Eurythmie

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Eurythmistin während einer Aufführung

Eurythmie (altgr. εὖ eu „gut“, „richtig“ und ῥυθμὀς rhythmόsRhythmus“, Form, Proportion, Zustand, Gestalt, Haltung[1]) kann mit „Gleich- und Ebenmaß in der Bewegung“ oder „schöne Bewegung“ übersetzt werden. Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts (ab 1911) durch den esoterischen Geisteswissenschaftler und Künstler Rudolf Steiner (1861–1925) entwickelt wurde. Sie entstand zur gleichen Zeit wie etwa die Rhythmische Gymnastik nach Émile Jaques-Dalcroze (1865–1950) und die tänzerischen Ausdrucksformen nach Rudolf von Laban (1879–1958). Der Entstehungszeitpunkt der Eurythmie fiel mit anderen expressionistischen Kunstbestrebungen zusammen, Altes wurde aufgebrochen, um Neues zu finden.[2] In Amerika suchten etwas früher u. a. Loïe Fuller, Isadora Duncan und Ruth St. Denis nach neuen Inhalten und Ausdrucksformen im Tanz. Steiner schuf zwischen 1911 und 1925 mit der Eurythmie eine expressionistische Kunst, eine Gebärdensprache, die dasjenige durch den ganzen Leib als bewegte Plastik auszudrücken vermag, was durch Sprache sehr umständlich zu beschreiben und vermitteln ist, bzw. Gedichte und Tonstücke sichtbar umzusetzen.[3] Er entwickelte in dieser Zeit eine Vielzahl von einfachen bis komplexen Eurythmieformen zu Gedichten und Tonstücken, die heute auch als Choreografien bezeichnet werden, deren Verständnis und Beherrschung ein Ziel einer Eurythmieausbildung ist. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst und als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Im Rahmen der anthroposophischen Medizin entstand als eine eigene Form die Heileurythmie.

Die ersten Eurythmieschulen wurden 1924 in Dornach[4] und in Stuttgart begründet.[5]

Ziel und Inhalt der Eurythmie[Bearbeiten]

Eurythmie ist aus der Sicht ihres Schöpfers die Kunst, in Sprache und Musik wirksame Gesetzmäßigkeiten und Beziehungen durch menschliche Bewegung sichtbar zu machen. Hierzu werden verschiedene Gestaltungsmittel wie Gesten, Farben und Raumformen eingesetzt.

Die Eurythmie kann geistige Inhalte durch Körperbewegungen und Gesten (Sinn-, Laut-, Satz-, Ton- und Motivgebärden) darstellen. Dazu werden Texte und Musik mit Hilfe einer breiten Palette an interpretatorischen Möglichkeiten in Bewegungen umgesetzt. Die Möglichkeit des Ausdrucks auch von Sprache und Lauten unterscheidet Eurythmie dabei von vielen anderen rhythmischen Darstellungsformen. Zwar gibt es auch andere Bewegungsinszenierungen, die auf Sprache aufbauen, aber keine davon hat soviele Ausdrucksmittel für Lyrik und Prosa in einem vergleichbaren Maße wie die Eurythmie. Der eurythmische Künstler ist angehalten ständig weitere Gebärden zu finden. In der Eurythmie besteht ein großer Teil der Inszenierungen aus dieser sogenannten Sprach- bzw. Lauteurythmie.

Das Goetheanum: Ort zahlreicher Eurythmie-Aufführungen

In der Interpretation von musikalischen Werken ist das Grundgerüst des Takts oft nur ein Teilaspekt. Hinzu kommen Tonart, Stilrichtung sowie emotionaler und geistiger Gestus. Im Gegensatz zum klassischen Ballett – oder auch moderneren Tanzformen – verwendet die Eurythmie keine festgelegten Posen oder abstrakte Bewegungsabläufe.

In Eurythmie-Aufführungen werden dramatische, epische und lyrische, aber auch humoristische Werke der Sprach- und Musikdichtung aller Epochen als „beseelte sichtbare Sprache“ und „sichtbarer Gesang“ zur Darstellung gebracht. Dies geschieht sowohl in choreographischen Gruppeninszenierungen, wie in solistischer Form. Eine bekannte Bühneninszenierung, in der die Eurythmie Verwendung findet, ist die Aufführung der ungekürzten Fassung von Goethes Faust I und II am Goetheanum in Dornach.

