Hamburger SV

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Hamburger SV
Vereinslogo
Voller Name Hamburger Sport-Verein e.V.
(Hauptverein)
HSV Fußball AG
(Spielbetrieb Profifußball)
Ort Hamburg
Gegründet 29. September 1887
Vereinsfarben blau-weiß-schwarz
Stadion Imtech Arena
Plätze 57.000
Präsident Carl-Edgar Jarchow (kommissarisch)
Vorstand Dietmar Beiersdorfer
(Vorsitzender)
Joachim Hilke
Carl-Edgar Jarchow
Trainer Mirko Slomka
Homepage hsv.de
Liga Bundesliga
2013/14 16. Platz
Heim
Auswärts

Der Hamburger SV (vollständiger Name: Hamburger Sport-Verein e. V., kurz: HSV) ist ein Sportverein aus der Freien und Hansestadt Hamburg, der in erster Linie durch seine Fußballabteilung bekannt wurde. Mit 72.287 Mitgliedern (Stand: Juli 2014)[1] in 34 Abteilungen ist der HSV der viertgrößte Sportverein Deutschlands. Die Vereinsfarben sind laut Satzung Blau, Weiß und Schwarz[2], von den Fans wird in Fangesängen und Liedern jedoch „Schwarz-weiß-blau“ bevorzugt verwendet. Das Heimtrikot des Clubs besteht hingegen aus weißen Trikots und roten Hosen, den Farben der Hansestadt. Die Mannschaft wird deshalb auch „die Rothosen“ genannt.

Die erste Fußball-Herrenmannschaft spielt in der Bundesliga und hat als einzige Mannschaft an jeder Saison seit 1963/64 teilgenommen. Zudem gehört der Hamburger SV seit 1919 ununterbrochen der jeweils höchsten Spielklasse an. Des Weiteren liegt der HSV hinter dem FC Bayern München und Werder Bremen auf Platz drei der ewigen Tabelle der Bundesliga.

Auf nationaler Ebene wurde der Hamburger SV sechsmal deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger und zweimal Ligapokalsieger. International gewann der HSV 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1983 den Europapokal der Landesmeister (heute: UEFA Champions League). Spielstätte der Mannschaft ist die Imtech Arena (ehemals Volksparkstadion).

Die Fußballerinnen des Hamburger SV spielten seit dem jüngsten Aufstieg im Jahre 2003 in der Frauen-Bundesliga. Größter Erfolg war der Einzug in das Pokalfinale 2002. Am 21. Mai 2012 entschied der Vorstand des HSV, die Frauenmannschaft trotz sportlichen Klassenerhalts aus wirtschaftlichen Gründen aus der Fußballbundesliga zurückzuziehen. Auch eine Bewerbung für die zweite Liga stand für den Verein nicht mehr zur Debatte.[3]

Auch wenn der HSV vor allem durch seine Fußball-Profis berühmt wurde, so ist er doch von Beginn an bis heute ebenso ein Breitensportverein. Zu den weiteren Abteilungen gehören Badminton, Baseball, Basketball, Bowling, Boxen, Cricket, Dart, Eishockey, Golf, Gymnastik, Handball, Herz-Reha-Gymnastik, Herz-Reha-Schwimmen, Hockey, Inline-Skaterhockey, Karate, Leichtathletik, Rollstuhlsport, Rugby, Schwimmen, Skat, Tennis, Tischtennis, Turniertanz und Volleyball. Diese Abteilungen vertreten mehrere Tausend Mitglieder. Die Abteilung fördernde Mitglieder, die den Supporters Club einschließt, ist mit weitem Abstand die mitgliederstärkste des Vereins und stellt etwa 65.000 der rund 71.000 Mitglieder.[4]

Geschichte

Vorgängervereine

Wappen der Gründungsvereine
Die Farben der Hansestadt finden sich auf Trikot und Hose wieder
Der „Blaue Peter“ ist ein Flaggensignal aus der Handelsschifffahrt

Der Hamburger SV selbst nennt offiziell den 29. September 1887 als sein Gründungsdatum. Jedoch fand die eigentliche Gründung des HSV erst am 2. Juni 1919 statt.[5] An diesem Tag kam es zum Zusammenschluss der drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888, welcher sich seit dem 26. Februar 1914 Hamburger SV 1888 nannte und FC Falke 1906 aus Eppendorf. Da der HSV jedoch explizit die Tradition seiner drei Vorgängervereine fortsetzt, ist in der Satzung unter § 1, Absatz 2, Satz 2, festgelegt: „Als Gründungstag gilt der 29. September 1887.“[6]

Der SC Germania von 1887 ging am 29. September 1887 aus dem Zusammenschluss der 1884 gegründeten Leichtathletikvereine Hohenfelder SC und Wandsbek-Marienthaler SC hervor. Bei der Germania wurde ab 1891 auch Fußball gespielt. 1896 gewann der Verein die erste Hamburg-Altonaer Meisterschaft. Vier weitere Titel folgten. 1904 nahm die Germania an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil und schied im Halbfinale gegen Britannia 92 Berlin aus. Im Jahre 1917 bildete die Germania mit dem SV Uhlenhorst-Hertha von 1911 eine Kriegsvereinigung. Ein Jahr später kam es zu einer Kriegsvereinigung mit dem SC Concordia von 1907. Aus der Germania gingen Hans Nobiling und Hermann Friese hervor, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts bedeutende Pioniere des Fußballs in Brasilien waren. Nobiling gründete dabei in São Paulo den SC Internacional, aus dem der spätere Weltpokalsieger São Paulo FC hervorging, und den SC Germânia, der sich seither als EC Pinheiros zum größten Sportverein der südlichen Hemisphäre entwickelt hat. Friese, erster Fußballstar Brasiliens, war 1902 auch deutscher Meister im 1500-Meter-Lauf.[7]

Zweiter Stammverein war der Hamburger FC von 1888, der am 1. Juni 1888 von Schülern des Wilhelm-Gymnasiums gegründet wurde. Zwischen 1895 und 1898 schloss sich der FC Victoria 95 dem HFC als Jugendabteilung an. Der Hamburger FC änderte am 3. Februar 1914 seinen Namen in Hamburger Sportverein 1888, bevor er sich am 27. Juli 1918 mit dem SC Victoria zur Kriegsvereinigung Victoria-Hamburg 88 zusammenschloss. Die Vereinigung war erfolgreich und wurde 1919 sowohl Hamburger als auch Norddeutscher Meister. Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft entfiel nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, sodass sich die Kriegsvereinigung bereits einen Tag nach der Norddeutschen Meisterschaft wieder auflöste.

Dritter Stammverein war der FC Falke 06, der am 5. März 1906 von Schülern der Oberrealschule in Eppendorf gegründet wurde. Der FC Falke 06 konnte keine nennenswerten Erfolge erringen und spielte zumeist in unteren Ligen. Am 12. Mai 1919 trat der FC Falke 06 dem Hamburger Sportverein 1888 bei, der sich von nun an Hamburger SV von 1888 nannte. Am 2. Juni 1919 folgte schließlich die Vereinigung des SC Germania von 1887 und des Hamburger SV von 1888 zum Hamburger Sport-Verein e. V. (Hamburg 88-Germania-Falke), der am 12. Juli 1919 beim Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen wurde.[8]

Der SC Germania und der HFC 88 gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Fußball-Bundes.

Vereinsfarben und -wappen

Zu den Trikotfarben wurden zu Ehren der Stadt Hamburg die Hansefarben rot und weiß bestimmt. Blau und schwarz, die Farben des SC Germania, wurden diesem zu Ehren in das Vereinswappen (Logo) übernommen. Es zeigt auf blauem Grund ein weißes auf der Spitze stehendes Quadrat mit breitem schwarzen und weißen Rand.[9] Weil das Quadrat auf der Spitze steht, wird es im Volksmund üblicherweise „Raute“ genannt.

Entworfen hat das Wappen nach jahrzehntelang übernommenen Darstellungen der Werbegrafiker Otto Sommer. 1996 kam jedoch auch der Name Henry Lütjens als Erfinder ins Spiel.[10] Letztlich ist die Urheberschaft also nicht mit Gewissheit zu klären. Die „Raute“ ist einem oft verwendeten Symbol der Hamburger Handelsschifffahrt entliehen. Pate gestanden haben soll dabei auch der Blaue Peter, ein Flaggensignal für „Alle Mann an Bord“.[11] Das Logo des HSV ist als einziges eines deutschen Bundesligisten bis heute im Wesentlichen unverändert, lediglich die Breite der Quadrate in der Mitte variierte in der Vergangenheit.

1919–1933: Gründung und erste Erfolge

Mit einem 8:0-Sieg über den SC Concordia begann der HSV seine erste Saison in der Hamburger Liga. Nachdem sich die Mannschaft die Herbstmeisterschaft gesichert hatte, geriet der Verein mit dem Verband in Konflikt, da der Neuzugang Hans Popp keine formelle Freigabe gehabt haben soll. Den „Rothosen“ wurden zunächst fünf Punkte abgezogen, jedoch revidierte der Verband das Urteil nach Saisonende wieder. Meister wurde der SC Victoria mit einem Punkt Vorsprung.[12] Zur Saison 1920/21 richtete der Norddeutsche Fußball-Verband mit der Nord- und Südkreisliga zwei höchste Spielklassen ein. Der HSV wurde ungeschlagen Meister der Nordgruppe und konnte durch zwei deutliche Siege über Hannover 96 zum ersten Mal die norddeutsche Meisterschaft gewinnen. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft war jedoch bereits im Viertelfinale Endstation, nachdem die Mannschaft beim Duisburger SpV mit 2:1 nach Verlängerung unterlag.

Verstärkt durch den norwegischen Nationalspieler Asbjørn Halvorsen ging der HSV in seine dritte Spielzeit, in der die „Rothosen“ in der Alsterkreisliga antraten. Obwohl die Mannschaft nach einer verkorksten Saison nur Dritter wurde, durfte sie als Titelverteidiger an der Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft teilnehmen. Hier konnte der HSV seinen Titel verteidigen und zog nach Siegen über Titania Stettin und Wacker München in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein. Der HSV traf auf den 1. FC Nürnberg. Beim Stande von 2:2 musste das Spiel im Berliner Grunewaldstadion nach 189 gespielten Minuten wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Das Wiederholungsspiel im Leipziger VfB-Stadion endete mit 1:1 nach Abschluss der regulären Spielzeit. Durch einen Platzverweis, dem in der Verlängerung ein weiterer folgte, und einen verletzt ausgeschiedenen Spieler war die Nürnberger Mannschaft auf acht Mann dezimiert worden. Als mit Luitpold Popp ein weiterer Nürnberger verletzt wurde und nicht weitermachen konnte, brach Schiedsrichter Peco Bauwens die Partie ab.

Der DFB erklärte daraufhin den HSV wegen des „unsportlichen Verhaltens“ der Nürnberger zum Deutschen Meister. Nürnberg protestierte gegen die Entscheidung, weil der Spielabbruch regelwidrig erfolgt sei. Im November 1922 erklärte der DFB den HSV bei seinem Bundestag in Jena zunächst zum Deutschen Meister. Wenige Minuten später erklärte das Hamburger Vorstandsmitglied Henry Barrelet, dass der HSV „keinen Anspruch auf die diesjährige Meisterschaft erhebt“. Somit gab es 1922 keinen Deutschen Fußballmeister.[13]

Spieldaten der Meisterschaftsendspiele 1922

Die Viktoria holten die Hamburger erstmals 1923 in die Hansestadt. 1928 wiederholte der HSV den Erfolg.

Ein Jahr später sollte sich der HSV den ersten Meistertitel auf sportlichem Weg sichern. Überlegen gewann die Mannschaft sowohl die Alsterkreis- als auch die Norddeutsche Meisterschaft. Nach Siegen über Guts Muts Dresden und den VfB Königsberg erreichten die „Rothosen“ das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Durch Tore von Otto Harder, Ludwig Breuel und Karl Schneider besiegte der HSV den SC Union Oberschöneweide und gewann den ersten Meistertitel.

Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1923

Auch 1924 standen die Spieler des HSV im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Erneut dominierte die Mannschaft die Konkurrenz auf lokaler und regionaler Ebene nach Belieben. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft setzte sich der HSV zunächst gegen die Vereinigten Breslauer Sportfreunde und die SpVgg Leipzig-Lindenau durch und traf im Endspiel auf den 1. FC Nürnberg. Durch Tore von Georg Hochgesang und Wolfgang Strobel ging die Victoria nach Franken.

Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1924

In den folgenden Jahren konnte der Verein nicht mehr an die großen Erfolge anknüpfen. Zwar erreichten die „Rothosen“ jedes Jahr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, jedoch schied die Mannschaft bis auf die Halbfinalniederlage 1926 gegen Hertha BSC immer frühzeitig aus. Gleichzeitig wuchs die Unzufriedenheit über den Meisterschaftsmodus auf lokaler Ebene. Zu selten war der HSV in der Alsterkreisliga gefordert, weswegen er regelmäßig zu Freundschaftsspielen gegen namhafte ausländische Vereine antrat. Erst 1928 erreichte die Mannschaft wieder das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, in dem der Gegner Hertha BSC hieß. Bereits nach 20 Minuten führten die Hamburger mit 3:0 und siegten schließlich deutlich mit 5:2.

Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1928

Die folgende Saison brachte die „Hamburger Fußballrevolution“ mit sich. Neun Hamburger Spitzenvereine und Holstein Kiel sagten sich vom Verband los und spielten mit der „Runde der Zehn“ ihre eigene Meisterschaft aus, die der HSV ungeschlagen gewann. Nach zähen Verhandlungen gab der Verband schließlich nach und reduzierte die Anzahl der ersten Ligen von elf auf sechs.[14] Zwar konnte der HSV seinen Norddeutschen Meistertitel verteidigen, jedoch war auf DFB-Ebene bereits im Viertelfinale nach einer 0:2-Niederlage gegen die SpVgg Fürth Endstation. Nachdem der HSV die Meisterschaftsendrunde 1930 verpasste, wurde die Mannschaft verjüngt. Langjährige Leistungsträger, wie Otto Harder, Walter Kolzen und Hans Rave, verließen den Verein.

Ein Jahr später wurden die „Rothosen“ wieder Nordmeister und schieden bei der Deutschen Meisterschaft 1931 erst im Halbfinale mit 2:3 nach Verlängerung gegen Hertha BSC aus. Eine weitere Verjüngung der Mannschaft brachte Talente wie Richard Dörfel und der erst 18-jährige Rudolf Noack in die Mannschaft. Alleine Noack erzielte in der Saison 1931/32 48 Pflichtspieltore.[15] Die einzige Pflichtspielniederlage des Jahres sorgte im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft für das Aus, als der HSV dem FC Schalke 04 mit 2:4 unterlag. Ein Jahr später war bereits im Achtelfinale nach einer 1:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt Endstation.

1933–1945: Der HSV im Dritten Reich

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten brachte erhebliche Veränderungen im deutschen Ligafußball mit sich. Es wurden 16 Gauligen eingeführt, die von nun an die höchste deutsche Spielklasse waren. Der HSV gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gauliga Nordmark, dessen Einzugsgebiet sich auf Hamburg, die Provinz Schleswig-Holstein und Mecklenburg erstreckte. In den ersten drei Spielzeiten blieb der HSV im Schatten des Lokalrivalen Eimsbütteler TV (ETV), der sich jeweils die Gaumeisterschaft sicherte. 1934 und 1935 wurden die „Rothosen“ Vizemeister, ein Jahr später nur Dritter. Mit dem Tschammerpokal wurde 1935 der Vorläufer des heutigen DFB-Pokals eingeführt. Nach einem 5:4-Erstrundensieg bei Werder Bremen schieden die Hamburger bereits eine Runde später gegen Fortuna Düsseldorf aus.

Erst in der Saison 1936/37 errang der HSV seine erste Gaumeisterschaft und erreichte die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. In der Vorrunde trafen die „Rothosen“ auf den BC Hartha, Hindenburg Allenstein und Beuthen 09 und konnten alle Spiele für sich entscheiden. Im Halbfinale, welches im Berliner Olympiastadion gespielt wurde, erwies sich der 1. FC Nürnberg als zu stark und der HSV verlor mit 2:3. Das Spiel um Platz drei verlor der HSV gegen den VfB Stuttgart mit 0:1. Ein Jahr später sicherte der bessere Torquotient den „Rothosen“ das Weiterkommen. Die Gauligasaison beendeten der HSV und der ETV punktgleich und ungeschlagen, jedoch war der HSV um 0,66 Tore besser. Auch in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft sicherte der bessere Torquotient gegenüber Eintracht Frankfurt den Einzug ins Halbfinale. Gegner im Dresdner Ostragehege war Hannover 96. Zur Halbzeit führte der HSV mit 2:0. Doch die Niedersachsen konnten in der zweiten Hälfte noch ausgleichen und in der Verlängerung trotz Unterzahl noch den Siegtreffer erzielen. Wie schon im Vorjahr unterlag der HSV im Spiel um Platz drei, dieses Mal erst im Wiederholungsspiel mit 2:4 gegen Fortuna Düsseldorf.

Den dritten Vierten Platz in Folge sicherte sich der HSV 1939. Nach der erneuten Gaumeisterschaft setzte sich die Mannschaft in der Gruppenphase durch und traf im Halbfinale auf Admira Wien. Die Partie in Frankfurt ging für die Hamburger mit 1:4 verloren, und auch im Spiel um Platz drei unterlagen die „Rothosen“, dieses Mal mit 2:3 gegen den Dresdner SC. Negativer Höhepunkt der Saison war das Erstrundenaus im Pokal gegen den VfB Peine. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieb für den Fußballsport in Hamburg nicht ohne Folgen. Zunächst wurde eine „Hamburger Kriegsmeisterschaft“ ausgespielt, bevor ab Ende November 1939 wieder um Gauligapunkte gespielt wurde. Ungeschlagen gewann der HSV seine Staffel, bezog aber im Finale gegen den Eimsbütteler TV zwei herbe Niederlagen. Dafür lief es im Tschammerpokal besser. Als erste Hamburger Mannschaft erreichte der HSV das Viertelfinale, wo jedoch nach einer 2:6-Niederlage beim SV 07 Waldhof das Aus folgte.[16]

Kurios verlief die Gauligasaison 1940/41. Die „Rothosen“ gewannen alle 21 ausgetragenen Ligaspiele und wurden zum vierten Mal Gaumeister. Die noch fehlende Partie bei der Barmbecker SG wurde erst nach Ende der Saison 1941/42 ausgetragen.[17] Auf Reichsebene kamen die Hamburger jedoch nicht über die Gruppenphase hinaus, nachdem sie im Gruppenfinale gegen den FC Schalke 04 unterlegen waren. Nach einer erneuten Vizemeisterschaft des HSV 1942 wurde die Gauliga Nordmark aufgelöst und durch die Gauligen Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg ersetzt. 1943 ging der Titel an die Victoria, ein Jahr später an den Neuling Luftwaffen SV. Zu dieser Zeit diktierte der Krieg die Mannschaftsaufstellung, in der sich zwischenzeitlich der damalige Rekordnationalspieler Paul Janes befand, so dass häufig erst am Spieltag klar war, mit welcher Aufstellung der HSV aufläuft. Während fast überall in Deutschland die Gauligasaison 1944/45 abgebrochen werden musste oder gar nicht erst anfing konnte in Hamburg 1945 noch ein Gaumeister gekürt werden. Ungeschlagen sicherten sich die „Rothosen“ die letzte Gaumeisterschaft.

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ordnete sich der HSV dem Regime bedingungslos unter. Zahlreiche Funktionäre und Spieler wurden Mitglied der NSDAP, der SA und der SS. Die Vorstandsvorsitzenden wurden zwischen 1933 und 1945 als „Vereinsführer“ bezeichnet. Mitglieder jüdischem Glaubens durften zunächst dem Verein nicht mehr beitreten und wurden später systematisch ausgeschlossen. Dabei haben einige jüdische Mitglieder 1935 durch Spenden dem Verein vor dem Bankrott gerettet.[18] Doch auch nichtjüdische Mitglieder durchlebten während der Zeit des Nationalsozialismus schwierige Zeiten. Der heutige Ehrenpräsident Emil Martens wurden wegen Homosexualität inhaftiert und musste sich später einer Kastration unterziehen.

1945–1963: Dominanz in der Oberliga Nord

Historisches HSV-Logo (1950–1978)

Während in Süddeutschland bereits im Herbst 1945 mit der Oberliga Süd eine großräumige Spielklasse eingerichtet worden war, wurde im Norden nur auf lokaler Ebene um Punkte gespielt. In Hamburg wurde die Hamburger Liga eingeführt, die der HSV ungeschlagen gewinnen konnte. Eine Norddeutsche Meisterschaft wurde auf Geheiß der britischen Militärregierung schon nach der ersten Runde abgebrochen. Ein Jahr später wurde der HSV Vizemeister hinter dem FC St. Pauli. Erstmals wurde eine Britische Zonenmeisterschaft ausgespielt. Über die Stationen VfB Lübeck, Schalke 04 und Rot-Weiß Oberhausen erreichten die „Rothosen“ das Endspiel im Düsseldorfer Rheinstadion. Durch ein Tor von Fred Boller gewannen die Hamburger die Partie und sicherten sich ihren ersten Nachkriegstitel.[19]

Im Sommer 1947 nahm schließlich die Oberliga Nord ihren Spielbetrieb mit zwölf Vereinen auf. Punktgleich beendeten der HSV und St. Pauli die Runde, so dass ein Entscheidungsspiel notwendig wurde. Hier behielten die „Rothosen“ mit 2:1 die Oberhand. Im Finale um die Britische Zonenmeisterschaft trafen sich beide Mannschaften wieder. Durch einen 6:1-Sieg konnte der HSV seinen Titel verteidigen. Bei der ersten Deutschen Nachkriegsmeisterschaft schieden die Hamburger allerdings bereits im Viertelfinale gegen die SpVgg Neuendorf aus. Auch 1949 war im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft Endstation, dieses Mal unterlagen die „Rothosen“ dem späteren Meister VfR Mannheim deutlich mit 0:5.

Zur Saison 1949/50 wurde das Vertragsspielerstatut eingeführt, dass die Bezahlung der Spieler legalisierte. In den folgenden Jahren wurde die Dominanz des HSV immer deutlicher, und die „Rothosen“ wurden teilweise mit großem Vorsprung Meister der Oberliga. Doch während die Mannschaft der regionalen Konkurrenz überlegen war, konnte sie bei den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft nur bedingt Erfolge feiern. 1950 vergab der HSV im Viertelfinale eine 2:0-Halbzeitführung gegen Kickers Offenbach und verlor noch mit 2:3. Ein Jahr später stellten die Mannschaft mit 113 erzielten Toren und Stürmer Herbert Wojtkowiak mit 40 Saisontoren zwei Ligarekorde auf. In der Endrunde verspielten die „Rothosen“ den Finaleinzug nach einer 1:4-Niederlage beim 1. FC Nürnberg. Auch 1952 waren es die Nürnberger, die durch einen 4:0-Heimsieg die Endspielträume des HSV zunichtemachten.

Ein Spiel der besonderen Art absolvierten die Hamburger in der Vorbereitung auf die Saison 1952/53, als die „Rothosen“ in einem Freundschaftsspiel gegen die indische Nationalmannschaft antrat. Obwohl die Partie auf einem Grandplatz ausgetragen wurde, spielten die Inder barfuß und unterlagen mit 3:5.[20] Nach einer weiteren Meisterschaft in der Oberliga Nord war die Mannschaft in der Endrunde wiederum chancenlos und konnte nur gegen den SC Union 06 Berlin gewinnen. Dafür gewann der HSV den erstmals seit 1927 wieder ausgespielten NFV-Pokal durch ein 3:2 gegen Holstein Kiel. Auch der DFB-Pokal wurde wieder eingeführt; die Hamburger erreichten das Viertelfinale, mussten sich aber nach einem 1:6 Rot-Weiss Essen beugen.[21]

Völlig verkorkst verlief die Saison 1953/54. Streitigkeiten innerhalb der Mannschaft und ein Vier-Punkte-Abzug wegen verbotener Schwarzgeldzahlungen an den von Werder Bremen verpflichteten Willi Schröder bedeuteten, dass der HSV gegen den Abstieg kämpfen musste. Die 2:10-Niederlage bei Arminia Hannover war die einzige zweistellige Pflichtspielniederlage der HSV-Geschichte.[22] Nach der Saison gewannen mit Jupp Posipal und Fritz Laband zwei Hamburger Spieler mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in der Schweiz.

Trainer Martin Wilke (Foto von 1986) übernahm 1954 gemeinsam mit Günter Mahlmann den HSV. Mit den „Rothosen“ holte Wilke 1963 den DFB-Pokal.

Martin Wilke und Günter Mahlmann übernahmen zur Saison 1954/55 das Traineramt und bauten mit Uwe Seeler und Klaus Stürmer zwei talentierte Nachwuchskräfte in die Mannschaft ein. Seeler und Günter Schlegel wurden mit jeweils 28 Toren Torschützenkönige der Oberliga Nord und sicherten ihrer Mannschaft die siebte Nordmeisterschaft in acht Jahren. Für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft zog der HSV in das Volksparkstadion um. Hier belegten die Hamburger Platz zwei ihrer Gruppe hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

Die Meisterschaft in der Oberliga Nord ging auch in der Saison 1955/56 an den HSV, jedoch hatten die Rothosen mit drei Punkten Vorsprung auf Hannover 96 den knappsten Vorsprung seit fünf Jahren zu verzeichnen. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft schlossen die Hamburger die Gruppenphase punktgleich, aber mit dem schlechteren Torquotienten gegenüber Borussia Dortmund als Zweiter ab. Im DFB-Pokal erreichten die „Rothosen“ nach einem Halbfinalsieg über Fortuna Düsseldorf das Endspiel. Uwe Seeler brachte den HSV in Führung, bevor zwei Tore von Bernhard Termath sowie Antoine Kohn den Karlsruher SC zum Pokalsieg schossen.

Spieldaten des DFB-Pokalfinals 1956

Die Mannschaft wurde weiter verjüngt und gewann in der Saison 1956/57 zum neunten Mal die Oberliga Nord. In der Endrunde gelang dem HSV durch einen 2:1-Sieg über den 1. FC Saarbrücken der Einzug in das Endspiel. Dabei profitierten die Hamburger davon, der Duisburger SpV gleichzeitig nicht über ein 2:2 beim 1. FC Nürnberg hinauskam. Im Endspiel zeigte Borussia Dortmund der jungen HSV-Elf ihre Grenzen auf. Durch je zwei Treffer von Alfred Kelbassa und Alfred Niepieklo konnten die Westfalen ihren Meistertitel verteidigen. Den Ehrentreffer für Hamburg erzielte Gerd Krug.

Spieldaten des Meisterschaftsfinals 1957

Während der gesamten Oberligasaison 1957/58 belegte der HSV den ersten Tabellenplatz. Zu Tumulten im Sportplatz am Rothenbaum kam es am 1. Dezember 1957 beim Heimspiel gegen den TuS Bremerhaven 93, als Uwe Seeler nach einer Tätlichkeit den einzigen Feldverweis seiner Karriere hinnehmen musste. Der Schiedsrichter musste inkognito und auf Schleichwegen das Stadion verlassen. Der Verein erhielt daraufhin eine Platzsperre und musste sein Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig im Bremer Weserstadion austragen. Nachdem der HSV zur Halbzeit gegen die Eintracht bereits 0:4 zurückgelegen hatte, drehte er das Spiel noch und gewann 6:4.[23] Erneut zogen die „Rothosen“ in das Meisterschaftsendspiel ein, wo die Mannschaft auf Schalke 04 traf. Durch zwei Treffer von Bernhard Klodt und ein Tor von Manfred Kreuz musste sich der HSV mit 0:3 geschlagen geben.

Spieldaten des Meisterschaftsfinals 1958

1963–1973: Mittelmaß in der Liga, erster Höhepunkt in Europa

Uwe Seeler: Spieler des Jahres in Deutschland 1960, 1964 und 1970, Ehrenbürger der Stadt Hamburg und einer der vier männlichen Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft.
Seeler zu Ehren wurde vor dem Stadion eine Skulptur seines rechten Fußes aufgestellt.

In der 1963 gegründeten Bundesliga konnte sich der HSV vorerst keine weiteren Meistertitel mehr sichern. Auch mit seiner Dominanz im Norden war es zunächst vorbei, als Werder Bremen 1965 die Meisterschaft gewann und Eintracht Braunschweig dies zwei Jahre später ebenfalls gelang. Am 22. Spieltag der Saison 1965/66 erreichte der HSV mit 8:0 gegen den Karlsruher SC den bis heute höchsten Heimsieg. In der darauffolgenden Saison verlor der HSV das Pokalendspiel gegen den FC Bayern München, wiederum ein Jahr später das Europapokal-Endspiel gegen den AC Mailand. Uwe Seeler wurde 1964 und 1970 noch zwei weitere Male „Fußballer des Jahres“ und beendete 1972 seine aktive Fußballer-Karriere beim HSV.

Trotz eher mittelmäßiger Platzierungen in der Bundesliga (mit dem jeweils 14. Platz 1966/67 und 1972/73 als schlechteste Platzierung) wurde Anfang der 1970er-Jahre durch die Verpflichtung junger Spieler, die später dauerhaft Stammspieler und teils auch Nationalspieler wurden, einer der Grundstöcke für die Erfolge in der zweiten Hälfte der 1970er- und der ersten Hälfte der 1980er-Jahre gelegt.

Das erste Bundesliga-Tor für den HSV schoss Gert „Charly“ Dörfel beim Auswärtsspiel des HSV bei Preußen Münster zum 1:1-Ausgleich am ersten Spieltag. Der HSV wurde in der Premierensaison Sechster, Uwe Seeler gewann mit 30 Treffern in 30 Spielen die erste Torjägerkanone – eine gleiche oder bessere Trefferquote in der Bundesliga erreichten nur Gerd Müller (sechs Male), Dieter Müller (ein Mal) und Grafite (ein Mal). Im DFB-Pokal hingegen verlor der Hamburger SV bereits in der ersten Runde gegen die SpVgg Fürth, im Europapokal der Pokalsieger unterlag der deutsche Vertreter im Viertelfinale gegen Olympique Lyon.

In der darauffolgenden Saison belegte der HSV am Ende lediglich den neunten Platz und schied bereits in der zweiten Runde (Achtelfinale) im Pokal gegen den 1. FC Nürnberg aus. Nur unwesentlich besser verlief die Spielzeit 1965/66: erneut Neunter des Klassements, Viertelfinale im Pokal (1:2 gegen den FC Bayern München).

Einen Teilerfolg, der im darauffolgenden Jahr die erneute Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb brachte, gelang in der Spielzeit 1966/67 – zwar nicht in der Meisterschaft (14. Platz) – dafür im Pokal: Die „Rothosen“ schafften es bis ins Endspiel und unterlagen in Stuttgart dem FC Bayern deutlich mit 0:4. Da der FC Bayern jedoch bereits im Vorjahr den deutschen Pokal und hernach auch den Europapokal der Pokalsieger gewannen, mithin europäischer Titelverteidiger waren, durfte der HSV als „Vize“ neben dem FC Bayern in der Folgesaison im internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Spieldaten des Pokalfinals 1967

Im Pokalsieger-Cup 1967/68 setzte sich der HSV nacheinander gegen den dänischen Verein Randers Freja, Wisła Krakau aus Polen, Olympique Lyon aus Frankreich und den walisischen Verein Cardiff City, der allerdings in England mitspielt, durch und traf im Endspiel auf den AC Mailand. Gegen die Italiener waren die Hanseaten im Finale von Rotterdam jedoch chancenlos und verloren 0:2. In der Liga belegte der HSV am Ende den 13. Rang, im DFB-Pokal war bereits in der ersten Runde „Endstation“ (0:1 bei Hertha BSC).

Spieldaten des Finals im Europapokal der Pokalsieger 1968

In der Saison 1968/69 erreichten die Hamburger einen sechsten Rang in der Tabelle. Im DFB-Pokal schieden die „Hanseaten“ im Viertelfinale aus – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren unterlagen sie im Pokal dem FC Bayern München. Der HSV kam im Messepokal, dem Vorläufer des UEFA-Pokals, bis ins Viertelfinale, verzichtete aber auf die Austragung des Spiels bei Göztepe İzmir, da die Verantwortlichen befürchteten, nicht rechtzeitig zum Wochenende wieder in Deutschland zu sein, wo das als wichtiger erachtete Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach anstand. Hamburg schied somit kampflos aus dem Wettbewerb aus.

Zu Beginn der Saison 1969/70 stieß der spätere Leistungsträger Peter Nogly zum HSV, der das Klassement als Sechster abschloss. Im DFB-Pokal schieden die „Hanseaten“ im Achtelfinale (zweite Runde) gegen Eintracht Frankfurt aus. In der darauffolgenden Saison stießen die Hamburger auf den fünften Rang in der Tabelle und im DFB-Pokal bis ins Viertelfinale (0:2 gegen den 1. FC Köln) vor.

Die Saison 1971/72 war die letzte, in der Uwe Seeler für den HSV aktiv war. Am 1. Mai 1972 fand das Abschiedsspiel vor 62.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion statt. Seeler trat mit dem HSV gegen eine von ihm zusammengestellte Weltauswahl an; der HSV verlor das Spiel mit 3:7. In der Abschiedsaison von Seeler kamen mehrere, später bedeutende Spieler zum Verein: Manfred Kaltz (TuS Altrip), Rudi Kargus (Wormatia Worms), Caspar Memering und Ole Bjørnmose (beide Werder Bremen) und Georg Volkert (FC Zürich). In jener Saison erreichte der HSV am Ende den zehnten Rang, verlor im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen und schied im UEFA-Cup bereits in der ersten Runde gegen den schottischen Vertreter FC St. Johnstone aus.

In der Spielzeit 1972/73 befand sich der HSV über weite Strecken im Abstiegskampf und wurde am Ende 14. Im Pokal schied der HSV im Achtelfinale (zweite Runde) gegen den 1. FC Köln aus. Sportlicher „Lichtblick“ war der Gewinn des erstmals (zwecks Überbrückung der Olympia-Pause) ausgetragenen DFB-Ligapokals. Im Endspiel bezwangen die „Hanseaten“ Borussia Mönchengladbach mit 4:0. Mit Willi Schulz beendete ein weiterer langjähriger Spieler seine Karriere nach dieser Saison.

1973–1987: Die größten Erfolge

Der am 26. November 1973 als neuer HSV-Präsident gewählte Peter Krohn (Sohn des Angehörigen der Meistermannschaft von 1923, Hans Krohn) führte beim HSV eine Reihe von Neuerungen ein, die dem Club einen bislang nicht gekannten wirtschaftlichen Erfolg brachten und so nach und nach Investitionen in neue Spieler ermöglichten. So lief der HSV ab der Saison 1974/75 als fünfter Club der Bundesliga (nach Eintracht Braunschweig, dem FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und dem MSV Duisburg) mit Trikot-Werbung für Unternehmen auf der Brust auf.[24] Sponsor war der Getränkehersteller Campari. Rund um die Spiele fanden erstmals Veranstaltungen statt, um allein dadurch mehr Zuschauer anzulocken – was in der Tat von Erfolg gekrönt war. Dies stieß jedoch nicht immer auf Gegenliebe – besonders umstritten waren etwa Trikotdesigns in den Farben Rosa und Himmelblau, da, so Krohn, „diese Farben Frauen gefallen“.[25] Bereits in der ersten Saison unter Krohn erwirtschaftete der HSV bei einem Umsatz von 5,7 Mio. D-Mark (DM) einen Gewinn von 250.000 DM – eine Saison zuvor war bei einem Umsatz von 2,9 Mio. DM noch ein Verlust von 250.000 DM aufgelaufen. Krohn blieb bis 1975 Präsident und war danach noch zwei Jahre als Generalmanager des Vereins tätig. Sein Nachfolger als Präsident wurde 1975 Paul Benthien, unter dessen Präsidentschaft Günter Netzer als Manager verpflichtet und die erste Bundesliga-Meisterschaft gewonnen wurde (1979). Benthien wiederum wurde 1979 von Wolfgang Klein (bis 1987) abgelöst. Unter Kleins Ägide wurden die größten Triumphe der Vereinsgeschichte (zweimal Deutscher Meister, einmal Pokalsieger und der Europapokalsieg im Landesmeister-Cup 1983) errungen.

Unter Trainer Kuno Klötzer (1973 bis 1977) holte der HSV einen Pokalsieg (1976), den Europapokal der Pokalsieger (1977) und wurde in der Bundesliga einmal Vizemeister (1976) und Vizepokalsieger. Klötzers Nachfolger Rudi Gutendorf blieb eine kurze Episode der Vereinsgeschichte. Dessen Nachfolger Arkoc Özcan, ehemaliger HSV-Torwart, galt als zu weich gegenüber seinen Spielern und musste seinen Platz ebenfalls nach wenigen Monaten räumen. In Erinnerung geblieben ist er als Trainer vor allem, weil er in einem Pressegespräch mit einer verblüffenden Diagnose des Zustands von Stürmer Georg Volkert aufwartete: „Volkert hat eine Leistungszerrung.“

Manager Netzer holte den als sehr autoritär geltenden Branko Zebec an die Elbe, unter dessen Führung gewann die Mannschaft die Meisterschaft 1979. Aufgrund Zebec’ Alkoholkrankheit entließ der Verein den Trainer. Vorübergehend übernahm der vormalige Co-Trainer Aleksandar Ristić das Traineramt, 1981 schließlich verpflichtete der HSV Ernst Happel. Er ist bis heute der erfolgreichste Trainer der HSV-Geschichte.

Von den 14 Spielzeiten dieser Ära spielte der HSV in elf Saisons in einem europäischen Wettbewerb, davon dreimal bei den Landesmeistern, zweimal im Pokalsieger-Cup und sechsmal im UEFA-Pokal. Neben drei Deutschen Meisterschaften erreichte der HSV in dieser Phase fünfmal den zweiten Platz in der Abschlusstabelle. In der Zeit vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 blieben die Hanseaten in 36 Spielen hintereinander ungeschlagen – ein bis Ende 2013 ungebrochener Bundesliga-Rekord.

Abwehrspieler Peter Nogly („Eiche“) spielte von 1969 bis 1980 beim HSV

Der HSV erreichte in der Saison 1973/74 in der Liga lediglich einen zwölften Rang, zog in jenem Jahr aber nach Siegen über SV Darmstadt 98, Borussia Mönchengladbach, SG Wattenscheid 09 und Kickers Offenbach ins Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt ein. Die Hessen siegten vor 53.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion mit 3:1 n. V.

Spieldaten des Pokalfinals 1974

Zur Saison 1974/75 verpflichtete der Verein die Stürmer Horst Bertl (von Borussia Dortmund, blieb bis 1979) und Willi Reimann (von Hannover 96, blieb bis 1981), die in den folgenden Jahren ihren Beitrag zu den Titelgewinnen leisteten. Um Bertls Dienste einkaufen zu können, hatte Präsident Krohn die Aktion „Fans kaufen Spieler“ ins Leben gerufen, bei der zusätzlich zum Ticket-Preis noch ein Extra-Obolus zu entrichten war. Der HSV startete 1974/75 im UEFA-Cup, wo es im Achtelfinale zur deutsch-deutschen Begegnung mit Dynamo Dresden kam. Das Hinspiel gewann der HSV zu Hause mit 4:1, das Rückspiel endete 2:2, wobei Rudi Kargus zwei Elfmeter parierte. Im Viertelfinale musste sich der HSV schließlich Juventus Turin beugen. In der Liga endete diese Spielzeit mit einem vierten Rang, im DFB-Pokal hingegen verlor der HSV überraschenderweise bereits in der zweiten Runde gegen die Amateure des VfB Eppingen.

Besser lief es in der Saison 1975/76: Nachdem der HSV im DFB-Pokal gegen unterklassige Teams (1. FC Köln Amateure, Union Salzgitter, SC Jülich 1910, Bayern Hof und den FC Homburg) gewonnen hatte, kam es im Halbfinale zu einem denkwürdigen Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern München. Das Spiel fand vor 53.000 Zuschauern im heimischen Volksparkstadion statt. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1 durch Tore von Ole Björnmose und Karl-Heinz Rummenigge. In der Verlängerung ging Bayern durch Franz Beckenbauer mit 2:1 in Führung, Peter Nogly glich in der 115. Minute jedoch noch aus. Beim Wiederholungsspiel in München fielen lange keine Treffer. In der 82. Minute trat Gerd Müller zu einem Foulelfmeter an (das Foul war an ihm selbst begangen worden), aber Rudi Kargus parierte den Elfmeter. In der Nachspielzeit schließlich gelang Kurt Eigl der 1:0-Siegtreffer für den HSV. Das Pokalfinale vor 61.000 Zuschauern in Frankfurt gewann der HSV mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. In der Bundesliga spielte der HSV ebenfalls lange Zeit oben mit und wurde letztlich Vizemeister hinter Borussia Mönchengladbach – bis dahin die beste Bundesliga-Platzierung. Im UEFA-Cup setzte sich der HSV nacheinander gegen Young Boys Bern, Roter Stern Belgrad, den FC Porto und FKS Stal Mielec durch und scheiterte erst im Halbfinale am FC Brügge, der seinerzeit noch vom späteren HSV-Übungsleiter Ernst Happel trainiert wurde. Zu Beginn der Saison waren Horst Blankenburg von Ajax Amsterdam, der seinerzeit als zweitbester deutscher Libero nach Franz Beckenbauer galt, und Hans „Buffy“ Ettmayer vom VfB Stuttgart gekommen.

Spieldaten des Pokalfinals 1976

Die Saison 1976/77, zu deren Beginn Felix Magath vom 1. FC Saarbrücken verpflichtet wurde, brachte in der Liga einen sechsten Platz und im DFB-Pokal das Aus in der zweiten Runde. Wieder einmal hieß der Gegner Bayern München. Im Europapokal der Pokalsieger hingegen setzten sich die Hanseaten nacheinander gegen Keflavík ÍF, Heart of Midlothian (Edinburgh), MTK Budapest FC und im Halbfinale gegen Atlético Madrid durch. Dadurch erreichte der HSV das Endspiel gegen den RSC Anderlecht. Das Finale am 11. Mai 1977 in Amsterdam gewann der HSV mit 2:0 und erzielte damit den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Trainer Kuno Klötzer hatte bereits vor dem Finale gewusst, dass er zur neuen Saison durch Rudi Gutendorf ersetzt wird; für ihn war der Europacup-Sieg also die Krönung seiner vierjährigen Amtszeit.

Spieldaten des Endspiels im Europapokal der Pokalsieger 1977

Zum Saisonstart 1977/78 kamen von Hajduk Split der offensive Verteidiger Ivan Buljan und vom FC Liverpool dessen Star Kevin Keegan. Als Europacup-Sieger der Pokalsieger spielte der HSV zu beginn der Saison 1977/78 um den Europäischen Supercup und unterlag dort Keegans Ex-Verein. Als Titelverteidiger startete der HSV zudem erneut im Europapokal der Pokalsieger, schied aber in der zweiten Runde aus – ausgerechnet gegen den RSC Anderlecht. Daraufhin wurde Trainer Rudi Gutendorf entlassen, Nachfolger wurde Arkoc Özcan. Im DFB-Pokal war der FC Schalke 04 im Achtelfinale (bereits unter Özcan) zu stark und siegte mit 4:2. In der Liga erreichten die Hanseaten lediglich den zehnten Rang. Manager Netzer entschied daraufhin, dass die Mannschaft einen Trainer brauche, der hohe Autorität mitbringt, und verpflichtete Branko Zebec.

Der Hamburger SV holte zu Beginn der Saison 1978/79 frische Kräfte. Während Georg Volkert (zum VfB Stuttgart) aussortiert wurde, da er von Netzer als „Unruhestifter“ innerhalb der Mannschaft identifiziert wurde und auch Klaus Zaczyk (zu KSV Hessen Kassel) wechselte, holten die Hamburger den Zweitligatorjäger (41 Tore) der vorangegangenen Saison, Horst Hrubesch von Rot-Weiss Essen. Außerdem wurden „Jimmy“ Hartwig vom TSV 1860 München und Bernd Wehmeyer von Hannover 96 verpflichtet. Alle drei wurden zu Stammspielern und hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg der kommenden Jahre. Diese begannen in jener Saison, in der der HSV erstmals Meister der Bundesliga wurde und den insgesamt vierten Deutschen Titel an die Elbe holte. Die Meisterfeier am letzten Spieltag (9. Juni 1979) im heimischen Stadion geriet außer Kontrolle, als Fans die Umzäunung überwanden und auf das Spielfeld stürmten. Dabei verletzten sich 71 Personen teilweise schwer. Das Spielergebnis (1:2 gegen Bayern München) war dabei irrelevant. Der HSV hatte sich durch ein 0:0 bei Arminia Bielefeld am vorletzten Spieltag die Meisterschaft bereits gesichert, weil Konkurrent VfB Stuttgart zeitgleich zu Hause gegen den 1. FC Köln verloren hatte. Bielefeld brachte den Hanseaten in jener Saison allerdings auch eine 2:1-Niederlage in der ersten DFB-Pokalrunde bei.

In der Saison 1979/80 schied der HSV im DFB-Pokal in der dritten Runde aus – erneut verloren die Hanseaten gegen einen unterklassigen Gegner, in diesem Fall Kickers Offenbach. In der Bundesliga führte der HSV bis zum vorletzten Spieltag die Tabelle an, verlor jedoch beim Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 und musste den FC Bayern an sich vorbeiziehen lassen. Die Bayern gaben den Zwei-Punkte-Vorsprung am letzten Spieltag (31. Mai 1980) nicht mehr ab und holten sich die Meisterschaft, für den HSV blieb der zweite Platz. Dies war die zweite Enttäuschung innerhalb von nur wenigen Tagen, denn bereits am 28. Mai hatte der HSV das Endspiel im Europapokal der Landesmeister gegen Nottingham Forest verloren. Für das Finale qualifiziert hatten sich die „Rothosen“ durch Siege über Valur Reykjavík, Dinamo Tiflis, Hajduk Split und Real Madrid. Besonders das Halbfinale gegen die Madrilenen blieb lange in Erinnerung. Das Hinspiel hatten die Hamburger vor 110.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabeu mit 0:2 verloren. Vor 61.500 Zuschauern im Volksparkstadion bot die Heimmannschaft allerdings „das Tollste und Beste, was ich je vom HSV gesehen habe“ (Manager Netzer) und warfen die Madrilenen mit 5:1 aus dem Wettbewerb. Für den HSV trafen Kaltz (10., FE), Hrubesch (17.), erneut Kaltz (40.), wiederum Hrubesch (45.) sowie Memering (89.), das zwischenzeitliche 2:1 hatte Cunningham (31.) erzielt. Nach Spielende traf beim HSV ein Glückwunsch-Telegramm ein: „Ihr treuer Anhänger, Helmut Schmidt, Bundeskanzler“. Im Endspiel, das in Madrid stattfand, schoss John Robertson in der 20. Minute den Siegtreffer für Nottingham, den das englische Team in den folgenden 70 Minuten über die Zeit rettete.

Spieldaten des Finals im Europapokal der Landesmeister 1980

Als Zweiter der Abschlusstabelle 1979/80 trat der HSV im UEFA-Cup an und erreichte das Achtelfinale. Eine 0:5-Heimniederlage gegen AS Saint-Étienne machte allerdings schon nach dem Hinspiel deutlich, dass hier „Endstation“ sein würde; die 0:1-Niederlage im Rückspiel bedeutete das endgültige Aus. Trotz der zuvor errungenen Herbstmeisterschaft trennten sich die „Rothosen“ im Dezember 1980 von Trainer Branko Zebec. Wegen seines Alkoholproblems hatte ihm der Verein im Dezember 1980 gekündigt, Nachfolger wurde bis zum Ende der Saison der bisherige Co-Trainer Aleksandar Ristić. In der Liga hatten am Ende erneut die Bayern die Nase vorn: Sie wurden mit vier Punkten Vorsprung vor dem HSV Meister. Im DFB-Pokal kamen die Hamburger über das Viertelfinale nicht hinaus: Eintracht Braunschweig siegte 4:3 n. V.

Hamburger SV gegen Bayern München am 31. Oktober 1981: Die Hanseaten siegten 4:1.

In der Folgesaison erreichte der HSV im DFB-Pokal das Halbfinale und kam damit so weit wie seit 1976 nicht mehr. Der 1. FC Nürnberg jedoch behielt im Halbfinale die Oberhand (2:0). Im UEFA-Cup schlug der HSV nacheinander den FC Utrecht, Girondins Bordeaux, FC Aberdeen, Neuchâtel Xamax sowie Radnicki Nis und zog damit ins Finale ein. Das Hinspiel beim IFK Göteborg ging mit 0:1 verloren, die Hoffnungen lagen damit auf dem Rückspiel im Volksparkstadion. Dort allerdings verlor der Gastgeber mit 0:3, womit der Cup in die schwedische Hafenstadt ging. In der Bundesliga hingegen lief es besser für den HSV. Letztmals verloren die „Rothosen“ während der Saison am 16. Januar mit 1:2 bei Eintracht Braunschweig, danach kein Spiel mehr. Dies war der Auftakt zur bis heute längsten Serie ohne Niederlagen eines Bundesligaclubs: Sie währte bis zum Januar 1983. Der HSV gewann in der ersten Saison unter Trainer Ernst Happel die fünfte Deutsche Meisterschaft.

Spieldaten der Endspiele im UEFA-Pokal 1982

Lars Bastrup (r.) stoppt den BFC-Spieler Hans Jürgen Riediger im Europacupspiel 1982
Der Europapokal der Landesmeister

Unter Ernst Happel gewann der HSV schließlich den Europapokal der Landesmeister mit 1:0 gegen Juventus Turin. In der ersten Runde setzten sich die Hamburger in einem deutsch-deutschen Duell gegen den BFC Dynamo aus Berlin durch (1:1 in Berlin, 2:0 zu Hause). es folgten Siege über Olympiakos Piräus, Dynamo Kiew und Real Sociedad San Sebastián, ehe das Team am 25. Mai 1983 auf Juventus Turin traf, in deren Reihen gleich mehrere italienische Nationalspieler standen, die ungefähr ein Jahr zuvor in Spanien den Weltmeistertitel geholt hatten und die darüber hinaus über das französische Mittelfeld-Genie Michel Platini und den starken polnischen Stürmer Zbigniew Boniek verfügten. Durch ein Tor von Felix Magath in der achten Minute ging der HSV in Führung und gab diese bis zum Spielende nicht mehr ab. Der Erfolg im Olympiastadion Athen ist bis heute der größte der Vereinsgeschichte. In der Bundesliga wurde der HSV erneut Deutscher Meister und schaffte damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Wiederholung eines Meistertitels. Im DFB-Pokal verlor der HSV im Achtelfinale bei Hertha BSC mit 1:2.

Spieldaten des Finals im Europapokal der Landesmeister 1983

Als Nachfolger für den zu Standard Lüttich gewechselten Torjäger Horst Hrubesch wurde im Sommer 1983 Dieter Schatzschneider vom SC Fortuna Köln verpflichtet, der in 31 Spielen 15 Treffer machte. Außerdem kam vom FC Schalke 04 Mittelfeldspieler Wolfram Wuttke. In der Saison 1983/84 spielte der Titelverteidiger HSV bis zum vorletzten Spieltag um die Meisterschaft mit, verlor jedoch zu Hause gegen Eintracht Frankfurt mit 0:2, während Konkurrent VfB Stuttgart in Bremen gewann und dank der deutlich besseren Tordifferenz nur noch theoretisch abzufangen war. Der 1:0-Sieg des HSV in Stuttgart am letzten Spieltag blieb wertlos. Auch im DFB-Pokal bedeutete der VfB Stuttgart die Endstation für den HSV: Im Wiederholungsspiel (nach 1:1) siegten die Schwaben mit 4:3 n. V. Im Landesmeister-Cup hatte der HSV in der ersten Runde ein Freilos und scheiterte danach an Dinamo Bukarest (0:3, 3:2). Ebenfalls in dieser Saison spielte der HSV als 1983er-Sieger des Landesmeister-Cups um den Weltpokal und um den europäischen Supercup. Auch diese beiden Spiele gingen verloren (1:2 n. V. gegen Grêmio Porto Alegre und 0:0 sowie 0:2 gegen den FC Aberdeen). Der HSV hatte also um fünf Titel mitgespielt, aber keinen gewonnen, so dass Trainer Ernst Happel von einem „verlorenen Jahr“ sprach.[26] Schatzschneider, der mit Happel und den Mannschaftskollegen menschliche Schwierigkeiten hatte, verließ den Verein bereits nach der Saison wieder (zum FC Schalke). Wuttke, der dieselben Probleme hatte, ging ein Jahr später zum 1. FC Kaiserslautern. Am Ende der Saison verließ auch Publikumsliebling Jimmy Hartwig den Club in Richtung 1. FC Köln.

Spieldaten des Spiels um den Weltpokal 1983

1987 wurde der HSV in der Liga Vizemeister und holte sich durch ein 3:1 über die Stuttgarter Kickers den DFB-Pokal. Es ist bis heute der letzte „große Titel“ (Meisterschaft, Pokal, Europapokale) geblieben.

Spieldaten des DFB-Pokalfinals 1987

1987–1999: Jahre der Tristesse

Die folgenden Jahre waren geprägt durch einen Abstieg der Mannschaft ins Mittelmaß der Liga. Zwischen 1989/90 und 1996/97 erreichte der Club lediglich zweimal UEFA-Cup-Plätze, sonst ausschließlich zweistellige Tabellenplätze. In einigen Spielzeiten spielte der Verein bis spät in der Saison gegen den Abstieg. Anfang der 1990er Jahre musste der HSV zudem aufgrund einer hohen Verschuldung um seine Existenz fürchten. Gerettet wurde er aus seiner finanziellen Misere vor allem durch den lukrativen Transfer des wertvollsten Spielers Thomas Doll zu Lazio Rom. Weder an der Spitze, also im Präsidium, noch auf der Trainerbank gab es Kontinuität. Hohe Fluktuation herrschte ebenfalls im Kader. An der Vereinsspitze folgten auf Klein Ernst Naumann (1987–1990), Horst Becker (der 1990 nur zehn Monate im Amt blieb) und Jürgen Hunke. Erst unter Hunke gelang die finanzielle Sanierung des Vereins, als Doll für die damalige Rekord-Ablösesumme von 17 Millionen DM nach Rom verkauft wurde. Hunke blieb bis 1993 im Amt, in den folgenden sechs Jahren folgten Ronald Wulff (1993–1995), Uwe Seeler (bis 1998), Werner Hackmann (1998) und Rolf Mares (1998–1999). Zwischen 1987 und 1999 standen also sieben Präsidenten dem HSV vor. Im selben Zeitraum beschäftigte der HSV acht verschiedene Trainer.

Einen Vorgeschmack auf die hohe Fluktuation im Kader ergab bereits die erste Hälfte der Saison 1987/88. Trainer Josip Skoblar, als Nachfolger für Happel verpflichtet, musste bereits am 10. November 1987 gehen – mit ihm Torhüter Mladen Pralija, der erst zu Saisonbeginn als Ersatz für den suspendierten Uli Stein geholt wurde (Stein hatte im Supercup 1987 dem Bayern-Spieler Jürgen Wegmann einen Faustschlag versetzt). Nach teilweise hohen Niederlagen, darunter ein 0:6 bei Bayern München, ein 0:4 zu Hause gegen den Karlsruher SC und ein 2:8 bei Borussia Mönchengladbach, musste Pralija ebenfalls gehen. Skoblars Nachfolger an der Seitenlinie wurde Willi Reimann, im Tor stand fortan „Jupp“ Koitka, der bereits von 1980 bis 1982 Ersatztorhüter beim HSV war und von der SG Wattenscheid 09 verpflichtet wurde. Eine Verstärkung war Uwe Bein, der mit Thomas von Heesen ein gutes Mittelfeld-Duo bildete. Die Saison schloss der HSV als Sechster ab, im DFB-Pokal erreichten die Hanseaten das Halbfinale und schieden beim VfL Bochum aus. Im Europapokal der Pokalsieger scheiterte der Verein im Achtelfinale (zweite Runde) an Ajax Amsterdam.

Ende der 1980er eine Mittelfeldstütze beim HSV: Uwe Bein (Foto von 2005)

Im Sommer 1988 verzeichnete der HSV nicht weniger als elf Neuzugänge, von denen allerdings lediglich Stürmer Jan Furtok den Club deutlich voranbrachte (59 Tore in 156 Spielen innerhalb von fünf Jahren). In der Saison 1988/89 erreichte der HSV erneut einen UEFA-Cup-Platz (Rang vier). Im DFB-Pokal bedeutete eine 0:1-Heimniederlage gegen Werder Bremen das Aus im Viertelfinale. In der folgenden Saison erreichten die Hamburger nur noch den elften Platz und damit erstmals seit der Saison 1978/79 keinen einstelligen Tabellenplatz mehr. Eine 0:1-Niederlage zu Hause in der ersten Runde gegen den MSV Duisburg bedeutete das frühe Aus im DFB-Pokal. Das Spiel fand am Rothenbaum statt. Nach der Niederlage kam es zu Tumulten, so dass die erste Mannschaft des HSV dort nie wieder spielte – die Niederlage gegen Duisburg war also das letzte Spiel an der Traditionsstätte. Im UEFA-Cup gelang dem HSV noch der Einzug ins Viertelfinale, dort allerdings scheiterten die Hanseaten an Juventus Turin – mindestens genauso weit kam der HSV im UEFA-Cup erst wieder in der Saison 2008/09, als er im Halbfinale gegen Werder Bremen unterlag. Im April 1990 entließ der HSV Trainer Reimann, Nachfolger wurde Gerd-Volker Schock, der zuvor Reimanns Assistent war.

In die Saison 1990/91 startete der HSV mit einigen spektakulären Neuverpflichtungen: Vom BFC Dynamo kamen Thomas Doll und Frank Rohde, außerdem kam Manfred Kaltz zurück nach Hamburg. Die Saison brachte für die „Rothosen“ einen fünften Platz im Klassement. Im DFB-Pokal hingegen war im Achtelfinale Schluss: Eine 1:2-Niederlage gegen die SG Wattenscheid 09 bedeutete das Aus. Im Sommer 1991, nach nur einer Saison bei den „Rothosen“, wechselte Thomas Doll für die Ablösesumme von 17 Millionen DM zu Lazio Rom. Auch wenn den Hanseaten davon nur sieben bis acht Millionen DM übrig blieben, reichte es, um sich finanziell zu sanieren. Manfred Kaltz beendete seine Profi-Laufbahn nach 20 Jahren, davon war er die meiste Zeit bei den Hamburgern aktiv. Am Ende der Saison landete der HSV auf Rang zwölf, im DFB-Pokal siegte Werder Bremen in der zweiten Runde (in der ersten Runde hatten alle Bundesligisten Freilos) mit 3:1 im Weserstadion. Im UEFA-Pokal unterlag der HSV im Achtelfinale Sigma Olmütz. Trainer Gerd-Volker Schock wurde im April 1992 durch Egon Coordes ersetzt. Präsident Hunke versuchte, den Verein in eine Breitensportabteilung und eine Profi-Fußball-Abteilung zu gliedern, wie es später Borussia Dortmund umsetzte. Sein Plan scheiterte jedoch, da sich für die „Aktien“ der HSV Sport AG nicht genügend Abnehmer fanden.[27] Mehrere prominente HSVer, darunter die ehemaligen Präsidenten Peter Krohn, Wolfgang Klein und Horst Becker, sprachen sich gegen die Teilung des Vereins aus. Die Pläne wurden nicht weiter verfolgt.

Die darauffolgende Saison brachte dem HSV erneut einen schlechten Saisonstart. Im DFB-Pokal erreichten die Hamburger die zweite Runde (2:4 beim Karlsruher SC). Trainer Coordes wurde entlassen und durch Benno Möhlmann ersetzt. Die Saison schlossen die Hamburger mit dem elften Tabellenplatz ab. Die Saison 1993/94 brachte dem HSV einen zwölften Tabellenplatz sowie das Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:4 im Weserstadion). In der folgenden Spielzeit sprang für die Hanseaten der 13. Platz in der Tabelle heraus, im Pokal war in der zweiten Runde Schluss gegen den FC Schalke 04.

Der HSV schied in der Saison 1995/96 im DFB-Pokal in der ersten Runde bei Arminia Bielefeld aus. Im Oktober wurde Möhlmann entlassen, als Nachfolger kam Felix Magath. Die Hanseaten eroberten in der Liga Rang fünf und damit erstmals seit Jahren wieder einen Platz, der in der Folgesaison zum Start im UEFA-Pokal berechtigte. Im Herbst 1995 erhielt der HSV einen neuen Präsidenten: Uwe Seeler hatte sich beworben und wurde mit seinem neuen Team von den Mitgliedern mit großer Mehrheit gewählt. Finanziell übernahm das Seeler-Team einen inzwischen gesundeten Verein – ohne Schulden, stattdessen mit rund fünf Millionen DM in der Rücklage.[28] Im UEFA-Pokal 1996/97 musste sich der HSV im Achtelfinale dem AS Monaco beugen. Im DFB-Pokal unterlagen die Hanseaten im Halbfinale dem VfB Stuttgart. In der Liga hingegen erreichten die Hamburger erneut nur einen 13. Platz. Noch im Mai 1997 kündigte der Verein dem Trainer, Interimstrainer bis zum Saisonende wurde Ralf Schehr.

Zur Saison 1997/98 verpflichtete der HSV nicht nur Trainer Frank Pagelsdorf, der etwas mehr als vier Jahre lang blieb (und damit so lange wie kein Trainer seit Ernst Happel), sondern auch den Torhüter Hans-Jörg Butt vom VfB Oldenburg, der in den darauffolgenden Saisons zum neuen Stammtorhüter und auch zum erfolgreichsten Elfmeterschützen unter den deutschen Torhütern wurde. Außerdem wurde der bis dato nur von Werder Bremen ausgeliehene Rodolfo Esteban Cardoso endgültig verpflichtet. Hinzu kamen im Laufe der Saison noch Anthony Yeboah (von Leeds United), Ingo Hertzsch (vom Chemnitzer FC) und Thomas Gravesen (von Vejle BK). Auch wenn mit diesen Neuverpflichtungen in jener Saison nur der neunte Platz heraussprang, wurden alle jedoch zu Stammspielern und in den folgenden Jahren zu Leistungsträgern. Jedoch hatte der HSV in der Saison 1997/98 nach dem 21. Spieltag mit nur 20 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz gestanden und konnte sich nur durch einen erstaunlichen Endspurt mit nur noch einer Niederlage vor dem Abstieg retten. Im DFB-Pokal endete die Bewerbung des HSV um den Titel in der zweiten Runde bei Bayer 04 Leverkusen (1:2 n. V.).

