Island Hopping

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Dieser Artikel beschreibt eine amerikanische militärische Strategie. Weitere Bedeutungen von Island Hopping finden sich unter Inselhüpfen.
Karte des Pazifikkrieges ab 1943. Die beiden Island-Hopping-Routen im zentralen, sowie südwestlichen Pazifik sind klar zu erkennen.
Amerikanische Landungseinheiten auf dem Weg zur Küste Neu-Guineas

Das so genannte Island Hopping (übersetzt: Inselspringen) war eine militärische Strategie der amerikanischen Streitkräfte im Pazifikkrieg. Sie basierte auf der wachsenden Überlegenheit der amerikanischen Marine seit der Schlacht um Midway

Mit Beginn der Eroberung der Salomon-Inseln am 21. Juni 1943 und den Operationen auf Neuguinea beschlossen General MacArthur und Admiral Nimitz, die japanischen Truppen von ihren Nachschublinien abzuschneiden. Dies wurde derart umgesetzt, dass die Amerikaner zwar Insel für Insel in Richtung japanisches Hoheitsgebiet vordrangen, dabei aber nicht jede Insel einnahmen, sondern insbesondere die stark befestigten japanischen Stützpunkte wie die Basis Rabaul auf Neubritannien umgingen. Hohe eigene Verluste sollten so vermieden werden. Zudem wurde durch Schwerpunktbildung ein Dilemma der Japaner ausgenutzt: Die japanische Armee musste alle Inseln halten, da sie den Amerikanern sonst eine Basis für ihre Attacken auf ihre verteidigten Inseln bzw. sogar die Hauptinseln Japans bieten würden. Das bedeutete, die Japaner mussten ihre Truppen weit streuen, während sie gleichzeitig Prioritäten setzen mussten: Es war unmöglich, sämtliche Inseln optimal zu verteidigen; dafür standen nicht genügend Soldaten zur Verfügung.

Die Amerikaner hingegen konnten sich ihre Angriffsziele aussuchen, sie behielten die Initiative und konnten so ihre Truppen auf einzelne Ziele konzentrieren, womit sie die numerische Überlegenheit besaßen. Seit der Schlacht um Midway hatten sie zudem die überlegene Marine, was es ihnen ermöglichte, Nachschub in großen Mengen zu ihren Truppen zu transportieren, während sie die Japaner gleichzeitig von der Versorgung abschnitten. Insbesondere gegen Ende des Krieges fehlte es den japanischen Soldaten deshalb nicht nur an militärischen Versorgungsgütern wie Munition, Maschinengewehren etc. sondern auch an Nahrung und Medikamenten.

Amphibienfahrzeuge und Flugzeugträger als mobile Basiseinheiten unterstützten die Landetruppen bei ihrem Vorgehen. Zusätzlich stieß eine australische Division auf Neuguinea zu den Amerikanern.

Als Folge dieser Strategie wurden noch Jahre nach Kriegsende einzelne japanische Soldaten – sogenannte Holdouts – auf einzelnen Pazifikinseln entdeckt, die teilweise nicht wussten, dass der Krieg beendet war. Einer der berühmtesten Fälle war der Nachrichtenoffizier Onoda Hirō, der erst 1974 auf der philippinischen Insel Lubang aufgrund eines Befehls seines früheren Kommandeurs davon überzeugt werden konnte, dass der Krieg beendet sei.

Die dennoch enormen Verluste der Alliierten während des Island Hopping auf zum Teil sehr kleinen Inseln und Atollen durch eine unerwartet starke Gegenwehr der verteidigenden Japaner trugen und tragen bis heute zur Rechtfertigung für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bei.

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