George Duke

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George Duke, 1986
Bassist Stanley Clarke und George Duke; 2006

George Duke (* 12. Januar 1946 in San Rafael, Kalifornien; † 5. August 2013 in Los Angeles[1]) war ein US-amerikanischer Musiker (Keyboarder, Sänger, Arrangeur) und Produzent des Fusion-Jazz.

Leben[Bearbeiten]

Während seines Bachelorstudiums (Posaune, Komposition, Kontrabass) spielte er mit Al Jarreau in der Hausband des Half Note Club in San Francisco, die Gastsolisten wie Sonny Rollins, Dexter Gordon oder Letta Mbulu begleitete. Ab 1967 absolvierte er sein Kompositionsstudium an der San Francisco State University. In dieser Zeit leitete er ein Trio, mit dem er die Vokalgruppe Third Wave oder Solisten wie Dizzy Gillespie, Bobby Hutcherson und Jean-Luc Ponty begleitete und 1969 auf dem Newport Jazz Festival auftrat. 1970 war er Mitglied der Mothers of Invention von Frank Zappa und als Keyboarder auch auf Pontys Album King Kong: Jean-Luc Ponty Plays the Music of Frank Zappa tätig. 1971 und 1972 holte ihn Cannonball Adderley in sein Quintett, in dem er auch auf einigen LPs mitwirkte. Ab 1973 spielte er bis 1975 (mit kurzen Unterbrechungen) wieder bei Frank Zappa; daneben spielte er einige Alben für MPS ein. Dann leitete er gemeinsam mit Billy Cobham eine Fusion-Band. Weiterhin arbeitete er mit Stanley Clarke im Disco-Geschäft.

Er war als Musikproduzent seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre tätig. Seinen Einstieg als Produzent hatte er mit dem 1977 produzierten Album Sweet Lucy von Raul de Souza, auf dem er bei drei Stücken Keyboards unter dem Pseudonym Dawilli Gonga spielt. Unter anderem war er für seine Cousine Dianne Reeves, den Fusion-Schlagzeuger Billy Cobham und den Sänger Al Jarreau tätig. Seit 2004 betrieb er sein eigenes Plattenlabel „BPM Records“. BPM steht für „Big Piano Music“. Duke sah die Aufgabe des Labels darin, die Kontrolle über die Musik dahin zu geben, wohin sie gehöre: Zurück in die Hände der Musiker.

Als musikalische Einflüsse Dukes sind vor allem Miles Davis und der Soul-Jazz-Sound von Les McCann und Cal Tjader zu nennen. Duke wurde aber auch stark von Funk- und Soul-Musik geprägt.

2004 schrieb er den Soundtrack zu Ernest R. Dickersons Kriminalfilm Never Die Alone.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • George Duke Quartet Presented by the Jazz Workshop – 1966
  • The Jean-Luc Ponty Experience with the George Duke Trio – 1969
  • Save the Country – 1970
  • The Inner Source – 1971
  • Feel - 1974
  • The Aura Will Prevail – 1974
  • I Love the Blues, She Heard Me Cry – 1975
  • Liberated Fantasies – 1976
  • The Billy Cobham/George Duke Band: Live on Tour in Europe – 1976
  • The 1976 Solo Keyboard Album – 1976
  • From Me to You – 1977
  • Reach for It – 1977
  • Don't Let Go - 1978
  • Follow The Rainbow - 1978
  • Master of the Game – 1979
  • A Brazilian Love Affair - 1980
  • Clarke/Duke Project – 1981
  • Dream On – 1982
  • Clarke/Duke Project 2 – 1983
  • Guardian of the Light – 1983
  • Rendezvous – 1984
  • Thief in the Night – 1985
  • George Duke – 1986
  • Night After Night – 1987
  • Clarke/Duke 3 – 1990
  • Illusions – 1995
  • Is Love Enough – 1997
  • After Hours – 1998
  • Cool – 2000
  • Face the Music – 2003
  • Duke – 2005
  • In a Mellow Tone – 2006
  • Dukey Treats – 2008
  • Déjà Vu – 2010
  • Dreamweaver – 2013

Lexigraphischer Eintrag[Bearbeiten]

  • Wolf Kampmann, Reclams Jazzlexikon. Stuttgart 2003

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: George Duke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Todesmeldung (Radiofacts)