Die Saison 1998/99 war die letzte im „alten“ Volksparkstadion. Am 2. Juni 1998, kurz nach Saisonende 1997/98, begannen die Abrissarbeiten. Durch den Umbau bei laufendem Fußball-Betrieb sank die Kapazität des Stadions in der Folge deutlich, das Spiel gegen den FC Bayern München am 13. März 1999 war mit 28.600 Zuschauern ausverkauft.[29] Zu Beginn jener Saison kam Thomas Doll zurück zum HSV, außerdem verpflichteten die Hanseaten Nico-Jan Hoogma. Der HSV wurde am Ende der Saison Siebter und schied nach Elfmeterschießen im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Rot-Weiß Oberhausen aus.

1999–2009: Neuer Schwung mit neuem Stadion

Heimspiel in der AOL-Arena (jetzt Imtech Arena)
Rekordtransfer: Nigel de Jong verließ den HSV 2008 in Richtung Manchester. Der Verein erhielt dafür 19 Mio. Euro
Verließ den Verein 2009: Ivica Olic

Zeitgleich mit der Fertigstellung des neuen Stadions erzielte der HSV auch wieder sportliche Erfolge. Das neue Volksparkstadion wurde am 21. August 1999 beim Spiel gegen den VfB Stuttgart eröffnet – allerdings war das Stadion noch nicht komplett überdacht. In der Saison 1999/2000 belegte der HSV den dritten Tabellenplatz und qualifizierte sich erstmals für die UEFA Champions League. Gleich im ersten Spiel am 13. September 2000 gegen den hoch favorisierten italienischen Club Juventus Turin kam es beim 4:4 zum so genannten Jahrhundertspiel. In Turin gewann der HSV mit 3:1. Der HSV wurde schließlich Dritter in der Gruppe und spielte im UEFA-Pokal weiter. Dort scheiterte der Verein am AS Rom.

Endgültig fertiggestellt wurde die neue Arena zu Beginn der Saison 2000/01. Sportlich war diese gegenüber der Vorsaison ein Rückschlag, der HSV wurde 13. der Abschlusstabelle und schied im DFB-Pokal in der zweiten Runde (Achtelfinale) gegen den Karlsruher SC aus. In der Folgesaison belegten die Hanseaten den elften Rang und schieden wiederum in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus, diesmal gegen den VfB Stuttgart. Zu Beginn dieser Saison hatte der Internet-Dienstleister AOL die Namensrechte am Stadion erworben (bis 2005, später verlängert auf 2007). Seitdem trägt das Volksparkstadion offiziell den Namen des Sponsors vor dem Zusatz „Arena“. In der Saison 2002/03 wies der HSV ein Rekorddefizit von 14,3 Millionen Euro in der Bilanz aus.[30]

Zum ersten Titel nach 16 Jahren kam der HSV im Juli 2003 mit dem Gewinn des DFB-Ligapokals durch einen 4:2-Sieg im Finale gegen Borussia Dortmund. Die Saison 2002/03 endete für den HSV mit dem vierten Rang und damit der Qualifikation für den UEFA-Cup. Im DFB-Pokal scheiterte der HSV durch ein 0:1 zu Hause gegen den VfL Bochum. Am 1. Februar 2003 wurde Bernd Hoffmann als Vorstandsvorsitzender verpflichtet. Dieses Amt bekleidete er bis zum 16. März 2011. Die Saison 2003/04 endete mit einem achten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal waren die „Rothosen“ durch ein 0:3 beim FC Bayern München, im UEFA-Pokal 2003/04 in der ersten Runde gegen Dnipro Dnipropetrowsk ausgeschieden.

Mit den Neuverpflichtungen Daniel Van Buyten (von Olympique Marseille), Khalid Boulahrouz (vom RKC Waalwijk) und Piotr Trochowski (vom FC Bayern München) verstärkte sich der HSV zu Beginn der Saison 2004/05. In der Liga sprang ein achter Platz heraus, im DFB-Pokal schied der HSV durch ein 2:4 beim SC Paderborn 07 aus. Später stellte sich heraus, dass das Spiel von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert worden war. Gegen eine Entschädigung von 500.000 Euro vom DFB und die Zusage, ein Länderspiel in Hamburg zu veranstalten, verzichtete der HSV auf das weitere Vorgehen gegen das „Skandalspiel“. Im UI-Cup erreichte der HSV im Sommer 2004 das Halbfinale, verlor aber gegen den FC Villarreal und qualifizierte sich damit nicht für den UEFA-Cup in der laufenden Saison.

Mit den Niederländern Rafael van der Vaart und Nigel de Jong (beide von Ajax Amsterdam), sowie dem von Borussia Dortmund verpflichteten Guy Demel verstärkte sich der HSV zu Beginn der Spielzeit 2005/06 abermals, gewann zudem im Sommer den UI-Cup und zog damit in den UEFA-Pokal ein. Im Achtelfinale verloren die Hanseaten gegen Rapid Bukarest. Im DFB-Pokal behielt der FC Bayern München im Achtelfinale mit einem 1:0 n. V. die Oberhand. In der Liga erreichte der HSV den dritten Rang und qualifizierte sich anschließend für die Champions League.

Zu Beginn der Saison 2006/07 erfolgte ein personeller Umbruch. Wichtige Spieler wie Sergej Barbarez, Daniel Van Buyten und Khalid Boulahrouz verließen den Verein. Die Mannschaft qualifizierte sich gegen den CA Osasuna (0:0, 1:1) für die Gruppenphase der Champions League. In der Champions League wurde der HSV mit fünf Niederlagen und nur einem Sieg Gruppenletzter. In der Bundesliga belegte die Mannschaft nach dem 20. Spieltag den letzten Tabellenplatz. Am 1. Februar 2007 reagierte der Hamburger SV auf den anhaltenden Misserfolg und trennte sich vorzeitig von Cheftrainer Thomas Doll. Einen Tag später wurde Huub Stevens als neuer Trainer verpflichtet. Stevens schaffte mit dem HSV den Klassenerhalt am 33. Spieltag beim Auswärtsspiel in Nürnberg: Der HSV holte aus den letzten 14 Spielen der Saison neun Siege und drei Unentschieden und belegte letztlich Platz sieben. Die Hamburger nahmen somit in der darauf folgenden Saison am UI-Cup teil.

Über die dritte Runde des UI-Cups erreichte der HSV die Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Durch Siege gegen FC Dacia Chișinău (Hinspiel 1:1, Rückspiel 4:0) und Honvéd Budapest (Hinspiel 0:0, Rückspiel 4:0) konnte sich der HSV für den UEFA-Cup qualifizieren. Nach zwei Siegen (1:0 auswärts und 3:1 zuhause) gegen Litex Lowetsch (Bulgarien) wurde die Gruppenphase erreicht. Am 22. Februar 2008 wurde der HSV als letzter verbliebener UI-Cup-Teilnehmer zum Sieger des Wettbewerbs erklärt.[31] Damit wurde zum zweiten Mal nach 2005 der UI-Pokal gewonnen, aber aufgrund des geänderten Spielmodus und der Vergabe des Sieges an die am längsten im UEFA-Pokal verbleibende Mannschaft geht der Pokal diesmal allein an den HSV. In der Liga spielte der HSV stabiler als im Vorjahr und war praktisch in der gesamten Spielzeit 2007/08 in der Spitzengruppe der Liga platziert. Lediglich nach der Bekanntgabe von Trainer Stevens, den Verein zum Saisonende zu verlassen, folgte eine Phase relativen Misserfolgs. Dennoch gelang dem Verein dank eines 7:0 am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC der Einzug in den UEFA-Pokal.

Am 1. Juli 2008 übernahm der Niederländer Martin Jol als Nachfolger von Huub Stevens das Amt des Cheftrainers. Unter Jol spielte der Hamburger SV die beste Saison seit 26 Jahren. Der Verein zog in das Halbfinale des DFB-Pokals und in das Halbfinale des UEFA-Pokals ein. In beiden Wettbewerben schied der Hamburger SV jedoch gegen den Erzrivalen Werder Bremen aus. Am Saisonende belegte der HSV den fünften Platz und qualifizierte sich für die UEFA Europa League. Der Verein erwirtschaftete im Jahr 2008/09 einen Gewinn von 13,4 Millionen Euro.[32]

2009–2014: Vom Spitzenklub zum Abstiegskandidaten

Saison 2009/10

Martin Jol löste nach Saisonende im Mai 2009 seinen Vertrag vorzeitig auf, um zu Ajax Amsterdam zu gehen.[33] Als sein Nachfolger wurde Bruno Labbadia verpflichtet. Nachdem es zwischen Bernd Hoffmann und Dietmar Beiersdorfer zu Streitigkeiten um Kompetenzen gekommen war,[34] wurde nach zwei Sitzungen des Aufsichtsrats am 23. Juni 2009 der Vertrag von Dietmar Beiersdorfer im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.[35] In der Saison 2009/10 war das Amt des Sportchefs vakant. Spielerverpflichtungen wurden dabei unter der Leitung von Bernd Hoffmann getätigt. Die prominentesten Spielereinkäufe waren Eljero Elia und Marcus Berg, die aus der niederländischen Eredivisie von Twente Enschede bzw. dem FC Groningen kamen. Berg war zuvor bei der U-21-EM 2009 Torschützenkönig geworden.

Am 26. April 2010 entband der Vorstand Cheftrainer Bruno Labbadia als Reaktion auf eine 1:5-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim und die sportliche Talfahrt in der Liga von seinen Aufgaben. Techniktrainer Ricardo Moniz übernahm den Posten des Interimstrainers bis zum Saisonende, konnte jedoch auch nicht verhindern, dass der HSV im Halbfinale der Europa League gegen den englischen Vertreter FC Fulham aus dem Wettbewerb ausschied. Die Saison beendete der HSV auf dem siebten Tabellenplatz, womit er zum ersten Mal seit sechs Jahren nicht im Europapokal bzw. in der Qualifikationsrunde zum Europapokal vertreten war. Finanziell brachte die Saison 2009/10 einen Gewinn von 280.000 Euro.[32]

Saison 2010/11

Seit Beginn der Saison 2010/11 betreute der frühere Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh zusammen mit Co-Trainer Michael Oenning die Mannschaft. Zu den Abgängen gehörten unter anderem Jérôme Boateng und Bastian Reinhardt. Letzterer übernahm den Posten des Sportchefs. Neuzugänge waren unter anderem Jaroslav Drobný und Gojko Kačar von Hertha BSC sowie der neue Kapitän Heiko Westermann vom FC Schalke 04. Heung-Min Son aus der eigenen Jugend bekam außerdem einen Vertrag für die Profimannschaft. Zum 1. August 2010 sollte Urs Siegenthaler die neue Position des sportlichen Leiters übernehmen.[36] Dieser sagte jedoch, nachdem bereits im Februar 2010 sein Engagement bekanntgegeben wurde, am 29. Juli 2010 wieder ab, da es vom DFB Bedenken an einer Doppelfunktion Siegenthalers gab, der zu diesem Zeitpunkt noch als DFB-Chefscout fungierte.[37] Die Niederländer Joris Mathijsen und Eljero Elia kamen derweil als amtierende Vize-Weltmeister zum Trainingsstart zum Verein, nachdem sie als Spieler des Hamburger SV bei der WM 2010 das Endspiel erreichten. Beide waren auch im Finale zum Einsatz gekommen; Mathijsen spielte durch, während Elia in der Verlängerung eingewechselt worden war.

Die Saison begann für den Hamburger SV im August 2010 mit einem 5:1-Sieg im Erstrundenspiel des DFB-Pokals gegen den Torgelower SV Greif. Sechs Tage später gelang den Hanseaten am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison ein 2:1-Sieg gegen Schalke 04. Die Hinrunde verlief für die Hamburger durchwachsen und man ging auf dem neunten Tabellenplatz in die Winterpause.

Ende Januar 2011 sollte Matthias Sammer den Posten des Sportchefs übernehmen. Dieser sagte allerdings trotz fertig ausgehandeltem Vertrag ab.[38][39] Stattdessen wurde Frank Arnesen zur Saison 2011/12 verpflichtet.[40]

Am 8. März 2011 gab Armin Veh bekannt, dass er eine Option zur Vertragsauflösung ausüben und den Verein zum Saisonende verlassen werde.[41] Indes verlief die zweite Saisonhälfte ebenso wenig erfolgreich. Nachdem der Verein am darauffolgenden Spieltag bei Bayern München mit 0:6 verloren hatte, wurde Veh bereits am 13. März 2011 beurlaubt und durch den bisherigen Co-Trainer Michael Oenning ersetzt.[42] Drei Tage später, am 16. März 2011, wurde der bisherige Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann und Marketingvorstand Katja Kraus ihrer Ämter enthoben.[43] Neuer Vorstandsvorsitzender wurde zunächst vorübergehend Carl-Edgar Jarchow, der bereits von 2001 bis 2004 Aufsichtsratsmitglied war. Neuer Marketingvorstand wurde Joachim Hilke. Der HSV schloss die Saison auf dem achten Tabellenplatz ab, womit der Verein abermals die Qualifikation zum Europapokal bzw. zur Qualifikationsrunde für den Europapokal verpasste. Am 23. Mai 2011 übernahm Frank Arnesen mit sofortiger Wirkung den Posten des Sportchefs. In der Saison 2010/11 betrug der finanzielle Verlust 4,876 Mio. Euro.[44]

Saison 2011/12

Zur Saison 2011/12 verließen unter anderem Piotr Trochowski, Joris Mathijsen, Ruud van Nistelrooy, Frank Rost und Collin Benjamin den Verein. Verstärkt wurde die Mannschaft unter anderem mit Jacopo Sala, Jeffrey Bruma, Michael Mancienne, Slobodan Rajković und Gökhan Töre, die alle vom FC Chelsea verpflichtet wurden.

Das erste Pflichtspiel in der neuen Saison war das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am 30. Juli 2011 gegen den VfB Oldenburg, das mit 2:1 gewonnen wurde. Sechs Tage später begann für die Hamburger der Ligabetrieb. Man verlor am ersten Spieltag jedoch gegen den amtierenden Meister Borussia Dortmund mit 1:3. Am 19. September 2011 wurde Oenning nach 13 Spielen ohne Sieg, davon fünf Niederlagen in den ersten sechs Spielen der Saison 2011/12, beurlaubt. Seine Nachfolge trat der zuvor als Betreuer der U23 beschäftigte Rodolfo Cardoso als Interimstrainer an.[45] Da dieser nicht die notwendige Fußballlehrer-Lizenz hatte und der DFB keine Ausnahmegenehmigung erteilte, übernahm nach zwei Spielen, in denen Cardoso den ersten Saisonsieg gegen den VfB Stuttgart erreichte, Sportchef Frank Arnesen (der die Lizenz 1991 beim PSV Eindhoven erwarb) zusätzlich interimsweise das Traineramt.[46] Arnesen absolvierte ein Spiel als Trainer mit Co-Trainer Cardoso, nachdem er bereits vor diesem Spiel Thorsten Fink als neuen Trainer verpflichtet hatte. Arnesen führte die Hamburger zu einem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg. Am 33. Spieltag konnte gegen den 1. FSV Mainz 05 der sichere Klassenerhalt errungen werden.[47] Am Ende belegte der Verein mit dem 15. Tabellenplatz[48] die schlechteste Abschlussplatzierung seiner 49-jährigen Bundesliga-Zugehörigkeit.[49]

Der HSV verzeichnete in der Saison 2011/12 einen Verlust in Höhe von 6,607 Mio. Euro. Durch Spielerverkäufe sollte die finanzielle Lage verbessert werden.[44][50][51] Die Summe der Verbindlichkeiten stieg von 26,979 Millionen Euro im Vorjahr auf 27,812 Millionen Euro zum 30. Juni 2012 an.[44]:3

Saison 2012/13

René Adler: Seit 2012 im Hamburger Tor

Zur neuen Saison verließen u. a. Mladen Petrić, David Jarolím sowie Paolo Guerrero und Gökhan Töre die Mannschaft. Nach Hamburg wechselten Artjoms Rudņevs von Lech Posen und René Adler von Bayer 04 Leverkusen. Kurz vor Saisonbeginn konnte man noch Hakan Çalhanoğlu vom Karlsruher SC verpflichten. Dieser wurde umgehend für ein Jahr zurück an den badischen Klub verliehen.

Das erste Pflichtspiel in der Saison 2012/13 absolvierte der HSV am 19. August 2012; in der ersten Runde des DFB-Pokals traf die Mannschaft auf eben jenen Karlsruher SC und verlor nach zweimaliger Führung mit 2:4 gegen den Drittligisten. Sechs Tage später begann für den HSV die neue Bundesliga-Spielzeit. Am ersten Spieltag unterlag man dem 1. FC Nürnberg mit 0:1. Parallel zur vielen Kritik gelang es dem Verein kurz vor Ende der Transferperiode mit finanzieller Hilfe des Unternehmers Klaus-Michael Kühne, Rafael van der Vaart von Tottenham Hotspur zurück zum HSV zu holen. Die Ablösesumme betrug etwa 13 Mio. Euro.[52] Zudem wurden Milan Badelj von Dinamo Zagreb und Petr Jiráček vom VfL Wolfsburg verpflichtet.

Am vierten Spieltag wurde der amtierende Meister Borussia Dortmund mit 3:2 besiegt. Danach gewann der HSV weitere sechs von zwölf Spielen; zum Ende der ersten Saisonhälfte stand er auf dem zehnten Tabellenplatz.[53] Die Saison schloss man nach einer wechselhaften Rückrunde, in der man vom FC Bayern München am 30. März 2013 mit 2:9 die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte zugefügt bekam (neben einem 2:9 bei 1860 München 1963/64),[54] auf dem siebten Tabellenplatz ab, womit man die Qualifikation für die Europa League erneut – diesmal knapp am letzten Spieltag – verfehlte.

Der HSV gab am 29. September 2012 eine Anleihe zur Errichtung des Internats HSV-Campus aus (siehe auch Abschnitt Nachwuchs). Für die Saison 2012/13 verzeichnete der HSV e. V. einen Verlust von 9,809 Mio. Euro. Die Summe der Verbindlichkeiten stieg auf 59,097 Mio. Euro an.[55]:3

Saison 2013/14

Wenige Tage nach Ende der Saison trennte sich der Verein einvernehmlich von Sportchef und Vorstandsmitglied Frank Arnesen, der noch einen Vertrag bis 2014 besaß. Als Gründe nannte der Verein „finanziellen Überlegungen“ und „unterschiedliche Auffassungen über die langfristige sportliche Ausrichtung des Vereins“.[56] Sein Nachfolger wurde Oliver Kreuzer, der vom Karlsruher SC zum HSV wechselte und einen Vertrag über drei Jahre bis zum 30. Juni 2016 erhielt.[57] Mit Jugendspieler Levin Öztunali und Son Heung-min gab es zwei Abgänge. Vor allen Dingen der Abgang von Levin Öztunali, der Enkel von Vereinslegende Uwe Seeler ist, lief mit viel Medienrummel ab. Öztunali und Son wechselten zu Bayer 04 Leverkusen. Neuzugänge waren Jacques Zoua vom FC Basel und Lasse Sobiech von Greuther Fürth während Johan Djourou vom FC Arsenal ausgeliehen wurde. Robert Tesche und Paul Scharner waren zurückgekehrt, nachdem ihre Leihverträge bei Fortuna Düsseldorf bzw. Wigan Athletic geendet hatten. Der vor Jahresfrist verpflichtete Hakan Calhanoglu kehrte ebenfalls von seiner Leihstation Karlsruher SC zurück.

In die Saison 2013/14 startete das Team wie in den Jahren zuvor schlecht. Mitte August wurde schließlich der Vertrag mit Paul Scharner aufgelöst – er beendete Anfang September seine Karriere – während am Anfang des Monats September Pierre-Michel Lasogga von Hertha BSC ausgeliehen wurde. Am 17. September 2013 wurde Trainer Thorsten Fink nach fünf Spieltagen, nach denen das Team mit vier Punkten und 15 Gegentoren auf dem 15. Tabellenplatz stand, von seinen Aufgaben entbunden. Für ihn übernahmen U-23-Trainer Rodolfo Cardoso und U-19-Trainer Otto Addo das Team als Interimstrainer. Zusammen verlor das Trainergespann zwar das Nordderby gegen Werder Bremen mit 0:2, führte das Team aber mit einem 1:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth ins Achtelfinale des DFB-Pokal. Am 25. September 2013 übernahm der Niederländer Bert van Marwijk, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 mit einer Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieb und Co-Trainer Roel Coumans von Fortuna Sittard mitbrachte, das Team.[58] Nach einer anfänglichen Leistungssteigerung schloss das Team die Hinrunde nach drei Niederlagen in Serie auf Tabellenplatz 14 ab. Unter Bert van Marwijk gab es den ersten Sieg, als die Hanseaten deutlich mit 5:0 beim 1. FC Nürnberg gewannen.

