G-Klasse (Royal Navy)

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G-Klasse von 1933 Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp:
Zerstörer
Verdrängung:
1.350 ts
HMS Grenville: 1.465 ts
Länge:
323 ft (98,5 m) HMS Grenville: 330 ft
Breite:
33 ft (10,05 m) HMS Grenville: 34 ft 6 in
Tiefgang:
12 ft 5 in (3,78 m)
HMS Grenville: 12 ft 9 in
Antrieb:
3 Dampfturbinen mit zusammen 34.000 PS HMS Grenville: 38.000 PS
Geschwindigkeit:
36 kn
Reichweite:
5.530 Seemeilen bei 15 kn
Besatzung:
145 Mann HMS Grenville: 175 Mann
Bewaffnung:
(als Neubau)
4 × 4,7-in-Schiffsgeschütze
HMS Grenville: 5 × 4,7 in

8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs
2 × vierfach HMS Glowworm 2 × fünffach 21-in-Rohre
20 Wasserbomben

Die G-Klasse war eine Schiffsklasse von acht Zerstörern, die als Teil des Marineprogramms von 1933 für die britische Royal Navy gebaut wurden. Ein neuntes Schiff, HMS Grenville, hatte einen etwas veränderten Entwurf, um als Flottillenführer zu dienen. Die Zerstörer der G-Klasse kamen im Zweiten Weltkrieg zu vielfältigen Kampfeinsätzen; sieben der neun Schiffe gingen während des Krieges verloren, eines wurde an die Royal Canadian Navy abgegeben, ein weiteres an die Polnische Marine.

Entwurf[Bearbeiten]

Der Entwurf für die G-Klasse beruhte im Wesentlichen auf dem Entwurf für die vorhergehende F-Klasse. Die geringfügigen Änderungen betrafen u.a. den Verzicht auf Marschturbinen. Vorschläge, modernere Kessel anstelle der bisherigen Niederdruckkessel einzubauen, wurden von der Admiralität abgelehnt.

HMS Grenville war im Vergleich zu den anderen Schiffen etwas größer, um den Kommandeur der Flottille, seinen Stab und weitere Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Soweit sie nicht frühzeitig verlorengingen, wurde die Ausrüstung und Bewaffnung der Zerstörer im Verlauf des Zweiten Weltkriegs teils erheblich modifiziert. Hierunter fallen etwa die Ausstattung mit Radar und dem Funkpeilungssystem Huff-Duff, mit zusätzlichen bzw. veränderten Geschützen, vor allem Flak und Schnellfeuerwaffen, sowie neuen Wasserbombenwurfvorrichtungen.

Kriegseinsatz[Bearbeiten]

Die Schiffe der G-Klasse wurden während des Zweiten Weltkriegs vor allem als Eskorten für Konvois und Kriegsschiffe und bei der Jagd auf U-Boote eingesetzt. Sieben der neun Schiffe gingen bei diesen Einsätzen verloren, allesamt durch Kampfhandlungen bzw. Minen. Im Gegenzug waren die Zerstörer der G-Klasse an der Versenkung von vier deutschen und drei italienischen U-Booten beteiligt, außerdem beschädigten sie einen deutschen Schweren Kreuzer und einen französischen Großzerstörer.

Die beiden überlebenden Schiffe waren nach dem Ende des Kriegs technisch veraltet und durch die jahrelangen Kriegseinsätze verbraucht und kaum noch verwendungsfähig.

Schiffe der G-Klasse[Bearbeiten]

Flottillenführer:

Literatur[Bearbeiten]

  • Maurice Cocker, Ian Allan: Destroyers of the Royal Navy, 1893–1981. ISBN 0-7110-1075-7.
  • Leo Marriot, Ian Allan: Royal Navy Destroyers since 1945. ISBN 0-7110-1817-0.
  • H. T. Lenton: British and Empire Warships of the Second World War, Greenhill Books, ISBN 1-85367-277-7.
  • Robert Gardiner (Hrsg.): Conway's All the World's Fighting Ships, 1922–1946. Naval Institute Press, ISBN 0-87021-913-8.
  • M. J. Whitley: Destroyers of World War II, An International Encyclopedia. Arms and Armour Press, 1988, ISBN 1-85409-521-8.

Weblinks[Bearbeiten]

siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: G and H class destroyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien