FL Studio

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FL Studio
Entwickler Image-Line Software
Aktuelle Version 11.1.1
(10. September 2014)
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie DAW, Sequenzer
Lizenz proprietär
Deutschsprachig nein
www.image-line.com

FL Studio (ehemals Fruity Loops) ist eine Digital Audio Workstation des belgischen Unternehmens Image-Line Software. Das Programm ermöglicht das Komponieren von Musikstücken mithilfe von Samples, Software-Synthesizern und externen MIDI-Geräten, die Aufnahme und Bearbeitung von Tonmaterial und die musikalische Darbietung in Echtzeit.

Eine funktionseingeschränkte Version für mobile Geräte mit Apple iOS und Android existiert unter dem Namen FL Studio Mobile.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Der Arbeitsbereich von FL Studio ist in verschiedene Fenster unterteilt.

Im Channel Window werden virtuelle Instrumente und die dazugehörigen MIDI-Spuren verwaltet. MIDI-Daten können mit der Tastatur oder mit externen MIDI-Geräte aufgenommen werden. Die Bearbeitung und manuelle Eingabe findet im Piano Roll statt.

In der Playlist werden Tonspuren und Audiodateien als Audio Clips, MIDI-Daten als Pattern Clips und Automationskurven als Automation Clips organisiert und angeordnet.

Im Mixer werden die, den verschiedenen Kanälen zugewiesenen, Klangquellen in ihrer Lautstärke und Panorama-Position angepasst und mit virtuellen Effekten wie beispielsweise einem Equalizer oder einem Kompressor versehen.[1]

Mit dem Browsers werden Dateien gesucht und per Drag and Drop in die verschiedenen Fenster des Arbeitsbereiches gezogen.

Virtuelle Effekte und Instrumente[Bearbeiten]

FL Studio unterstützt die Einbindung von VST-Erweiterungen, die es als virtuelle Effekte ermöglichen, bestehende Klangquellen zu verändern und als virtuelle Instrumente Klänge zu generieren. Es können sowohl die zum Lieferumfang gehörenden VST-Erweiterungen, als auch die VST-Erweiterungen von unabhängigen Drittanbietern verwendet werden.

Neben den mitgelieferten virtuellen Effektgeräten und Synthesizern, können mit dem virtuellen Sampler und dem virtuellen Drumcomputer Audiodateien modifiziert und in das Projekt eingebettet werden.

Dank ASIO-Fähigkeit können die Instrumente nahezu latenzfrei (d. h. in Echtzeit, ohne zeitliche Verzögerung) angespielt werden (eine ASIO-kompatible Soundkarten-/Treiberkombination vorausgesetzt).

Hintergründe[Bearbeiten]

Vertrieb und Produktpolitik[Bearbeiten]

FL Studio wird als die im Funktionsumfang eingeschränkte Fruity Edition und die vollwertige Producer Edition vertrieben. Darüber hinaus kann man das Signature Bundle erwerben und erhält Zugriff auf zusätzliche VST-Erweiterungen.

Ursprünglich konnte man FL Studio lediglich über das Internet beziehen, inzwischen ist eine Boxed-Version auch im Fachhandel erhältlich.

Das Aktualisieren von FL Studio auf neuere Versionen ist durch das Lifetime Free Update kostenfrei und uneingeschränkt möglich.[2]

Entwicklung[Bearbeiten]

Agierte die Software, entwickelt von Didier Dambrin, in der ersten Version 1.0 im Jahr 1997 noch als reiner MIDI-Drumcomputer,[3] wurde der Funktionsumfang bald um VST- und DirectX-Unterstützung erweitert. Spätere Releases machten FL Studio zu einer komplexen Digital Audio Workstation-Software. Entwickelt wurde die Software mit der Entwicklungsumgebung Delphi.[4]

In Version 11 der Software wurde der Live-Modus der Playlist als Performance Mode neu implementiert.

Nutzer[Bearbeiten]

Zahlreiche etablierte Produzenten verwenden FL Studio, darunter Madeon, Avicii, Brian Transeau, Basshunter, Martin Garrix, Deadmau5, Feed Me, Mike Oldfield, 9th Wonder und Afrojack.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Marco Schillig: FL Studio in der Praxis. Die Referenz für Einsteiger und Profis. PPV-Medien, Bergkirchen 2006, ISBN 3-937841-04-0.
  •  Jim Aikin: Fruityloops. The Ultimate Electronic Virtual Music Studio. Wizoo, Bremen 2003, ISBN 0-8256-2712-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Steinwachs: Test: Image Line, FL Studio 10, Sequencer. In: AMAZONA.de. proxenos GmbH, 4. Januar 2012, abgerufen am 24. April 2014.
  2. Lifetime free updates. Free FL Studio updates for life! Image-Line, abgerufen am 24. April 2014 (englisch).
  3. Image-Line FL Studio 9. Music Tech review. MusicRadar, abgerufen am 24. April 2014 (englisch).
  4. FL Studio History. Version History. Image-Line, abgerufen am 24. April 2014 (englisch).
  5. FL Studio Power Users. Image-Line, abgerufen am 24. April 2014 (englisch).