Anfang Januar 2014 wurde berichtet, dass der Verein etwa 100 Mio. Euro Schulden habe; den Verbindlichkeiten stünden jedoch Vermögenswerte wie beispielsweise der Wert der Spieler und des Stadions gegenüber. Zu den Verbindlichkeiten zählt zum Beispiel auch die im September 2012 ausgegebene Anleihe in Höhe von 17,5 Mio. Euro zum Neubau des HSV-Campus.[59][60]:2

Am 19. Januar 2014 wurde der Vorstand beauftragt, die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Aktiengesellschaft vorzubereiten. Das Reformmodell HSVPlus wurde unter anderem vom ehemaligen Aufsichtsratschef Ernst-Otto Rieckhoff getragen. Auf der bisher größten ordentlichen Mitgliederversammlung mit 7134 Teilnehmern erhielt das Modell 79,4 % der Stimmen. Auf einer weiteren ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. Mai 2014[61] wurde über die Ausgestaltung der Reform entschieden.[62]

Eine Woche später begann die Rückrunde. Das Team verlor die ersten drei Spiele gegen den FC Schalke 04, die TSG 1899 Hoffenheim und Hertha BSC jeweils mit 0:3, wodurch man auf den 17. Platz abstürzte. Somit verlor die Mannschaft erstmals in der Bundesligageschichte des Vereins sechs Spiele in Folge. Einen Tag nach der Heimniederlage gegen Berlin, in deren Anschluss es vor der Arena zu einem Konflikt zwischen Fans und einigen Spielern kam,[63][64] traf sich der Aufsichtsrat im Grand-Elysée-Hotel, um über die weitere Zusammenarbeit mit dem Vorstand und Trainer van Marwijk und eine mögliche Installierung von Felix Magath, der zwischenzeitlich telefonisch zugeschaltet war,[65] zu diskutieren. Nach gut acht Stunden kam der Rat aber zu keinem Ergebnis[66] (die Abberufung eines Vorstandsmitglieds benötigt eine 2/3-Mehrheit).[67] Vier Tage später sagte Magath dem HSV als möglicher Vorstand und Trainer ab,[68] wodurch alle Ämter unverändert blieben. Unterdessen schied das Team mit 0:5 im Viertelfinale des DFB Pokal gegen den FC Bayern München aus, was die höchste Heimniederlage in der Hamburger DFB-Pokalgeschichte bedeutete. Am darauf folgenden 21. Spieltag ging auch das Kellerduell beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig mit 2:4 verloren, was die siebte Niederlage in der Bundesliga hintereinander war und zur Entlassung von Trainer Bert van Marwijk und Roel Coumans noch am selben Abend führte.[69] Es war das erste Mal, dass der HSV in einer Saison zwei Cheftrainer entließ. Am 17. Februar 2014 wurde Mirko Slomka, der in der Hinrunde noch Hannover 96 trainierte, als neuer Cheftrainer vorgestellt. Er erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 und brachte seinen Co-Trainer Nestor El Maestro mit.[70] Einen Tag vor und am Tag der Slomka-Verpflichtung traten insgesamt fünf Aufsichtsräte zurück.[71] Somit bestand der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern, von denen vier von der Mitgliederversammlung gewählt und zwei delegiert wurden (um geschäftsfähig zu sein, muss der Rat mindestens aus vier gewählten Mitgliedern bestehen). Diese Entwicklungen wurden von den Medien als bis dahin schlimmste Krise der Vereinsgeschichte bezeichnet.[72][73][74]

Slomkas erstes Spiel wurde mit 3:0 zu Hause gegen Borussia Dortmund gewonnen. Vor dem Spiel wurde mit einer Choreografie über die gesamte Nordtribüne des kurz zuvor, am 18. Februar 2014, verstorbenen Vereinsidols und „Kultmasseurs“ Hermann Rieger gedacht.[75] Der Rest der Saison war geprägt von Auswärtsniederlagen und Punktgewinnen in Heimspielen. So konnten zu Hause Leverkusen und Dortmund geschlagen werden; gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf wurden aber nur wenige Punkte eingefahren. Nach 34 Spieltagen (fünf Niederlagen in den letzten fünf Spielen) stand der HSV mit 27 Punkten vor dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig auf den 16. Tabellenplatz und somit in der Relegation. Dort spielte der HSV – wie schon in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals − gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mit einem 0:0 im Hinspiel in Hamburg und einem 1:1 im Rückspiel in Fürth konnte der erste Abstieg der Vereinsgeschichte verhindert werden. Somit ist die Saison 2013/14 die bis dahin schlechteste Saison der Vereinsgeschichte.

Seit 2014: Gegenwart

Nachdem am 19. Januar 2014 der Vorstand von den Mitgliedern beauftragt worden war, die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung − nach dem Reformmodell HSVPlus − in eine Aktiengesellschaft vorzubereiten, wurde am 25. Mai 2014 auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung über die Umsetzung abgestimmt. Für eine Ausgliederung stimmten 86,9% der anwesenden 9.702 stimmberechtigten Mitglieder auf der größten Mitgliederversammlung der Vereinsgeschichte.[76] Als Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG wurde Dietmar Beiersdorfer, der schon von 2002 bis 2009 Sportchef und Vorstandsmitglied war, von Zenit Sankt Petersburg verpflichtet.[77] Den neu geschaffenen Posten des Präsidenten des e. V. übernahm der bisherige Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow. Zudem wurde Oliver Kreuzer als Sportchef freigestellt[78] und Bernhard Peters als neuer Direktor Sport ab dem 1. August 2014 verpflichtet.[79] Im August stockte Klaus-Michael Kühne das Darlehen in Höhe von 8 Mio. Euro, das 2012 dazu genutzt wurde, Rafael van der Vaart zu verpflichten[80], um 17 Mio. Euro auf insgesamt 25 Mio. Euro auf. Im Gegenzug soll Kühne Anteile an der HSV Fußball AG erhalten, sobald diese bilanztechnisch bewertet wurde.[81]

Für Aufsehen sorgte der Abgang von Hakan Çalhanoğlu zu Bayer 04 Leverkusen (weiterführend hier). Durch die Ablösesumme (rund 13-14 Mio. Euro) konnte Pierre-Michel Lasogga – in der Vorsaison Garant für den Klassenerhalt – fest von Hertha BSC verpflichtet werden. Zudem wurden als „echte“ Neuzugänge Zoltán Stieber (SpVgg Greuther Fürth), Valon Behrami (SSC Neapel), Nicolai Müller (Mainz 05) und Matthias Ostrzolek (FC Augsburg) verpflichtet.

Erfolge und Rekorde

Bundesligaplatzierungen des Hamburger SV

Erfolge

In seiner Geschichte wurde der HSV sechsmal Deutscher Meister im Fußball sowie dreimal DFB-Pokalsieger. Hinzu kommen zwei europäische Titel: Jeweils einmal gewann der HSV den Europapokal der Pokalsieger und den Europapokal der Landesmeister. Der HSV ist eines von 16 europäischen Teams, die in mindestens zwei verschiedenen europäischen Pokalwettbewerben einen Titel errungen haben.

Ehrenrunde mit dem Europapokal der Landesmeister

Den Europapokal der Landesmeister gewann der HSV 1983. Im Europapokal der Pokalsieger siegte die Mannschaft 1977. International kommen noch die Titel im UI-Cup 2005 und 2007 hinzu. Drei weitere Male erreichte der HSV ein europäisches Endspiel (Pokalsieger-Cup 1968, Landesmeister-Cup 1980 und UEFA-Cup 1982), musste sich aber in den Endspielen dem AC Mailand, Nottingham Forest und dem IFK Göteborg beugen.

Mit sechs deutschen Meistertiteln liegt der HSV auf dem fünften Rang in der Liste der Vereine mit den meisten Titeln – hinter dem FC Bayern München (24 Titel), dem 1. FC Nürnberg (neun), Borussia Dortmund (acht) und dem FC Schalke 04 (sieben Titel). Unter Berücksichtigung der Meisterschaften in der DDR, die zehnmal von Dynamo Berlin, achtmal von Dynamo Dresden und sechsmal vom FC Vorwärts Berlin gewonnen wurden, belegt der HSV gemeinsam mit Vorwärts Berlin den siebten Rang. Deutscher Meister wurde der HSV 1922, verzichtete aber auf den Titel, sowie 1923, 1928, 1960, 1979, 1982 und 1983. Alle deutschen Meisterschaften des HSV sind auf der deutschen Meisterschale unter der Bezeichnung „HSV. Hamburg“ bzw. ab 1982 als „HSV Hamburg“ eingraviert. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass man zur Zeit der ersten Meisterschaften Verwechselungen vermeiden wollte, da auch Hannover 96 als „HSV“ bezeichnet wurde. Jedenfalls wird in einem offiziellen Bericht jener Zeit zwischen dem „H.S.V.-Hamburg“ und „H.S.V.v.96-Hannover“ unterschieden.[82]

Den DFB-Pokal gewannen die Hanseaten dreimal: 1963, 1976 und 1987. Mit drei Titeln (bei sechs Finalteilnahmen) belegt der HSV den siebten Rang in der Liste der DFB-Pokalsieger, hinter FC Bayern München, Werder Bremen, dem FC Schalke 04, dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg. Die drei erfolglosen Endspielteilnahmen waren 1956, 1967 und 1974. Ebenfalls dreimal gewannen Borussia Mönchengladbach, der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund, haben aber eine Finalteilnahme weniger aufzuweisen.

Norddeutscher Meister wurde der HSV in den Jahren 1921 bis 1925, 1928, 1929, 1931 bis 1933, 1948 bis 1953 sowie 1955 bis 1963. In der Oberliga Nord gab es somit lediglich eine Spielzeit, in der der HSV nicht Meister wurde – dies war 1954 Hannover 96, die später auch den nationalen Titel holten. Die Fußballmeisterschaft der britischen Besatzungszone gewann der HSV 1947 und 1948 – dies waren die beiden einzigen Saisons, in denen dieser Wettbewerb ausgetragen wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der HSV viermal Nordmark-Meister: 1937, 1938, 1939 und 1941. Hamburg-Altonaer Meister wurde der HSV 16-mal: 1896*, 1897*, 1901*, 1902*, 1904*, 1905*, 1919**, 1924, 1926 bis 1928, 1930 bis 1932, 1945 und 1946. Hinzu kommen sechs Norddeutsche Pokalsieger-Titel (1927, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960).

Den (inoffiziellen) DFB-Hallen-Pokal gewann der Verein 1987. Den 1973 erstmals ausgetragenen Deutschen Ligapokal gewann der HSV ebenso wie die Auflage 2003.

(* durch Germania 1887 Hamburg, ** Meisterschaft durch eine Kriegsfußballvereinigung (KFVgg) aus Victoria Hamburg und Hamburger FC 1888)

Rekorde

Der Hamburger SV spielt seit seiner Gründung 1919 in der jeweils höchsten Ligastufe des deutschen Fußballs, die erste Herrenmannschaft des Vereins ist folglich noch nie abgestiegen. Als einziges Mitglied der Bundesliga gehören die „Rothosen“ der Liga seit ihrer Gründung an. Der Verein hat zudem in Deutschland die höchste Zahl an Regionalmeistertiteln (25-mal Norddeutscher Meister) und die größte Zahl an Endrundenteilnahmen um die Deutsche Meisterschaft (32, 31-mal HSV und einmal Germania 87) aufzuweisen. Der Hamburger SV ist neben Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München der vierte Verein, der seinen Titel in der Bundesliga verteidigen konnte.

Den höchsten Heimsieg in der Bundesliga erzielte der HSV am 12. Februar 1966 beim 8:0 gegen den Karlsruher SC. Die höchsten Auswärtssiege lauteten 6:0, und zwar am 14. November 2004 bei Hansa Rostock, am 13. April 1991 bei Eintracht Frankfurt, am 7. September 1982 bei Fortuna Düsseldorf und am 5. April 1980 bei Hertha BSC. Die höchste Heimniederlage musste der HSV am 4. Mai 1974 mit 0:5 gegen den FC Bayern München hinnehmen. Auswärts unterlag der HSV viermal in der Bundesliga-Geschichte mit sieben Toren Differenz: am 20. Mai 1967 bei Borussia Dortmund (0:7), am 26. September 1970 bei Rot-Weiß Oberhausen (1:8), am 7. März 1964 beim TSV 1860 München (2:9)[83] und am 30. März 2013 beim FC Bayern München (2:9). Die höchste Niederlage in einem Meisterschaftsspiel überhaupt musste der HSV 1954 hinnehmen: Die Mannschaft unterlag bei Arminia Hannover mit 2:10. Dies war zudem das einzige Pflichtspiel, in dem es eine zweistellige Niederlage gab.

In der Zeit vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 blieben die Hanseaten in 36 Spielen hintereinander saisonübergreifend ungeschlagen – dieser Bundesliga-Rekord hatte für 30 Jahre Bestand und wurde erst am 9. November 2013 vom FC Bayern München übertroffen. Ihren besten Bundesliga-Start legten die Hamburger in der Saison 2009/2010 hin: Dabei erzielten sie aus zehn Spielen 22 Punkte (sechs Siege, vier Unentschieden, keine Niederlage).

In den Spielzeiten 1979/80 bis 1985/86, also sieben Jahre in Folge, spielte der HSV in einem europäischen Wettbewerb – bislang die längste ununterbrochene Periode. Dreimal startete der HSV dabei im Landesmeister-Pokal, viermal im UEFA-Pokal. Zwischen 2003/04 und 2009/10 spielte der HSV zwar ebenfalls in europäischen Wettbewerben, in der Saison 2004/05 war es jedoch lediglich der Start im UI-Cup (im Halbfinale gegen den FC Villarreal verloren, somit keine spätere Teilnahme am UEFA-Pokal).

Zu Zeiten der Oberliga Nord stellte der HSV in acht der 16 Spielzeiten den besten Liga-Torschützen: jeweils einmal Herbert Wojtkowiak und Günter Schlegel (zusammen mit Uwe Seeler) sowie sechsmal Uwe Seeler allein.

Erfolgreichste Trainer

Seit der Gründung des Vereins beschäftigte der Verein 44 verschiedene Trainer. Erster Trainer war Rudolf Agte, der in drei Amtszeiten einmal deutscher Meister und einmal Vizemeister wurde. Erster ausländischer Trainer war der Engländer A. W. Turner, unter dessen Führung 1923 die erste deutsche Meisterschaft gewonnen wurde.[84]

Turner war als einziger Coach viermal für den HSV tätig, Agte kam auf drei Phasen als HSV-Trainer. Jeweils zweimal waren Carl Mattheides, Otto Rohwedder, Karl Höger und Georg Knöpfle als Coaches tätig.

Trainer der Meistermannschaft von 1960 war Günter Mahlmann, der Pokalsieg 1963 wurde unter Martin Wilke geholt. Beim ersten Europapokalsieg (Pokalsieger-Cup) stand 1977 Kuno Klötzer an der Seitenlinie. Die Meisterschaft 1979 errang der HSV in der Ägide des Jugoslawen Branko Zebec. Erfolgreichster HSV-Trainer war der Österreicher Ernst Happel, der mit dem Verein zweimal deutscher Meister (1982, 1983), einmal Pokalsieger (1987) und einmal Europapokalsieger (Landesmeister-Cup 1983) wurde.

HSV-Trainer mit der längsten Amtszeit war Günter Mahlmann. Er war zunächst zwei Jahre gemeinsam mit Martin Wilke Coach (1954–1956), direkt im Anschluss sechs Jahre als alleinverantwortlicher Trainer. Ebenfalls auf sechs Jahre an der Seitenlinie kam Ernst Happel (1981–1987).

Rekordspieler

Meiste Pflichtspiele
(alle Pflichtspiele zusammengezählt)
Meiste Bundesligaspiele Meiste Pflichtspieltreffer Meiste Bundesligatreffer
1. Manfred Kaltz (744) 1. Manfred Kaltz (581) 1. Uwe Seeler (507) 1. Uwe Seeler (137)
2. Uwe Seeler (587) 2. Thomas von Heesen (368) 2. Otto Harder (387)[85] 2. Thomas von Heesen (99)
3. Horst Schnoor (507) 3. Ditmar Jakobs (323) 3. Rudi Noack (233) 3. Horst Hrubesch (96)
4. Thomas von Heesen (443) 4. Harald Spörl (321) 4. Herbert Wojtkowiak (163) 4. Manfred Kaltz (76)
5. Gert Dörfel (423) 5. Peter Nogly (320) 5. Edmund Adamkiewicz (158)[85] 5. Sergej Barbarez (65)
6. Peter Nogly (414) 6. Felix Magath (306) 6. Gert Dörfel (144) 6. Franz-Josef Hönig (62)
7. Jürgen Kurbjuhn (406) 7. Caspar Memering (303) 7. Klaus Stürmer (140) 6. Georg Volkert (62)
8. Ditmar Jakobs (405) 8. Richard Golz (273) 8. Horst Hrubesch (134) 8. Harald Spörl (60)
9. Caspar Memering (402) 9. Klaus Zaczyk (262) 9. Franz Horn (126) 9. Gert Dörfel (58)
10. Jochenfritz Meinke (400) 10. David Jarolim (257) 10. Thomas von Heesen (125) 10. Jimmy Hartwig (52)

Manfred Kaltz erzielte 53 seiner 76 Bundesligatore für den HSV per Elfmeter (bei 60 Anläufen) und ist damit der erfolgreichste Elfmeterschütze der Bundesligageschichte. Mit sechs Eigentoren hält er jedoch auch diesen Bundesliga-Rekord (gemeinsam mit Nikolče Noveski). Den ersten Hattrick für den HSV in der Bundesliga erzielte Ivica Olić gegen den VfB Stuttgart am 20. Oktober 2007 in der 45. Bundesligasaison der Hamburger. Uwe Seeler (1963/64) und Rafael van der Vaart (2007/08) trafen als einzige HSV-Spieler in sieben aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen (jeweils einmal).

Am häufigsten standen Horst Schnoor (507), Rudi Kargus (336) und Richard Golz (314) im Tor. Die meisten Bundesligapartien absolvierten Richard Golz (273), Rudi Kargus (254) und Uli Stein (228) zwischen den Pfosten. Mit 24 gehaltenen Strafstößen, der Großteil davon in seiner Zeit beim HSV, ist Kargus der Torhüter mit den meisten gehaltenen Elfmetern der Bundesliga-Geschichte. Am 9. März 1985 hielt Kargus, damals beim Karlsruher SC, auch einen Elfmeter gegen seine Ex-Mannschaftskameraden. Der gehaltene Strafstoß war einer der sieben Fehlversuche von Manfred Kaltz.

Jüngster HSV-Spieler aller Zeiten ist der im aktuellen Kader stehende Jonathan Tah, der am 4. August 2013 mit 17 Jahren, fünf Monaten und 23 Tagen sein Pflichtspieldebüt im DFB-Pokal feierte.

In der Bundesliga wurden drei HSV-Spieler Torschützenkönige:

Ehemalige Spieler

Auswahl ehemaliger bekannter und erfolgreicher Spieler der ersten Mannschaft.[86]

Walk of Fame

2005 stiftete der Hamburger Unternehmer Andreas Maske den „Walk of Fame“, der sich im Nordosten vor der Imtech Arena befindet. Folgende ehemalige HSV-Spieler und Funktionäre wurden von einem Gremium gewählt und dort geehrt.[87][88]

HSV-Jahrhundertelf

Zum 125. Jubiläum des HSV am 29. September 2012 wurde folgende Spieler in die Jahrhundertelf gewählt.[89]

Pos Spieler Für HSV
aktiv
TW DeutschlandDeutschland Uli Stein 1980–1987, 1994–1995
AB DeutschlandDeutschland Ditmar Jakobs 1979–1989
AB DeutschlandDeutschland Manfred Kaltz 1970–1989
AB DeutschlandDeutschland Peter Nogly 1969–1980
AB DeutschlandDeutschland Jupp Posipal 1949–1958
AB DeutschlandDeutschland Willi Schulz 1965–1973
MF DeutschlandDeutschland Thomas Doll 1990–1991, 1998–2001
MF DeutschlandDeutschland Thomas von Heesen 1980–1994
MF IranIran Mehdi Mahdavikia 1999–2007
MF DeutschlandDeutschland Felix Magath 1976–1986
MF NiederlandeNiederlande Rafael van der Vaart1 2005–2008, 2012–
ST DeutschlandDeutschland Karsten Bäron 1992–2000
ST DeutschlandDeutschland Charly Dörfel 1958–1971
ST DeutschlandDeutschland Horst Hrubesch 1978–1983
ST EnglandEngland Kevin Keegan 1977–1980
ST DeutschlandDeutschland Uwe Seeler 1946–1972
Trainer OsterreichÖsterreich Ernst Happel 1981–1987
Masseur DeutschlandDeutschland Hermann Rieger 1978–2004

1 Spieler noch aktiv

Erste Mannschaft

Kader Saison 2014/15

Nr. Nat. Name Geburtstag Beim HSV seit Vertrag bis
Tor
01 TschechienTschechien Jaroslav Drobný 18. Okt. 1979 2010 2015
15 DeutschlandDeutschland René Adler 15. Jan. 1985 2012 2017
30 DeutschlandDeutschland Alexander Brunst 07. Juli 1995 2008 2016
Abwehr
02 DeutschlandDeutschland Dennis Diekmeier 20. Okt. 1989 2010 2016
04 DeutschlandDeutschland Heiko Westermann 14. Aug. 1983 2010 2015
05 SchweizSchweiz Johan Djourou 18. Jan. 1987 2013 2016
07 DeutschlandDeutschland Marcell Jansen 04. Nov. 1985 2008 2015
22 DeutschlandDeutschland Matthias Ostrzolek 05. Juni 1990 2014 2017
28 DeutschlandDeutschland Jonathan Tah 11. Feb. 1996 2009 2018
32 SerbienSerbien Slobodan Rajković 03. Feb. 1989 2011 2015
Mittelfeld
06 NorwegenNorwegen Per Ciljan Skjelbred 16. Juni 1987 2011 2015
08 DeutschlandDeutschland Tolgay Arslan 16. Aug. 1990 2009 2015
09 DeutschlandDeutschland Maximilian Beister 06. Sep. 1990 2004 2016
11 KroatienKroatien Ivo Iličević 14. Nov. 1986 2011 2015
14 KroatienKroatien Milan Badelj 24. Feb. 1989 2012 2015
17 UngarnUngarn Zoltán Stieber 16. Okt. 1988 2014 2017
18 DeutschlandDeutschland Kerem Demirbay 03. Juli 1993 2013 2017
19 TschechienTschechien Petr Jiráček 02. Mär. 1986 2012 2016
21 SchweizSchweiz Valon Behrami 19. Apr. 1985 2014 2017
23 NiederlandeNiederlande Rafael van der Vaart (C)Kapitän der Mannschaft 11. Feb. 1983 2012 2015
24 DeutschlandDeutschland Matti Steinmann 08. Jan. 1995 2009 2017
27 DeutschlandDeutschland Nicolai Müller 25. Sep. 1987 2014 2018
33 DeutschlandDeutschland Gideon Jung 12. Sep. 1994 2014 2016
34 MazedonienMazedonien Valmir Nafiu 23. Apr. 1994 2012 2015
39 DeutschlandDeutschland Ashton Götz 16. Juli 1993 2008
40 SerbienSerbien Gojko Kačar 26. Jan. 1987 2010 2015
Sturm
10 DeutschlandDeutschland Pierre-Michel Lasogga 15. Dez. 1991 2013 2019
16 LettlandLettland Artjoms Rudņevs 13. Jan. 1988 2012 2016
26 DeutschlandDeutschland Philipp Müller 03. Mär. 1995 2014 2016
31 KamerunKamerun Jacques Zoua 06. Sep. 1991 2013 2016

Transfers zur Saison 2014/15

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
SchweizSchweiz Valon Behrami SSC Neapel Sommer 2014
DeutschlandDeutschland Alexander Brunst eigene Jugend
SchweizSchweiz Johan Djourou FC Arsenal
DeutschlandDeutschland Ashton Götz eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Gideon Jung Rot-Weiß Oberhausen
SerbienSerbien Gojko Kačar Cerezo Osakaw.a.
DeutschlandDeutschland Pierre-Michel Lasogga Hertha BSC
DeutschlandDeutschland Nicolai Müller 1. FSV Mainz 05
DeutschlandDeutschland Philipp Müller VfL Wolfsburg U-19
DeutschlandDeutschland Matthias Ostrzolek FC Augsburg
LettlandLettland Artjoms Rudņevs Hannover 96w.a.
NorwegenNorwegen Per Ciljan Skjelbred Hertha BSCw.a.
DeutschlandDeutschland Matti Steinmann eigene Jugend
UngarnUngarn Zoltán Stieber SpVgg Greuther Fürth
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
NiederlandeNiederlande Ouasim Bouy Juventus Turinw.a. Sommer 2014
TurkeiTürkei Hakan Çalhanoğlu Bayer 04 Leverkusen
NiederlandeNiederlande Ola John Benfica Lissabonw.a.
DeutschlandDeutschland Zhi Gin Lam SpVgg Greuther Fürth
ItalienItalien Mattia Maggio unbekannt
EnglandEngland Michael Mancienne Nottingham Forest
DeutschlandDeutschland Sven Neuhaus Karriereende
VenezuelaVenezuela Tomás Rincón CFC Genua
DeutschlandDeutschland Lasse Sobiech FC St. Paulia.
DeutschlandDeutschland Florian Stritzel Karlsruher SC
DeutschlandDeutschland Robert Tesche Nottingham Forest
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Trainerstab

Mirko Slomka ist seit dem 17. Februar 2014 Cheftrainer der Profis
Nat. Name Position Seit
DeutschlandDeutschland Mirko Slomka Cheftrainer 2014
SerbienSerbien Nestor El Maestro Co-Trainer 2014
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Zlatan Bajramović Co-Trainer 2014
DeutschlandDeutschland Ronny Teuber Torwarttrainer 2010
DeutschlandDeutschland Markus Günther Athletiktrainer 2003
KroatienKroatien Nikola Vidović Konditionstrainer 2011

Nachwuchs

Hamburger SV II
Stadion Wolfgang-Meyer-Sportanlage
Plätze 2.018
Trainer Josef Zinnbauer
Liga Regionalliga Nord
2013/14 14. Platz
Heim
Auswärts

Die Jugendabteilung des HSV besteht aus derzeit zehn Mannschaften, von der U 9 (F-Jugend) bis zur U 23 (zweite Herrenmannschaft). Die Ausbildung gliedert sich in folgende Schwerpunkte:[90]

  • U 9 bis U 10: Erstausbildung
  • U 11 bis U 13: Grundlagenausbildung
  • U 14 bis U 15: Spezielle Basisausbildung
  • U 16 bis U 23: Leistungsausbildung

Zweite Mannschaft

Die U 23 ist die höchste Altersklasse des Nachwuchses und neben den Profis die zweite Herrenmannschaft. Sie besteht größtenteils aus Spielern, die aus der A-Jugend nicht sofort zu den Profis aufrücken und soll diese an den hochklassigen, professionellen Herrenfußball heranführen. Zudem wird das Team auch durch ältere erfahrene Spieler, die als Führungsspieler agieren sollen, ergänzt. Außerdem soll die zweite Mannschaft den jungen Spielern des Profikaders, die noch nicht viele Einsatzzeiten im Profifußball erhalten, und Profis, die länger verletzt waren, Spielpraxis ermöglichen.

Bei der Einführung der Regionalliga als dritthöchste Spielklasse im Jahr 1994 war man direkt für die Regionalliga Nord qualifiziert und spielte in dieser Liga bis zu deren Ablösung durch die 3. Liga im Jahr 2008. Nur in den Spielzeiten 2000/01 und 2001/02 spielte das Team nach dem Abstieg in der damaligen viertklassigen Oberliga Hamburg. Da das Team die Saison 2007/08 in der Regionalliga Nord mit Platz 17 abschloss, konnte man sich nicht für die neu geschaffene 3. Liga, die sich aus 20 Vereinen zusammensetzt, qualifizieren. Seither tritt die U 23 in der viertklassigen Regionalliga Nord an.

Kader Saison 2014/15

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
DeutschlandDeutschland Alexander Brunst* 07. Juli 1995
DeutschlandDeutschland Tino Dehmelt 29. Jan. 1992
OsterreichÖsterreich Johannes Kreidl 07. Mär. 1996
DeutschlandDeutschland Kevin Otremba 18. Juni 1994
DeutschlandDeutschland Francis Adomah 29. Juni 1992
Korea SudSüdkorea Dong-Su Kim 21. Feb. 1995
DeutschlandDeutschland Ronny Marcos 01. Okt. 1993
DeutschlandDeutschland Fabio Morena 19. Mär. 1980
DeutschlandDeutschland Dominik Jordan 27. Sep. 1994
DeutschlandDeutschland Ahmet Arslan 30. Mär. 1994
TurkeiTürkei Tolcay Ciğerci 24. Jan. 1995
OsterreichÖsterreich Christian Derflinger 02. Feb. 1994
DeutschlandDeutschland Ashton Götz* 16. Juli 1993
DeutschlandDeutschland Gideon Jung* 12. Sep. 1994
DeutschlandDeutschland Sven Mende 18. Jan. 1994
TschechienTschechien Dominik Mašek 10. Juli 1995
DeutschlandDeutschland Matti Steinmann* 08. Jan. 1995
DeutschlandDeutschland Nils Brüning 24. Dez. 1994
DeutschlandDeutschland Nico Charrier 14. Feb. 1994
FrankreichFrankreich Mohamed Gouaida 15. Mai  1993
Korea SudSüdkorea Roan Kwon 28. Dez. 1995
DeutschlandDeutschland Philipp Müller* 03. Mär. 1995
* Lizenzspieler

Trainerstab

Nat. Name Position Seit
DeutschlandDeutschland Josef Zinnbauer Cheftrainer 2014
DeutschlandDeutschland Soner Uysal Co-Trainer 2010
DeutschlandDeutschland Jan Hasenkamp Reha- und Athletiktrainer 2009

Nachwuchsleistungszentrum

Auf dem Paul-Hauenschild-Gelände in Norderstedt befindet sich das im Jahr 2000 eröffnete Nachwuchsleistungszentrum des HSV mit der Jürgen-Werner-Schule, benannt nach dem 2002 verstorbenen früheren HSV-Nationalspieler. Im dortigen Internat gibt es Platz für 17 Nachwuchsspieler des HSV, die nicht aus Hamburg oder der unmittelbaren Umgebung stammen. Doch auch für Spieler aus der Region steht das Leistungszentrum über den Trainingsbetrieb hinaus zur Verfügung. So wird unter anderem eine Tagesbetreuung angeboten.[91] Aktueller Leiter ist Michael Schröder.

Der HSV kooperiert im Jugendbereich zudem mit dem niedersächsischen Verein MTV Treubund Lüneburg und dem SV Eichede.[92]

Zur Förderung des Nachwuchses gab der HSV am 29. September 2012 eine Anleihe mit sieben Jahren Laufzeit bei sechsprozentiger Verzinsung aus. Der Verein nahm dadurch 17,5 Mio. Euro ein,[93] mit denen der neue HSV-Campus direkt neben der Imtech Arena entstehen soll. Dieser soll das neue Internat, das Leistungszentrum sowie das Trainingszentrum umfassen, wodurch die Nachwuchsabteilung von Norderstedt direkt in den Volkspark umziehen wird.

Die folgende Tabelle zeigt alle Cheftrainer der Juniorenteams, sowie die Liga, in der in der Saison 2013/14 angetreten wird. Cheftrainer des Gesamtbereichs Nachwuchs ist U-23-Trainer Rodolfo Esteban Cardoso.[94]

Altersklasse Trainer Liga
U-19 Otto Addo A-Jugend-Bundesliga
U-17 Thorsten Judt B-Jugend-Bundesliga
U-16 Daniel Petrowsky B-Jugend-Regionalliga
U-15 Zlatan Bajramović C-Jugend-Regionalliga
U-14 Florian Wolf C-Jugend-Landesliga/Verbandsliga
U-13 Philipp Henkel D-Jugend-Bezirksliga
U-12 Pit Reimers D-Jugend-Bezirksliga
U-11 Tim Reddersen E-Jugend-Kreisklasse
U-10 Lukas Rösel E-Jugend-Kreisklasse
U-9 Sebastian Günther F-Jugend-Kreisklasse

Spielorte

Die U-23, U-19 und U-17 tragen ihre Heimspiele auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage, die Platz für 2.018 Zuschauer bietet, in Hamburg aus. Die übrigen Nachwuchsteams von der U-9 bis zur U-16 spielen auf der Paul-Hauenschild-Anlage in Norderstedt.[95]

Vereinsstruktur und AG

HSV e. V.

Carl-Edgar Jarchow – von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzender – ist seit 2014 Präsident des HSV e. V.
Struktur des HSV e. V. und der HSV Fußball AG, Stand: Juli 2014

Das oberste Organ des HSV e. V. ist die Mitgliederversammlung. Diese wählt für fünf Jahre die Mitglieder des ehrenamtlichen Ehrenrates. Der Vorsitzende des Ehrenrates ist geborenes Mitglied des Beirat- und Wahlausschusses. Die übrigen vier Mitglieder sind ein Delegierter der Amateure und der fördernden Mitglieder, sowie ein Ehrenmitglied mit ehrenamtlichen und sportlichen Verdiensten. Aufgabe des Beirat- und Wahlausschusses ist es, der Mitgliederversammlung Kandidaten für die Präsidiumswahl zu stellen. Zudem berät und kontrolliert der Ausschuss das von den Mitgliedern gewählte Präsidium und entscheidet, ob dieses ehrenamtlich oder hauptamtlich tätig ist. Eine Amtszeit des Beirat- und Wahlausschusses beträgt vier Jahre.

Das von den Mitgliedern auf Vorschlag des Beirat- und Wahlausschusses für drei Jahre gewählte Präsidium besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und dem Schatzmeister. Dem Präsidium obliegt die Geschäftsführung des Vereins. Derzeit übt der alte Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Januar 2015 kommissarisch die Funktion des Präsidiums aus. Das aktuelle Präsidium besteht aus dem Präsidenten Carl-Edgar Jarchow, dem Vizepräsident Joachim Hilke und dem Schatzmeister Oliver Scheel.[96]

AG

Am 25. Mai 2014 beschloss die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 86,9% die Lizenzspielerabteilung des HSV e. V. in die HSV Fußball AG auszugliedern. Der HSV e. V. ist Aktionär der HSV Fußball AG und besitzt gemäß der 50+1-Regel immer mindestens 50% der Stimmanteile plus eine Aktie. Ab einem Verkauf von 25% der Anteile muss die Mitgliederversammlung des HSV e. V. befragt werden.

Die Hauptversammlung, in der die Mitglieder des HSV e. V. durch das Präsidium vertreten werden, wählt fünf der sechs Aufsichtsratsmitglieder der AG. Geborenes Mitglied ist der Präsident des HSV e. V. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder, benennt und kontrolliert diese und erlässt dessen Geschäftsordnung. Aktuell besteht der Vorstand aus dem Vorsitzenden Dietmar Beiersdorfer, Joachim Hilke und Carl-Edgar Jarchow.

Spielstätten

Die Südtribüne des Volksparkstadions (1983)

Der Hamburger SV spielte seit dem Zusammenschluss seiner drei Vorgängervereine im Jahr 1919 am Sportplatz am Rothenbaum im Stadtteil Rotherbaum. Das 1911 eingeweihte Stadion brachte der HFC 88 in den Verein ein. In den 1920er-Jahren wurde auch das Stadion Hoheluft von SC Victoria Hamburg, ab Ende der 1920er-Jahre zudem das Altonaer Stadion im Altonaer Volkspark genutzt, der Vorläufer des Volksparkstadions. Beide Stadien verfügten über größere Zuschauerkapazitäten als der Sportplatz am Rothenbaum. Seit Einführung der Bundesliga nutzte der HSV mit wenigen Ausnahmen das Volksparkstadion im Stadtteil Bahrenfeld und kehrte lediglich für einige Spiele wieder an den Rothenbaum zurück, welcher dann 1997 abgerissen wurde. Anfänglich fasste das Volksparkstadion 72.000 Zuschauer, bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde die Kapazität auf 63.000 reduziert.

Das Volksparkstadion, das wegen seiner Tartanbahn sehr weitläufig und zugig war und in dem daher bei geringen Zuschauerzahlen oftmals eine wenig stimmungsvolle Atmosphäre herrschte, wurde Ende der 1990er-Jahre zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Dabei wurde das Spielfeld um 90 Grad gedreht. Der Umbau des Stadions fand bei laufendem Spielbetrieb statt, so dass die Zuschauerkapazität sich während der Bauzeit deutlich verringerte. Der HSV kaufte der Stadt Hamburg vor dem Umbau das Volksparkstadion für den symbolischen Preis von 1 DM ab, war und ist dafür für die Kosten des Umbaus zuständig, wiewohl es öffentliche Zuschüsse in Höhe von 21,3 Mio. DM gab[97].

Hauptartikel: Imtech Arena
Die Imtech Arena (2004) – früher Volksparkstadion

2001 wurde das Volksparkstadion in „AOL Arena“ umbenannt, um weitere Werbeeinnahmen zu generieren. Diese Umbenennung stieß in Fankreisen, aber auch bei „altgedienten“ HSVern auf heftige Proteste. 2007 wurde erstmals im deutschen Profi-Fußball ein Sponsoring-Name durch einen anderen ersetzt. Neuer Sponsor wurde die in Hamburg und Kiel ansässige HSH Nordbank[98]. Diese stieg aufgrund der Finanzkrise vorzeitig aus dem Namens-Sponsoring aus. Ab 2010 ist der in Hamburg ansässige Anlagenbauer Imtech neuer Stadion-Sponsor.

In die Arena integriert wurde das HSV-Museum, das im Februar 2004 eröffnet wurde. Der Einbau in die Nordostecke des Stadions kostete 800.000 Euro. Präsentiert werden im Museum nicht allein die diversen Trophäen, die der HSV in seiner mehr als 120-jährigen Geschichte sammelte, sondern auch viele andere Devotionalien, darunter zu den Spielstätten und berühmten Akteuren des HSV. Bis zum Ende der Saison 2007/08 verzeichnete das Museum mehr als 200.000 Besucher, in jener Saison allein 60.000. Im Museum werden auch Sonderausstellungen zur HSV-Geschichte gezeigt, deren wohl bedeutendste Die Raute unter dem Hakenkreuz – Der HSV im Nationalsozialismus war. Der HSV war damit der erste Verein, der diese Phase seiner Geschichte im Rahmen einer Ausstellung beleuchtet hat.[99]

Im und um das Stadion herum befinden sich zudem die Geschäftsstelle, ein Fan-Shop und inzwischen auch das Trainingsgelände des HSV, so dass die Spieler der ersten Herrenmannschaft nicht mehr bis zum Trainingszentrum nach Norderstedt fahren müssen.

Die Spiele der zweiten Mannschaft, der ersten Frauen-Mannschaft sowie der A- und B-Jugendmannschaften werden in der Wolfgang-Meyer-Sportanlage im Stadtteil Stellingen ausgetragen. Die dritte Mannschaft des HSV, die in der Landesliga antritt, sowie die F- bis C-Junioren spielen auf der vereinseigenen Paul-Hauenschild-Sportanlage in Norderstedt, wo sich auch eine Vielzahl von Trainingseinrichtungen und das Nachwuchs-Leistungszentrum (Jürgen-Werner-Schule) befinden.

Zuschauer und Fankultur

Die Raute im Herzen:
HSV-Fan in der Arena
Nordtribüne, Stadionrund und Lotto King Karl mit Carsten Pape beim Absingen von „Hamburg, meine Perle“
Stadionsprecher Lotto King Karl
Fans auf der Nordtribüne

Die Imtech Arena ist das sechstgrößte noch für Fußballspiele genutzte Stadion in Deutschland. Der Hamburger SV belegt seit der Eröffnung des Neubaus des Volksparkstadions ständig den vierten Rang bei den Zuschauerzahlen in der Bundesliga – mit der Ausnahme der Saison 2004/05, als Borussia Mönchengladbach diesen Platz einnahm und der HSV die fünftgrößte Zuschauerzahl verbuchte. Der Zuschauerschnitt lag dabei seit der Saison 2005/06 stets klar über 50.000.

Der Bereich des Stadions, in dem sich die glühendsten HSV-Anhänger versammeln, war bis zum Umbau des Volksparkstadions zu einem reinem Fußballstadion die Westkurve, insbesondere Block E. Auf vielen Kutten älterer HSV-Fans finden sich bis heute entsprechende Aufnäher. Mit dem Umbau und der 90-Grad-Drehung des Spielfelds verlagerte sich auch der Stammbereich dieser Anhänger. Sie stehen und sitzen nunmehr auf der Nordtribüne, Gästefans werden gegenüber im Eckbereich zwischen Süd- und Westtribüne untergebracht. Für die HSV-Fans stehen auf dem Unterrang der Nordtribüne und im Block 22C Stehplätze bereit, lediglich bei internationalen Spielen werden diese in Sitzplätze umgewandelt. Die Nordtribüne ist oftmals Schauplatz für größere Choreografien der HSV-Fans.[100] Auf der Nordtribüne oberhalb des Blocks 22A befindet sich auch die „Bundesliga-Uhr“, die die Zugehörigkeit des HSV zur Bundesliga von der ersten Spielminute des ersten Spieltags 1963/64 an anzeigt – und somit letztlich auch das Alter der Bundesliga selbst. Die Uhr läuft sekundengenau, angezeigt werden Jahre, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden.

Vor den Heimspielen der ersten Mannschaft des HSV wird regelmäßig die Hymne Hamburg, meine Perle[101] in der Fußball-Version Hamburg, meine Fußballperle[102] gespielt. Diesen Song singt der Hamburger Sänger (und HSV-Stadionsprecher) Lotto King Karl gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Hamburger Carsten Pape, Ex-Sänger von Clowns & Helden. Zu diesem Zweck fahren „Lotto und Pape“ auf einer Hebebühne in mehrere Meter Höhe vor der Nordtribüne hinauf.

