist und neben der Ausstattung einer First Class Lounge auch einen eigenen Check-in und Sicherheitskontrollen für die Gäste der First Class bereitstellt. Von jenem First Class Terminal sowie der First Class Lounge im Frankfurter Flugsteig B (bei Abflügen ab A, C oder einer Außenposition) sowie der Münchner First Class Lounge werden die Gäste in Limousinen (beispielsweise Porsche Panamera) oder Kleintransportern (Mercedes Viano) direkt zu ihrem Flugzeug gefahren.[77]

Kabinenprodukt[Bearbeiten]

Lufthansa First Class

Die Lufthansa First Class wird ausschließlich auf der Langstreckenflotte angeboten und besteht grundsätzlich aus einer Kabine mit acht Sitzen im vorderen Teil des Flugzeugs (Airbus A330-300, Airbus A340-300, Airbus A340-600, Boeing 747-8) beziehungsweise im Oberdeck (Airbus A380, Boeing 747-400). Mit Auslieferung des ersten Airbus A380 an Lufthansa im Jahr 2010 wurde eine neue First Class eingeführt, die sich deutlich von der älteren First Class abhebt[78] und beispielsweise über ein neues Sitzmodell, größere Bildschirme und eine neue Farbgebung der Kabine in Creme- und Brauntönen verfügt. Die neue Kabine wird sukzessive auf die älteren Maschinen nachgerüstet, wobei die 747-400 lediglich eine umfangreiche Aufarbeitung des bisherigen Sitzes erfahren und nur optisch an das neue Modell angepasst werden. Dafür erhalten die 747-400 jeweils ein eigenes festes Bett neben dem Sitz, das aus 8 der ehemals 16 First-Plätze entsteht, um auf allen Typen dieselbe Zahl an Plätzen vorzuhalten. Auf allen anderen Mustern lässt sich der eigentliche Sitz in ein flaches Bett umbauen.

Lufthansa Business Class

Mit Auslieferung der ersten Boeing 747-8 wurde auch die bisherige Lufthansa Business Class durch ein neues Sitzmodell abgelöst, das sich erstmals in ein vollständig flaches Bett umwandeln lässt – der alte Sitz war nur in ein geneigtes Bett umwandelbar. Die neue Farbgebung ist hier braun/dunkelgrau statt zuvor blau/hellgrau. Die neue Business-Kabine wird ebenfalls sukzessive auf allen Langstreckenflugzeugen nachgerüstet.

Auf der Boeing 747-8 befindet sich im Oberdeck eine 2-2 Sitzkonfiguration, im Hauptdeck zwischen der First und Economy Class eine 2-2-2 Konfiguration. Somit ist es von den Fensterplätzen (Nummern A und K) nicht möglich, direkt zum Gang zu kommen, wenn man einen Sitznachbar hat. Auf der Boeing 747-400 ist derzeit noch komplett die alte Business Class vorhanden, welche im Mitteldeck nach dem verengten Bugbereich eine 2-3-2 Konfiguration aufweist, sodass man gegebenenfalls von zwei Sitznachbarn umgeben ist (Nummern E). Im Gegensatz zur neueren 747-8 befindet sich die First Class im Oberdeck, sodass ein weiterer Teil der Business Class im Bug verbaut ist, wo man teilweise auf eine 2-1-2, später nur noch auf eine 2-2 Konfiguration trifft.

In allen Flugzeugen der Airbus-Flotte (A330-300, A340-300, A340-600 und A380-800) ist die Business Class stets in einer 2-2-2 Konfiguration verbaut. In den A380 ist noch die alte Business Class verbaut, ebenso ist hier auch noch eine ältere Version des Inflight-Entertainment vorhanden. In den A330 und A340 ist in einigen Maschinen bereits die neue Business Class nachgerüstet worden, in vielen aber noch die alte vorhanden. Dabei befindet sich meist ein kleinerer Business Class-Bereich mit nur wenigen Sitzreihen direkt hinter der First Class, danach folgt dann eine zweite, größere Business-Kabine. In Teilen der A340-300-Flotte wurde schon auf eine Zweiklassenkonfiguration umgerüstet, das heißt, dass die First Class entfällt und die Business Class bereits ganz vorne beginnt.

Kulinarisch kann man in der Business Class meist mit einem 3-Gänge-Menü rechnen, wobei man bei "Entrees/Vorspeisen", dem Hauptgericht und Dessert verschiedene Auswahl besitzt: Es werden Fleisch und Fisch, aber auch vegetarische Gerichte angeboten, beim Dessert kann man zwischen Süßspeisen und Käse wählen. Zu Beginn der Reise gibt es für jeden Passagier ein "Amenity Kit", in dem zum Beispiel Ohrstöpsel, Zahncreme, eine Einmalzahnbürste und eine Schlafbrille enthalten sind. Lufthansa wechselt dieses mit der Zeit und Strecke, deshalb unterscheiden sich Aufmachung und Inhalt der verschiedenen Kits (Flugstrecke und -dauer).

Auf der Kurzstrecke verwendet Lufthansa das Prinzip des Class Dividers, eines beweglichen Vorhangs, der in der Kabine hängt und verschoben werden kann. So trifft man sowohl in der Business als auch in der Economy Class auf dieselben Sitze, mit jedoch einem freien Sitz in der eigentlichen 3-3 Konfiguration, weshalb nur 4 Leute pro Reihe Platz nehmen können. Außerdem wird kulinarisch mehr angeboten als in der hinteren Economy-Class. Im vorderen Kabinenteil hat man meist etwas mehr Beinfreiheit. Der Vorteil dieses Systems ist, dass man je nach Nachfrage agieren kann und die Business Class größer oder kleiner gestalten kann.

