Fred Adlmüller

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Fred Adlmüller (* 16. März 1909 in Nürnberg; † 26. September 1989 in Wien) war Modeschöpfer in Wien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biographie

Der Hotelierssohn Fred Adlmüller besuchte in München die Volks- und Realschule, maturierte 1927 und war Volontär im Münchner Hotel "Vier Jahreszeiten". 1929 kam er nach Wien, um hier für die Weiterführung des heimatlichen Betriebs Erfahrungen zu sammeln, nahm aber eine Anstellung im Modehaus „Ludwig Zwieback & Brüder“ an, von wo er als Verkäufer ins Modehaus „Stone & Blyth“ wechselte und 1934 an seiner ersten Haute-Couture-Kollektion zu arbeiten begann.

Da der Eigentümer des Modehauses Ignaz Sass als Jude nach London emigrierte, führte Fred Adlmüller, der (wegen Scharlachs und später eines Nierenleidens) wehruntauglich war und nicht einrücken musste, für ihn bis zu seiner Rückkehr das Geschäft weiter. In dieser Zeit gehörte die künstlerische, politische und gesellschaftliche Prominenz zu seinen Kunden (unter anderen: Emmy Göring, Henriette von Schirach). Im Herbst 1945 konnte er die erste Nachkriegskollektion vorstellen.

Im Palais Esterhazy in der Kärntner Straße 41 eröffnete er sein eigenes Modehaus. Seine Damenmode, die unter anderem von in- und ausländischen weiblichen Stars und Politikergattinnen getragen wurde, wird als Haute Couture in femininem klassischen Stil beschrieben, er lieferte aber auch die Staatsfräcke für die Bundespräsidenten der 2. Republik.

Bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel erhielt er den Grand Prix für das schönste Hostessengewand. Zwischen 1973 und 1979 war Fred Adlmüller als ordentlicher Professor an der Hochschule für Angewandte Kunst tätig.

Nach seinem Tod wurde im Dorotheum der persönliche Nachlass am 20. Juni 1990 zugunsten des Malteser Ritterordens versteigert, die Versteigerung der Modellkleider erfolgte am 17. Jänner 1991. Er wurde in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 33 G, Nummer 77) bestattet.

[Bearbeiten] Filme

Für diese Filme gestaltete Fred Adlmüller die Kostüme:

  • Geständnisse einer Sechzehnjährigen (Regie: Georg Tressler, 1960)
  • Frauensee (Regie: Rudolf Jugert, 1958)
  • Unter 18 (Regie: Georg Tressler, 1957)
  • Wo die Lerche singt (Regie: Carl Lamac, 1956)
  • Kabarett (Regie: Willi Forst, 1954)
  • Sie (1954)
  • Illusion in Moll (Regie: Rudolf Jugert, 1952)
  • Höllische Liebe (Regie: Geza von Cziffra, 1949)
  • Der himmlische Walzer (Regie: Geza von Cziffra, 1948)

[Bearbeiten] Fred-Adlmüller-Stipendiumstiftung

Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien werden vom Fred-Adlmüller-Stipendium unterstützt, soferne sie österreichische Staatsbürger sind und von der Fred-Adlmüller-Stiftungskommission als stipendienwürdig erkannt wurden.

[Bearbeiten] Literatur

  • Reinhard Engel: Luxus aus Wien I. Czernin Verlag, Wien 2001. ISBN 3-7076-0121-8
  • E. Frottier; G. Bast (Hrsg.). W. F. Adlmüller Mode - Inszenierungen + Impulse. 256 S. Springer Wien, 2009. ISBN 978-3-211-89039-4.
  • Herbert Schill: Fred Adlmüller. Der Schönheit zu Diensten (Herbert Schill erzählt aus dem Leben des Modeschöpfers). Amalthea Signum Verlag, ISBN 3-85002-302-8

[Bearbeiten] Weblinks

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