Glandularia

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Glandularia
Glandularia peruviana

Glandularia peruviana

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Gattung: Glandularia
Wissenschaftlicher Name
Glandularia
J.F.Gmel.

Die Glandularia sind eine Pflanzengattung in der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Diese Gattung wurde aus der Gattung Verbena ausgegliedert und enthält etwa 70 bis 80 Arten, die nur in Süd- und Nordamerika heimisch sind.

Beschreibung[Bearbeiten]

Glandularia-Arten sind meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher Zwergsträucher bis Sträucher, die aufrecht, niederliegend, ausläufer- oder mattenbildend wachsen können, manche Arten bilden öfter an den Knoten (Nodien) Wurzeln. Die Stängel sind kantig. Die wechselständig angeordneten, ungestielten Laubblätter sind gelappt, fiederschnittig bis gefiedert. Nebenblätter fehlen.

End- oder achselständig werden entweder ein ähriger Blütenstand oder zwei ährige Blütenstände, die an einer gabeligen Verzweigung stehen gebildet. Es sind lanzettliche Hochblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph. Die fünf Kelchblätter sind schmal zylindrisch verwachsen. Die fünfrippige, gerade Kelchröhre endet in vier oder fünf schmal länglichen Kelchzähnen. Die Krone ist 1,5- bis zweimal so lang wie der Kelch. Die fünf Kronblätter sind stieltellerförmig verwachsen. Die Oberlippe besteht aus zwei und die Unterlippe aus drei Kronblättern. Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind verwachsen, sie sind durch eine falsche Scheidewand zu einem vierlappigen, vierkammerigen, oberständigen Fruchtknoten gegliedert mit einer Samenanlage je Kammer (Darin unterscheiden sich die verwandten Gattungen Lippia und Lantana dort ist nur noch ein Fruchtblatt vorhanden.). Der Griffel ist mindestens dreimal so lang wie der Fruchtknoten. Die Narbe besteht aus zwei ungleichen Narbenästen, wobei nur ein Narbenast Narbenpapillen trägt. Bei Verbena und Glandularia bildet der sterile Narbenast eine auffällige, den fertilen Ast oft überragende Spitze (darin unterscheiden sich diese beiden Gattungen von den nah verwandten Junellia und Lippia bei denen der sterile Ast vollkommen reduziert ist). Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Die Klausenfrucht, eine Zerfallfrucht wird vom doppelt so langen Kelch überragt. Sie zerfällt in vier große, längliche Klausen (Nüsschen). Die Verwachsungsstelle der Klausen bei Verbena und Junellia ist schmal, bei Glandularia dagegen breit.

Systematik[Bearbeiten]

Nach Botta et al. 1995 werden die Arten der Gattungen Glandularia und Junellia aus der Gattung Verbena ausgegliedert. Man kann diese drei Gattungen besonders an der Chromosomengrundzahl unterscheiden: Verbena n=7, Glandularia n=5, Junellia n=10.

In der Gattung Glandularia gibt es etwa 70 bis 80 Arten [1]:

Quellen[Bearbeiten]

  • Kurzbeschreibung in der Flora of New South Wales. (engl.)
  • Dissertation von Michaela Binder: Verbena L., Glandularia Gmel., Junellia Moldenke, Lantana L. und Lippia L. (Verbenaceae) in Peru, Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2002. Online. (deutsch; PDF; 28,0 MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Glandularia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Sm. Botta, S. Martinez & Me. Mulgura de Romero: Novedades nomenclaturales en Verbenaceae in Hickenia 2, 1995: Seiten 127-128.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glandularia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien