Iakovos Kambanellis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Iakovos Kambanellis (griechisch Ιάκωβος Καμπανέλλης; * 2. Dezember 1921 in Chora auf der Insel Naxos; † 29. März 2011 in Athen[1][2]) war ein griechischer Dramatiker, Drehbuchautor, Dichter und Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Er wurde 1943 in Österreich verhaftet und ins Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich gebracht, wo er bis zur Befreiung des Lagers durch die Alliierten am 5. Mai 1945 inhaftiert war. Die Zeit knapp vor der Befreiung und die folgenden Monate schilderte er in seinem Roman Mauthausen, der 2010 in deutscher Übersetzung unter dem Titel Die Freiheit kam im Mai erschien.[3] Im deutschsprachigen Raum wurde er vor allem durch die Vertonung seiner Mauthausen-Cantate durch Mikis Theodorakis bekannt. Kambanellis schuf zahlreiche Theaterstücke und mehrere Filmdrehbücher, darunter die Drehbücher von Stella und O drakos (Der Drache). Er gehörte zu den einflussreichsten griechischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Am 29. März 2011 verstarb Iakovos Kambanellis in Athen.

Anmerkung zur Verhaftung und Deportation: Iakovos Kambanellis wurde, als er über Österreich in die Schweiz ausreisen wollte, aufgrund seiner mangelhaften Papiere verhaftet und nach Untersuchungshaft und Zwischenlager ins KZ Mauthausen deportiert. Er war kein Widerstandskämpfer, wie fälschlicherweise oft behauptet wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://news.in.gr/culture/article/?aid=1231101704
  2. http://www.kathimerini.gr/4dcgi/_w_articles_kathremote_1_29/03/2011_385020 Nachruf in der Internetausgabe der griechischen Zeitung I Kathimerini.
  3. [1], Wiener Zeitung, 20. Mai 2010. Abgerufen am 22. November 2013.