Gottfried Eisermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gottfried Eisermann (* 6. November 1918 in Berlin) ist ein deutscher Volkswirt und Soziologe. Er ist besonders durch Forschungen über Vilfredo Pareto - der ihn stark beeinflusst hat - und Max Weber sowie zur Geschichte von Volkswirtschaftslehre und Soziologie hervorgetreten.

Leben[Bearbeiten]

Der in Berlin aufgewachsene Eisermann promovierte am 28. Februar 1945 als Volkswirt an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Ab 1950 arbeitete Eisermann in Heidelberg am Lehrstuhl des Soziologen Alexander Rüstow und habilitierte sich am 15. Mai 1957 für „Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften“. Am 29. Mai 1962 wurde er an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn auf den ersten dort eingerichteten Lehrstuhl für Soziologie berufen. Er lebt als Professor emeritus in Bonn.

Eisermann hat 25 zumeist wissenschaftliche Bücher und zahlreiche Aufsätze publiziert, darunter auch über die Romanciers Stendhal und Balzac. Er veröffentlichte zudem über Gottfried Benn und Johann Wolfgang von Goethe. In der International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences verfasste er den Beitrag über Pareto.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Die Grundlagen des Historismus in der deutschen Nationalökonomie, Stuttgart: Enke 1956
  • Vilfredo Pareto. Ein Klassiker der Soziologie, Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1987; ISBN 3-16-545207-5
  • Max Weber und Vilfredo Pareto, Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1989; ISBN 3-16-545457-4
  • Rolle und Maske, Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1991; ISBN 3-16-145694-7
  • Max Weber und die Nationalökonomie, Band 4 in: „Beiträge zur Geschichte der deutschen Nationalökonomie“, herausgegeben von Birger P. Priddat, Marburg: Metropolis Verlag, 1993; ISBN 3-926570-13-X
  • Mensch und Mitmensch. Essay, Bonn: Bouvier Verlag 2004; ISBN 3-416-03052-4

Weblinks[Bearbeiten]