Die sogenannte „Heileurythmie“ wird von einigen deutschen Krankenkassen als Heilmittel anerkannt.[6]

Seit den 1980er Jahren wurde die anfangs unter dem Begriff Betriebseurythmie bekannt gewordene und dort auch angewendete Eurythmie in sozialen Arbeitsfeldern zur Sozialeurythmie weiterentwickelt. Die Sozialeurythmie soll dem Ausgleich einseitiger Bewegungsabläufe sowie der Weckung von Kreativität dienen.

Die Eurythmie ist reguläres Unterrichtsfach an Waldorfschulen. Sie wird von der ersten bis zur zwölften Klasse unterrichtet. Bereits im Waldorfkindergarten wird Eurythmie spielerisch mit den Kindern geübt. An staatlichen Schulen hingegen tritt das Fach nicht im Curriculum auf.

Ausbildung[Bearbeiten]

Eurythmie wird an verschiedenen Eurythmie- und Kunstschulen in mehrjährigen Berufsausbildungen und Hochschulstudiengängen gelehrt; für pädagogische Eurythmie, Heileurythmie und Sozialeurythmie gibt es ergänzende Berufsausbildungen. Von professionellen Eurythmisten werden, zusätzlich zu den eurythmischen Fähigkeiten, im Allgemeinen Grundkenntnisse in Poetik und Lyrik, Rezitation („Sprachgestaltung“ genannt), Anatomie, Musiktheorie, Farbenlehre, Choreografie, Bühnenbeleuchtung und der philosophisch-esoterischen Lehre der Anthroposophie erwartet. Für Eurythmielehrer und Heileurythmisten kommen hierzu noch pädagogische und medizinische Kenntnisse mit Schwerpunkt in der Waldorfpädagogik bzw. Anthroposophischen Medizin.

Entwicklung der Eurythmie-Anfangsjahre[Bearbeiten]

Tanzgeschichtlich kann die Entstehung der Eurythmie im Zusammenhang mit der Revolutionierung des Tanztheaters und des Körperbewussteins zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gesehen werden, die unter anderem von Isadora Duncan ausging.[7]

Die ersten Indizien für eine Beschäftigung Steiners mit Bewegungskunst gehen auf das Jahr 1908 zurück. In dieser Zeit hielt er Vorträge über das Johannes-Evangelium. Im Rahmen eines Vortrages fragte Rudolf Steiner die Malerin und Schriftstellerin Margarita Woloschin nach der Möglichkeit einer tänzerischen Umsetzung der betreffenden Schriftteile. Woloschins Antwort war "Ich glaube, man könnte alles tanzen, was man fühlt". Sie selbst ergriff aber nicht weiter die Initiative. So dauerte es weitere drei Jahre bis Rudolf Steiner mit seinen ersten Unterrichtsanweisungen die Eurythmie tatsächlich aus der Taufe hob.[8]

Beispielsatz zum Tanzen von Rudolf Steiner für Lory Maier-Smits. Bar-: Ruck nach oben; -bara saß: gedehnte Laute; stracks: Ruck nach unten; am Abhang: wellenförmige Bewegungen (nach Steiner/Smits/Beltle/Vierl[9])

Die erste Eurythmieschülerin war 1911 Lory Maier-Smits, die Tochter der Anthroposophin Clara Smits. Steiner trug ihr u. a. auf, vorwärts und rückwärts Alliterationen zu schreiten und dabei auf die alliterierenden Taktteile einen kräftigen Schritt zu tun und auf die Taktteile ohne alliterierenden Konsonanten gefällig den Arm zu bewegen. Maier-Smits hat später Steiners Anweisungen dokumentiert und als Lehrerin weitergegeben. Die anthroposophische Bewegungskunst bildete sich allmählich bei den Münchner Inszenierungen von Steiners Vier Mysteriendramen von 1910 bis 1913 unter Mitwirkung vor allem seiner Mitarbeiterinnen Mieta Waller und Marie von Sivers heraus. Den heute gebräuchlichen Namen schlug am 24. September 1912 Marie von Sivers vor. Nach dem Bau des Goetheanums in Dornach wurde dieses die Hauptbühne für Eurythmieaufführungen, etwa mit Tatjana Kisseleff.[10]

Körpersprache und Bewegung im Bühnenraum[Bearbeiten]

Choreographie[Bearbeiten]

Jede eurythmische Aufführung verwendet eine Choreografie, die in der Eurythmie oft als „Form“ bezeichnet wird. Durch die Form erscheint das musikalische oder sprachliche Kunstwerk im Raum. Kommentare wie Taktangaben bei der Toneurythmie oder Textzeilen bei der Lauteurythmie verdeutlichen den Bezug der Form zum interpretierten Kunstwerk. Auf Formen finden sich oft auch Kostümangaben, Vorgaben zu Requisiten, Schleiern und Gewandfarbe und zur Farbe der im Verlauf der Interpretation wechselnden Bühnenbeleuchtung.

