Fatubossa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Suco Fatubossa
Der Suco Fatubossa liegt im Süden des Subdistrikts Aileu. Der Ort Fatubossa liegt im Norden des Sucos
Daten
Fläche 29,31 km²[1]
Einwohnerzahl 1.750 (2010)[2]
Chefe de Suco José da Costa
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Caicasa 8° 50′ S, 125° 32′ O-8.8383333333333125.530555555561958 1958 m
Coulau 8° 49′ S, 125° 33′ O-8.8161111111111125.544444444441557 1557 m
Erhetu 8° 50′ S, 125° 31′ O-8.8344444444444125.520277777781937 1937 m
Fatubessi 8° 49′ S, 125° 31′ O-8.8133333333333125.513333333331677 1677 m
Fatubossa 8° 48′ S, 125° 33′ O-8.7988888888889125.555833333331253 1253 m
Hoholete 8° 50′ S, 125° 33′ O-8.8286987008333125.55542171[4] ?
Liclaucana 8° 49′ S, 125° 34′ O-8.8216666666667125.558611111111740 1740 m
Fatubossa (Osttimor)
Fatubossa
Fatubossa

Fatubossa (Fatubosa) ist ein osttimoresischer Ort, Aldeia und Suco im Subdistrikt Aileu (Distrikt Aileu).

Der Ort[Bearbeiten]

Der Ort Fatubossa liegt im Norden des Sucos, auf einer Meereshöhe von 1253 m. Durch den Ort fließt der Daisoli, ein Nebenfluss des Nördlichen Lacló. Das Dorf wird von der Überlandstraße durchquert, die die Städte Aileu und Maubisse miteinander verbinden.[5]

Der Suco[Bearbeiten]

In Fatubossa leben 1.750 Einwohner (2010,[2] 2004: 2.031[6]). Über 72 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Fast 37 sprechen Tetum Prasa.[7] Der Suco liegt im Süden des Subdistrikts Aileu und hat eine Fläche von 29,31 km².[1] Nordwestlich liegt der Suco Liurai und nordöstlich der Suco Lahae. Im Süden grenzt Fatubossa an den zum Distrikt Ainaro gehörenden Subdistrikt Maubisse mit seinen Sucos Maubisse und Liurai. An der Nordgrenze zu Liurai-Aileu entspringt der Fluss Ormoi der in den Daisoli mündet.[8]

Abgesehen vom Ort Fatubossa an der Nordgrenze, sind die Siedlungen im Suco schlecht mit der Außenwelt verbunden. Oft sind sie nur zu Fuß oder mit dem Pferd zu erreichen.[9] Im Westen liegen die Dörfer Fatubessi und Erhetu und im Südwesten Caicasa (Kaikasa, Caicassa) und Teile von Bere-Tai (Beretai, Bertai), dass vom Nachbarsuco Liurai-Maubisse nach Fatubossa hineinreicht. Im Zentrum liegen die Dörfer Coulau (Kulau), Liclaucana (Lekuakuana, Lekilakuana) und Hoholete. Neben Fatubossa haben auch Fatubessi und Hoholete Grundschulen.[5][8]

Erhetu ist eines der letzten spirituellen Zentren der animistischen Religion Timors.[10]

Im Suco befinden sich die sieben Aldeias Caicasa, Coulau, Erhetu, Fatubossa, Hoholete, Liclaucana und Urhua.[11]

Geschichte[Bearbeiten]

In Fatubossa gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[12]

Während der Krise in Osttimor 1999 wurden Einwohner verschiedener Sucos Aileus von der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) aus ihrem Heim vertrieben Die Dörfer wurden systematisch zerstört und die Häuser nierdergebrannt. Indonesisches Militär und die Milizionäre fuhren ab dem 4. September herum und erschossen Nutztiere. Am selben Tag wurden die Einwohner von Fatubossa, Hoholete und Liclaucana gezwungen ihr Heim zu verlassen. In der Stadt Aileu wurden sie auf Lastwagen verladen und nach Atambua im indonesischen Westtimor deportiert.[12]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Augusto Seran zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann José da Costa.[14]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Get Coordinate - Wiki Koordinaten ermitteln
  5. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  6. Direcção Nacional de Estatística Zensus 2004
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatubossa (Tetum; PDF; 8,3 MB)
  8. a b Timor-Leste GIS-Portal (Version vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  9. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  10. District Pritory Tables: Aileu 2004 (PDF; 13,0 MB)
  11. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Portugiesisch; PDF; 323 kB)
  12. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Version vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Version vom 4. August 2010 im Internet Archive)

-8.7988888888889125.55583333333Koordinaten: 8° 48′ S, 125° 33′ O