Zu den Fans des HSV zählt der Schauspieler und Komiker Olli Dittrich. In dessen Fernsehserie Dittsche waren bereits mehrfach HSV-Spieler in Nebenrollen zu sehen, darunter Uwe Seeler. Bei einem weiteren Auftritt erschien Rafael van der Vaart in Begleitung seiner damaligen Frau Sylvie in jenem Eppendorfer Grillimbiss.

Fanclubs und Supporters Club

Der HSV hat in Deutschland und im Ausland mehr als 700 offiziell registrierte Fanclubs.[103] Bedeutende sind unter anderem Rautengeil Fallingbostel, Hermanns Treue Riege, Totale Offensive e. V. und die Wilhelmsburger Jungs. Bekannte Ultrà-Gruppen des HSV sind Poptown und Chosen Few; letztere unterstützt nach der zur Saison 2014/15 erfolgten Ausgliederung der Profi-Abteilung und der U-23 (II.) in die HSV Fußball AG jedoch nur noch die dritte Mannschaft und damit die erste Mannschaft des e. V. Die im April 1972 gegründet Anhänger-Vereinigung Rothosen ist der älteste HSV-Fanclub. Er besteht mit etwa 40 Mitgliedern bis heute und gehörte in den 1980ern zu den bekannteren Fanclubs. Der Business-Fanclub[104] des Hamburger SV wurde im Jahre 2006 vom HSV als offizieller Fanclub eingetragen. Dieser Fanclub wurde von Unternehmern gegründet und vereint sportliches mit geschäftlichem Interesse. Seit der Saison 2006/07 hat der Hamburger Sport-Verein mit BLUE PRIDE einen Fanclub für schwule und bisexuelle Fans, welcher im Januar 2012 in den Volksparkjunxx aufging. Wegen ihrer Aggressivität berüchtigt waren Die Löwen, aus deren Reihen heraus es am 16. Oktober 1982 zum Totschlag am Bremer Fan Adrian Maleika kam.[105]

Dem 1993 gegründeten Supporters Club sind mittlerweile mehr als 54.000 Fans beigetreten, die damit auch Mitglieder des HSV geworden sind. Zu den 36 Gründungsmitgliedern gehören neben dem heutigen Vorstandsmitglied für Mitgliederbelange, Oliver Scheel, die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Henning Trolsen und Christian Reichert sowie der heutige Leiter des HSV-Museums, Dirk Mansen.[106]

Lieder und Gesänge

Lotto King Karl und Carsten Pape singen bei jedem Heimspiel „Hamburg, meine Perle“ auf einem Kran vor der Nordtribüne (re.)

Neben dem erwähnten „Aufwärmsong“ Hamburg, meine (Fußball-)Perle von Lotto King Karl, dessen Aufführung vor der Nordtribüne mittlerweile ritualisiert ist, gehört vor dem Anpfiff auch die Einlaufhymne zum festen Musikprogramm bei Heimspielen des HSV. Die Hymne HSV Forever wurde von David Hanselmann eingespielt.

Zu den Klassikern unter den HSV-Liedern gehört Wer wird deutscher Meister? HSV! von Stefan Hallberg mit Text von Gunter Gabriel, das seit seinem Erscheinen im Meisterschaftsjahr 1979[107] aus dem Repertoire der HSV-Fans nicht wegzudenken ist und bis heute auf der Nordtribüne angestimmt wird. Lotto King Karl hat neben der „inoffiziellen Vereinshymne“ Hamburg, meine (Fußball-)perle auch weitere Songs herausgebracht, die sich mit dem HSV und seiner Leidenschaft für diesen Verein befassen, zum Beispiel Unter der HSV-Bettwäsche. Die Band Abschlach! steht mit Liedern wie Hamburg Till I Die[108] bei vielen Fans ebenfalls hoch im Kurs. Der Song Könige des Nordens – und hieraus insbesondere die Zeile Wir sind alle Hamburger Jungs – gehört ebenfalls seit Jahren zum Repertoire der HSV-Fans. In den 1980er-Jahren war der Song Wir sind schlau, wir sind Fans vom HSV[109], gesungen auf die Melodie von My oh my von Slade, sehr beliebt.[110] Zu den eingängigeren Schlachtrufen und Gesängen zählen Super-Hamburg olé und vor allem Nur der HSV!.

Bei Unzufriedenheit mit der Leistung der Spieler wurde in der Vergangenheit oft der Schlachtruf Außer Hermann könnt ihr alle gehen angestimmt, der sich auf den Kult-Masseur Hermann Rieger und dessen langjährige Vereinstreue (1978–2005) bezieht.

Fan-Freundschaften

Vor allem in den 70er und 80er Jahren pflegte der Hamburger SV einige Fanfreundschaften, die aber nicht von der ganzen Fanszene getragen wurden und teilweise auch nur „Zweckbündnisse“ waren.[111] Die intensivste bildete sich 1976 mit Borussia Dortmund. Über ein Jahrzehnt holten sich die Fans gegenseitig vom Bahnhof ab und gaben sich „Geleitschutz“ bei Problemspielen. Um 1988 zerfiel diese Freundschaft zunehmend, Mitte bis Ende der 90er Jahre war davon kaum noch was zu spüren. Gründe dafür waren u.a. auch der Wandel der Fanszene beim HSV und BVB. Dennoch wird diese Fanfreundschaft auch noch heute, vor allem von älteren Fans, akzeptiert und von einigen auch noch gepflegt. [112]

Aktuell bestehen Fanfreundschaften vor allem zu den Fans von Arminia Bielefeld und Hannover 96. Die 3 Vereine bilden zusammen die sogenannte „Nordallianz“. Die Freundschaft zu Arminia Bielefeld besteht schon seit Ende der 70er Jahre und wird von der ganzen Fanszene akzeptiert. Man teilt nicht nur die Farben „schwarz-weiß-blau, Arminia und der HSV“ sondern in den 90er Jahren auch einige Spieler. U.a. wechselten Uli Stein, Thomas von Heesen, Thomas Stratos, Armin Eck und Jörg Bode mitte der 90er Jahre vom HSV zu Arminia Bielefeld. Ebenfalls gute Beziehungen hält ein Teil der Fan-Szene zu den Fans von Hannover 96, der ebenfalls auf die Abkürzung „HSV“ (für Hannoverscher SV) hört. Bei den Begegnungen werden von den beiden Fankurven gemeinsame Wechselgesänge „HSV, HSV“ intoniert. In den vergangenen Jahren hat sich zudem etabliert, dass im jeweils „anderen“ Stadion auch die Vereinshymne des jeweiligen Gastes gespielt wird. Darüber hinaus bestehen noch Beziehungen vereinzelter Fanclubs und den Ultras zu Gruppierungen anderer Vereine, die aber nicht von der gesamten Fanszene getragen werden.

Auf internationaler Ebene bestehen seit 1976/77 gute Kontakte zu den Glasgow Rangers, was wiederum damit „korrespondiert“, dass die jeweiligen Lokalrivalen (FC St. Pauli und Celtic Glasgow) untereinander ebenfalls gute Verbindungen unterhalten.

Fan-Rivalitäten

Traditionelle Rivalitäten pflegen die Fans des HSV mit denjenigen des FC St. Pauli, mit dem das Hamburger Stadtderby ausgetragen wird. Ebenfalls traditionsreich ist das Verhältnis zu Werder Bremen, mit dem der HSV das Nordderby austrägt. Dieses Spiel ist zudem dasjenige, das in der Bundesliga am häufigsten stattgefunden hat: Der HSV spielt von Anbeginn in der Liga, die Bremer „fehlten“ lediglich eine Saison. Die Tatsache, dass hier die führenden Vereine aus den beiden größten deutschen Hansestädten und größten Städten Norddeutschlands gegeneinander spielen sowie die Einzugsbereiche der beiden Clubs aneinander angrenzen und sich oft auch überschneiden (Hamburg und Bremen liegen nur etwa 100 Kilometer voneinander entfernt), trägt sicherlich ebenso zur Rivalität bei. Mit dem FC Bayern München trägt der HSV den Nord-Süd-Gipfel aus, eine Begegnung, die vor allem Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre auf Augenhöhe ausgetragen wurde und daher sportliche Brisanz versprach.

Maskottchen

Vorwiegend, um die ganz kleinen Fans frühzeitig an sich zu binden, wurde bereits in den 90er-Jahren ein Maskottchen ins Leben gerufen. Ursprünglich war dies eine Hummel, aufgrund des Grußes „Hummel, Hummel“. Die Hummel wurde von den Fans aber abgelehnt, so dass sie wieder verschwand.

Aus Marketinggründen entschied sich die Vereinsführung, ein neues Maskottchen einzuführen: einen Dinosaurier, da der Verein als „Dino“ der Bundesliga bezeichnet wird, was auf die ununterbrochene Zugehörigkeit zur Eliteklasse seit deren Einführung im Jahre 1963 zurückzuführen ist. Den Namen „Hermann“ erhielt das Maskottchen zu Ehren des Masseurs Hermann Rieger (1941-2014), der 26 Jahre für den HSV tätig war. Seine Trikotnummer 87 erhielt er nach dem Gründungsjahr des Vereins 1887. Im Zuge des Bundesligajubiläums zum 40-jährigen Bestehen im Rahmen des Spiels HSV gegen den FC Bayern München am 24. August 2003 wurde das Maskottchen der Öffentlichkeit vorgestellt, indem es aus einem Ei schlüpfte.

Fan-Friedhof

Grabstein auf dem HSV-Friedhof, im Hintergrund Pylonen des Stadiondaches
Hinweisschild auf das HSV-Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Altona

Am 9. September 2008 hat der Hamburger Sport-Verein seinen eigenen Friedhof, der aus einem Grabfeld des Hauptfriedhofs Altona besteht, der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Grabfeld befindet sich auf der Rückseite der Westtribüne an der gegenüberliegenden Seite des Hellgrundwegs, nur etwa 100 Meter vom Stadiongelände entfernt.
Die Anlage ist einem Stadion nachempfunden und kann durch einen Durchgang in den Ausmaßen eines Fußballtores betreten werden. Sie bietet Platz für 500 HSV-Anhänger, wird bisher jedoch wenig angenommen.[113] Der verwendete Rasen der Anlage ist direkt vom Spielfeld des Stadions auf dem Grabfeld angepflanzt, sodass das Grabfeld einen authentischen Ort für die letzte Ruhe in Verbindung mit dem Verein darstellt.
Mit dieser Anlage ist der Hamburger SV nach den Boca Juniors aus Buenos Aires/Argentinien weltweit der zweite Fußballverein, der eine Bestattung im Rahmen des Lieblingsvereins ermöglicht.[114]

Sponsoren

Sponsoren und Ausrüster des Hamburger SV seit 1969[115]
Zeitraum Ausrüster Sponsor Branche
1969–1970 Erima
umbro
adidas
(nicht offiziell)
kein Sponsor
1970–1974
1974–1976 Campari Getränke, Spirituosen
1976–1979 Hitachi Elektronik, Maschinenbau
1979–1987 adidas BP Mineralöl
1987–1994 Sharp Elektronik
1994–1995 TV Spielfilm Printmedien
1995–1998 uhlsport Hyundai Automobile
1998–2000 Fila
2000–2001 TV Spielfilm Printmedien
2001–2003 Nike
2003–2005 ADIG Finanzen
2005–2006 Puma
2006–2007 Emirates Flüge
seit 2007 adidas
Ab 1979-80 offizielle Ausrüster. Davor auch innerhalb einer Saison verschiedene Hersteller.

1973 handelte der damalige Präsident Peter Krohn einen Sponsorenvertrag mit Davide Campari-Milano aus. So warb der HSV ab der Saison 1974/75 mit dem Schriftzug Campari auf den Trikots. Vorher lief nur Eintracht Braunschweig (Jägermeister) mit Trikotwerbung auf. Die Trikotwerbung war von den Fernsehanstalten, die durch das Boykottieren von Sportveranstaltungen die „Schleichwerbung" umgehen wollte, nicht gerne gesehen. Schließlich wurde die Trikotwerbung im Europapokal verboten, weshalb der Schriftzug HSV bei Europapokalspielen auf der Brust der Trikots zu sehen war. In der Saison 1976/77 ließ Krohn die Spieler in rosa Trikots auflaufen, um den Frauenanteil im Stadion zu erhöhen. In drei Jahren als Präsident erwirtschaftete Krohn 16 Mio. DM und sanierte somit den mit über drei Millionen DM verschuldeten Verein. Er gilt daher als Pionier des modernen Fußball-Marketings.[116]

In die wohl erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte fällt das Sponsoring durch BP. Als im Oktober 1980 Franz Beckenbauer zum HSV wechselte, übernahm BP das komplette Jahresgehalt von Beckenbauer, das seiner Zeit bei einer enorm hohen Summe von rund einer Million DM lag.[117]

Für Aufsehen sorgte der Hauptsponsor TV Spielfilm. Am 32. Spieltag der Saison 1994/95 musste der HSV beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ohne den Namen des Sponsors auf dem Trikot spielen, da sich die Verlagsgruppe Milchstrasse vom Verein, der in der Öffentlichkeit ein schlechtes Bild abgab, distanzieren wollte, um einen Imageschaden zu vermeiden.[118] Wie schon zu früheren Europapokalspielen war der Schriftzug HSV auf den Trikots zu sehen. In der Folge trennten sich der HSV und TV Spielfilm und Hyundai wurde zur Saison 1995/96 neuer Hauptsponsor.

Vor der Saison 2003/04 konnte der HSV erstmals seit 29 Jahren keinen Hauptsponsor präsentieren. In den Vorbereitungsspielen und im Ligapokal war auf dem Heimtrikot der Schriftzug HSV und auf dem Auswärtstrikot der Schriftzug Hamburg zu sehen.[119] Drei Tage vor Saisonbeginn wurde die Kapitalanlagegesellschaft ADIG als neuer Hauptsponsor vorgestellt.[120]

Der derzeitige Hauptsponsor ist seit der Saison 2006/07 die aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammende Fluggesellschaft Emirates, die mit dem Schriftzug Fly Emirates auf den Trikots der ersten Mannschaft wirbt. Der Vertrag läuft bis 2015[121] und bringt dem HSV pro Saison Einnahmen in Höhe von rund sieben Millionen Euro ein.[122] Ausrüster ist bis 2024 Adidas[123]; Fahrzeugpartner ist Audi.[124] Zudem gibt Imtech der Arena seinen Namen.

Das Gesamte Sponsoren-Portfolio umfasst neben dem Hauptsponsor Emirates, dem Ausrüster Adidas und dem Arena-Namensgeber Imtech sieben „Exklusiv-Partner", einen „Gesundheitspartner" (Techniker Krankenkasse), 20 „Partner" und 22 „Supplier".[125]

Frauenfußball

Seit 1971 existiert beim Hamburger SV eine Frauenfußballabteilung. Sie umfasst in der Saison 2008/09 drei Frauen- und fünf Mädchenmannschaften. Spielstätte ist die Wolfgang-Meyer-Sportanlage.

Die erste Mannschaft spielte seit dem letzten Aufstieg im Jahre 2003 in der Bundesliga. Zuvor gab die Mannschaft in den Spielzeiten 1997/98 und 2001/02 einjährige Gastspiele in der Bundesliga. Größter Erfolg war der Einzug in das DFB-Pokalfinale 2002, welches gegen den 1. FFC Frankfurt mit 0:5 verloren ging. Dreimal standen die HSV-Frauen im Endspiel des DFB-Hallenpokals, gingen aber jedes Mal als Verlierer vom Platz. Die zweite Mannschaft spielte in der 2. Bundesliga Nord. In der Saison 2006/07 wurde die Mannschaft Vizemeister.

Der HSV stellte bislang mit Antonia Schmale, Tanja Vreden, Britta Carlson, Sarah Günther und aktuell Kim Kulig fünf Nationalspielerinnen. Sarah Günther gewann mit der Nationalmannschaft 2004 die olympische Bronzemedaille und wurde ein Jahr später Europameisterin. Kim Kulig wurde 2009 Europameisterin.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten beschloss der Vorstand des Hamburger SV am 21. Mai 2012, die Frauenmannschaft für die Saison 2012/13 aus der Fußballbundesliga zurückzuziehen. Sportlich gesehen hatten die HSV-Frauen mit dem neunten Rang unter zwölf Teams in der Bundesligasaison 2011/12 die Klasse gehalten. Ebenso entschied sich der Verein, keine Bewerbung mehr für die zweite Liga abzugeben.[126]

Weitere Abteilungen

Badminton

Der Hamburger SV ist im Badminton einer der Protagonisten in Deutschland. Den größten Erfolg in dieser Sportart feierte der Verein gleich im ersten Jahr der Ausspielung des Deutschen Mannschaftsmeisters 1957, als sich die Hamburger bis ins Finale vorkämpften, dort jedoch dem 1. DBC Bonn unterlagen.

Baseball

Hauptartikel: HSV Stealers

Die Baseball-Abteilung des HSV entstand 2004 und trug den Namen HSV Hanseatics, nachdem die 1985 gegründeten Lokstedt Stealers sich dem Verein unter Umbenennung in HSV Stealers anschlossen, hörten die Hanseatics auf zu existieren. Die Stealers spielten nach einem Durchmarsch durch alle Ligen seit 1991 in der 1. Baseball-Bundesliga Nord. Nach zwei deutschen Vizemeisterschaften 1995 und 1997 wurden sie im Jahr 2000 nicht nur deutscher Meister, sondern gewannen auch den deutschen Pokal und den Europapokal. Sie sind bisher die einzige deutsche Mannschaft, der dieses Triple gelang. Nach dem Abstieg in der Saison 2002 gelang im Folgejahr direkt der Wiederaufstieg in die Baseball-Bundesliga. Die Stealers sind damit gemeinsam mit den Mainz Athletics der Verein mit der drittlängsten Zugehörigkeit zur Bundesliga.

Die Bundesligaspiele der Stealers werden im Hamburger Baseball Park in Hamburg-Lokstedt (direkt hinter dem Trainingsgelände des FC St. Pauli) ausgetragen. Neben weiteren Herren- und Jugendteams nehmen auch die Frauen – unter dem Namen HSV Wildcats – am Softball-Spielbetrieb teil.

Cricket

Die Cricketmannschaft des Hamburger SV spielt in der Regionalliga Nord. Diese gewinnt sie meist, womit die Mannschaft sich regelmäßig für die Finals der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. In den Jahren 2006–2009 gewannen Sie die Hallenmeisterschaft des Nordens.

Eishockey

Hauptartikel: Hamburger SV (Eishockey)

Die Eishockeyabteilung des Hamburger SV wurde 1986 gegründet. Aktuell nimmt die Erste Herrenmannschaft am Spielbetrieb der drittklassigen Oberliga Nord teil, während die Zweite Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Nord und die Dritte Mannschaft des Vereins in der sechstklassigen Landesliga Hamburg antreten. Die Frauenmannschaft spielt in der Fraueneishockey-Bundesliga, die 1b-Mannschaft nimmt am Spielbetrieb der 1. Damenliga Nord/Ost teil.

Golf

Die Golf-Abteilung des HSV ist noch recht jung: Gegründet wurde sie im April 2005. Die Abteilung umfasst (Stand: Okt. 2009) mehr als 150 Mitglieder. Als 150. Mitglied wurde am 18. Mai 2007 der Torhüter der Fußball-Bundesligamannschaft, Frank Rost, aufgenommen.[127] Die Golf-Abteilung kooperiert mit fünf verschiedenen Golfplätzen in Hamburg-Moorfleet, Siek, Quickborn und Pinneberg (2).

Handball

Die Handballherren des HSV gehörten ab den 1960er Jahren sowohl in der Halle als auch auf dem damals noch populären Großfeld zur deutschen Elite.

Im Feldhandball machten die HSV-Handballer erstmals mit der Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1963 überregional auf sich aufmerksam, wo sie erst im Viertelfinale scheiterten, ebenso wie bei den Endrundenturnieren 1964 und 1965. Der größte Erfolg gelang im Meisterschaftsturnier 1966, als der HSV auch erstmals als Norddeutscher Meister für die Endrunde qualifiziert war: Die Hamburger schalteten im Viertelfinale den Südwestdeutschen Meister TV Hochdorf aus und besiegten anschließend auch überraschend deutlich den Westdeutschen Meister VfL Gummersbach, Titelträger der Hallenmeisterschaft 1966. Lediglich der TV Oppum war im Finale zu stark; der HSV wurde Deutscher Vizemeister. Damit gehörten die Handballer auch zu den Gründungsmitgliedern der 1967 eingeführten Feldhandball-Bundesliga. In der Nordstaffel belegten sie 1967 Platz 2, 1968 Platz 3 und 1969 erneut Platz 2. Nach dem dritten Jahr war jedoch im Feldhandball Schluss. Der HSV zog sich aus der Liga zurück, die 1973 aufgelöst wurde.

