FL Studio

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FL Studio
Entwickler Image-Line Software
Aktuelle Version 10.0.9
(20. November 2011)
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie Musiksoftware
Lizenz proprietär
Deutschsprachig nein
www.flstudio.com

FL Studio (vormals Fruity Loops) ist ein patternbasierter Software-Sequenzer der Firma Image-Line Software. Das Programm bietet Möglichkeiten, Samples, Software-Synthesizer und externe MIDI-Geräte zur Erzeugung eines Musikstückes zu benutzen.

Das Programm ist nur unter Windows-Betriebssystemen lauffähig. Eine abgespeckte Version für mobile Endgeräte existiert unter dem Namen FL Mobile.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie

Ursprünglich vermarktet unter dem Namen "Fruity Loops", nannte der Hersteller das Produkt in FL Studio um, da es in den vereinigten Staaten Rechtsstreitigkeiten mit Kellogg's gab. Außerdem implizierte das im alten Namen enthaltene Loops laut Image Line, dass zur Musikkomposition Loops benutzt werden; Professionelle Künstler würden dies abschreckend finden. Auch von Fruity sah man ab, da dieses Wort vor allem im US-amerikanischen Bereich missverstanden werden könnte. [1]

[Bearbeiten] Funktionsweise

Das Programm bietet die Möglichkeit, das Schritttempo nach Belieben zu verändern. Dies, kombiniert mit der Möglichkeit, Samples zu integrieren und diese auch auf Tempo, Pitch, Tonhöhe etc. bearbeiten zu können, macht das Programm für Künstler jeden Genres zugänglich. Das Programm ist vor allem in der elektronischen Szene beliebt, da es viele Filter für Verzerrung (Distortion), Bass-Boost, Echo, Reverb uvm. gibt, die bei elektronischer Musik üblicherweise verwendet werden.

[Bearbeiten] Patterns

Patterns können mithilfe des Step Sequencers oder der Piano Roll, welche eine genauere Bearbeitung zulässt, erstellt werden. Hierbei wird für jede Note innerhalb der Dauer eines Patterns die Tonhöhe, die Dauer und eine Reihe weiterer Parameter einzeln festgelegt (die Pattern-Erstellung kann sowohl manuell im Programm als auch durch direkte Aufnahme von MIDI-Signalen erfolgen). Im Gegensatz zu anderen Programmen und Drumcomputern können Patterns beliebige Längen besitzen und beliebig verschoben und geschnitten werden.

[Bearbeiten] Arrangement

Einzelnen Patterns werden in der Playlist arrangiert. In diesem Bereich können auch dynamische Hüllkurven kreiert werden, die auf frei wählbare Parameter, etwa die eines Synthesizers, gelegt werden können. Audiosamples können auch als gewöhnliche Tonspuren in der Playlist verwendet werden, was mehr Freiheit als bei Verwendung in Patterns bietet.[2]

[Bearbeiten] Klangerzeugung

Zur Klangerzeugung dienen Samples, welche mit dem integrierten Sampler bearbeitet und abgespielt werden können, oder Synthesizer-Plugins, von denen einige grundlegende mitgeliefert werden. Es ist auch möglich, beliebige VST-Instrumente oder auch DirectX-Plugins hinzuzuziehen. Dank ASIO-Fähigkeit können die Instrumente nahezu latenzfrei (d.h. live, ohne zeitliche Verzögerung) angespielt werden (eine Soundkarten-/Treiberkombination, die dies unterstützt, vorausgesetzt).

[Bearbeiten] Synthesizer und Plugins

Wie jedes Sequencer-Programm in diesem Segment unterstützt auch FL Studio VST-Erweiterungen, um entweder Klang zu generieren oder den Klang eines bestehenden Instrumentes zu verändern. Zur Klangmodifikation liefert FL Studio mehrere eigens entwickelte Plugins mit, beispielsweise Reverb, Phaser, Flanger oder Chorus.

Auch Klanggenerierende VST-Erweiterungen gehören zum Lieferumfang der Software, dazu gehören neben diversen virtuellen Synthesizern etwa ein Vocoder oder ein Drumcomputer.

[Bearbeiten] Mixer

Im integrierten Mixer können die zuweisbaren Spuren von den Klangquellen mit verschiedenen Effekten wie beispielsweise Equalizer oder Kompressoren (für welche interne sowie externe Plugins zum Einsatz kommen können) versehen und gemischt werden. Parameter von Effekten und Instrumenten können zeitlich im Programm sowie über interne und externe MIDI-Quellen verändert und diese Veränderungen aufgezeichnet werden (Automation). Jeder Mixerkanal ist in der Lage, einen anderen Anzusteuern (Routing), ohne dabei direkt in den Master-Output zu gelangen.[2]

[Bearbeiten] Hintergründe

[Bearbeiten] Vertrieb und Produktpolitik

Die Software ist mittlerweile auch im Fachhandel erhältlich. Frühere Versionen konnten Produzenten lediglich im Internet erwerben.

Der Hersteller Image-Line verspricht beim Kauf der Software die sogenannte Lifetime-Free-Updates, die dem Käufer lebenslänglich kostenfreie Programmaktualisierungen auf folgende Versionen ermöglicht[3].

[Bearbeiten] Entwicklung

Agierte die Software, entwickelt von Didier Dambrin, in der ersten Version 1.0 im Jahr 1997 noch als reiner MIDI-Drumcomputer[4], wurde der Funktionsumfang bald um VST- und DirectX-Unterstützung erweitert. Spätere Releases machten FL Studio zu einer komplexen Digital Audio Workstation-Software. Entwickelt wurde die Software mit der Programmiersprache Delphi. [5]

Version 11 der Software befindet sich in Entwicklung und integriert einen Live-Modus in das Arrangement-Fenster.

[Bearbeiten] Nutzer

Zahlreiche etablierte Künster verwenden FL Studio, darunter Deadmau5, Avicii, Basshunter, 9th Wonder und Audiojack. [6]

[Bearbeiten] Literatur

  •  Marco Schilling: FL Studio in der Praxis. PPV Medien, 2006, ISBN 3937841040.
  •  Jim Aikin: Fruityloops: The Ultimate Electronic Virtual Music Studio. Music Sales Ltd, 2003, ISBN 0825627125.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Historie von FL Studio
  2. a b FL Studio 10 im Test auf amazona.de
  3. http://www.image-line.com/documents/lifetimefreeupdates.html Lifetime Free Updates auf der Herstellerseite
  4. FL Studio 9 Review auf musicradar.com
  5. Versionsgeschichte von FL Studio (archiviert)
  6. FL Studio: Power Users
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