Lufthansa Economy Class

Ab Ende 2007 führte Lufthansa in der Economy-Klasse auf der Langstrecke ein neues Sitzmodell ein, das erstmals mit einem persönlichen Bildschirm für das In-Flight-Entertainment ausgestattet ist. Zuvor wurde die Bordunterhaltung lediglich auf zentralen Monitoren gezeigt, die beispielsweise im Gang hingen und nicht von jedem Sitzplatz aus uneingeschränkt einsehbar waren. Mit Stand Oktober 2013 ist bis auf einige wenige Boeing 747-400, die demnächst ausgemustert werden, die gesamte Langstreckenflotte mit persönlichen Bildschirmen in der Economy-Klasse ausgerüstet worden.[79]

Für die Kurz- und Mittelstreckenflotte stellte Lufthansa am 9. Dezember 2010 die neue Kabinenausstattung Neue Europa Kabine (kurz NEK) vor, die zwischenzeitlich auf allen Maschinen eingerüstet wurde. Diese umfasst neue, leichtere und dünnere Sitze und weitere Kabinenumbauten, darunter beispielsweise den Ausbau der Toiletten und der Galley in der Mitte der Kabine der Airbus A321-100 und -200. Die Kurz- und Mittelstreckenflotte verfügt weder über persönliche Bildschirme noch Monitore an der Kabinendecke.

Bord-Internetzugang FlyNet[Bearbeiten]

Schon 2004 bot Lufthansa, als erste Fluggesellschaft weltweit, auf fast allen Langstreckenflugzeugen unter dem Namen FlyNet einen Internetzugang während des Fluges an. Dies geschah in Zusammenarbeit mit Connexion by Boeing, wurde jedoch seitens Boeing mangels Rentabilität 2006 wieder eingestellt. Seit Ende 2010 bietet Lufthansa in Zusammenarbeit mit der Telekom wieder einen Internetzugang auf ausgewählten Routen, zunächst zwischen Europa und Nordamerika, an.

Vielfliegerprogramm Miles & More[Bearbeiten]

Unter dem Namen Miles & More wird seit 1993 ein Vielfliegerprogramm unterhalten. Diesem Bonussystem haben sich die europäischen Luftfahrtunternehmen Adria Airways, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT, Luxair und Swiss angeschlossen. Air One ist nach ihrer Übernahme durch Alitalia aus dem Programm ausgeschieden.

Miles & More ist dabei in den letzten Jahren in die Kritik geraten, da der Lufthansa vorgeworfen wird, den Wert der erworbenen Meilen zu kurzfristig und zu ungunsten der Mitglieder abgewertet zu haben. Zuletzt einigte sich die Lufthansa mit einem klagenden Mitglied auf einen Vergleich, um einer möglichen Verurteilung zu entgehen und erklärte sich bereit, Änderungen an der zugrundeliegenden Meilentabelle erst nach einer dreimonatigen Vorlauffrist vorzunehmen.[80]

Rotkäppchenservice[Bearbeiten]

Die Hauptaufgabe des am 6. Mai 1968 auf dem Frankfurter Flughafen ins Leben gerufenen „Rotkäppchenservice“ oder „Rotkäppchendiensts“ besteht in der Betreuung alleinreisender Kinder und mobilitätseingeschänkter Passagiere.[81] Zum Gründungszeitpunkt des Betreuungsdienstes trugen die überwiegend weiblichen Mitarbeiter, im Gegensatz zu den fliegenden Kollegen, eine rote Pillbox (Kopfbedeckung) anstatt einer blauen. Dies war für Gäste und Flughafenmitarbeitern ein klares Erkennungsmerkmal und auch Anstoß für den dann schnell gefundenen Spitznamen „Rotkäppchenservice“.[81] Der Rotkäppchenservice betreut jährlich mehr als 270.000 Fluggäste, darunter fast 50.000 Kinder.[82]

Die Betreuung mobilitätseingeschränkter Gäste war alleinige Aufgabe der Airlines, bis im Jahre 2008 aufgrund einer EU-Verordnung, welche die Betreuung mobilitätseingeschränkter Passagieren klar regelte, die Flughafenbetreiber diese Aufgabe übernehmen sollten. In Frankfurt führte dies zur Gründung eines Joint-Ventures zwischen der Fraport und der Lufthansa mit dem Namen FraCareServices. Im Juli 2008 wurde somit aus dem „Rotkäppchenservice“ die Firma FraCareS.

Der Service für alleinreisende Kinder ist kostenpflichtig und kann auf telefonischem Wege bei der Airline oder dem Reisebüro beantragt werden. Die Betreuung mobilitätseingeschränkter Gäste ist kostenlos und sollte vorab bei der Airline per Telefon oder über das Reisebüro beantragt werden.[83]

Fracht[Bearbeiten]

Region Anteil an den
Verkehrserlösen 2008[84]
Asien/Pazifik 46,7
Nordamerika 24,5
Europa 11,9
Südamerika 8,7
Afrika 6,1
Nahost 2,1

Das Frachtgeschäft macht 11,6 Prozent des Konzern-Umsatzes aus und erbringt 12,0 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Es wird von der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo AG betrieben, ehemaliges Mitglied des Cargo Networks WOW und gemessen an Frachttonnenkilometern (FTKT) der sechstgrößte Frachtcarrier weltweit.[85] Sie nutzt und vermarktet die Luftfrachtkapazitäten der Passagierflugzeuge sämtlicher Fluggesellschaften im Konzernbereich Passagierbeförderung. Rund die Hälfte des Umsatzes der Lufthansa Cargo AG wird im asiatisch-pazifischen Raum getätigt. Im Oktober 2004 wurde in einem Joint Venture zwischen Shenzhen Airlines (51 %), Lufthansa Cargo AG (25 %) und der DEG-Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (24 %) die chinesische Frachtfluggesellschaft Jade Cargo International gegründet. Der Flugbetrieb wurde im August 2006 aufgenommen. Mit dieser Beteiligung hat sich Lufthansa Cargo indirekten Zugang zum innerasiatischen Luftfrachtmarkt verschafft. 2012 wurde der Flugbetrieb der Jade Cargo aufgrund von Streitigkeiten eingestellt.[86] Des Weiteren ist die Lufthansa Cargo AG an dem 2004 errichteten „International Cargo Center Shenzhen (ICCS)“ beteiligt.[87]