Stattdessen konzentrierte sich der HSV auf die 1966 eingeführte zweigleisige Hallenbundesliga, da Handball in der Halle zunehmend populärer geworden war, während das Großfeld an Attraktivität verloren hatte. Erste Erfolge hatten die Handballer in der Halle schon zuvor gehabt: bei der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft 1962 war erstmals die Qualifikation für das Turnier gelungen, und verstärkt durch den überragenden Hamburger Angriffsspieler der 1950er Jahre, Otto Maychrzak, musste sich der HSV erst im Halbfinale dem damaligen Rekordmeister Frisch Auf Göppingen in der Verlängerung geschlagen geben und wurde schließlich vierter. Zwei Jahre später in der Endrunde 1964 gewann der HSV das Spiel um Platz drei. Auch in der Halle war der HSV Gründungsmitglied der neuen Bundesliga, der er bis 1976 angehörte.[128] In der Bundesliga-Saison 1969/70 gelang dem HSV dabei der Einzug in die Finalspiele um die deutsche Meisterschaft. Doch im Halbfinale schied der HSV mit zwei knappen Niederlagen (13:14, 13:15) gegen Frisch Auf Göppingen aus. Im folgenden Jahr verpasste der HSV knapp den Sprung in die Finalrunde. Danach rutschte der Verein von Saison zu Saison im Endklassement tiefer, bis nach der Spielzeit 1975/76 der Bundesligaabstieg feststand.

Die Handballabteilung des Hamburger SV besteht trotz der Gründung des Bundesligisten HSV Hamburg weiter. Letzterer hatte jedoch 2002 einen Kooperationsvertrag mit dem HSV geschlossen, um die Raute als Logo verwenden zu dürfen. Nach dem Aufstieg der Handballmänner in die viertklassige Oberliga Hamburg 2007 weiteten der Hamburger SV und der HSV Handball die Kooperation jedoch aus und gründeten mit der SG HSV Handball eine Spielgemeinschaft.[129][130]

Siehe auch: HSV Hamburg

Hockey

Die seit 1919 bestehende Hockeyabteilung hat zurzeit etwa 250 Mitglieder, davon etwa 140 Jugendliche. Hallenhockey wird in der vereinseigenen Halle an der Ulzburger Straße in Norderstedt gespielt, Feldhockey seit 2001 auf einem Kunstrasenplatz an gleicher Stelle.

Leichtathletik

Die Leichtathletik-Abteilung hat 1928 mit Willi Boltze über 5000 Meter und Richard Krebs, der Silber mit der 4-mal-400-Meter-Staffel gewann, die ersten Olympiateilnehmer gestellt. 1936 in Berlin waren mit Egon Schein über 200 Meter und Hans Scheele über 400 Meter Hürden zwei HSVer dabei, die beide bei den ersten Europameisterschaften zwei Jahre zuvor mit der Staffel Europameister geworden waren, Scheele war allerdings 1934 noch nicht beim HSV. In den 1960er Jahren gewannen mit der Sprinterin Jutta Stöck und dem Zehnkämpfer Manfred Bock weitere Leichtathleten des Hamburger Sportverein EM-Medaillen.[131]

Die meisten Länderkampfeinsätze hatten in den 1950er Jahren der Geher Claus Biethan, von 1959 bis 1962 der Hindernisläufer Wolf-Rüdiger Böhme und ab 1961 der Weitspringer und spätere HSV-Präsident Wolfgang Klein, die alle mehr als zehnmal im Nationaltrikot starteten. Bei den Frauen kam die Weitspringerin Christa Striezel auf neun Länderkampfeinsätze in der Erwachsenenklasse.[132]

Für die Olympischen Spiele 2012 hat sich der Weitspringer Sebastian Bayer qualifiziert, der seit 2011 im Trikot des Hamburger Sportverein antritt.

Rollstuhlsport

Die Abteilung Rollstuhlsport wurde 2008 im Verein gegründet, als der Rollstuhl-Sportclub Hamburg von 1975 in den HSV eingegliedert wurde. Mit etwa 250 Sportlern ist diese Abteilung des HSV eine der drei größten Rollstuhlsport-Abteilungen in Deutschland.[133] Betrieben werden unter anderem Basketball, Rugby, Tischtennis und Schwimmen.

Rugby

Die Rugby-Abteilung des Hamburger SV wurde am 16. Oktober 1925 durch Leichtathleten des Vereins und von außerhalb kommender Rugby-Spieler begründet.[134] Damit ist die Rugby-Abteilung des HSV die älteste eines Sportvereines in der Hansestadt. In den Jahren 1938 und 1978 konnte die Hamburger Meisterschaft gewonnen werden, 1978 und 1991 der Niedersachsen-Pokal. Der Aufstieg in die Bundesliga gelang 1978, dort verblieb die Mannschaft bis 1979. Aufgrund von Mitgliedermangel wurde die Abteilung nach 1990 geschlossen. Im März 2006 fanden sich einige Enthusiasten zusammen, um eine der ältesten Abteilungen des HSV vor der endgültigen Schließung zu bewahren. Der langfristige Erfolg ist weiterhin nicht gesichert. Es fehlen immer noch Spieler. So sah sich die Abteilung 2008 gezwungen, sich aus der Regionalliga in die Verbandsliga zurückzuziehen, da keine vollständige Mannschaft aufgestellt werden konnte.

Letzte Spielzeiten

Jahr Liga Position
2006–07 Rugby-Regionalliga Nord (III) 8.
2007–08 Rugby-Verbandsliga Nord (IV) 5.
2008–09 Rugby-Verbandsliga Nord 7.
2009–10 Rugby-Verbandsliga Nord 4.

Tischtennis

Hauptartikel: Hamburger SV (Tischtennis)

Die Tischtennisabteilung des Hamburger SV besteht seit 1927 und ist im Stadtteil Eppendorf beheimatet. Ihre erfolgreichste Zeit erlebte die Abteilung in den 1930er und 1940er Jahren. Die erste Männermannschaft wurde 1937 und 1938 deutscher Meister. Außerdem wurden Paul und Heinz Benthien sowie Erich Deisler im Herreneinzel deutscher Meister. Die erste Herrenmannschaft spielt heute in der drittklassigen Regionalliga Nord.

Volleyball

Die Volleyballmänner des HSV spielten seit den 1970er Jahren in der Volleyball-Bundesliga und gehörten immer zu den deutschen Spitzenmannschaften. Sie wurden sechsmal Deutscher Meister (1976, 1977, 1985, 1986, 1987 und 1988) und holten fünfmal den DVV-Pokal (1974, 1977, 1983, 1985 und 1989). 1991 machten sich die Volleyballer als 1. VC Hamburg eigenständig und wurden 1992 nochmals Deutscher Pokalsieger. 1994 schlossen sie sich dem 1. SC Norderstedt an. Bekannte Nationalspieler waren Klaus Meetz, Klaus Wegner, Thomas Broscheit, Klaus-Peter Weinhold, Frank Mackerodt, Christian Voß, Jörg Brügge, Hauke Braack, Leif Andersson, Michael Dornheim und Dirk Oldenburg. Auch die Volleyballfrauen (mit den Nationalspielerinnen Regine Bracht und Angela Liebelt) spielten in den 1970er und 1980er Jahren in der Bundesliga.[135]

Seit 2005 spielen mehrere deutsche Spitzen-Beachvolleyballteams für den HSV: Okka Rau / Stephanie Pohl (bis 2009), David Klemperer / Eric Koreng (bis 2012), Sebastian Dollinger / Stefan Windscheif, Jana Köhler / Julia Sude (bis 2012), Katharina Culav / Katharina Schillerwein sowie Christine Aulenbrock / Anna Behlen. Seit 2013 spielen Aulenbrock mit Cinja Tillmann und das neu formierte Team Laura Ludwig / Kira Walkenhorst für den HSV.

Siehe auch

Literatur

  •  Matthias Blazek: Die Geschichte des Hamburger Sportvereins von 1887: 125 Jahre im Leben eines der populärsten Fußballvereine. Mit einem besonderen Blick auf die Vorgängervereine, die Frühzeit des Hamburger Ballsports und das Fusionsjahr 1919. ibidem, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8382-0387-4.
  •  Axel Formeseyn: Unser HSV – Das ultimative HSV-Buch. Edition Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-86108-894-3.
  •  Hans-Günter Klemm, Michael Richter: Das HSV-Lexikon. Die Werkstatt, Göttingen 2000, ISBN 3-89533-305-0.
  •  Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften – Hamburger SV. Agon, Kassel 1996, ISBN 3-928562-70-3.
  •  Manfred Mitrowan: Hamburger SV. In: 50 Jahre Hamburger Tisch-Tennis-Verband – Chronik 1948–1998. Hamburg 1998, S. 28–29.
  •  Jens Reimer Prüß, Hartmut Irle: Tore, Punkte, Spieler – Die komplette HSV-Statistik. Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-685-0.
  •  Werner Skrentny: Orte der Leidenschaft. Der HSV und seine Stadien. Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-502-9.
  •  Werner Skrentny, Jens R. Prüß: Immer erste Klasse – Die Geschichte des Hamburger SV. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-469-3.
  •  Werner Skrentny, Jens R. Prüß: Mit der Raute im Herzen – Die große Geschichte des Hamburger SV. Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-620-1.
  •  Otto Tötter: Hundert Jahre deutscher Fußball – HSV. Rasch und Röhring, Hamburg 1985, ISBN 3-89136-023-1.

Weblinks

 Commons: Hamburger SV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. siehe das HSV-Live-Magazin vom Juli 2014, S. 114.
  2. Satzung des HSV, § 4 (pdf-Datei, S. 5; 157 kB).
  3. HSV zieht Frauen-Mannschaft aus der Bundesliga zurück, Hamburger Abendblatt, abgerufen am 22. Mai 2012.
  4. hsv-sc.de Mitgliederentwicklung.
  5. „Der Zeitpunkt der Vereinigung wurde auf den 2. Juni 1919, d. h. denjenigen Tag festgesetzt, an welchem die noch gemeinsam mit dem S.C. ‚Victoria‘ auszutragenden Kämpfe um die norddeutsche Fußball-Meisterschaft ihr, wie wir hoffen wollen, glückliches Ende erreicht haben werden.“ Aus: Vereins-Nachrichten des Hamburger Sport-Vereins von 1888 (e. V.), 16. Jahrgang, Nr. 2 vom 1. Juni 1919.
  6. hsv.de: Satzung des Hamburger SV, pdf-Datei, S. 4.
  7. Amrhein, Klaus: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
  8. Vgl. Skrentny, Werner; Prüß, Jens Reimer: Mit der Raute im Herzen – Die große Geschichte des Hamburger SV, S. 37.
  9. Satzung des HSV, § 4 Ziffer 2 (PDF-Datei, S. 3; 318 kB)
  10. Skrentny, Prüß, S. 45.
  11. Schultchen, Arne: „Zeichen der Zeit“, in: 11 Freunde, Ausg. 93, August 2009, S. 79.
  12. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 40.
  13. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 47.
  14. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 71.
  15. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 80.
  16. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 106.
  17. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 114.
  18. vgl. Skrentny, Prüß, S. 113.
  19. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 132.
  20. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 159.
  21. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 158.
  22. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 162.
  23. Vgl. Skrentny, Prüß, S. 184.
  24. Skrentny, Prüß, S. 250.
  25. Zitiert in: Skrentny, Prüß, S. 261.
  26. Skrentny, Prüß, S. 294.
  27. Skrentny, Prüß, S. 323.
  28. Skrentny, Prüß, S. 344.
  29. Skrentny, Prüß, S. 355.
  30. HSV-Chef Jarchow: Keine Lizenzprobleme. In: NDR.de. 7. März 2013, abgerufen am 28. April 2013.
  31. Sportal.de: HSV zum UI-Cup-Sieger erklärt, Meldung vom 22. Februar 2008.
  32. a b Gewinn bzw. Verlust des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV von der Saison 2008/2009 bis zur Saison 2011/2012 (in Millionen Euro). In: de.statista.com. 2013, abgerufen am 28. April 2013.
  33. hsv.de: Martin Jol wechselt zu Ajax Amsterdam
  34. Focus online: HSV-Vorstand übt sich im Machtkampf.
  35. HSV.de: HSV und Beiersdorfer trennen sich einvernehmlich.
  36. Hamburger SV: Urs Siegenthaler wird Sportlicher Leiter des HSV
  37. Hamburger SV: Urs Siegenthaler sagt Tätigkeit als sportlicher Leiter ab
  38. Sammer bleibt beim DFB - Rieckhoff enttäuscht
  39. Sammer lässt den HSV sitzen und attackiert Reickhoff
  40. www.hsv.de
  41. FAZ, 8. März 2011.
  42. Eurosport: Veh muss sofort gehen.
  43. Der HSV und Hoffmann/Kraus trennen sich.
  44. a b c KPMG: Hamburger Sport-Verein e.V., Hamburg. Bilanz zum 30. Juni 2012. 10. August 2012, abgerufen am 28. April 2013 (PDF; 113 KB).
  45. Der HSV trennt sich von Michael Oenning.
  46. www.abendblatt.de.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOlympia-Verlag GmbH (Hrsg.): 0:0 gegen Mainz - HSV bleibt erstklassig! 28. April 2012, abgerufen am 29. April 2012.
  48. Tabelle der Bundesliga-Saison 2011/12 nach dem 34. Spieltag.
  49. Meldung auf der Online-Seite des Hamburger Abendblatts vom 6. Mai 2012.
  50. Schlechte Bilanz. Der Hamburger SV macht 6,6 Millionen Euro Verlust. In: DIE WELT. 14. Dezember 2012, abgerufen am 28. April 2013.
  51. Hamburger SV schreibt erneut rote Zahlen. In: NDR.de. 14. Dezember 2012, abgerufen am 28. April 2013.
  52. HSV holt Rafael van der Vaart zurück, hsv.de
  53. kicker online (Hrsg.): 1.Bundesliga - Spieltag/Tabelle. Abgerufen am 27. Dezember 2012.
  54. Hamburger Morgenpost: Die schlimmsten HSV-Pleiten aller Zeiten, 30. März 2013
  55. KPMG: Hamburger Sport-Verein e.V., Hamburg. Bilanz zum 30. Juni 2013. 20. September 2013, abgerufen am 25. Januar 2014 (PDF; 127 KB).
  56. hsv.de: HSV und Frank Arnesen trennen sich. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  57. hsv.de: Perfekt: Oliver Kreuzer wird neuer Sportchef des HSV. Abgerufen am 2. Juni 2013.
  58. hsv.de: Bert van Marwijk wird Trainer des Hamburger SV. Abgerufen am 23. September 2013.
  59. hsv.de: Interview mit Carl Jarchow. Abgerufen am 9. Januar 2014.
  60. KPMG: Hamburger Sport-Verein e.V., Hamburg. Konzernbilanz zum 30. Juni 2013. 20. September 2013, abgerufen am 25. Januar 2014 (PDF; 121 KB).
  61. Hamburger SV: Ordentliche Mitgliederversammlung auf den 25. Mai 2014 terminiert, 21. Februar 2014
  62. hsv.de: Mitgliederversammlung entscheidet über Strukturreform. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  63. kicker-online: Der blanke Horror: HSV-Fans attackieren Spieler
  64. Hamburger Morgenpost: Hetzjagd auf die HSV-Spieler
  65. welt.de: Magath fehlen drei Stimmen für die Rettung des HSV
  66. Kicker online: HSV: Kein Ergebnis - und ein fataler Imageschaden, 9. Februar 2014
  67. vgl. § 21 Abs. 1 der Satzung des Hamburger Sport-Verein e. V. vom 14. Dezember 2012.
  68. Hamburger Abendblatt: Felix Magaths klare Absage an den HSV im Video
  69. hsv.de HSV stellt Trainer Bert van Marwijk frei
  70. Hamburger SV: Mirko Slomka wird Trainer des Hamburger SV, 17. Februar 2014
  71. Handelsblatt: Rücktrittswelle im HSV-Aufsichtsrat, 17. Februar 2014
  72. Handelsblatt: Krisen-Klub HSV feuert van Marwijk - kommt jetzt Slomka?, 15. Februar 2014
  73. ran.de: Van Marwijk beim HSV entlassen! Kommt Slomka?, 15. Februar 2014
  74. Spiegel online: Fußball-Bundesliga: HSV verliert Kellerduell gegen Braunschweig, 15. Februar 2014
  75. Hamburger SV: Fans gedenken Hermann Rieger, 22. Februar 2014
  76. Hamburger SV: Mitgliederversammlung des HSV beschließt Ausgliederung, 25. Mai 2014
  77. Hamburger SV: Verpflichtung von Dietmar Beiersdorfer perfekt, 11. Juni 2014
  78. Hamburger SV: HSV stellt Sportdirektor Oliver Kreuzer frei, 14. Juli 2014
  79. Hamburger SV: Bernhard Peters wird „Direktor Sport“ beim HSV, 15. Juli 2014
  80. Zeit: Milliardär Kühne gibt HSV neues Darlehen, 4. August 2014
  81. Hamburger SV: Klaus-Michael Kühne unterstützt HSV Fußball AG mit substantiellem Darlehen, 4. August 2014
  82. Deutsches Fußball-Jahrbuch 1923/24, S. 97
  83. Kicker Sportmagazin, Bundesliga-Sonderheft 2009/2010, S. 79.
  84. Ob er wirklich Engländer war, ist nach Skrentny, Prüß (Mit der Raute …) nicht sicher.
  85. a b Laut Skrentny, Prüß (S. 464) kommen bei Harder und Adamkiewicz möglicherweise noch einige „unbekannte“ Tore hinzu.
  86. hall of fame - Biografien verdienter Spieler und Funktionäre des Hamburger SV
  87. Der Walk of Fame ehrt ehemalige Spieler und Funktionäre des Hamburger SV
  88. Der Walk of Fame und der Uwe Seeler Fuß Abgerufen am 30. Juli 2014
  89. HSV-Presseservice: 125 Jahre HSV - Die große Gala Presseservice des Hamburger SV, 29. September 2012, abgerufen am 21. Januar 2014
  90. Hamburger SV: Ausbildung
  91. hsv.de: Jürgen-Werner-Schule.
  92. hsv.de: Kooperationsvereine.
  93. Für die Jugend. HSV bittet Fans zur Kasse. In: NDR.de. 12. Juli 2012, abgerufen am 28. April 2013.
  94. Hamburger SV: Trainer-Team des HSV-Nachwuchsleistungszentrums
  95. Hamburger SV: Stadion und Spielorte
  96. Hamburger SV: HSV Fußball AG eingetragen – Präsidium des HSV e.V. konstituiert, 8. Juli 2014
  97. Sascha König: 1998. Vom Volkspark zur "Wer bietet mehr"-Arena. In: Hamburger Abendblatt. 29. September 2012, abgerufen am 28. April 2013.
  98. HSV spielt künftig in der HSH Nordbank Arena. 29. März 2007, abgerufen am 28. April 2013.
  99. Skrentny, Prüß, S. 388.
  100. Beispielfotos auf den Seiten der Fangruppierung Chosen Few.
  101. Songtext.
  102. Songtext.
  103. Homepage des HSV Supporters-Clubs.
  104. Business-Fanclub des Hamburger SV/OFC.
  105. Spiegel-Artikel zum Tod Maleikas.
  106. www.hsv-sc.de: Gründungsmitglieder.
  107. INTERVIEW STEFAN HALLBERG»Ich war beileibe kein HSV-Fan«, Hamburger Morgenpost, 31. Dezember 2005
  108. Songtext.
  109. Songtext.
  110. Songtext und Video.
  111. Fanfreundschaften des Hamburger SV auf hsv1887.de
  112. Eine Freundschaft die nie endet Bericht auf gibmichdie kirsche.de
  113. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKaum Interesse an Fanfriedhof. Naturstein - Das Fachportal, Ebner Verlag GmbH & Co. KG Karlstr. 3, 89073 Ulm, 25.11.2013, abgerufen am 28. April 2014.
  114. NDR Online: Ewige Ruhe im Zeichen der Raute.
  115. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSponsoren und Ausrüster des Hamburger SV. hsv1887.de, abgerufen am 18. April 2014.
  116. hsv1887.de: Sponsoren des Hamburger SV seit 1973
  117. Bundesliga.de: Beckenbauers eigenwilliges Comeback
  118. 11freunde.de: Als ein Sponsor den HSV zum Gespött machte, 12. März 2011
  119. Welt.de: HSV erstmals seit 30 Jahren ohne Trikotsponsor, 9. Juli 2003
  120. rp-online.de: Auch HSV hat neuen Hauptsponsor, 30. Juli 2003
  121. Hamburger SV: Emirates weiterhin als Hauptsponsor beim HSV an Bord, 2. Februar 2012
  122. http://fussball-geld.de: Die Trikotsponsoren 1.Bundesliga Saison 2013/2014
  123. Hamburger SV: adidas und der HSV setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft bis 2024 fort, 24. Juli 2014
  124. Gemeinsam am Ball: Audi und der Hamburger SV
  125. Sponsoren des HSV
  126. Der HSV zieht seine Frauen-Bundesligamannschaft zurück, hsv.de, abgerufen am 22. Mai 2012.
  127. hsv-golf.de, Menüpunkt Mitgliedschaft/Golfclubs anklicken.
  128. Alle Verein der Bundesliga 1966–2008, bundesligainfo.de-Archiv (13. April 2008).
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