Ingrid Visser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ingrid Visser
Ingrid Visser.jpg
Ingrid Visser 2007
Porträt
Geburtsdatum 4. Juni 1977
Geburtsort Gouda, Niederlande
Sterbedatum Mai 2013
Größe 1,91 m
Position Mittelblock/Diagonal
Vereine
1984–1994
1994–1997
1997–1999
2000–2001
2001–2003
2003–2007
2007–2008
2008–2009
2009–2011
2011–2012
VC Nesselande Zevenhuizen
VVC Vught
Minas Tênis Clube
Cividini Vicenza
CV Las Palmas
Marichal Teneriffa
Martinus Amstelveen
Leningradka Sankt Petersburg
CAV Murcia 2005
Baki Baku
Nationalmannschaft
514 mal A-Nationalmannschaft
Erfolge
1995
1996
1996
1996
1997
1997
2001
2003
2004
2004
2004
2005
2005
2006
2006
2007
2008
2008
2009
2011
Gold Europameister
niederländischer Meister
niederländischer Pokalsieger
Platz 5 Olympische Spiele Atlanta
niederländischer Meister
niederländischer Pokalsieger
Sieger CEV-Pokal
spanischer Meister
spanischer Meister
spanischer Pokalsieger
Sieger Champions League
spanischer Meister
spanischer Pokalsieger
spanischer Meister
spanischer Pokalsieger
Gold Sieger Grand Prix
niederländischer Meister
niederländischer Pokalsieger
Silver Vize-Europameister
spanischer Pokalsieger

Stand: 20. März 2012

Ingrid Louise Visser (* 4. Juni 1977 in Gouda, Südholland; † zwischen 13. und 26. Mai 2013) war eine niederländische Volleyballspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Ingrid Visser spielte in ihrer Jugend seit 1984 Volleyball beim heimatlichen Erstligisten VC Nesselande Zevenhuizen. 1994 kam sie zum Ligakonkurrenten VVC Vught, mit dem sie 1996 und 1997 niederländischer Meister und Pokalsieger wurde. Danach spielte Ingrid Visser zwei Jahre bei Minas Tênis Clube in der brasilianischen Superliga. 2000/01 spielte sie in Italien bei Cividini Vicenza, mit dem sie den CEV-Pokal gewann. Anschließend ging sie in die spanische Superliga, wo sie nach zwei Jahren bei CV Las Palmas 2003 spanischer Meister wurde. Danach wechselte sie zum Ligakonkurrenten Marichal Teneriffa, wo ihr 2004, 2005 und 2006 in Spanien das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg gelang und sie 2004 außerdem die Champions League gewann. 2007/08 wurde sie in ihrem Heimatland mit Martinus Amstelveen Meister und Pokalsieger. 2008/09 spielte Ingrid Visser in Russland bei Leningradka Sankt Petersburg. Danach zog es sie wieder nach Spanien, diesmal zu CAV Murcia 2005. 2011 wechselte sie nach Aserbaidschan, wo sie für Baki Baku spielte und 2012 das Endspiel im Challenge Cup erreichte.

Ingrid Visser hält mit 514 Einsätzen in der A-Nationalmannschaft den niederländischen Rekord. Sie belegte 1996 Platz fünf bei den Olympischen Spielen in Atlanta. Sie nahm an neun Europameisterschaften und an vier Weltmeisterschaften teil. Mit den Niederlanden gewann Visser den Grand Prix 2007. Sie wurde 1995 Europameister und stand bei der EM 2009 im Finale.

Am 30. Januar 2012 erklärte Ingrid Visser ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.[1]

Privates[Bearbeiten]

Visser war von 2009 bis zu ihrem Tod mit dem Geschäftsmann und ehemaligen Manager des VV Amstelveen, Lodewijk Severein liiert, mit dem sie in Zevenhuizen in der Gemeinde Zuidplas lebte.[2] Visser war zuvor mit dem brasilianisch-amerikanischen Volleyballspieler Rico Guimarães verheiratet.[3]

Vermisstenfall / Mordfall[Bearbeiten]

Seit dem 13. Mai 2013 wurde Visser gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Lodewijk Severein vermisst. Zuletzt hielten sich beide während eines Urlaubs im spanischen Murcia auf.[4][5] Die Leichen von Visser und Severein wurden zwei Wochen später halb verscharrt in Alquerías in einem Zitronenhain[6] unweit der Regionalhauptstadt Murcia gefunden. Blutspuren und Hinweise auf Gewaltanwendung fand die Polizei in einer Wohnung in Molina de Segura.[7][8][9] Wie man einen Tag später bekannt gab, waren die Leichen zerstückelt worden.[10] Am 28. Mai 2013 wurde Juan Cuenca Lorente, der Volleyballmanager und Sportdirektor ihres ehemaligen Vereins CAV Murcia 2005, als möglicher Drahtzieher in dem Mordfall verhört und festgenommen.[11] Zudem nahm man als mögliche Auftragsmörder zwei Rumänen in Valencia fest.[12] Am 29. Mai 2013 wurde Haftbefehl gegen Cuenca erlassen.[13] Am 31. Mai bestätigte die Gerichtsmedizin die Identität der Toten und gab als Todesursache stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf an.[14] Mitte Juli 2013 wurde eine vierte Person, der Besitzer der Zitronenplantage, festgenommen.[15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ingrid Visser retires. volleywood, 7. Februar 2012, abgerufen am 20. März 2012 (englisch).
  2. Disappears met zijn partner in Murcia internationale Ingrid Visser volleybal speler. Conefecto, 19. Mai 2013, abgerufen am 20. Mai 2013 (niederländisch).
  3. Ingrid Visser & Lodewijk Severein Missing Report - Volleywood. volleywood, 7. Februar 2012, abgerufen am 20. März 2012 (englisch).
  4. Rekordnationalspielerin Visser vermisst. Focus, 20. Mai 2013, abgerufen am 21. Mai 2013.
  5. Desaparecida ex jugadora de voleibol holandesa - Incertidumbre. www.futbol.com.uy, 19. Mai 2013, abgerufen am 19. Mai 2013 (spanisch).
  6. Visser: Van vermissing tot vondst – NOS. NOS, 27. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013 (niederländisch).
  7. Ingrid Visser slachtoffer misdrijf. De Telegraaf, 27. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013 (niederländisch).
  8. Polizei findet Leichen von Ingrid Visser und ihrem Freund. Frankfurter Allgemeine, 27. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013.
  9. Vermisste Volleyballerin Visser in Spanien getötet. Kleine Zeitung, 27. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013.
  10. Ex-Manager festgenommen: Visser und Severein wurden zerstückelt. RP Online, 27. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013.
  11. Mordfall Visser Ermittler vermuten Streit um Geld. N-TV, 28. Mai 2013, abgerufen am 28. Mai 2013.
  12. Ingrid Visser: Volleyballstar von Auftragskillern ermordet. Rundschau Online, 28. Mai 2013, abgerufen am 28. Mai 2013.
  13. Justiz erlässt Haftbefehl gegen verdächtigen Spanier. Stern.de, 29. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  14. Befund der Gerichtsmediziner: Volleyballstar Visser wurde erschlagen Spiegel Online, 31. Mai 2013, abgerufen am 31. Mai 2013
  15. Vierte Festnahme im Mordfall Visser In: SPOX.com, 18. Juli 2013, abgerufen am 25. August 2013.