Iwajlo Marinow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Iwajlo Marinow Boxer
Ivailo.Marinov.jpg
Daten
Geburtsname Iwajlo Marinow
Gewichtsklasse Halbfliegengewicht
Nationalität BulgarienBulgarien Bulgarisch
Geburtstag 12. Juli 1960
Geburtsort Warna
Größe 1,62 m
Medaillenspiegel
Boxen Boxen
BulgarienBulgarien Bulgarien
Olympische Sommerspiele
Gold 1988 Seoul Halbfliegengewicht
Bronze 1980 Moskau Halbfliegengewicht
Weltmeisterschaft
Gold 1982 München Halbfliegengewicht
Europameisterschaft
Gold 1991 Göteborg Halbfliegengewicht
Gold 1989 Athen Halbfliegengewicht
Gold 1983 Warna Halbfliegengewicht
Gold 1981 Tampere Halbfliegengewicht
Silber 1985 Budapest Halbfliegengewicht
Weltcup
Gold 1981 Montreal Halbfliegengewicht
Bronze 1983 Rom Halbfliegengewicht

Iwajlo Marinow (bulgarisch Ивайло Маринов; * 12. Juli 1960 in Warna; gebürtig Ismail Mustafow) ist ein ehemaliger bulgarischer Amateurboxer im Halbfliegengewicht (Olympiasieger). Er gehört dem Volk der Roma an.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Marinow war zwischen 1980 und 1992 mindestens sieben Mal bulgarischer Meister im Halbfliegengewicht (-48 kg).

Marinow gewann bei den Olympischen Spielen in Moskau unter seinem Geburtsnamen Ismail Mustafow nach Siegen über Gerard Hawkins, Irland (5:0), und Ahmed Siad, Algerien (5:0), und einer Halbfinalniederlage gegen den Kubaner Hipólito Ramos die Bronzemedaille im Halbfliegengewicht. Später wurde er von Staatschef Todor Schiwkow gezwungen, seinen Namen zu ändern.

Im Jahr 1981 wurde er in Tampere Europameister. Dabei schlug er unter anderem Olympiasieger Schamil Sabirow aus der Sowjetunion (5:0) und im Finale den Vertreter der DDR, Dietmar Geilich (5:0). Außerdem setzte er sich beim Weltcup-Turnier in Montreal durch, wo er im Halbfinale seinen Olympiabezwinger Ramos schlagen konnte.

Seinen einzigen Weltmeistertitel gewann Marinow bei den in München ausgetragenen Amateurweltmeisterschaften den Jahres 1982. Er schlug dabei im Finale den Nordkoreaner Go Yong Hwan (4:1). Im folgenden Jahr konnte er dann in seiner Heimatstadt Warna den EM-Titel verteidigen und belegte beim Weltcup in Rom einen dritten Platz. Wegen des Boykotts der Olympischen Spiele 1984 durch die Ostblock-Staaten konnte er allerdings an diesem Olympiaturnier nicht teilnehmen.

Bei den Europameisterschaften 1985 in Budapest erreichte er wiederum das Finale, verlor dort aber gegen René Breitbarth und musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

1988 gelang ihm dann bei den Olympischen Spielen in Seoul nach Siegen über Mark Epton, Vereinigtes Königreich (5:0), Henry Martinez, El Salvador (5:0), Alexandr Makhmutov, Sowjetunion (5:0), und Leopoldo Serantes, Philippinen (5:0), der Einzug ins Finale. Mit einem weiteren Sieg gegen den US-Amerikaner Michael Carbajal (5:0) sicherte sich Marinow die Goldmedaille

Im Jahr 1989 gewann Marinow in Athen u.a. mit einem Sieg gegen Jan Quast seine dritte Europameisterschaft und nahm an den Weltmeisterschaften in Moskau teil, wo er allerdings überraschend schon in der ersten Turnierrunde ausschied. Sein letzter großer Erfolg wurde sein vierter EM-Titel 1991 in Göteborg. Im Laufe dieses Turniers schlug er u.a. Rafael Lozano, Spanien (35:5).

Der bulgarische Journalistenverband wählte Marinow zum herausragenden bulgarischen Boxer des 20. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.geni.com/projects/Romani-Gypsy-Notables/13111