Ilon Wikland

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Ilon Wikland

Ilon Wikland (* 5. Februar 1930 in Tartu, Estland) ist eine schwedisch-estnische Kinderbuch-Illustratorin. Sie wurde vor allem durch ihre Illustrationen der Bücher von Astrid Lindgren bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Ilon (eigentlich: Maire-Ilon) Wikland ist die Tochter des Ingenieurs Max Pääbo und der Künstlerin Vida Juse. Sie verbrachte ihre Kindheit in Haapsalu und kam mit 14 Jahren als Flüchtling nach Schweden. Sie besuchte Kunsthochschulen in Stockholm und London und arbeitete als Grafikerin in Verlagen. Ihr erster Illustrationsauftrag zu Astrid Lindgren war 1954 Mio, mein Mio. Ilon Wikland illustrierte fast alle Bücher von Astrid Lindgren. Ausnahmen sind die Illustrationen zu Michel aus Lönneberga, die von dem Schweden Björn Berg stammen sowie die zu Pippi Langstrumpf von Ingrid Vang Nyman aus Dänemark.

Der Illustrationsstil von Ilon Wikland ist unverkennbar durch Detailreichtum und die typischen Kinderfiguren mit Stupsnasen und runden Wangen. Die meisten der Buchillustrationen sind fein ausgearbeitete Federzeichnungen in Schwarz-Weiß. Ihre farbigen Illustrationen (Buchtitel und Bilderbücher) sind zumeist mit Aquarellfarbe kolorierte Federzeichnungen, bisweilen aber auch aufwändige Aquarelle. Aufgrund von Sujets und Farbgebung erinnern sie oft ein wenig an den schwedischen Maler Carl Larsson. Jedoch auch düstere Bildwelten wie die der Brüder Löwenherz zählen zu ihrem Repertoire. Ideen zu ihren Figuren sammelt sie im Alltag. Vorbild für ihre gezeichnete Version von Karlsson vom Dach war beispielsweise ein kleiner, untersetzter Mann, den sie in den Markthallen von Paris gesehen hatte und ihre Räubergestalten in Ronja Räubertochter wurden durch die Warteschlange vor einem Schnapsladen inspiriert.

Neben der Zusammenarbeit mit Astrid Lindgren hat Ilon Wikland aber auch eigene Kinderbücher und die anderer Autoren illustriert. Einige davon sind: Elle-Karl Höjeberg, Hans Peterson, Elisabeth Hjortvid, Ann Mari Falk, Rose Lagercrantz, Doris Orgel, Malene Schwartz, Edith Unnerstad.

Ilon Wikland wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. 1969 z.B. bekam sie die Elsa Beskow-Plakette für ihr Gesamtwerk.

Weblinks[Bearbeiten]