Gaspar de Lemos

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Nachbau des Schiffs von Gaspar de Lemos

Gaspar de Lemos war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker.

Nach der Inbesitznahme Brasiliens durch Pedro Álvares Cabral für die portugiesische Krone am 21. April 1500 erhielt Gaspar de Lemos das Kommando über das Schiff, welches die Nachricht am 2. Mai 1500 nach Lissabon bringen sollte.

Auf seiner Reise hat er, wie Logbucheinträge belegen, am 5. Mai 1500 die damals noch unbekannte drittgrößte Bucht der Welt, die größte der südlichen Hemisphäre, entdeckt und an ihrer Einfahrt einen Stein hinterlassen, wie es damals bei den Portugiesen bei Entdeckungen üblich war. Er blieb 5 Tage in der Bucht, bevor er sich auf den Rückweg nach Portugal begab. Erst über ein Jahr später, am 1. November 1501, kam er als einer der Kapitäne mit Amerigo Vespucci zurück, der dann als offizieller Entdecker galt. Vespucci gab der Bucht den Namen des Tages der Entdeckung: „Allerheiligenbucht“ (portugiesisch: Bahia de Todos os Santos). An ihrer Küste liegt heute die Stadt Salvador (São Salvador da Baía de Todos os Santos), die erste Hauptstadt Brasiliens.

Am 1. Januar 1502 entdeckte Gaspar de Lemos etwa 1500 km südlich davon die Guanabara-Bucht, die er irrtümlich für eine Flussmündung hielt. Daher taufte er diesen „Fluss“ Rio de Janeiro (portugiesisch für ‚Fluss des Januars‘).