Bei der Entwicklung der Form steht das Kunstwerk und seine Interpretation im Mittelpunkt. Es wird versucht, die innere Dynamik der Vorlage durch Bewegungen im Raum abzubilden. So ist es im Bereich der Toneurythmie beispielsweise möglich, höhere oder lautere Töne durch die Bewegung nach vorne und tiefere oder leisere Töne durch Gang nach hinten zu betonen. Änderungen im Rhythmus der Musik werden durch schnellere oder langsamere Schritte dargestellt. Zumeist besteht die Gesamtdarstellung eines Kunstwerks aus mehreren Formen, in denen sich auch Wiederholungen und Variationen des Kunstwerks widerspiegeln. Auch können verschiedene Eurythmisten oder Gruppen zur gleichen Zeit unterschiedliche Formen laufen. Die verschiedenen Stimmen eines Musikstückes werden etwa häufig von unterschiedlichen Gruppen dargestellt. Im Bereich der Lauteurythmie ist vorwiegend eine strophen- oder versweise Variation der einzelnen Gruppen und Formen anzutreffen.

Neben der Form gelten die Gebärden als zweite Grundlage der eurythmischen Darstellung. Die elementarsten Gebärden sind Bewegungen des eigenen Körpers in den sechs Raumrichtungen, also Aufrichten, Zusammenziehen und Beugen des Körpers. Diese Bewegungen werden überlagert von Bewegungen der Arme. Für diese gibt es eine Reihe von Hauptgebärden für Töne, Intervalle und Laute, die jedoch in ihrer Größe und Ausrichtung im Raum, in ihrer Reihenfolge und in der Verknüpfung untereinander vielfältig variiert werden können, sodass sich zusammen mit der Form eine Vielzahl von Bewegungskombinationen ergibt, die dem Künstler Freiraum zur Interpretation gewähren. Einige Formen schränken den interpretativen Spielraum jedoch stärker ein. Die oft so genannten „Apollinischen Formen“ etwa richten sich streng nach der Grammatik und dem Sinnzusammenhang der Sprache. Für jede Art von Satzkomponente, Wortart sind jeweils bestimmte Bewegungen vorgegeben. So werden in der apollinischen Methode etwa Satzkomponenten, die etwas „Geistig-Wesenhaftes“ bezeichnen, in der Choreografie mit einem zum Publikum geöffneten Bogen gelaufen. Da die Natur der Apollinischen Formen in einer starken Formalisierung liegt, lassen sich diese Choreographien begrenzt nach Regeln konstruieren. Apollinische Sinngesten richten sich wie die Apollinischen Formen nach der Grammatik und dem Sinnzusammenhang der Sprache und finden im gleichen Zusammenhang Verwendung. Bindewörter werden etwa mit einem Kopfnicken ausgedrückt.

Heileurythmie[Bearbeiten]

Heileurythmie ist eine spezielle Therapieform aus der Anthroposophischen Medizin, die seit 1921 von Rudolf Steiner unter Mitarbeit von Ita Wegman aus den Bewegungsformen der Eurythmie entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Einzel-Therapie, die von anthroposophischen Therapeuten angeleitet wird. Nach einem Urteil des deutschen Bundessozialgerichts[11] können die Kosten für Heileurythmie von den gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet werden. Wenige gesetzliche Krankenkassen haben einen Rahmenvertrag über Integrierte Versorgung mit Anthroposophischer Medizin – etwa mit dem Berufsverband Heileurythmie – abgeschlossen, laut dem die Kosten für Heileurythmie regelmäßig vergütet werden.

