Ironman Europe

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Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal

Der Ironman Europe war ein Triathlon über die Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen) und fand von 1988 bis 2001 jährlich in Roth (Bayern) statt, wobei im Jahr 1989 lediglich eine Halbdistanz zu bewältigen war.
1988 wurde hier der erste Wettkampf in Deutschland in Roth über die Ironman-Distanz ausgetragen. An gleicher Stelle und ebenfalls über die Ironman-Distanz wird auf der Strecke seit 2002 die Triathlon-Folgeveranstaltung Challenge Roth ausgetragen.

Geschichte und Organisation[Bearbeiten]

In Roth fanden seit Mitte der 80er-Jahre jährlich Triathlon-Veranstaltungen statt, deren Bezeichnung und Distanzen unterschiedlich waren:[1]

Jahr Bezeichnung Distanzen Sieger Männer Siegerin Frauen
1984 Franken-Triathlon 700 m Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Franz Michels Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maureen Farley
1985 Bayerische Triathlon-Meisterschaft 2 km Schwimmen, 79 km Radfahren, 20,5 km Laufen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Dirk Aschmoneit Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hanni Zehendner
1986 DTU Internationale Deutsche Meisterschaft Mitteldistanz[2] 2,5 km Schwimmen, 100 km Radfahren, 25 km Laufen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Dirk Aschmoneit Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Alexandra Kremer
1987 ETU-Mitteldistanz-Europameisterschaft 3 km Schwimmen, 92 km Radfahren, 20 km Laufen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Glenn Cook Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sarah Coope

Darüber hinaus findet seit 1989 jedes Jahr in der Gegend der Rothsee-Triathlon statt, dessen Schwimmstrecke im namengebenden Rothsee liegt.

In der Folge wurde das Großereignis des Ironman, das regelmäßig mehr als 100.000 Zuschauer anzog, von Detlef Kühnel organisiert, der 1982 zusammen mit Manuel Debus als erste Deutsche den Ironman Triathlon auf Hawaii bestritt. Als sich in den 1990er Jahren mehr als 4.000 Athleten anmeldeten, wurde die Teilnehmerzahl auf 2.700 begrenzt, was zu vielen Absagen führte.
Aufgrund dieses großen Zuspruchs durch meist deutsche Triathleten ist auch erklärbar, wieso Deutschland nach den USA und Australien die drittmeisten Triathleten beim Ironman auf Hawaii stellt.[3]

Detlef Kühnel verlängerte 2001 den Lizenzvertrag mit der World Triathlon Corporation nicht mehr. Seit 2002 wird deshalb an gleicher Stelle die Challenge Roth (2002 bis 2009 offiziell Quelle Challenge Roth) ausgetragen, die gleichbedeutend mit der Deutschen Meisterschaft ist, aber keine Qualifikationsmöglichkeiten für Hawaii bietet.

Rekorde[Bearbeiten]

Erster Teilnehmer unter 8 Stunden war Lothar Leder (1996).

Beim Ironman Europe in Roth wurden Weltbestzeiten sowohl für Männer als auch Frauen aufgestellt:

Siegerliste[Bearbeiten]

Männer Frauen
Datum/Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
08. Juli 2001 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Andreas Niedrig NeuseelandNeuseeland Cameron Brown
09. Juli 2000 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Thomas Hellriegel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Andreas Niedrig
27. Juni 1999 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Thomas Hellriegel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Andreas Niedrig
12. Juli 1998 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Andreas Niedrig
13. Juli 1997 BelgienBelgien Luc Van Lierde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder
14. Juli 1996 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rainer Müller-Hörner NiederlandeNiederlande Jan van der Marel
09. Juli 1995 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Thomas Hellriegel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Lothar Leder
10. Juli 1994 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck UngarnUngarn Péter Kropkó Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rainer Müller
10. Juli 1993 ChileChile Christian Bustos Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck UngarnUngarn Péter Kropkó
11. Juli 1992 NiederlandeNiederlande Jos Everts Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ray Browning SchweizSchweiz Roy Hinnen
13. Juli 1991 FinnlandFinnland Pauli Kiuru NiederlandeNiederlande Mark Koks Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck
14. Juli 1990 FinnlandFinnland Pauli Kiuru UngarnUngarn Péter Kropkó Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah
24. Juni 1989 1 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Jürgen Zäck NiederlandeNiederlande Axel Koenders SchweizSchweiz Roy Hinnen
30. Juli 1988 NiederlandeNiederlande Axel Koenders Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Dirk Aschmoneit Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Micha Schuler
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2001 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Nina Kraft Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gina Kehr Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Nicole Leder
2000 KanadaKanada Heather Fuhr KanadaKanada Lisa Bentley Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ute Mückel
1999 AustralienAustralien Joanne King Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Nina Kraft Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ute Mückel
1998 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Katja Schumacher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Susan Latshaw KanadaKanada Melissa Spooner
1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Susan Latshaw NiederlandeNiederlande Susanne Nielsen Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Katja Schumacher
1996 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Ute Mückel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lauren Alexander KanadaKanada Lori Bowden
1995 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NiederlandeNiederlande Katinka Wildenburg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Susan Latshaw
1994 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Susan Latshaw NiederlandeNiederlande Katinka Wildenburg
1993 NiederlandeNiederlande Katinka Wiltenburg NiederlandeNiederlande Ada van Zwieten Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Susanne Götze
1992 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NiederlandeNiederlande Thea Sybesma Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Krista Whelan
1991 NiederlandeNiederlande Thea Sybesma AustralienAustralien Jan Wanklyn NiederlandeNiederlande Irma Zwartkruis
1990 AustralienAustralien Jan Wanklyn Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Elke Oetermann NiederlandeNiederlande Ada van Zwieten
1989 1 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Simone Mortier Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Elke Oetermann FinnlandFinnland Ghita Jarlström
1988 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rita Keitmann Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bonnie Barton DanemarkDänemark Heidi Nilsen
1 keine Ironmandistanz: 1989 fand nur ein verkürztes Rennen statt, das nur über etwa die halbe Ironmandistanz verlief (2,5 km Schwimmen, 93 km Radfahren und 22 km Laufen).[4]

Zu den Siegern der Folgeveranstaltung des Challenge Roth siehe dort.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sonderbeilage Challenge Roth 2011 in den Regionalausgaben Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung, Hilpoltsteiner Zeitung und dem wöchentlichen Wochenanzeiger der Nürnberger Nachrichten, 8. Juli 2011, S. 26
  2. Die Triathlongeschichte Deutschlands – Teil 3: 1986-88
  3. runtri.com, Statistiken zum Ironman Hawaii 2012.
  4. Avia Ironman Europe, Offizielle Ergebnisliste, Roth 1989 (PDF; 4,4 MB) 30. Juni 1989. Archiviert vom Original am 7. Dezember 2013. Abgerufen am 13. Juli 2011.