Jacques Demy

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Jacques Demy (* 5. Juni 1931 in Pontchâteau; † 27. Oktober 1990 in Paris) war ein französischer Filmregisseur.

Jacques Demys Grab auf dem Pariser Friedhof Montparnasse

Leben und Werk[Bearbeiten]

Sein größter Erfolg war der Film Die Regenschirme von Cherbourg, der für die Hauptdarstellerin Catherine Deneuve den internationalen Durchbruch bedeutete und 1964 bei den Filmfestspielen von Cannes den Grand Prix gewann. „Demys schamlose Bevorzugung fröhlicher Nostalgie steht im Gegensatz zu den Überzeugungen seiner Zeitgenossen, deren Werk viel politischer ist, aber er teilt mit ihnen die kenntnisreiche Liebe zum Kino, die in seinem Werk in Zitaten ihren Niederschlag findet ..., und seine Beherrschung der Filmtechnik ist vollkommen.“[1]

Jacques Demy war von 1962 bis zu seinem Tod mit der Regisseurin Agnès Varda verheiratet. Er starb 1990 an AIDS.

Filmografie[Bearbeiten]

B = Drehbuch, D = Darsteller, R = Regie, P = Produktion

  • 1960: Lola, das Mädchen aus dem Hafen (Lola) – (R, B)
  • 1961: Die sieben Todsünden (Les sept péchés capitaux) – (B, R einer Episode)
  • 1962: Die blonde Sünderin (La baie des anges) – (B, R)
  • 1964: Die Regenschirme von Cherbourg (Les parapluies de Cherbourg) – (B, R)
  • 1967: Die Mädchen von Rochefort (Les demoiselles de Rochefort) – (B, R)
  • 1968: Das Fotomodell (The Model Shop) – (R, B, P)
  • 1970: Eselshaut (Peau d’âne) – (R, B)
  • 1971: Der Rattenfänger von Hameln (The Pied Piper) – (B, R)
  • 1973: Die Umstandshose (L’événement le plus important depuis l’homme a marché sur la lune) – (B, R)
  • 1978: Lady Oscar – (R)
  • 1982: Ein Zimmer in der Stadt (Une chambre en ville) – (R, B)
  • 1989: Trois places pour le 26 (Filmmusical; Hommage an den Schauspieler und Chansonnier Yves Montand, der sich selbst spielt)
  • 1991: Jacquot (Jacquot de Nantes) – Regie: Agnès Varda – (D; seine Autobiografie diente als Vorlage für das Drehbuch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacques Demy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. rororo Filmlexikon. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1978, Band 4, S. 917, ISBN 3-499-16233-4