Gallipolis

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Gallipolis
Gallipolis (Ohio)
Gallipolis
Gallipolis
Lage in Ohio
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Ohio
County:

Gallia County

Koordinaten: 38° 49′ N, 82° 12′ W38.815277777778-82.1975175Koordinaten: 38° 49′ N, 82° 12′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 4180 (Stand: 2000)
Bevölkerungsdichte: 444,7 Einwohner je km²
Fläche: 9,9 km² (ca. 4 mi²)
davon 9,4 km² (ca. 4 mi²) Land
Höhe: 175 m
Postleitzahl: 45631
Vorwahl: +1 740
FIPS:

39-29204

GNIS-ID: 1077526
Website: www.gallianet.net/Gallipolis/index.htm

Gallipolis ist eine Gemeinde am Ohio River im Südosten des amerikanischen Bundesstaat Ohio. Gallipolis liegt im Gallia County, dessen County Seat sich in Gallipolis befindet. Bei der Volkszählung von 2000 hatte der Ort knapp 4.200 Einwohner, ein Rückgang von 18 % seit 1990, als der Ort noch knapp 5.100 Einwohner hatte. Orte mit weniger als 5.000 Einwohnern verlieren in Ohio den Status als City und zählen dann wieder als Dorf (Village),[1] allerdings gilt in Gallipolis verwaltungstechnisch weiterhin das Stadtrecht. Gallipolis ist somit ein Chartered Village.[2]

In Gallipolis befinden sich eine Reihe von denkmalgeschützten Gebäuden und Gebäudeensembles. Das 1819 erbaute dreistöckige Our House wurde 1970 in das National Register of Historic Places (NRHP) aufgenommen,[3] und wird heute von der Ohio Historical Society als Museum betrieben.[4] 1978 wurde der Wasserturm des Ohio Hospital For Epileptics im NHRP unter Denkmalschutz gestellt.[5] 1980 wurde das historische Zentrum als Gallipolis Public Square and Garden Lots Historic District in das NRHP aufgenommen, 2001 wurde dieser denkmalgeschützte Bereich um mehrere Blocks erweitert, und heißt nun Gallipolis Historic District.[6] Das Haus Gatewood des Kolumnisten O. O. McIntyre wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt.[7]

Geschichte[Bearbeiten]

Gallipolis wurde 1790 von französischen Siedlern gegründet, die von der Scioto Company für 20 Guineen pro Person die Schiffspassage sowie Grund und Boden in Ohio erworben hatten. Als die Siedler ankamen, stellte sich heraus, dass die Scioto Company statt Grundeigentum nur eine Kaufoption besessen hatte, und statt einer Siedlung nur primitive Hütten errichtet waren. Kurz darauf ging die Scioto Company bankrott, und die Kaufoption verfiel – das Land gehörte wieder ganz der Ohio Company. Nach mehreren Jahren war die Zahl der Siedler in Gallipolis durch Krankheit, Abwanderung und gewaltsamen Tod im Zuge der Indianerkriege stark dezimiert. 1792–93 war die Siedlung durch Indianerstämme eingeschlossen. 1794 gelang schließlich der Erwerb von 912 Acres für 1.100 Dollar von der Ohio Company. 1795 wurden den Siedlern vom US-Kongress weitere 20.000 Acres als Entschädigung zugesprochen.[8]

In Gallipolis befand sich die 1928 erbaute Silver Bridge über den Ohio River, die den Ort mit Point Pleasant in West Virginia verband. 1967 stürzte die Brücke ein, wobei 46 Menschen starben. 1969 wurde als Ersatz für die eingestürzte Brücke die Silver Memorial Bridge errichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodore Thomas Belote: The Scioto speculation and the French settlement at Gallipolis. University of Cincinnati Press, Cincinnati 1907. (Neuauflage bei B. Franklin, New York 1971. ISBN 0833702211.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ohio Revised Code, TITLE 7 VII: Municipal Corporations, CHAPTER 703: Classification.
  2. Ohio Secretary of State: The Ohio Municipal, Township and School Board Roster 2006-2007. Datei Villages, Einträge zu Gallipolis.
  3. OHIO - Gallia County im National Register of Historic Places, Eintrag #70000494.
  4. Museumshomepage zu Our House, Geschichte des Hauses
  5. OHIO - Gallia County im National Register of Historic Places, Eintrag #78002069.
  6. OHIO - Gallia County im National Register of Historic Places, Eintrag #80003027 zu Gallipolis Public Square and Garden Lots Historic District, bzw. Eintrag #01000899 zu Gallipolis Historic District.
  7. OHIO - Gallia County im National Register of Historic Places, Eintrag #86002877.
  8. Robert W. Richmond: A Nation Moving West: Readings in the History of the American Frontier. University of Nebraska Press, Lincoln 1966, S. 20–21. ISBN 0803251572

Weblinks[Bearbeiten]