Seit 2004 arbeitet Lufthansa Cargo eng mit der Post-Tochter DHL zusammen. Im September 2007 ging aus dieser Zusammenarbeit das Joint VentureAerologic“ hervor, eine am Flughafen Leipzig/Halle basierte Frachtfluggesellschaft.

Technik[Bearbeiten]

Eine der fünf Lufthansa-Technik-Wartungshallen in Frankfurt/M
Region Anteil am
Umsatz 2008[88]
Anteil am
Umsatz 2009[89]
Europa 69,7 69,6
Asien/Pazifik 11,6 11,7
Amerika 9,4 9,1
Nahost/Afrika 9,3 9,6

Im Jahr 2009 machte das Geschäftsfeld Technik 10,3 Prozent des Konzern-Umsatzes aus (2008: 8,9 %) und erbrachte 21,9 Prozent (2008) des operativen Ergebnisses. Die Lufthansa Technik AG betreut über die konzerneigenen beispielsweise angeschlossenen Fluggesellschaften hinaus weltweit fremde Carrier. Zentrum der Lufthansa Technik ist Hamburg; weitere große Stationen befinden sich in Frankfurt/Main, München und Berlin, an allen größeren deutschen Flughäfen und 50 Standorten weltweit. Zum Verbund gehören ferner 32 technische Instandhaltungsbetriebe auf der ganzen Welt.

Die Lufthansa Technik AG ist heute einer der größten Anbieter von MRO-Dienstleistungen (Maintenance, Repair & Overhaul – Wartung, Reparatur und Überholung), die 2008 für alle Fluggesellschaften zusammen ein geschätztes Volumen von 42 Milliarden US-Dollar weltweit hatten. Davon beträgt der für die LH Technik in Frage kommende Anteil 34 Milliarden US-Dollar. Mit einem Anteil von 15 Prozent an dieser Summe ist das Unternehmen Weltmarktführer. Im Joint Venture mit dem Hersteller von Regional- und Geschäftsreiseflugzeugen Bombardier wird die Wartungsgesellschaft Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH unterhalten. Vorwiegend den asiatischen Markt bedient der Lufthansa-Konzern mit AMECO Beijing, einem gemeinsam mit Air China betriebenen Joint-Venture-Unternehmen zur Wartung von Verkehrsflugzeugen des Herstellers Boeing. Das notwendige Material nebst Einrichtungen hält die Lufthansa Technik Logistik GmbH an ihren neun Standorten in Deutschland und auf dem Flughafen Malta vor. Für die Ausbildung und Schulung wurde die Lufthansa Technical Training GmbH gegründet, die von anderen Fluggesellschaften genutzt wird.

Als Ersatz für die Airbus A310-304 VIP „Konrad Adenauer“ und „Theodor Heuss“ hat das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung 2008 mit der Lufthansa Technik einen Vertrag über die Lieferung zweier zu VIP-Transportflugzeugen umgebauter Airbus A 340-300 aus der Konzernflotte, D-AIFB und D-AIGR, für die Flugbereitschaft der Luftwaffe abgeschlossen.

Catering[Bearbeiten]

Region Anteil am
Umsatz 2008[90]
Anteil am
Umsatz 2009[91]
Europa 62,9 57,8
Amerika 26,2 29,5
Asien/Pazifik 7,4 9,2
Nahost 2,2 2,0
Afrika 1,3 1,5

Das von der LSG Lufthansa Service Holding AG betriebene Catering generiert 7,1 Prozent des Konzern-Umsatzes und erbringt 5,2 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Unter der Marke LSG Sky Chefs stellt der weltgrößte Caterer von Fluggesellschaften 30 Prozent aller Bordmahlzeiten bereit. LSG umfasst 124 Unternehmen und ist mit zirka 200 Betrieben in 49 Ländern vertreten. In Amerika und Europa liegt der Marktanteil von LSG Sky Chefs zwischen 35 und 40 Prozent; weltweit gibt es fast 500 Kunden.[92]

Informationstechnologie-Dienstleistungen[Bearbeiten]

Airline-IT
Markt
Volumen
(EUR)
Anteil von
LH Systems[93]
Amerika 2,8 Milliarden 18 %
Europa und
Naher Osten
2,8 Milliarden 18 %
Asien und
Pazifik
2,2 Milliarden
unter 1 %

Die Tochter Lufthansa Systems AG ist als IT-Dienstleister mit weltweit rund 3000 Mitarbeitern[94] neben dem Hauptsitz Kelsterbach an weiteren fünf Standorten in Deutschland und 17 Standorten in 14 anderen Ländern[94] tätig. Sechs Standorte sind in Asien, sieben in Amerika (Kanada, drei in den USA, El Salvador, Brasilien, Argentinien) und vier in Europa (Budapest, Danzig, Moskau und Zürich).[95] Lufthansa Systems ist nach eigener Aussage einer der führenden Anbieter von Flugverkehrsinformationstechnologie, luftverkehrsspezifischer Software für Bord-, Flug- und Wartungsmanagement für die Airline- und Aviation-Industrie weltweit.[94] Darüber hinaus hält der Lufthansa-Konzern Anteile an dem Flugreservierungssystem Amadeus (CRS).

