Jürgen Werner (Fußballspieler, 1935)

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Jürgen Werner
Spielerinformationen
Geburtstag 15. April 1935
Geburtsort HamburgDeutschland
Sterbedatum 28. Mai 2002
Sterbeort HamburgDeutschland
Vereine in der Jugend
Hamburger SV
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1954–1963 Hamburger SV 171 (14)
Nationalmannschaft
1953
1958
1961–1963
Deutschland U-18
Deutschland U-23
Deutschland
1 0(0)
1 0(0)
4 0(2)
Stationen als Trainer
Union Altona
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jürgen Werner (* 15. August 1935 in Hamburg; † 28. Mai 2002 in Hamburg) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere im Verein[Bearbeiten]

Werner, aus der eigenen Jugend des Vereins hervorgegangen, spielte als Mittelfeldspieler (damals Außenläufer) in den 1950er und frühen 1960er Jahren für den Hamburger SV. Seit 1946 spielte er in den Jugendabteilungen des HSV. 1954 wurde er von Günter Mahlmann gemeinsam mit Uwe Seeler, Klaus Stürmer, Gerhard Krug und Horst Schnoor in den Kader des Oberligateams aufgenommen. Mit dem HSV wurde er am 25. Juni 1960 durch einen 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln Deutscher Meister. Er gehörte auch noch zum Team des HSV das am 14. August 1963 durch einen 3:0- Sieg gegen Borussia Dortmund DFB-Pokalsieger wurde. Er wurde jedoch letztmals im Achtelfinale am 30. Juni 1963 bei dem 5:2-Sieg bei Bayern Hof eingesetzt. Er wurde ebenfalls bis 1963 achtmal Meister der damaligen Oberliga Nord und viermal norddeutscher Pokalsieger. Berühmt und von den Gegenspielern gefürchtet waren seine weiten Einwürfe. Da Werner das Lizenzspielertum, das mit der Schaffung der Bundesliga für die Spieler eingeführt wurde, ablehnte, trat er mit Abschluss der Saison 1962/63 vom aktiven Fußball zurück.[1] Insgesamt kam er zwischen 1954 und 1963 auf 171 Einsätze in der Oberliga Nord für den HSV in denen er 14 Tore schoss. Er kam auch zu 7 Einsätzen für den HSV im Europapokal der Landesmeister.

Karriere in der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Werner debütierte am 5. April 1953 in der deutschen U-18 Nationalmannschaft in dem Spiel um den 7. Platz gegen Luxemburg beim FIFA-Juniorenturnier in Reims, welches mit 2:3 verloren wurde. Seine Mitspieler waren unter anderen Uwe Seeler , Klaus Stürmer und Ernst-Günter Habig. Es blieb sein einziges Jugendländerspiel. Ebenfalls kam er am 23. September 1958 zu einem Einsatz in der U-23-Juniorenauswahl des DFB in Kiel gegen Dänemark. Außerdem kam er zwischen 1957 und 1960 zu 5 Einsätzen in der Auswahl des Norddeutschen Fußballverbands. Von 1961 bis 1963 spielte er vier Mal in der Nationalmannschaft und erzielte dort zwei Tore. Werner gehörte zum deutschen Aufgebot der Fußball-Weltmeisterschaft in Chile, konnte aber wegen einer Verletzung nicht eingesetzt werden.

nach der aktiven Zeit[Bearbeiten]

Nach einem Latein- und Sportstudium ging Werner in den Schuldienst, wo er als Oberstudiendirektor und zuletzt in der Referendarsausbildung in Hamburg tätig war. Er blieb weiterhin Vereinsmitglied beim HSV und bekleidete dort in seinen letzten Jahren die Funktion des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Zeitweilig trainierte er auch Union 03 Altona. Beim DFB war er zeitweilig Spielausschussvorsitzender und trat in der Öffentlichkeit bei den Auslosungen zum DFB-Pokal in Erscheinung. Er starb 66-jährig an einem Krebsleiden.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Nach seinem Tod erhielt das Nachwuchs-Leistungszentrum des HSV den Namen „Jürgen-Werner-Schule“.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Ohne mich, Fußball, auf spiegel.de. Artikel vom 15. Mai 1963. Abgerufen am 6. Oktober 2014.
  2. http://www.welt.de/print-welt/article391538/Trauer-um-Fussball-Idol-Juergen-Werner.html