Franco Ferrara

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Franco Ferrara (vorne links)

Franco Ferrara (* 4. Juli 1911 in Palermo; † 6. September 1985 in Florenz) war ein italienischer Dirigent und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Ferrara studierte Violine, Klavier, Orgel und Komposition bei Angelo Consolini, Filippo Ivaldi, Antonio Belletti und Cesare Nordio an den Konservatorien Bologna und Palermo. Er trat in dieser Zeit als Violinist und Pianist auf und dirigierte eigene Kompositionen.

Von 1931 bis 1933 war er Mitglied des Orchestra dell'Augusteo in Rom und danach bis 1940 Konzertmeister am Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, wo er unter Dirigenten wie Vittorio Gui, Antonio Guarnieri, Victor de Sabata, Bruno Walter, Willem Mengelberg und Erich Kleiber arbeitete.

1938 debütierte Ferrara als Dirigent mit einem Konzert am Teatro Comunale di Firenze. Sein Ruf als Dirigent wurde durch ein Konzert gefestigt, das er 1939 in Rom mit dem Orchestra di Santa Cecilia gab. Er leitete das Orchester bis 1945. Daneben gab er Konzerte in Ungarn, Rumänien und Deutschland, u.a. mit den Berliner Philharmonikern und den Bamberger Symphonikern.

1948 zog sich Ferrara aus gesundheitlichen Gründen von der Konzerttätigkeit zurück. Er dirigierte aber weiterhin in Rundfunkaufzeichnungen Werke wie die Oper I due timidi von Nino Rota (Prix Italia 1951). Zur Eröffnung des 2. Kanals von RAI dirigierte er das Orchester und den Chor von RAI di Roma. Als Filmkomponist arbeitete er mit Federico Fellini, Michelangelo Antonioni und Luchino Visconti zusammen.

Von 1947 bis zu seiner Emeritierung 1981 unterrichtete Ferrarra an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom Orchesterleitung und Partiturlesen. Außerdem gab er ab 1958 Dirigierkurse in Perugia und ab 1959 in Hilversum. Viele bekannte Dirigenten wurden von ihm unterrichtet, darunter Edo de Waart, Emil Tschakarow, Gabriel Chmura, Zoltán Peskó, Riccardo Chailly, Aldo Ceccato, Gaetano Delogu, Gabriele Ferro, Hubert Soudant, Andrew Davis und Richard Vardigans[1].

Filmmusik[Bearbeiten]

  • 1953: Die Plünderung Roms (Il Sacco di Roma)
  • 1954: Aufstand im Inselparadies (La principessa delle Canarie)
  • 1957: Los jueves, milagro
  • 1960: Revak, der Sklave von Karthago (The Barbarians)
  • 1961: Drakut il vendicatore
  • 1963: Der Leopard, Mitarbeit als conductor and musical director

Literatur[Bearbeiten]

  • Ferrara, Franco. In: John L. Holmes: Conductors on Record. Greenwood Press, Westport 1982, ISBN 0-575-02781-9, S. 187.
  • Ferrara, Franco. In: Stefan Jaeger (Hrsg.): Das Atlantisbuch der Dirigenten. Eine Enzyklopädie. Atlantis, Zürich 1985, ISBN 3-254-00106-0, S. 137.
  • Ferrara, Franco. In: Alain Pâris: Klassische Musik im 20. Jahrhundert. 2. Auflage. dtv, München 1997, ISBN 3-423-32501-1, S. 243.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.talking-about-opera.de/zurperson.html Zur Person Richard Vardigans (Meisterschüler von Ferrara)