Der Geschäftsbereich IT-Services hat einen Anteil von 1,1 Prozent am Konzern-Umsatz und 2,9 Prozent des operativen Ergebnisses (Stand: 2008). Der externe Umsatzanteil von LH Systems beträgt 42 Prozent (Vorjahr 2007: 41 Prozent).

Service- und Finanzgesellschaften[Bearbeiten]

Das größte Ausbildungszentrum der Lufthansa Flight Training in Frankfurt

Die Lufthansa WorldShop GmbH beliefert als Wiederverkäufer mit den Bereichen Distanzhandel, Stationärhandel und Bordverkauf etliche Fluggesellschaften und Privatkunden mit Bordartikeln, Reiseutensilien und Merchandising-Produkten.

Die konzerneigene Delvag Luftfahrtversicherungs-AG ist eine auf die Versicherung von Luftfracht spezialisierte Versicherungsgesellschaft. Die ebenfalls konzerneigene Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH ist auf das Geschäftsreisemanagement von Firmenkunden spezialisiert.

Von der Tochtergesellschaft Lufthansa Flight Training wird die Ausbildung und Schulung von Cockpit- und Kabinencrews durchgeführt.

Das Franchise-Unternehmen Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH ist eine Kette inhabergeführter mittelständischer Reisebüros. Es ist keine Tochtergesellschaft der Lufthansa, sondern hat seit 1994 einen Markennutzungsvertrag der Gesellschaft.

Die Lufthansa Consulting GmbH mit Sitz in Köln ist weltweit aktiv im luftfahrtaffinen Beratungsgeschäft. Zum Kundenkreis zählen in erster Linie Fluggesellschaften, Flughäfen, Logistikunternehmen und branchenverwandte Institutionen. Seit der Ausgliederung aus dem Lufthansa Konzern und der Gründung als eigenständige GmbH im Jahr 1988 hat sie über 1700 luftfahrtspezifische Projekte durchgeführt (Stand: 2010), vor allem in den Bereichen Airline Strategy, Airline Restructuring, Airline Operations, Air Cargo Logistics und Airports. Mehr als 90 Prozent der Umsätze werden mit externen Kunden erzielt. Eine Niederlassung der Gesellschaft befindet sich in Frankfurt am Main, darüber hinaus ist das Unternehmen mit einem Büro in Moskau vertreten. Lufthansa ist (über ihre Tochtergesellschaft Lufthansa Commercial Holding) mit gut 90 Prozent der Anteile Mehrheitsgesellschafter. Die restlichen Anteile hält das Management (Partner).

Am Terminal 2 des Flughafens München (Bauzeit circa 1999–2003) hält die Deutsche Lufthansa AG eine 40-Prozent-Beteiligung. Über Tochter- und Partnergesellschaften hat sich die Deutsche Lufthansa AG das ausschließliche Nutzungsrecht für dieses Terminal gesichert (Kapazität: bis zu 25 Millionen Passagiere). Erstmals im europäischen Luftverkehrsmarkt fand Bau und Betrieb eines Terminals durch die Deutsche Lufthansa AG und den dortigen Flughafenbetreiber statt. Zwischenzeitlich ist die Deutsche Lufthansa AG auch maßgeblich an der Fraport AG, der Betreiberin des Flughafens Frankfurt, beteiligt. Seit Januar 2005 betreibt die Deutsche Lufthansa AG dort zusammen mit der Fraport AG den Terminal 1 sowie das Lufthansa First Class Terminal mit exklusiven Lounges, das ausschließlich für Erste-Klasse-Passagiere und Mitglieder des „HON Circle“ (höchste Stufe des Vielfliegerprogramms „Miles & More“) bestimmt ist.[96]

Auch an nicht direkt mit dem Luftverkehr zusammenhängenden Unternehmen hält der Lufthansa-Konzern Anteile. Insgesamt ist der Konzern an mehr als 400 nationalen und internationalen Gesellschaften beteiligt. Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Lufthansa-Financials-Webseite (siehe Weblinks).

Bis zum ersten Quartal 2009 war der Konzern mit 24,9 Prozent an der Charterfluggesellschaft Condor Flugdienst GmbH beteiligt. Diese Anteile wurden durch den Tourismuskonzern Thomas Cook Group übernommen.[97]

Kritik[Bearbeiten]

Zwangsarbeiter im Dritten Reich[Bearbeiten]

In der Dokumentation Fliegen heißt Siegen. Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa berichtet der Journalist Christoph Weber über ca. 17.000 Zwangsarbeiter, darunter jüdische Deutsche, Ukrainer, Russen und Angehörige anderer Nationen, die in Berlin-Staaken, Berlin-Tempelhof und Schkeuditz zum großen Teil in der Flugzeugreparatur zwangsarbeiten mussten, darunter auch Kinder, die von der Schulbank verschleppt, angelernt und nach Deutschland transportiert worden waren. Mit der Begründung, die Lufthansa sei nach dem Krieg neu gegründet worden, lehnte die Firma jedwede Entschädigung und Rentenzahlungen für diese Zwangsarbeiten ab. Anders als die meisten anderen vergleichbar großen Firmen habe die Lufthansa – so Weber – ihre Geschichte zwar von einem Historiker untersuchen lassen, das Ergebnis aber nicht in Buchform publiziert. Zu Beginn des so genannten Dritten Reiches hatte die Lufthansa bis ca. 1936 auch die Aufgabe, Rüstung in der Luftfahrt, die nach dem Friedensvertrag von Versailles Deutschland nicht gestattet war, zu verdecken. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Maschinen der Lufthansa für Kriegszwecke wie für zivilen Personentransport eingesetzt. Der Mitgründer der Lufthansa 1926, Kurt Weigelt, war ab 1960 Präsident der Firma Lufthansa[98].

Umwelt- und Lärmschutz[Bearbeiten]

Umweltschutzorganisationen werfen dem Lufthansa-Konzern vor, sich nicht genug für die Umwelt einzusetzen. So wird kritisiert, dass die Deutsche Lufthansa AG sich gegen einen Emissionsrechtehandel ausspricht, zumindest solange dieser ausschließlich für europäische Airlines gelten soll. Der Lufthansa-Konzern befürchtet Wettbewerbsnachteile gegenüber Airlines mit Sitz außerhalb der EU. Aber auch grundsätzlich bezweifelt der Konzern die Effektivität eines weltweiten Emissionsrechtehandels.[99] Demgegenüber verweist der Lufthansa-Konzern auf seine eigene Umweltpolitik. So setzt sich der Konzern für einen einheitlichen europäischen Luftraum ein, der die CO2-Emissionen bei innereuropäischen Flügen um acht bis zwölf Prozent senken würde. Außerdem würden die angestrebten – direkten – Flugrouten nach China Umweltemissionen verringern. Des Weiteren verweist der Konzern auf die Umweltfreundlichkeit der für seine Flotten genutzten modernen, treibstoffsparenden Flugzeugtechnik.[100]

Die Lufthansa verfolgt das Ziel eines „CO2-neutralen Wachstums“ ab 2020. Zu diesem Zweck möchte der Konzern einen Teil seines Treibstoffes aus Pflanzen gewinnen.[101] Umweltschutzorganisationen kritisieren das neue Treibstoff-Konzept der Lufthansa als Imagekampagne.[102] Die Umweltschutzgruppen bezweifeln, dass Pflanzentreibstoffe nachhaltig und umweltfreundlich gewonnen werden können.[103] Sie berufen sich dabei auf verschiedene Studien, welche Landverdrängungseffekte und Klimabilanz von verschiedenen Pflanzentreibstoffen untersucht haben.[104]

Bürgerinitiativen kritisieren, dass der Lufthansa-Konzern gegen ein Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen plädiere, das vom Flughafenbetreiber Fraport als Zugeständnis an die am Flughafen-Standort betroffene Bevölkerung zugleich mit dem Ausbau beantragt wurde. Die Deutsche Lufthansa AG sieht bei einem Nachtflugverbot vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa Cargo AG sowie 7.300 konzerneigene Arbeitsplätze bedroht.[105]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Unfälle[Bearbeiten]

Seit 1955, dem Jahr der Aufnahme des Flugbetriebs der neuen Deutschen Lufthansa AG, weist die Unfallbilanz des Unternehmens acht Totalverluste auf, bei denen insgesamt 150 Todesopfer zu beklagen waren. Zwischenfälle von Tochtergesellschaften sind hierbei nicht berücksichtigt und finden sich in deren jeweiligen Artikeln.

  • Am 11. Januar 1959 stürzte die auf Flug LH 502 aus Hamburg kommende Lockheed L.1049 D-ALAK beim Landeanflug auf den Flughafen Rio de Janeiro/Galeão ab, wobei 36 der 39 Flugzeuginsassen starben.[106]
  • Am 4. Dezember 1961 stürzte die in Frankfurt zu einem Trainingsflug gestartete Boeing 720-030B D-ABOK „Düsseldorf“[107] bei Ebersheim aus ungeklärter Ursache ab. Die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.[108]
  • Am 15. Juli 1964 verunglückte eine weitere Boeing 720-030B auf einem Trainingsflug. Die Besatzung der D-ABOP „Bremen“ versuchte, nach einer ersten gelungenen Fassrolle eine weitere zu fliegen. Bei dem unerlaubten Kunstflugmanöver brach die Maschine zwischen den Ortschaften Forst und Petersdorf im Landkreis Ansbach wegen struktureller Überlastung auseinander und alle drei Insassen kamen ums Leben.[109]
  • Am 28. Januar 1966 stürzte auf Flug LH 005 die aus Frankfurt kommende Convair CV 440 D-ACAT kurz hinter dem Flughafen Bremen nach einem misslungenen Durchstartmanöver ab. Alle 46 Insassen kamen ums Leben.[110]
  • Am 20. Dezember 1973 verunglückte die Boeing 707-330B D-ABOT „Düsseldorf“ aus Bangkok-Don Mueang kommend beim Landeanflug auf den Flughafen Neu-Delhi. Die Maschine schlug in nebligem Wetter vor Erreichen der Landebahn auf und brannte aus. Alle 109 Passagiere und Crewmitglieder konnten sich zuvor in Sicherheit bringen.[111]
  • Am 20. November 1974 ereignete sich das schwerste Unglück in der Geschichte der Lufthansa: auf Flug LH 540 stürzte die Boeing 747-130 D-ABYB „Hessen“ kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Grund war eine Fehlbedienung der Auftriebshilfen (Krügerklappen) in Kombination mit unzureichenden Warnmaßnahmen. Von den 157 Insassen kamen 59 ums Leben. Dies war gleichzeitig der zweite Totalverlust einer Boeing 747 überhaupt und der erste mit Todesopfern.[112]
  • Am 26. Juli 1979 kollidierte die Boeing 707-330C D-ABUY „Essen“ als Frachtflug LH 527 (Lufthansa Cargo existierte damals noch nicht) auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Dakar mit einem Berg bei Petrópolis. Grund waren fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung. Die dreiköpfige Besatzung kam ums Leben.[113]
  • Das bisher letzte (Stand März 2014) Unglück in der Geschichte der Lufthansa ereignete sich am 14. September 1993 auf dem Flughafen Warschau-Chopin. Der Airbus A320-200 D-AIPN „Kulmbach“, mit 70 Personen an Bord als Flug LH 2904 aus Frankfurt kommend, kollidierte nach der Landung mit einem Erdwall am Ende der Landebahn. Durch den Aufprall starben ein Passagier sowie ein an Bord befindlicher „Prüfkapitän“. Die Maschine setzte während starken Scherwinden sehr spät auf der Bahn auf, gleichzeitig war der Druck des Aufsetzens für die Software des Bordcomputers nicht hoch genug, um die Funktion der Bremsen freizugeben. Ebenso hatte die Cockpitbesatzung unangemessen reagiert und kein Durchstartmanöver eingeleitet.[114][115]

