Israel Meir Lau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oberrabbiner Israel Meir Lau

Israel Meir Lau (hebräisch ‏ישראל מאיר לאו‎; * 1. Juni 1937 in Piotrków Trybunalski, Polen) ist der gegenwärtige Oberrabbiner der Stadt Tel Aviv in Israel. Von 1993 bis 2003 war er aschkenasischer Oberrabbiner des Staates Israel.

Israel Meir Lau wurde in eine rabbinische Familie hineingeboren. Sein Vater Moshe Chaim Lau war Rabbiner von Piotrków. Meir Lau und sein Bruder Naphtali überlebten als einzige ihrer Familie die Shoa im KZ Buchenwald. Beide emigrierten 1945 nach Palästina.

Nach dem Talmudstudium in Jerusalem (an der Jeschiwa Kol Torah), in Zichron Ya'akov und Bnei Brak wurde Meir Lau 1971 zum Rabbiner ordiniert und wirkte in Tel Aviv und Netania. Von 1988 bis 1993 war er Oberrabbiner und Oberhaupt des Beth Din von Tel Aviv/Jaffa. Anschließend bekleidete er das Amt des aschkenasischen Oberrabbiners von Israel und wurde nach dem Ende seiner Amtszeit 2003 wieder Oberrabbiner von Tel Aviv.

2005 erhielt Israel Meir Lau den Israel-Preis für sein Lebenswerk. Im selben Jahr verlieh ihm die Bar-Ilan-Universität die Ehrendoktorwürde.[1] 2008 wurde er nach dem Tod von Josef Lapid zum neuen Vorsitzenden des Beirats der Gedenkstätte Yad Vashem ernannt.[2]

Lau ist Autor eines Sachbuches, dessen deutsche Übersetzung „Wie Juden leben“ in mehreren Auflagen erschien.

Er ist Vater von drei Söhnen und fünf Töchtern. Sein Sohn David Lau amtiert seit 2013 als aschkenasischer Oberrabbiner von Israel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Israel Meir Lau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Honorary Doctorate Recipients, Internetseite der Bar-Ilan-Universität
  2. Rabbi Israel Meir Lau Appointed Chairman of the Yad Vashem Council, 9. November 2008