Inughuit

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Die Inughuit (andere Schreibweisen: Innughuit, Innugguit) sind eine Volksgruppe von knapp 800 Menschen im Nordwesten Grönlands in der Gegend von Qaanaaq (dt. „Thule“). Die Heimat der Inughuit heißt in der grönländischen Sprache „Avanersuaq“ (dt. „Land im entlegensten Norden“), sie liegt zwischen 76° und 79° nördlicher Breite, also über 1.000 Kilometer nördlich des Polarkreises. Die traditionelle Bezeichnung der Inughuit im Deutschen ist „Polar-Eskimo“ bzw. „Polar-Inuit“. Es ist die mit Abstand am weitesten nördlich lebende autochthone Bevölkerung der Welt.

Herkunft[Bearbeiten]

Im 16. und 17. Jahrhundert war die Thule-Region unbewohnt. Um 1700 wanderte eine Gruppe der Kupfer-Inuit (Kitlinermiut) aus Kanada ein und bildete die Inughuit.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Vor 1880 wurde die Zahl der Polar-Inuit auf 100 bis 200 geschätzt, um 1900 auf etwa 250. 1980 zählte die Volksgruppe der Inughuit etwa 700 Personen, 2010 waren es knapp 800.

Sprache[Bearbeiten]

Inuktun, ein nördlicher Dialekt des Grönländischen ohne eigene Schrift; es ist eine der Eskimo-aleutischen Sprachen. In der Schule lernen die Inughuit in der Regel in Wort und Schrift West-Grönländisch bzw. Dänisch.

Kultur[Bearbeiten]

Das Indigene Volk lebt überwiegend von der Jagd auf Robben, Walrosse, Eisbären und Wale, außerdem teilweise vom Fischfang bzw. Angeln und vom Vogelfang; es erfährt dabei die globale Erwärmung als rasch fortschreitend.

Siehe auch[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Polareskimos: Die Jäger von Thule. Geo 2/1978, Seite 30-50 Verlag Gruner + Jahr, Hamburg, Bericht und Bilder von Ivars Silis. "Mit Hundeschlitten fahren sie hinaus um "Fleisch zu machen": Robben, Walrosse, Narwale. Die edelste Beute für die Polareskimos ist jedoch der Eisbär."

Quelle[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New People – The Thule Culture auf der Webseite des Grönländischen Nationalmuseums, abgerufen am 30. Juli 2014 (englisch)