Entführungen[Bearbeiten]

Eine weitere Schattenseite in der Chronik des Unternehmens stellen die 13 Flugzeugentführungen bis 1999 dar, als die damals noch staatliche Lufthansa als Flagcarrier Deutschlands zu den besonders gefährdeten Zielen globaler terroristischer Bedrohungen gehörte.

  • Am 22. Februar 1972 wurde die Boeing 747-230B D-ABYD „Baden-Württemberg“ in Aden auf dem Weg von Delhi nach Athen entführt.[116]
  • Am 10. Juli 1972 wurde eine Boeing 737-130 auf dem Weg von Köln nach München entführt.[117]
  • Am 11. Oktober 1972 wurde eine Boeing 727 auf dem Weg von Lissabon nach Frankfurt entführt.[118]
  • Am 29. Oktober 1972 wurde die Boeing 727-30 D-ABIG „Kiel“ auf dem Weg von Beirut nach Ankara entführt und über Nicosia nach Zagreb gebracht.[119]
  • Am 17. Dezember 1973 wurde die Boeing 737-130 D-ABEY „Worms“ auf dem Weg von Rom nach München nach Kuwait entführt.[120]
  • Am 28. Juni 1977 wurde eine Boeing 727 in München auf dem Weg von Frankfurt nach Istanbul entführt.[121]
  • Vom 13. bis 17. Oktober 1977 ereignete sich die weltweit beachtete Entführung des Flugzeugs Landshut, einer Boeing 737-200 (D-ABCE) auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Frankfurt. Die Maschine wurde schließlich in Mogadischu durch die GSG 9 erfolgreich gestürmt.[122]
  • Am 12. September 1979 wurde die Boeing 727-230 D-ABFI auf dem Weg von Frankfurt nach Köln/Bonn entführt.[123]
  • Am 27. Februar 1985 wurde eine Boeing 727-230 in Wien auf dem Weg von Frankfurt nach Damaskus entführt.[124]
  • Am 27. März 1985 wurde eine Boeing 727-230 in Istanbul auf dem Weg von München nach Athen entführt.[125]
  • Am 29. März 1985 wurde eine Boeing 737 in London aus Hamburg kommend entführt.[126]
  • Am 11. Februar 1993 wurde der Airbus A310 D-AIDM „Chemnitz“ auf dem Weg von Frankfurt nach Addis Abeba über Hannover nach New York entführt.[127]
  • Am 28. Dezember 1999 wurde eine Bombardier CRJ200 (D-ACJA) von Prag kommend auf dem Weg nach Düsseldorf entführt, landete jedoch planmäßig in Düsseldorf.[128]
  • Am 1. April 2014 wurde der Lufthansa-Flug LH 1676 von einem an Bord befindlichen, auf dem Abschiebeweg befindlichen Kosovaren entführt. Der Airbus A321 befand sich auf dem Weg nach Budapest. Der Abschiebehäftling überwältigte 10 Minuten nach dem Start in München eine Stewardess mit einem Messer. Die Piloten entschieden sich auf den Flughafen Franz-Joseph-Strauss zurückzukehren. Hier konnte die Entführung unblutig durch ein SEK der bayerischen Polizei beendet werden.[129]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Stauch (Hrsg.): Das große Buch der Lufthansa. Von der ‚Tante Ju‘ bis zum Super-Jumbo. Verlag Geramond, München 2002, ISBN 3-7654-7248-4.
  • Jochen K. Beeck: Im Zeichen des Kranichs. Die Flugzeuge der Lufthansa 1926–2006. Motorbuch-Verlag, Stuttgart, ISBN 3-613-02668-6.
  • Rudolf Braunburg: Kranich in der Sonne. Die Geschichte der Lufthansa. Fischer-TB.-Verlag, Frankfurt 1982, ISBN 3-596-23034-9.
  • Rudolf Braunburg: Die Geschichte der Lufthansa. Vom Doppeldecker zum Airbus. Rasch und Röhring, Hamburg 1991, ISBN 3-89136-416-4.
  • Klaus-Jochen Rieger: 50 Jahre Lufthansa. Eine Erfolgsgeschichte in Fakten, Bildern und Daten. Verlag Heel, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-411-9.
  • 75 Jahre Lufthansa., Gera Nova Verlag, 2001, ISBN 3-89724-830-1.
  • Sven A Helm: Die Deutsche Lufthansa AG: Ihre Gesellschafts- und konzernrechtliche Entwicklung. Peter Lang, Frankfurt/ Berlin/ Bern/ Brüssel/ New York/ Wien 1999, ISBN 978-3-631-34715-7. (zugl. Dissertation Universität Heidelberg)
  • Jens Müller, Karen Weiland: A5/05: Lufthansa+Graphic Design – Visuelle Geschichte einer Fluggesellschaft. Verlag Lars Müller, Baden 2012, ISBN 978-3-03778-267-5.