Im Rahmen der anthroposophisch erweiterten Medizin wird Heileurythmie bei akuten, chronischen oder degenerativen Erkrankungen des Nervensystems, des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechselsystems und des Bewegungsapparates angewendet. Weitere Anwendungsgebiete sind kindliche Entwicklungsstörungen und Behinderungen sowie Psychosomatik, Psychiatrie, Augen- und Zahnheilkunde. In den letzten Jahren sind einige alternativmedizinische Untersuchungen veröffentlicht worden, die die Wirkung von Heileurythmie in verschiedenen Kontexten belegen wollen.[12] Wissenschaftlich ist die Heileurythmie – wie andere alternativmedizinische Verfahren – allerdings nicht anerkannt. Es gibt keinen Wirksamkeitsnachweis über kontrollierte und qualitätsgesicherte Studien.[13]

In der Heileurythmie wird eine Erkrankung als Störung der leiblichen, seelischen und geistig-individuellen Ebenen des Menschen betrachtet. Gezielte Bewegungsübungen sollen die gestörten Bereiche wieder in ein harmonisches Gleichgewicht bringen. Dabei zielen die heileurythmischen Bewegungen auf eine Beeinflussung der Empfindungen des Patienten von außen nach innen, also entgegengesetzt zu dem Vorgang menschlicher Gemütsäußerungen, bei dem sich Empfindungen von innen nach außen durch Mimik und Gestik äußern. Hintergrund ist eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Anthroposophen glauben, dass körperliche Erkrankungen oft seelische Ursachen haben und seelische Störungen umgekehrt auch organisch bedingt sein können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Rudolf Steiner[Bearbeiten]

  • Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele (= GA 277). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 3. A. 1999, ISBN 3-7274-2770-1
  • Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie (= GA 277a). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 3. A. 1998, ISBN 3-7274-2775-2
  • Eurythmie als sichtbarer Gesang. Ton-Eurythmie-Kurs (= GA 278). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 3. A. 1998, ISBN 3-7274-2781-7; als Taschenbuch (Tb 743): ISBN 3-7274-7430-0
  • Eurythmie als sichtbare Sprache. Laut-Eurythmie-Kurs (= GA 279). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 5. A. 1990, ISBN 3-7274-2790-6; als Taschenbuch (Tb 714): ISBN 3-7274-7180-8
  • Eurythmie – Die neue Bewegungskunst der Gegenwart. Sonderausgabe als Taschenbuch (aus GA 277–279): (hg. v. Edwin Froböse). Rudolf Steiner Verlag (Tb 642), Dornach 1991, ISBN 3-7274-6420-8

Andere Autoren[Bearbeiten]

