Hans Goldschmidt (Chemiker)

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Nachruf

Hans Goldschmidt, eigentlich: Johannes Wilhelm Goldschmidt (* 18. Januar 1861 in Berlin; † 21. Mai 1923 in Baden-Baden) war ein deutscher Chemiker. Er war der Erfinder des Thermitverfahrens.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er studierte wie sein älterer Bruder Karl Goldschmidt Chemie an der Universität Heidelberg bei Robert Wilhelm Bunsen. 1888 trat er in die Leitung der väterlichen Firma „Chemische Fabrik Th. Goldschmidt“ ein.

Das von ihm entwickelte Thermitverfahren gilt bis heute weltweit als qualitativ unübertroffenes Standardverfahren für die Verschweißung von Eisen- und Straßenbahnschienen. Nach seinem Tod während einer Kur in Baden-Baden fand er seine letzte Ruhe auf dem evangelischen Friedhof der Berliner Jerusalems- und Neuen Kirchgemeinde I, in der Abt. 3/1.

Goldschmidt war ein Mäzen des Essener Kunstmuseums.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Curter: Erfinder des Thermit-Schweißverfahrens. Der Chemiker Hans Goldschmidt (1861–1923). In: Berlinische Monatsschrift, Heft 8, 1998, S. 47–49, online
  • Walter Däbritz, Barbara Gerstein: Goldschmidt, Johann (Hans) Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 609 (Digitalisat).
  • Ludwig Schertel: Karl (1857–1926) und Hans Goldschmidt (1861–1923). In: Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band 8. Aschendorff, Münster 1962, S. 94-122.

Weblinks[Bearbeiten]