Flerovium

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Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Flerovium, Fl, 114
Serie Unbekannt
Gruppe, Periode, Block 14, 7, p
CAS-Nummer 54085-16-4
Atomar
Atommasse 289 u
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f14 6d10 7s2 7p2
Physikalisch
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
286Fl

{syn.}

0,16 s α 10,7 282Cn
SS
287Fl

{syn.}

0,51 s α 10,44 283Cn
288Fl

{syn.}

0,8 s α 9,97 284Cn
289Fl

{syn.}

2,7 s α 9,85 285Cn
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Radioaktivität
Radioaktives Element

Radioaktives Element
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Flerovium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 114 und dem Elementsymbol Fl. Es zählt zu den Transactinoiden.

Geschichte[Bearbeiten]

Flerovium wurde vermutlich erstmals 1999 im Vereinigten Institut für Kernforschung bei Dubna (Russland) von Wissenschaftlern des Instituts und des Lawrence Livermore National Laboratory erzeugt. Die Entdeckung wurde im Juni 2011 von der IUPAC bestätigt, womit dieses Element offiziell Eingang in das Periodensystem der Elemente findet.[2] Am 30. Mai 2012 wurde der am 1. Dezember 2011 vorgeschlagene Name von der IUPAC angenommen.[3] Bis zu diesem Zeitpunkt hieß es Ununquadium, Symbol Uuq. Der neue Name wurde zu Ehren des russischen Physikers Georgi Fljorow (englische Transkription Flerov) vergeben.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das stabilste der bisher bekannten Flerovium-Isotope, 289Fl, besitzt mit 2,7 Sekunden eine im Vergleich zu im Periodensystem benachbarten Elementen lange Halbwertszeit. Das liegt daran, dass es sich bei der Ordnungszahl 114 um eine sogenannte magische Zahl der Kernphysik handelt; aufgrund abgeschlossener Nukleonenschalen im Kern sind solche Nuklide besonders stabil. Beim bisher noch nicht synthetisierten Isotop 298Fl würde es sich um einen doppelt magischen Kern handeln, d. h., auch die Neutronenzahl wäre eine magische Zahl. Man erwartet daher, dass die Halbwertszeit dieses Isotops noch deutlich höher liegt.

Literatur[Bearbeiten]

  • L. Stavsetra, K. E. Gregorich, J. Dvorak, P. A. Ellison, I. Dragojević, M. A. Garcia, H. Nitsche: Independent Verification of Element 114 Production in the 48Ca+242Pu Reaction. In: Phys. Rev. Lett. 103, 2009, S. 132502, doi:10.1103/PhysRevLett.103.132502.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flerovium – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dieses Element wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Robert C. Barber, Paul J. Karol, Hiromichi Nakahara, Emanuele Vardaci, Erich W. Vogt: Discovery of the elements with atomic numbers greater than or equal to 113 (IUPAC Technical Report). In: Pure Appl. Chem. 2011, Vol. 83, Nr. 7, S. 1485–1498, doi:10.1351/PAC-REP-10-05-01.
  3. iupac.org: „Element 114 is Named Flerovium and Element 116 is Named Livermorium“ (30. Mai 2012; abgerufen am 31. Mai 2012).