  • Annemarie Dubach-Donath: Die Grundelemente der Eurythmie. Verlag am Goetheanum, Dornach 1928; 6. A. 1988, ISBN 3-7235-0028-5
  • Lory Maier-Smits, Erste Lebenskeime der Eurythmie (aus Aufsätzen von 1951). In: Erinnerungen an Rudolf Steiner. Freies Geistesleben, Stuttgart 1979; 2. erw. A. 2001, ISBN 3-7725-1979-2
  • Magdalene Siegloch: Lory Maier-Smits. Die erste Eurythmistin und die Anfänge der Eurythmie. Verlag am Goetheanum (Pioniere der Anthroposophie 12), Dornach 1993, ISBN 3-7235-0689-5
  • Magdalene Siegloch: Eurythmie. Eine Einführung. Freies Geistesleben, Stuttgart 1990; Neuausgabe (als Taschenbuch) 1997, ISBN 3-7725-1237-2
  • Rüdiger Grimm (Hg.): Heilende Kräfte in der Bewegung. Die Anwendung der Heileurythmie in der Heilpädagogik. Freies Geistesleben, Stuttgart 1997, ISBN 3-7725-1589-4
  • Arfst Wagner (Hg.): Eurythmie. Aufbruch oder Ende einer jungen Kunst? Flensburger Hefte (FH 73), Flensburg 2001, ISBN 3-935679-01-7
  • Michael Brater u. a.: Betriebseurythmie. Ein Übungsweg zu Teambildung und beweglicher Arbeitsorganisation. Freies Geistesleben, Stuttgart 2002, ISBN 3-7725-1109-0
  • Beatrix Hachtel, Angelika Gäch: Bibliographie Heileurythmie. Veröffentlichungen 1920–2005. Natur Mensch Medizin, Bad Boll 2007, ISBN 3-928914-16-2
  • Eva Froböse (Hg.), Rudolf Steiner über Eurythmische Kunst. DuMont Buchverlag, Köln 1983, ISBN 3-7701-1527-9
  • Sylvia Bardt: Eurythmie als menschenbildende Kraft. Freies Geistesleben, Stuttgart 1998, ISBN 3-7725-0276-8
  • Tatjana Kisseleff: Eurythmie-Arbeit mit Rudolf Steiner.Verlag Die Pforte, Basel 1982, ISBN 3-85636-062-X
  • Thomas Parr: Eurythmie. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 1, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 545–547.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heike Klünker: Rhythmόs: Ausdruck des Lebendigen in Christian Rittelmeyer und Heike Klünker, Lesen in der Bilderschrift der Empfindungen. Verlag Freies Geistesleben. Stuttgart 2005
  2. Gabriele Brandstetter: Tanz-Lektüren. Körperbilder und Raumfiguren der Avantgarde. Fischer (TB.), Frankfurt a. M 1995
  3. Rudolf Steiner: Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele. Ansprachen zu Eurythmie-Aufführungen 1918-1924. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999
  4. Tatjana Kisseleff: Ein Leben für die Eurythmie. Autobiographisches ergänzt von Brigitte Schreckenbach. Verlag Ch. Möllmann, Borchen 5. A. 2008, ISBN 978-3-89979-038-2
  5. Rudolf Steiner: Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie (= GA 277a). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 3. A. 1998, ISBN 3-7274-2775-2
  6. Stiftung Warentest, Alternative Behandlungsverfahren – Was die Krankenkassen bezahlen, Pressemitteilung vom 17. Januar 2006; eine Übersicht bei Infoblatt zum Kassenwechsel (PDF; 69 KB)
  7. Gabi Vettermann: Rudolf Steiner. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, hrsg. v. Ludwig Fischner, Stuttgart 2006
  8. Rudolf Steiner: Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie (= GA 277a). Rudolf Steiner Verlag, Dornach 3. A. 1998, ISBN 3-7274-2775-2
  9. Die Grafik folgt einem Werk von Rudolf Steiner (1861-1925) gemäß dessen Weitergabe durch Eleonore Maier-Smits, Erika Beltle und Kurt Vierl in: Lory Maier-Smits: Erste Lebenskeime der Eurythmie. In: Erika Beltle, Kurt Vierl: Erinnerungen an Rudolf Steiner. Gesammelte Beiträge aus den „Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland“ 1947-1978. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1979, S. 104-119 (S. 105)
  10. Siehe in: Bodo von Plato, Anthroposophie im 20. Jahrhundert, Verlag am Goetheanum, Dornach 2003, ISBN 3-7235-1199-6
  11. Bundessozialgericht der Bundesrepublik Deutschland, Urteil vom 22. März 2005 (Aktenzeichen B 1 A 1/03 R)
  12. z.B. Hamre et al., Eurythmy therapy in chronic disease: a four-year prospective cohort study. BMC Public Health 2007, 7 (61): DOI 10.1186/1471-2458-7-61 (http://www.biomedcentral.com/1471-2458/7/61). Deutsche Übersetzung: http://www.ifaemm.de/Abstract/PDFs/HH08_4.pdf
  13. Bislang gibt es nur eine Metastudie zu Heileurythmie. Sie wurde 2008 in dem alternativmedizinischen Journal Complementary and Alternative Medicine (Impact Factor 2.20) veröffentlicht. Sie stützt sich auf acht Studien, von denen allerdings keine medizinischen Standards genügt (kontrolliert, randomisiert, mit Referenzgruppe). Die Studien stammen ebenfalls aus alternativmedizinischen Publikationen. Als Ergebnis betonen die Autoren, dass eine spezifische Wirksamkeit nicht nachgewiesen sei. Sie bezeichnen Heileurythmie aber als potentiell relevanten Zusatz zu einer komplexen therapeutischen Intervention und regen weitere Forschung an: "EYT could be regarded as a potentially relevant add-on in a complex therapeutic concept which intends to support health and well-being (salutogenesis), although its specific relevance remains to be clarified. Well performed controlled studies with defined indications and treatment regimes are highly recommended." Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Magdalena Majorek and Peter F Matthiessen: Eurythmy Therapy in clinical studies: a systematic literature review, BMC Complementary and Alternative Medicine 2008, 8:8 doi: 10.1186/1472-6882-8-8, online: http://www.biomedcentral.com/1472-6882/8/8. Der Artikel listet auch alle relevanten Studien bis 2008 auf. In etablierten wissenschaftlichen Studien wird Eurythmie nicht behandelt.