Filmdokumentationen[Bearbeiten]

  • Christoph Weber: Fliegen heißt Siegen – Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa. 50 Min., D, WDR-ARTE, 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Registernummer im Impressum der Website, abgerufen am 5. April 2011, ist beim AG Köln nicht beim AG Frankfurt, also ist der Sitz nicht in FRA.
  2. Lufthansa AG: 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012.
  3. a b Lufthansa AG: GB 2011. Abgerufen am 24. August 2012 (PDF; 6,4 MB).
  4. Factsheet Lufthansa (Star Alliance) 2012, abgerufen 21. April 2013
  5. Lufthansa Aviation Center, abgerufen am 11. Januar 2011.
  6. Report-K.de – Lufthansa-Verwaltung in Köln-Deutz eröffnet, abgerufen am 11. Januar 2011.
  7.  Hängen auf Halde. In: Der Spiegel. Nr. 47, 1986, S. 79 (17. November 1987, online).
  8. Geschäftsbericht 2009 (PDF; 4,0 MB)
  9. Geschäftsbericht 2008 (PDF; 4,0 MB)
  10. Lufthansa Nachhaltigkeitsbericht Balance, Ausgabe 2008
  11. Harte Zeiten für die Töchter, Manager-Magazin, 20. September 2007.
  12. Grundkapital, Lufthansa Investor Relations, abgerufen 30. Juli 2008.
  13. Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz (LuftNaSiG), Fassung vom 5. Juni 1997.
  14. a b Besonderheiten der Lufthansa Aktie (Namensaktie), Lufthansa Investor Relations, abgerufen 10. März 2013.
  15. Handelsblatt: Nachhaltigkeitsindex – Daimler und Lufthansa fallen raus, aufgerufen 20. Juni 2011
  16. Lufthansa fast nicht mehr deutsch, Netzeitung, 16. April 2007.
  17. Geschäftsbericht Lufthansa 2012, S. 47
  18. Geschäftsbericht Lufthansa 2009, S. 81
  19. http://presse.lufthansa.com/de/meldungen/view/archive/2012/october/11/article/2240.html
  20. Lufthansa schließt Swiss-Übernahme ab, Handelsblatt, 21. Juli 2007.
  21. Lufthansa übernimmt Austrian Airlines, Aero.de, 5. Dezember 2008.
  22. Privatisierungsschritte austrianairlines.ag vom 9. Februar 2010, abgerufen am 23. September 2010.
  23. Geschäftsbericht Lufthansa 2007, S. 71
  24. Lufthansa steigt bei Brussels Airlines ein, Focus.de, 15. September 2008.
  25. http://www.airliners.de/lufthansa-will-brussels-airlines-komplett-uebernehmen/29293
  26. Lufthansa darf Brussels Airlines übernehmen. Airliners.de, 22. Juni 2009.
  27. Lufthansa will Brussels Airlines komplett übernehmen. 25. März 2013. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  28. Lufthansa erwirbt 19 % an JetBlue Airways, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Dezember 2007.
  29. Überraschung in Amerika (Version vom 18. April 2008 im Internet Archive), Sueddeutsche.de, 14. Dezember 2007.
  30. Luxair Shareholders laut Luxair Website
  31. Top10: Die zehn größten Airlines der Welt nach Gewinn Aerosecure.de, August 2007.
  32. Lufthansa: Unsere Drehkreuze in Frankfurt, München, Düsseldorf und Zürich (abgerufen am 27. April 2011)
  33. Deutsche Lufthansa: Route Map
  34. Flug Revue: Lufthansa A340-600 landet nach Rekordflug auf Hawaii
  35. a b Lufthansa Magazin 02/07, S. 12
  36. a b Airbus: Lufthansa-Aufsichtsrat genehmigt Airbus-Großauftrag. 14. März 2013, abgerufen am 15. März 2013.
  37. Lufthansa, Airbus’ biggest airline customer, commits to up to 55 A350s. Airbus-Pressmitteilung vom 19. September 2013 (englisch), abgerufen am 19. September 2013.
  38. Lufthansa Group to phase out 38 aircraft in 2011. Auf: flightglobal.com (englisch), 27. Oktober 2011.
  39. Management schickt Lufthansa auf riskanten Sparkurs. Auf: aero.de. 23. April 2012.
  40. LH Cityline verabschiedet letzten Avro-Jet. Airliners.de, 27. August 2012, abgerufen am 31. Juli 2013.
  41. a b ch-aviation.ch - Lufthansa (englisch) abgerufen am 6. April 2014
  42. airbus.com – Orders & deliveries (englisch) abgerufen am 19. Juli 2013
  43. boeing.com – Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 19. Juli 2013
  44. – Lufthansa (PDF; 5,7 MB) abgerufen am 16. März 2013.
  45. lufthansa.com: Sitzpläne der Lufthansa Passage Airlines abgerufen am 4. November 2011.
  46. Expert Session on LH Passenger Airlines and the new Germanwings (Englisch, PDF; 1,1 MB) Lufthansa Investor Relations. 2013. Abgerufen am 6. Oktober 2013.
  47. flightglobal.com - Lufthansa rejigs 747-8 delivery schedule (englisch) 10. Februar 2014
  48. http://www.lufthansagroup.com/de/presse/meldungen/view/archive/2013/september/19/article/2588.html
  49. ch-aviation.ch – Air Dolomiti (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  50. austrian.com - Our Fleet (englisch) abgerufen am 8. April 2014
  51. ch-aviation.ch – Brussels Airlines (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  52. ch-aviation.ch – Eurowings (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  53. ch-aviation.ch – germanwings (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  54. – ch-aviation.ch - Lufthansa Cityline (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  55. ch-aviation.ch – Lufthansa Cargo (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  56. ch-aviation.ch – Swiss (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  57. ch-aviation.ch – Swiss European Air Lines (englisch) abgerufen am 23. November 2013
  58. airfleets.net – Fleet age Lufthansa (englisch) abgerufen am 27. Oktober 2013
  59. Seite mit den technischen Daten zur ERJ 195 bei LH
  60. Seite mit den technischen Daten zur ERJ 190 bei LH
  61. Übersicht über die Taufnamen in der Lufthansa Flotte (leider nicht mehr ganz aktuell)
  62. Erste A380 der Lufthansa heißen „Frankfurt am Main“ und „München aero.de vom 5. Februar 2010, abgerufen am 22. August 2010.
  63. presse.lufthansa.com
  64. aero.de - Airbus bucht drei A380 von Lufthansa aus 7. Oktober 2013
  65. Lufthansa tauft ersten A380. Spiegel Online, 19. Mai 2010, abgerufen am 15. Juni 2010.
  66. lh-taufnamen.de
  67. Zehnter Lufthansa Airbus A380 soll „Brüssel“ heißen. Aero.de, 22. Februar 2012, abgerufen am 22. Februar 2012: „Der zehnte Airbus A380 der Deutschen Lufthansa soll den Taufnamen „Brüssel“ erhalten. Dies erfuhr aero.de aus Unternehmenskreisen. Die MSN073 wartet gegenwärtig am Airbus-Werk in Hamburg auf ihre Lackierung.“
  68. lh-taufnamen.de
  69. A380 startet zum ersten Linienflug nach Tokio. Spiegel Online, 11. Juni 2010, abgerufen am 15. Juni 2010.
  70. {{Internetquelle|url=http://www.businesstraveller.asia/asia-pacific/news/lufthansa-temporarily-replaces-a380-with-b747-4}
  71. Flaggschiff nimmt zweites Langstreckenziel auf; Johannesburg folgt. Lufthansa.com, abgerufen am 1. September 2010.
  72. http://presse.lufthansa.com/de/meldungen/view/archive/2011/january/27/article/1866.html
  73. http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/specials/booking?nodeid=2016368&l=de&cid=18002
  74. airliners.de – Lufthansa mit A380 nach Houston 14. Dezember 2011.
  75. aero.de: China genehmigt Lufthansa zweite A380-Linie, 14. Dezember 2011.
  76. presse.lufthansa.com – Zu Nikolaus bringt Lufthansa ihre A380 nach München 5. Oktober 2011.
  77. First Class am Flughafen Lufthansa.com, 19. Dezember 2006.
  78. Lufthansa startet neue First Class in 2008, finanznachrichten.de, 19. Dezember 2006.
  79. PTV – Personel TV List, mucforum.de
  80. Zugeständnis an Vielflieger: Lufthansa beendet den Meilenkrieg. Spiegel-Online, 11. Februar 2013, abgerufen am 20. Februar 2013.
  81. a b Niels Klußmann; Arnim Malik: Lexikon der Luftfahrt. Springer, ISBN 3-540-49096-5, S. 399.
  82. http://www.focus.de/reisen/fliegen/mitkindernfliegen/schulkinder_aid_22748.html
  83. http://www.lufthansa.com/de/de/Alleinreisende-Kinder#ancAbT9
  84. Geschäftsbericht Lufthansa 2008, S. 88
  85. Scheduled Freight Tonne - Kilometres. In: iata.org. Abgerufen am 20. September 2013 (englisch).
  86. aero.de: „Lufthansa begräbt Jade Cargo“
  87. „Die Tiger-Fracht – Lufthansa-Cargo in Asien“, Aero.de, 29. April 2007
  88. Geschäftsbericht Lufthansa 2008, S. 97
  89. Geschäftsbericht Lufthansa 2009, S. 99
  90. Geschäftsbericht Lufthansa 2008, S. 109
  91. Geschäftsbericht Lufthansa 2009, S. 111
  92. Geschäftsbericht Lufthansa 2008, S. 108/109
  93. Geschäftsbericht Lufthansa 2008, S. 103
  94. a b c Website von Lufthansa Systems, abgerufen 29. Juli 2010.
  95. „Company Profile“ von Lufthansa Systems (PDF, englisch), abgerufen 29. Juli 2010.
  96. www.honcircle.com
  97. Thomas Cook plc – Press Release 2009 Interim Results Announcement (PDF, englisch) 14. Mai 2009.
  98. Christoph Weber, in „Fliegen heißt Siegen. Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa“, Dokumentation 2009, produziert vom WDR
  99. Emissionshandel im Luftverkehr
  100. FAZ 15. April 2007
  101. Latest Visit of Lufthansa to Waterland Semarang Office and Purwodadi plantations
  102. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLufthansa auf dem Irrflug – Agrosprit bedeutet Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen. In: Rettet den Regenwald e. V. 13.07.2011, abgerufen am 8. März 2013.
  103. PDF bei www.regenwald.org
  104. [1]
  105. Lufthansa-Chef: Nachtflugverbot gefährdet 7300 Jobs
  106. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  107. www.ebersheimer-album.de
  108. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  109. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  110. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  111. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  112. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  113. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  114. Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net
  115.  Verfrühter Beifall. In: Der Spiegel. Nr. 38, 1993, S. 280f (20. September 1993, Aus dem Spiegel-Artikel ist im 3. und 5. Absatz zu entnehmen, wer das Opfer war („Kopilot“) und welche (zusätzliche) Funktion dieser hatte (den Kapitän auf Einsatztauglichkeit nach Krankheit zu prüfen, nicht ihn auszubilden), online).
  116. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  117. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  118. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  119. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  120. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  121. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  122. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  123. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  124. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  125. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  126. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  127. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  128. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  129. http://www.polizei.bayern.de/oberbayern_nord/news/presse/aktuell/index.html/197531
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Dieser Artikel wurde am 12. Februar 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
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